<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345</id><updated>2012-03-01T09:42:41.939+01:00</updated><title type='text'>dembowski</title><subtitle type='html'>- über die unmöglichkeit der ermittlungen -</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>308</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8005651171951697469</id><published>2012-03-01T08:28:00.001+01:00</published><updated>2012-03-01T09:42:41.943+01:00</updated><title type='text'>uli behle, davy jones und der spex-leserpoll von 1992</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der legendäre verlorene Tag endete miteiner Niederlage der Nationalmannschaft gegen die Auswahl derFranzosen. Der legendäre verlorene Tag hatte mir bereits vorherSorgen bereitet und spätestens mit der Nachricht vom Tode Davy Jonesfand ich mich in meiner Meinung bestätigtet.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Waren Todesnachrichten auch keineSeltenheit im Gewerbe Menschheit, so hatte es in dieser Woche doch zuoft eingeschlagen. Erst hatte Redermann angerufen. In Tränenaufgelöst. Er verkündete das Ableben von Uli Behle, den ich bereitsin den 90ern als Rennbahnsprecher schätzen gelernt hatte. Damalshatte ich ein Vermögen mit einem Gaul namens Vaslav Nijinskigemacht. Das Vermögen war nicht von Dauer. Ein BVB-Pferd hatte michverführt, doch ich sah nur den qualvollen Tod nachdem es ausgangsder Start/Zielgerade gestürzt war. Doch auch dieseSchreckensnachricht hatte Behle mit Würde kommentiert.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Danach war er für lange Zeit ausmeinem Leben verschwunden, bis Redermann mir die Amateure schmackhaftgemacht hatte. Dort war er wieder. Der lange hagere Mann. Mit einerunvergleichlichen Stimme von ausgesuchter Höflichkeit. „Das Spielsteht heute unter der Leitung des Sportkameraden Brandes. Wirwünschen der Begegnung einen allseits sportlich-fairen Verlauf“,waren die einleitenden Worte zu jeder Partie. Irgendwann war mirwenig Zeit für den Besuch der Amateure geblieben, bei meinem letztenBesuch in der Roten Erde war Behle nicht vor Ort. Während ich dortim Juli über dem Marathontor saß,und mir das Jugendturnieranschaute, hatte ich mich still an Behle erinnert. Vielleicht sogarhatte ich mich verabschiedet. Aus anderen Gründen. Ich hattegespürt, dass meine Zeit in Dortmund abgelaufen war. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So war es ein paar Monate später dannauch gekommen. Ausgerechnet Redermann, der jetzt am Telefon vom TodeBehles berichtete, hatte mich vertrieben. Doch das war längstVergangenheit. Der 29. Februar 2012 hatte gerufen, und nur der Todwar gekommen. Jetzt also Davy Jones, dachte ich. „Oh, I could hide'neath the wings / Of the bluebird as she sings / The six o'clockalarm would never ring / but six rings and I rise / wipe the sleepout of my eyes / my shavin' razor's cold and it stings“, erinnertemich an die jugendliche Stimme des ehemaligen Kinderstars Jones. Ersaß für immer dort am Klavier, hinter ihm der versammelte Rest derMonkees. Jetzt würde sein Traum in Erfüllung gehen. Nie wieder denWecker hören, aber auch nie wieder in den Tag träumen. Der Todhatte seine Vorteile, doch die Nachteile wogen definitiv schwerer.Für Uli Behle, für Davy Jones und für die Trauernden. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nicht mein Tag, dachte ich. Aber dieVerstorbenen, musste ich mir eingestehen, waren in meinerVergangenheit. In meiner Zukunft hätten sie ohnehin nichtstattgefunden. Kurz überlegte ich, warum es mir trotzdem nahe ging.Und auch wenn ich keine Antwort fand, drehte sich zum vierzehnten Malan diesem Abend der Daydream Believer auf dem Plattenspieler. Ichöffnete meine Fenster, blickte auf den frühlingserwachten SoldinerKiez und schrie so laut ich konnte: „Lang leben die Monkees! Ichwünsche dem Leben einen allseits sportlich-fairen Verlauf!“. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Danach blätterte ich in altenSpex-Ausgaben. In der Februar 1993-Ausgabe fand ich den Jahrespoll.„Wer muss aufs 1993 aufs Spex-Cover“, war eine der Frage, die esdamals zu beantworten galt. Neben der Gewinnerin Kim Gordon(vorzugsweise nackt), fand sich dort neben  den üblichenVerdächtigen der frühen 90ern wie Al Bundy (Platz 11), „Titten“(Platz 9), Vanessa Paradis (Platz 2) auch die gute alte Ernte 23wieder. Unter weitere Nennungen stand dort genau: „Ernte-23-Packung,bevor sie irgendwann keiner mehr raucht!“ Ich hatte einen Verdacht,der sich auf den Leserbriefseiten erhärtete. Ein Mitarbeiter einerPlattenfirma war damals schon Bewahrer. Es tat gut, an diesembescheidenen Tag wenigstens einmal zu lachen. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8005651171951697469?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8005651171951697469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/03/uli-behle-davy-jones-und-der-spex.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8005651171951697469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8005651171951697469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/03/uli-behle-davy-jones-und-der-spex.html' title='uli behle, davy jones und der spex-leserpoll von 1992'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2873211480876859759</id><published>2012-02-28T13:26:00.002+01:00</published><updated>2012-02-28T13:26:35.071+01:00</updated><title type='text'>gestern götzeus, heute polonia dortmund</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie übertrieben wieder. Was im Herbstnoch schlecht war, war heute perfekt und wer im Herbst noch fürwenig Geld aus der Stadt gejagt werden sollte, musste heute seinenVertrag bis zum Karriereende verlängern. Wer im Herbst noch alsunverkäuflich galt, und um wen eine große Mannschaft aufgebautwerden sollte, hatte während seiner Verletzung das Recht verwirktauf dem Platz zu stehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Manchmal verstand ich das alles nicht.Mir war bewußt, dass sie schreiben mussten und mir war bewußt, dasssie dafür Themen brauchten. Aber verdammt, es musste ihnen dochirgendwann auch mal langweilig werden. Dieser tägliche Stumpfsinnaus den Redaktionen des Schwachsinns. Auch ich hatte mich im Herbstgegen Kuba ausgesprochen. Seine Wechselabsichten hatten michpersönlich beleidigt. Immerhin hatte ich ihm im Meisterjahr zuverschiedenen Anläßen den Rücken freigehalten. Doch Dankbarkeithatte mir niemand versprochen. Auch nicht Kuba, der mich bei unserenwenigen Treffen immer häufiger mit wenigen Worten abgespeist hatte. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber ich war der Ermittler und mitmeinem Ende als Reisers Scherge nicht einmal mehr ein Baustein imSystem. So sehr ich es mir auch ausmalte: DerSamstag! war momentannur ein kleines Blatt, es hatte keine Relevanz. So amüsant meineKommentare auch waren, und so sehr ich auch Insider war, meinKerngeschäft waren die Ermittlungen und ihre Unmöglichkeiten. Auchdort hatte ich mich nicht sonderlich auszeichnen können. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Regte mich aber trotzdem auf. DiesesPolonia Dortmund. Jemand schrieb, jemand schrieb ab und jemandschrieb gegen an. Das würde ich übernehmen. Irgendwann einmal.Vorerst hatte ich genug. Von den Worten, von den Versprechen. DieUnruhe trieb mich hinaus. Ich lief mal wieder über Felder, imströmenden Regen lief ich vom Schiffshebewerk nach Oderberg. DieStraße war menschenleer. Sie bog sich mal nach rechts, dann nachlinks zu einem alten Wasserwerk. An einem Seitenarm der Oder setzteich mich auf eine Bank. Nur ein paar Meter weiter lag Polen. Das Landdort hatte mit Dortmund nicht viel zu tun. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2873211480876859759?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2873211480876859759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/gestern-gotzeus-heute-polonia-dortmund.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2873211480876859759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2873211480876859759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/gestern-gotzeus-heute-polonia-dortmund.html' title='gestern götzeus, heute polonia dortmund'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-457781691700707748</id><published>2012-02-27T15:46:00.001+01:00</published><updated>2012-02-27T15:46:19.914+01:00</updated><title type='text'>tasse bricht, serie hält</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als ich in meinen Teenagerjahren war,entwickelte ich eine Vorliebe für Tassen. Ich sammelte und sammelte.Ich hatte Plymouth Argyle und Nottingham Forest, ich trank aus denMugs der Blues und der Spurs, die Gunners waren doppelt und auch fürManchester United hatte ich eine Vorliebe entwickelt. Nur inDeutschland gab es naturgemäß nur einen Verein. Es war derBallspielverein. Irgendwann noch unter Köppel stand dann meine ersteund bis heute einzige Tasse im Regal. Der letzte verzeichneteTitelgewinn war der Supercup 1989. Errungen in einem harten Matchgegen die Bayern.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;4:3 hieß es damals nach 90 Minuten.Die Torschützen ließen mich noch heute mit der Zunge schnalzen. AufSeite der Bayern hatten McInally, Grahammer und Mihajlovic getroffen,doch ein Doppelpack von Günter Breitzke und je ein Treffer vonRückkehrer Jürgen „Kobra“ Wegmann und dem aufstrebendenJungnationalspieler Andi Möller langten zum großen Triumph.Zumindest war es das für mich zum damaligen Zeitpunkt.  Sogar derunglückliche Rolf Meyer, der 1986 ohne ein einziges Spiel seinenStammplatz an Teddy deBeer verloren hatte, durfte aber der 76. Minutemitmischen. Er blieb ohne Gegentor. Zwar konnte der BVB unter Köppelnicht mehr an den Wendesommer anschließen, aber immerhin durfte ersich jetzt Supercup-Sieger 1989 nennen und das auf Briefköpfe undTassen drucken. Niemand hatte damals erahnen können, dass dieserTitel schon wenige Jahre zur Randnotiz der Vereingeschichte werdenwürde.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Tasse war 1989 einWeihnachtsgeschenk meiner Eltern. Jahrelang stand sie im Schrank, zuihr gesellten sich die Meistergläser der Dortmunder Brauereien. Wennich auch aus den Meistergläsern trank, so blieb die Tasseweitestgehend ungenutzt. Damals war mein Alkoholismus noch nicht weitvorangeschritten, aber ich hatte genug Tassen. Von Umzug zu Umzug,und ich zog oft um, wurden es weniger Tassen. Mal verschenkte icheine an einen Postboten, mal verschwanden sie im Umzugschaos. DieBVB-Tasse blieb immer an meiner Seite. Nachdem Redermann mich aus derNordstadt vertrieben hatte, war sie mein Rettungsanker. Nur nochselten hatte ich in den letzten Monaten Gelegenheit gehabt, in dieWestfalenmetropole zu reisen. Mit mir ging es, auch wenn ich es nichtwahrhaben wollte, bergab. Meine Existenz war zum Scheiternverurteilt. Doch wenn ich mich morgens an meiner Tasse festhielt, denKaffee trank und in Gedanken schon einmal den Spieltag durchging, warmeine Welt für einen kleinen Moment in Ordnung. Ich hatte siebereits in Dortmund immer mal wieder genutzt, doch so richtig kam sieerst im Soldiner Kiez zum Einsatz. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich trank aus der Tasse und Borussiamarschierte von Sieg zu Sieg. Und wenn auch manchmal einUnentschieden dabei war, so zeichnete in meiner Realität die Tassefür den langen Weg an die Tabellenspitze verantwortlich. Doch andiesem Wochenende setzte mal wieder der Nebel ein. Ich zog michzurück. Ich war noch geschockt von Patsches Einlage und auch vonseinen mahnenden Worten. Als ich Sonntags in der Küche stand,zitterten meine Hände. Mit letzter Kraft goss ich den Kaffee in dieTasse. Es war Spieltag. Sonntagsspieltag dazu. Ich brauchte meinenKaffee, um wenigstens für einen Moment ein paar Lichtstrahlen zusehen. Ich setzte an und trank. Meine Hände zitterten. Beim Versuchdie Tasse auf den Tisch zu stellen, rutschte ich langsam ab. DieTasse stand nun auf der Kante und bevor ich etwas tun konnte,rutschte sie ganz langsam und wie in Zeitlupe ab. Sie war in der Luftund anstatt eines Rettungsversuchs schlug ich die Hände über denKopf zusammen, schloß meine Augen und vernahm das Splittern. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es war ein glatter Bruch, doch dieTasse war hinüber. Nach 16 ungeschlagenen Spielen in Folge, nachüber 22 Jahren in meinem Besitz. Klar, die Tasse ließ sich klebenund das würde ich auch tun, doch sie war hinüber. Ich konnte siemir vielleicht noch in den Schrank stellen, meinen Spieltagskaffeewürde ich in Zukunft aber aus anderen Tassen trinken müssen. DieMannschaft würde ihre Spiele ohne den Glücksbringer gewinnenmüssen. An diesem Sonntag verschwand meine Zuversicht. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ohne große Zuversicht ließ ich michin der Kreuzberger Kneipe nieder, sah die Bayern gegen die Blauengewinnen und verpasste den Anstoß der Borussia, da die Wirtin desLadens es sich auf dem Pott bequem gemacht hatte. Das Spiel in derKneipe begann mit einem blutenden Bender, doch endete es nachfantastischen 90 Minuten mit einem 3-1 über Hannover. Weiter! Inmeiner internen Europapokalrechung waren wir bislang nur gegen Herthaausgeschieden. Ausgerechnet Hertha! Die mit Rehhagel in RichtungAbgrund tanzten. War aber auch egal. Wir waren auch dort nur aufgrundder überschätzten Auswärtstorregelung raus. Gottseidank nicht inItalien! Dort wäre das tatsächlich von Interesse. Hier nicht. UndHannover hatten wir im direkten Vergleich durch denLast-Minute-Treffer von Perisic mit 4-3 besiegt. Top! Der Nebel hattesich auch in einem der Torjubel aufgelöst, es ging bergauf, wennauch nicht mit mir, so immerhin mit der Borussia. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was doch auch geil war, sagte ich mir,machte mich auf den Weg zurück, setzte mich an den Schreibtisch,dachte für einen Moment mal nicht an die Tasse und kommentierte,weil ich kommentieren musste&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Die Herausforderer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(berlin/27.02.2012)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt; Sie sehen sichimmer noch als die Herausforderer und sind doch längst der großeFavorit auf den Titel! Es darf nicht enden, sagen die Fans auf derTribüne. Die Mannschaft hält sich dran. Kein Gedanke mehr an diegroßen Abgesänge im September. Die Borussia aus Dortmund wurde vomschlechtesten Titelverteidiger aller Zeiten zum bestenTitelverteidiger aller Zeiten. Zumindest jetzt. Doch noch gibt es 33Punkte und 11 Spiele. Für die 11 Freunde auf dem Platz eine großeHerausforderung.&lt;br /&gt; Jeder Gegner ist der schwerste Gegner:Wenn Klopps Sprüche von der brutalen Qualität der Gegner sich auchwiederholen, sie sind wahr. Jeder Gegner hat seine Qualität, dochmomentan der der Borussia nichts entgegenzusetzen. Borussia-Fanslehnt Euch zurück! Genießt die schönste Zeit in Eurem Leben. Ersthat der BVB die Romantik zurück in den Fußball gebracht. Jetzt istes der Glaube! Der Glaube daran, dass Mannschaften nach großenTriumphen nicht auseinanderbrechen oder am Egoismus zugrunde gehen.Danke, Borussia! Jetzt holt Euch den Titel! &lt;b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(dembowski / DerSamstag!)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-457781691700707748?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/457781691700707748/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/tasse-bricht-serie-halt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/457781691700707748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/457781691700707748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/tasse-bricht-serie-halt.html' title='tasse bricht, serie hält'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4531486705198600593</id><published>2012-02-26T11:22:00.001+01:00</published><updated>2012-02-26T11:22:04.029+01:00</updated><title type='text'>ach, patsche!</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Rückkehr der Gänse läutete nichtnur den Frühling ein, sie ging auch einher mit der Rückkehr desNebels. Hatte ich in den letzten Wochen noch das Verschwinden der Wutgefeiert, so musste ich mich seit ein paar Tagen wieder mit dem Nebelarrangieren. Er war kein guter Partner. Er bewegte sich im Kopf, anmanchen Tagen nahm er ihn vollständig ein. Dann war ichhandlungsunfähig. Dann hatte ich keine Chance. Konnte ich mich einpaar Stunden mit dem Nebel arrangieren, so machten mich dieEinschränkung tagelanger Hochnebelfelder einigermaßen verrückt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich saß dann in der Küche, trankKaffee, rauchte eine Schachtel Ernte. Nach einer halben SchachtelErnte wurde aus dem Kaffee irgendwas mit Alkohol. Da war ich wenigwählerisch. Hauptsache der Nebel verzog sich. Als ich den Nebel nochbekämpfte, hatte ich gelesen, dass Alkohol die Lösung des Problemssei. Zumindest für die kürzeste Zeit. Da ich die Hoffnung nichtaufgegeben hatte, war die kürzeste Zeit genug. So hatte ich dieletzten Tage in der Küche verbracht, auf meine Unterlagen geblickt,die To-Do-Listen nicht abhaken können, sondern sie einfach anwachsensehen. Mit jedem Tag brach die Welt ein Stück weiter zusammen unddie Listen wurden länger. Ich war gelähmt, hatte keinen Plan, wieich weiter ermitteln sollte. Ich war gelähmt und die Aufgabenwuchsen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nur DerSamtag! hielt mich noch auf denBeinen. Meine Kommentare waren nicht unbedingt schlechter geworden,die Auflage hatte mittlerweile ordentlich zugelegt und Redermannschien das Ruder da fest in der Hand zu haben. Aber nur DerSamstag!würde mich nicht retten. Was immer diesen neuen Hochnebel ausgelösthatte, ich würde es bekämpfen müssen. Doch ohne Auslöser keinKampf. Während ich in der Küche saß, erst Kaffee bald Alkoholtrank und mir die Kippen an den Kippen anzündete, dachte ich an denvergangenen Frühling. Damals war es genauso gewesen. Es gab nichts,was ich mehr hasste. Die ersten Lichtstrahlen. Eine Befreiung?Mitnichten. Ich hasste die Sonne. Das sogenannte Frühlingserwachen.Die freien Rücken, die Röcke. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Alter, jetzt komm mal mit!“, meinalter Kumpel Patschinski war in der Stadt. Ich hatte ihn lange nichtmehr gesehen. Ihn hatte es irgendwann in die Berge gezogen. Jetzt warer wieder da. Beim letzten Mal war ich noch in Dortmund, beim letztenMal hatten die Bayern ordentlich auf die Nase bekommen. Wir warenirgendwo auf der Lindemann, schauten das Spiel, dass uns dieMeisterschaft brachte und tanzten später auf der Möllerbrücke.Dann zerschlug es mich. Dann zerschlug es uns. Nie wieder treffen.Jetzt war er wieder da. Und er hatte sich nicht verändert. Raus unddrauf. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Dembowski, ich habe da eine Kneipeausgemacht. Bei Dir ums Eck. Oldie-Eck, kennste den Laden? Dakönnten....“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Ach, hör auf, Patsche. Dann gehenwir da eben hin. Ändert jetzt auch nichts mehr.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir hatten uns ein wenig, was zuerzählen. Er war erstaunt, mich wieder im Kiez anzutreffen. Er hattein den Bergen seine Freiheit gefunden. Doch die Freiheit hatte ihm imGriff. Er sagte, dass er sich nach den Menschen der Großstadt sehneund im nächsten Satz erzählte er von der einsamen Almhütte. „Dasist mein Traum. Mehr brauche ich nicht zum Leben. Das Wasser derBergbäche, die Milch der Almbauern, das Fleisch der Almkühe, dieKräuter der Berge.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Patsche. Dein Pathos geht gar nicht.Einmal Alm, ohne Menschen bitte. Aber auch Menschen. Die in derStadt“, ich drehte mich in Richtung Bar und bestellt noch eineRunde Pfeffi. Neuerdings hatten sie hier nicht nur Pfeffi entdeckt,sondern auch die sogenannte junge Musik. Kraftklub brüllten „ichwill nicht nach Berlin“ und doch saßen wir hier. Am Rand derStadt. Am Abgrund. Der Nebel zersetzte sich langsam im Alkohol. Füreinen Moment sah ich klar. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wir suchen ein Leben lang und findendoch keine Lösung. Wir wachsen in Kleinstädten auf, verlassen dieStadt, verlassen die neue Stadt und gehen aufs Land. Und wollen dochzurück. In die Stadt. Die alte Stadt, die neue Stadt. Es ist unsegal. Und wenn wir wieder zurück sind, fehlt uns das Land. Wirblicken auf die Dagebliebenen und zeigen mit dem Finger auf sie. Siewerden nie etwas sehen, sagen wir in der Großstadt sitzend. Undträumen doch von ihrem Leben. Oder wir träumen vom Land. Wir habennoch nie 'sowas von da' gesagt. Wir halten uns an hochbezahltenMillionären fest und geben unser Schicksal in ihre Hand. Wir wollenRuhe, wenn sich um uns herum die Welt bewegt und wir wollen Bewegung,wenn wir auf der Almhütte sitzend ins Tal schauen. Wir werden nieankommen, Patsche. Wir sitzen in Oldie-Ecken und wissen um dieZerstörungskraft dieser Läden und doch werden wir für einen kurzenMoment abgelenkt. Für einen kurzen Moment sehen wir die Wahrheit.Sie ist rein und unschuldig. Wir werden sie in unserem Leben nichterlangen“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Dembowski, halts Maul!“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wieso. Stimmt doch alles“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Und wenn schon. Du redest vonPathos. Und triefst aus allen Öffnungen. Du musst vielleicht malraus aus der Stadt.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Hat der Nobster auch gesagt.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wer?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Der Nobster. Konstrukteur ausEngland.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wo bist Du da nur reingeraten?Konstrukteur?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich erzählte vom Unterwasseraquarim,ich erzählte von den Konstrukteuren, ich erläuterte das Leitmotiv,ich erzählte vom Samstag, von meiner Suche nach Dörte, vonKomaroff, vom Finger-Fall. Von der Unfähigkeit. Von meinerSelbstzerstörung. Update V. 20.12. Ein Jahr im Leben des Ermittlers.Nicht einmal davon hatte ich ihm erzählt. Er schüttelte den Kopf.Ein bißchen Melancholie, ein bißchen Traurigkeit. Denn glücklicheMenschen sind nicht interessant, fassten Kraftklub meine Wortezusammen. Patsche schüttelte den Kopf. „Du bist am Arsch,Dembowski. Mach mal nen Realitätscheck! Du sitzt im Oldie-Eck, Duerzählst von den Konstrukteuren, der Welteroberung und Deinementscheidenden Anteil an der Meisterschaft. Komm mal klar!“ und zurThekenkraft gewandt „mach dem Dembowski mal nen Gedeck!“ Sieschob mir das Gedeck hin, ich rückte meinen Schlips zurecht. Meinletztes Stück Würde. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen. Langsamfiel mein Kopf auf die Theke. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als ich wieder zu mir kam, war Patschemit einer Alten zugange. Sie hatte ihre besten Zeiten schon langehinter sich. Wenn sie die jemals gehabt hatte. Ich überhörte dieWorte „rasiert“ und „richtig durchnehmen.“ Irgendwas warpassiert. Und es war noch lange nicht Spieltag. Ich hasste denFrühlingsbeginn und ich hasste Sonntagsspiele. Vor der Tür brachder Tag an. Wahrscheinlich würde ich Patsche länger nicht mehrsehen. Ich wusste nur nicht, wer sich mehr aufgegeben hatte. Manchmalwünschte ich mir, dass das mit dem Leben nie passiert wäre. War esaber doch. Und wenn ich es mir genauer überlegt, war immerhin immerBorussia da.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4531486705198600593?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4531486705198600593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/ach-patsche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4531486705198600593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4531486705198600593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/ach-patsche.html' title='ach, patsche!'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2820087774371847670</id><published>2012-02-24T10:53:00.000+01:00</published><updated>2012-02-24T10:53:03.895+01:00</updated><title type='text'>der borussia hearts club am ende der serie</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Serie, Serie, Serie! Ich konnte esnicht mehr sehen. Überall war nur noch von der Serie zu lesen. Ginges hier überhaupt noch um Fußball oder war der Sport mittlerweilezu einem europäischen Abklatsch amerikanischer Statistikligenverkommen? Serie! Serie! Serie! Sag es nicht nochmal, Dembowski,dachte ich. Und doch sagte ich es immer wieder. Sie hatten es mirvorgeschrieben und ich redete es nach. In der U-Bahn, aber auch amKüchentisch sitzend. Noch in ein paar Jahren würde ich mich andiese Zeit zurückerinnern. Die Zeit der Serie. Irgendwann aber würdesie enden.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das war klar. Und doch war ich mirsicher, dass ich am Vorabend des letzten Saisonspiels im BorussiaHearts Club auf eine große Saison zurückblicken könnte. Es gingjetzt um das „worauf blicken wir zurück?“. Diese Frage würdesich in den nächsten Wochen entscheiden. Ich war mir sicher, dassdiese Frage meine Ermittlungen im Falle Komaroff weiter behindernwürde. Wahrscheinlich war ich der schlechteste Ermittler allerZeiten. Dafür war ich jedoch auch der größte Fußballfan imweltweiten Klub der Ermittler. Und, das durfte ich nie vergessen,erst die Serientäter hatten mich zu dem Dembowski gemacht, der ichnun war. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2820087774371847670?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2820087774371847670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-borussia-hearts-club-am-ende-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2820087774371847670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2820087774371847670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-borussia-hearts-club-am-ende-der.html' title='der borussia hearts club am ende der serie'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8280699020031710684</id><published>2012-02-23T10:10:00.002+01:00</published><updated>2012-02-24T11:49:39.876+01:00</updated><title type='text'>der verweigerte handschlag</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In dem Supermarkt hinter dem Parktesteten sie seit einiger Zeit ein neues Konzept. Wurden dieEinkaufenden in meinen ersten Berliner Monaten noch von nichtsonderlich geschulten, dafür aber schwer trainierten Securitytypenin den Laden gelassen, so hatte sich die Geschäftsleitung seit einerWoche für eine wahre Freundlichkeitsoffensive entschieden. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Das Konzept der Doormans hat sichbereits in anderen No-Go-Areas etabliert. Wir freuen uns, als erstesUnternehmen dieses Konzept nun auch auf Deutschland zu übertragen.Wir sind Marktführer und lassen uns nicht von aufstrebendenSupermärkten zurückdrängen“, ließ sich der stellvertretendeFilialleiter Broszynski in der Lokalpresse zitieren. Doch nicht nurdie Lokalpresse war auf die neue Freundlichkeit aufmerksam geworden,auch einige überregionale Medien waren auf den Zug aufgesprungen undberichteten verstärkt über die neue Freundlichkeit im SoldinerKiez. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Mit charmanten Doormans gegenLadendiebstahl“, titelte eine der Zeitungen. Und „Wer begrüßtwird, klaut nicht“, beleuchtete ein anderer Artikel dieCharmeoffensive des Supermarkts hinter dem Park. Der Supermarkt lagnoch hinter dem Discounter und den Baumärkten. Es war ein weites,unfreundliches und durchgehende betoniertes Gelände. Grau war dieFarbe der Stunde. Manchmal durchbrochen von braunen Imbissbuden undObstständen. Auf dem Weg vom Discounter schlängelte man sich aneinem türkischen Kulturverein und einem Kostümverleih vorbei.Danach öffnete sich ein weitere graue Fläche und ganz am Enderechter Hand lag der Supermarkt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Bislang war ich höchstens einmal dortgewesen. Mein Bier bekam ich überall. Mein Essen bestand ausTiefkühlpizza aus dem Discounter. Aber das wollte ich mir jetzt docheinmal anschauen. „Unsere freundlichen Doormans begrüßen unsereKunden per Handschlag, öffnen für sie die Tür und weisen beiBedarf gerne auch noch einmal auf unsere Angebote der Woche hin.US-Studien haben gezeigt: Der Ladendiebstahl geht auf diese Art undWeise um bis zu 32,08% zurück. Behandelt man die Menschen wie Kundenund nicht wie potentielle Diebe, geben sie einem das in sie gesteckteVertrauen in Form von Geld zurück“, hatte Broszynski in bereitsoben zitiertem Artikel erklärt. Durchaus ein interessanter Ansatz.Mit charmantem Handschlag gegen Kriminalität. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es bestand dringend Handlungsbedarf.Konnte die neue Freundlichkeit, die in etwa mit dem vorübergehendenVerlust meiner Wut einherging, auch mich als Kunden gewinnen? Gesternwagte ich den Selbstversuch. Zum ersten Mal überhaupt, beim erstenMal war ich von der U-Bahn kommend einen anderen Weg gegangen, ließich den Discounter links von mir liegen, drückte mich zwischenBaumarkt und dem Discountergebäude hindurch, spazierte an einertürkischen Feiergesellschaft vorbei auf die nächste große graueFläche. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Hier ist der Mensch noch Kunde!“,wehte ein Banner über dem Eingang des Supermarkts. Ein interessanterAnsatz. Vor der Tür die Menschenschlange. Ich war nicht allein. Ichreihte mich ein, lauschte den Diskussionen der Wartenden. Sie sagten„endlich wieder Mensch!“ und „wer uns so behandelt, gehörtauch bezahlt.“ Sie mussten in den letzten Jahren zahlreicheErniedrigungen erfahren haben. Einige in der Schlange kamen geradevon einer Demo aus Mitte. Sie waren noch voller Energie. „Not myPräsident“ stand auf ihren Schildern. Sie hatten in Gauck eineneue Triebfeder gefunden. „Wir müssen protestieren! Er hat unsverhöhnt. Und wird uns aus unseren Kiezen vertreiben“, erklärtemir einer der Demonstranten. „Aber wäre das nicht sogar gut?“,warf ich ein. Doch bis auf wütende Blicke erntete ich nichts. Es warnicht ihr Präsident, und würde es auch nie werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Weiter vorne in der Schlange waren dieBenzinpreise ein Thema. Es würde zu einem Tankstellenboykott kommen.Am 01.03. sei alles vorbereitet. Niemand würde tanken und es denenda oben aber mal so richtig zeigen. „Occupy Tankstellen!“, riefeiner und die Schlange stimmte ein. Sie hatte sich in den vergangenenpaar Minuten wenig bewegt. Immer noch stand ich sicher 30 Meter vomEingang entfernt.  Langsam begannen mich die Gespräche zu nerven.Das passiert also, wenn man den Mensch als Mensch bezeichnet, er lebtund er denkt, dachte ich mir. Noch bevor ich mich weiter aufregenkonnte, brach ein Tumult aus. Mein neuer Freund schrie: „Not myPräsident! Er hat auch Euch verhöhnt! Occupy nichts. GegenProteste. Dieser Staat ist ein zutiefst faschistischer Staat. Wennnur die Türken nicht wären!“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Jetzt ging es Mann gegen Mann. Odereben Mensch gegen Mensch. Die Occupyanhänger stürmten auf meinenneuen Freund. Vom türkischen Kulturverein bewegte sich ein Mob inRichtung neuer Freund und die in der Mitte schlugen sich auf ihreeigene Seite und gingen auf die drei Parteien los. Immerhin gelang esmir so, langsam in Richtung Tür zu gehen. Der Doorman hatte einenhochroten Kopf und verweigerte mir den Handschlag. Als ich ihn draufansprach, antwortete er mir:&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Jetzt hör mir auf mit Deinem scheißHandschlag! Jedes Mal dieser Handschlag. Das ist doch scheißegal.Wenn ich auf mich und die Idioten da sauer bin, da gebe ich halt keinHandschlag. Sind wir denn hier im Mädchenpensionat? Der Einkauf istfür Euch nicht so wichtig, wie dieser scheiß Handschlag.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Ist das eine vorbildlicheReaktion?“, fragte ich etwas verwundert. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Ach hör doch mal auf, ich rege michhalt auch auf. Wir diskutieren nur über Handschlag und alleNebensächlichkeiten. Und nicht mehr übers Einkaufen!“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Dann lassen sie uns doch über dieAngebote der Woche reden“. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich versuchte, das Gespräch wieder ingeordnete Bahnen zu lenken, doch der Doorman hatte da längst seineUniform abgestreift und sich dem Tumult zugewendet. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8280699020031710684?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8280699020031710684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-verweigerte-handschlag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8280699020031710684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8280699020031710684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-verweigerte-handschlag.html' title='der verweigerte handschlag'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2406558377730023382</id><published>2012-02-22T09:16:00.001+01:00</published><updated>2012-02-22T09:48:37.653+01:00</updated><title type='text'>die kehl-verlängerung - der letzte überlebende</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Jetzt also auch noch Kehl. Fehlteneigentlich nur noch Kagawa und Kuba. Doch das würde sich nochziehen. Wie immer hatte die Vereinsführung nicht geredet, sonderneinfach gehandelt. Während in München der überschätzteErsatzspieler seit Monaten fast verlängert hatte, ging es im FalleKehl ruhig und schnell. Irgendwann stimmten die Leistungen auf demPlatz wieder. Kehl hatte ihn lange nicht wirklich gesehen, umso mehrRespekt hatte er für sein bisheriges Auftreten in dieser Spielzeitverdient und irgendwann musste man dann verlängern. 1 Jahr, 1 JahrOption. Vielleicht über die Anzahl von Spielen, vielleicht aucheinfach so. Sie würden sie ziehen. Und Kehl würde seine Karriere inDortmund beenden. Danach eine Rolle im Verein übernehmen. Was sonst,dachte ich mir, soll Kehl und soll der Verein machen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Kehl kam 2002 in Zeiten des realexistierenden Größenwahns. Er ist, dachte ich den Tränen nahe, derletzte Überlebende eines lange verlorenen Krieges. Er ist, jetzt inTränen aufgelöst, das Sinnbild für den Fall und den Aufstieg derBorussia. Als er kam, war es nur ein Frage der Zeit, bis sich dieMannschaft um Amoroso, Rosicky, Metzelder, Koller, Evanilson, Wörns,Dede, Ewerthon und Lehmann für die höchsten Aufgaben empfehlenwürde. Der erneute Champions-League-Triumph war nur noch einKatzensprung entfernt. Mit dem jungen Kehl fand ein wichtigerBaustein in das Team. Er war der Sammer der frühen 00er-Jahre undwürde, da war ich mir sicher, eine ähnliche Karriere hinlegen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Natürlich kam alles anders. Cottbusund Brügge waren die Meilensteine, Hennecke und Röckenhaus dieDosenöffner. Der Laden flog auseinander. Und immer wenn die Bayerneinen wenig tadellosen Charakter suchten, zeigten sie auf Kehl, dersich damals für das Geld und nicht für den großen FC Bayernentschieden hatte. Und immer wenn die Fans einen überbezahltenSpieler im Kader ausmachen wollten, fanden sie in Kehl ein dankbaresOpfer. Natürlich, er hatte sich in den WM-Kader 2006 gespielt, aberdanach war er verletzt. Beinahe fünf Jahre am Stück. Dass Brazzosein Bein damals hingerichtet hatte, geriet schnell in Vergessenheit.Kehl war noch da. Aber spätestens mit den Young Guns Sahin undBender hatte er seine Zukunft längst hinter sich. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Irgendwann in der letzten Saison.Redermann und ich trafen uns vor einem Spiel, öffneten die Kannen,träumten vom Titel. Noch wurde nicht spekuliert, ob Dede oderWeidenfeller die Schale präsentieren dürfen, aber an diesem Tag waruns klar, dass es nicht Kehl sein würde. Redermann hatte ihn noch amVorabend in einem Restaurant gesehen. Am Vorabend eines Spiels. DassKehl mal wieder verletzt war, störte uns nicht weiter. „Der sitzthier seine Zeit ab. Doch die ist vorbei“, erklärte ich Redermann.Dieser hatte mir vorher in aller Ausführlichkeit erklärt, dass Kehlnicht einmal einen Platz gefunden hatte. Niemand wollte für ihnaufstehen. In einer Kneipe auf dem Weg zum Stadion hörte ich danneine weitere Kehl-Geschichte. Wieder war er irgendwo gewesen undwieder hatte er keinen Platz gefunden. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So hatte ich Kehl nur noch als einGerücht wahrgenommen. Auf seine wenigen Einsätze folgten meistwochenlange Verletzungen. Doch der Brazzo-Bonus war längstaufgebraucht. Irgendwann musste damit auch Schluss sein. DieMeisterschaft kam und es war an Weidenfeller zum meist fotografiertenMann des Tages zu werden. Aber in dieser Nacht musste etwas mit Kehlpassiert sein. Vielleicht wollte er diesen Moment noch einmalerleben. Sein letztes Lebenszeichen am Meisterwochende war eineEinladung in einen Dortmunder Pub. Dort schien er alleine zu sitzen.Und dieses Wochenende sollte nicht enden. Nicht für Kehl, der amSonntag dann doch die Schale präsentierte. Als Kapitän. AlsAnführer. Jetzt wollte er mit seiner Familie feiern. Diese waren dieBVB-Fans. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Irgendwas war passiert. Als Kehl dieMannschaft dann auch in der Saison 2011/2012 als Kapitän aufsSpielfeld führte und immer mehr Spielzeit erlangte, wurde er zu demwichtigsten Spieler im Kader. Mats Hummels verzieh man seinenAussetzer gegen Marseille, doch Kehls Pass gegen Arsenal war nochlange Gesprächsthema. Er machte weiter. Fand wieder zurück in denKader und bewies in den letzten Monaten, dass manin diesem Kader auch mit 31 Jahren noch tonangebend sein kann. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Vertragsverlängerung von SebastianKehl war folgerichtig. Sie war ebenso ein Signal für die Zukunft,wie auch ein Wink aus der Vergangenheit. Lange schon hatten sich dieBayern nicht mehr zur Personalie Kehl geäußert. In ihrem Kader gabes längst keinen Spieler aus der Saison 2001/2002 mehr. Auch hiertrieb die Borussia die Wachablösung voran. Sie band verdienteSpieler an sich. Nicht aus Nostalgie, sondern als Anleihe auf dieZukunft. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2406558377730023382?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2406558377730023382/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-kehl-verlangerung-der-letzte.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2406558377730023382'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2406558377730023382'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-kehl-verlangerung-der-letzte.html' title='die kehl-verlängerung - der letzte überlebende'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1037343024221634648</id><published>2012-02-21T08:42:00.002+01:00</published><updated>2012-02-21T08:42:21.704+01:00</updated><title type='text'>kann nicht immer wochenende sein?</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So langsam verlor ich über meineProbleme den Überblick. Sie waren mal größer, manchmal marginalund an manchen Stellen auch weniger beachtenswert. Sie waren da undich hatte in den letzten Monaten den Überblick verloren. DieEntführung, der Finger, Komaroff, die Borussia. Grob  konnte ich dieProbleme in vier Themenkomplexe unterteilen, doch nachdem ich daseinmal getan hatte, sah ich, dass mindestens drei Komplexemiteinander zu tun hatten.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wenn es auch in den letzten Wochen umKomaroff still geworden war, so blieb die in Dover ausgesprocheneWarnung in meiner Erinnerung. Als ich dachte, alles zu besitzen,waren sie gekommen und hatten eine unmissverständliche Warnungausgesprochen. Mein Arsch zwar. Aber immer mal wieder erinnerte ichmich der Warnung, nahm sie sogar ernst. Es war an der Zeit, Komaroffzu finden. Unter der Woche würde mir die Zeit bleiben, überschlugich kurz. Die Tage um das Wochenende konnte ich vergessen. Die Tageum das Wochenende waren für die Borussia reserviert. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber auch das zweifelte ich an. Hatteich die samstäglichen Schläge am Anfang noch gut verkraftet, somachte sich nun bereits seit Tagen meine Schläfe bemerkbar.Vielleicht war ich wirklich zu alt für den Scheiß, auf jeden Fallsollte ich an meinem Kommunikationsverhalten arbeiten. Das wäre einAnfang. Immerhin. Noch einmal blätterte ich durch dasErmittler-Handbuch der verbindlichen Freundlichkeit. Doch für solcheFälle hatte auch das Handbuch keine Lösung parat. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mein Verhältnis zu den Konstrukteurenjedoch war derart angespannt. Zur Zeit konnte ich mir keine Eingabe,keine Kritik erlauben. Die Warnung hallte nach. Ich sollte besser denverdammten Fall lösen, doch hatte ich gegen jede Ermittler-Regelverstoßen. Bis auf ein paar lausige Notizen konnte ich imFinger-Fall nichts vorweisen, mein Zusammentreffen mit Komaroff warin einem Debakel geendet und der Entführung zum Jahreswechsel entkamich nur aufgrund der glücklichsten Umstände. Ich war ein verdammtschlechter Ermittler. So ich überhaupt ein Ermittler war. Langsambegann ich daran zu zweifeln. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Draußen kehrte der Winter zurück.Vielleicht konnte ich mich ein wenig ablenken. Ich zog meinen Mantelan, ging die paar Absätze runter auf die Straße und schaute michum. Niemand da, ein paar Autos durchquerten die Koloniestraße, einpaar Menschen gingen zum Bäcker im ehemaligen Imbiss 61, ein paarKinder nahmen die Abkürzung in Richtung Panke. Hier war dereinstKevin-Prince Boateng zur Schule gegangen, ansonsten hatte dieseGegend in den letzten 15 Jahren wenig Glück gehabt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Auch im Schneetreiben wollte man hiereigentlich nicht wohnen. Langsam entdeckten die Makler die Gegend undmit ihnen zogen einige verwirrte Zugezogene in den „aufstrebendenSzenekiez“ in Berlin-Mitte. Sie hielten es hier nicht lange aus.Wenn der Ermittler noch die normalste Person im Kiez war, konnte ichihren Unmut über 1.500€ Maklerprovision gut verstehen. Sie hattenMieten, Kaufen, Wohnen gesehen, von einem Leben in der großenHauptstadt geträumt und jetzt umwehte sie der Geruch vonHundescheiße, vergammelten Müllsäcken, verschimmelten Obstresten.Jetzt fühlten sie sich von ihrer Lebensumgebung bedrohte und wennsie Freunde nach Hause einluden, kam niemand vorbei. Sie waren zuAußenseitern der Gesellschaft geworden. Sie waren in einer„No-Go-Area“ gelandet und mussten sehen, wie sie sich da jetztraus ziehen konnten.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Schon wieder waren mir meineÜberlegungen entglitten. Ich hatte wahrlich andere Probleme. DieProblem der abgezogenen Zugezogenen konnten mir furchtbar egal sein.Ich musste den Fall lösen und hatte nur ein paar lausige Notizen.Langsam verlor ich den Anschluss. Ich lief Gefahr, meineErmittler-Lizenz zu verlieren. Wegen eines dämlichen Fingers, einesübermütigen Rotbarts und aufgrund eines unfähigen Entführersrussischer Herkunft. Meine Schläfe drohte zu explodieren, dieSchweine hatte mich genau an der Ader erwischt. Ich verlor denÜberblick und war angeschlagen. Vor den nächsten Wochen graute esmir. Ach, wenn es doch immer Wochenende wär. Borussia. Mehr brauchteich nicht zum Leben. Scheiß auf das Ermittlerdasein. Es war nichtbesser als anderen Daseinsformen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1037343024221634648?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1037343024221634648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/kann-nicht-immer-wochenende-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1037343024221634648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1037343024221634648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/kann-nicht-immer-wochenende-sein.html' title='kann nicht immer wochenende sein?'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1766649723062126167</id><published>2012-02-20T10:14:00.001+01:00</published><updated>2012-02-20T10:14:07.195+01:00</updated><title type='text'>der sonntagsmaler</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was macht man eigentlich, wenn man denganzen Tag nichts machen will und kann? Ich machte das so: Stand auf,blätterte die Sonntagsblätter durch, legte sie gelangweilt zurSeite. Der Stillstand dauerte jetzt bereits zwei Jahre.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Zwei Jahre, in denen derBallspielverein von Sieg zu Sieg eilte, Deutschland Gauck alsBundespräsidenten kürte, Griechenland pleite war und der alteGrieche die deutsche Hauptstadt eroberte. Nichts passierte. Ich rissdie Seite mit der Bundesligatabelle raus und rechnete, was ich nochrechnen konnte. Mein Kopf hatte sich nicht wirklich erholt. Aber für8+3=5 langte es noch. Das war der minimale Abstand und der maximaleAbstand der Blauen. Die anderen Vereine waren bei 3 und 4. EinVierkampf sah vorerst anders aus. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch mir war auch klar: Eine Niederlagewürde alles wieder umkehren. Dann wären es nach dem nächstenSpieltag 5,1,0. Und der ganze Vorsprung wieder dahin. 16 Spiele ohneNiederlage. Aber gewonnen war noch lange nichts. Die Saison stand aufder Kippe. Mit Kagawa und Götze hatte die Mannschaft Qualitätverloren und mit Piszczek den gefährlichsten Außenverteidiger derLiga. Gegen Hertha ging es noch ohne das um Hummels ergänzteQuartett, doch bereits Hannover würde da eine andere, noch brutalereQualität auf den Platz bringen. Vielleicht ohne die eingesprungeneGehirnerschütterung, doch mit einer Serie, die der der Borussiaglich. Der Verein würde sich keine Ruhepause gönnen können. Ichhoffte inständig, dass es so kommen würde.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Sonntagsergebnisse trudelten einund alles war so, wie ich es erwartet hatte. Die Blauen schossen dieGroßmauligkeit aus dem Stadion, Hannover spazierte souverän überdie Schwaben hinweg. Von dieser Seite war keine Schützenhilfe zuerwarten. Während sich also alles auf den langen, aber sovorhersehbaren Abstieg der Bayern konzentrierte, und sich dieInteressierteren noch mit Otto beschäftigten, galt es gerade an denSpieltagen 23 bis 25. Diese drei Spiele, das war mir beim Blick aufdie Tabelle klar, könnten schon eine Vorentscheidung zu Ungunstender Borussia bedeuten. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Alles außer 7+ Punkte würdegefährlich werden. Am Samstag hatte ich gesehen, was passiert, wennman gegen angeschlagene Gegner eine große Fresse riskiert. Man wirdmit angezählt. Und das erwartete uns gegen die Remiskönige ausHannover, Mainz und Augsburg, die gemeinsam immerhin 28 Unentschiedenauf sich vereinten. Die Erwartungen rund um die Titelverteidigungwaren längst ins Unermessliche gestiegen. Es ging beinahe nur nochum das „Wann“ und nicht mehr um das „Ob“. Auch ich konntemich davon nicht freisprechen. Bei meinem letzten Trip in die Kneipehatte ich die Vorbereitungen zur Meisterfeier aufgenommen. Wenngleichich nicht die Sperrung der B1 beantragen musste, so hatten diesbereits andere Behörden für mich übernommen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In dieser so harmlos anmutendenSituation liefen wir tatsächlich Gefahr, uns mit einer neuen Formder Arroganz ins Abseits zu manövrieren. Wer konnte uns schon was.Denn auch wenn wir im direkten Vergleich mit der Hertha ausgeschiedenwaren, lag jetzt nur noch die Revanche gegen Hannover vor uns unddann war der schwache Saisonbeginn endgültig ausgelöscht. Aber ohnees zu merken, hatten wir in den letzten Wochen erhebliche Substanzeingebüßt. Fiel jetzt auch noch Hummels aus, hatten wir einmassives Problem in der Spieleröffnung. Hatten wir ein massivesProblem in der Spieleröffnung, würden wir gegen Hannover stolpern.Wir würden Sonntag spät nachlegen müssen. Und bis dahin würde derVorsprung geschmolzen sein. Im schlechtesten Fall würde nach 30Minuten die Stimmung kippen. Schon in den letzten Wochen hatte esdafür Anzeichen gegeben. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich blickte auf meinen Schreibtisch, erwar schwarz. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1766649723062126167?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1766649723062126167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-sonntagsmaler.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1766649723062126167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1766649723062126167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-sonntagsmaler.html' title='der sonntagsmaler'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1231785505940857877</id><published>2012-02-19T09:32:00.004+01:00</published><updated>2012-02-19T10:41:08.612+01:00</updated><title type='text'>im süden die serienstarter</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So langsam werde ich zu alt für denScheiß. Spieltag und Heimspiel in Berlin. Die Bahn macht was siewill, fährt mal und fällt mal aus. Aus den großen Worten derPressesprecherin der S-Bahn hatte ich mir bereits im Vorfeld nichtsgemacht. Die paar Meter zum Gesundbrunnen schaffte ich ohne Probleme,wählte den Weg über die Jülicher Straße. Vorbei am altenHertha-Vereinsheim. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Schon hier und schon so früh, es warnicht einmal Mittag, waren die Straßen in schwatzgelb getaucht.Unter die aufgeschmissenen Touristen hatten sich Borussen gemischt.Man hörte sie in den unterschiedlichsten Sprachen reden. Auf derBrücke über den Gleisen stehend überlegte ich noch kurz, ob ichmir die Fahrt wirklich antun sollte. Aber es war Heimspieltag inBerlin und in der Tat hatte ich auch ein paar Menschen 3 Punkteversprochen. Versprechen? Harte Arbeit! Allein die Anreise.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Irgendwann aber da. Am Olympiastadionraus, dieses Bild verdient kein Applaus. Hier gab es keineHertha-Fans. Hier war Dortmunder Territorium. Ein paar Kids warenohne Karten angereist. All the way from Dortmund. Und da sie michderart höflich siezten, drückte ich ihnen ein paar meiner Karten indie Hand. Irgendwie war ich in den letzten Tagen an einen ganzenSchwung Karten gekommen. Für jeden etwas dabei. Von Haupttribüneüber Gegentribüne und Gästebereich. Borussia ohne den Ermittler?Undenkbar. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ermittler ohne Bier? Undenkbar. Aber imOlympiastadion Normalität. Was ein Drecksladen. Drängelt man sichin der Schlange vor, wird man verpfiffen, von Superordnern beinahesogar des Stadions verwiesen. Stellt man sich in Schlangen aber an,kommt man nie dran. Und wenn man dran kommt, nach einer Mischung ausVordrängeln und Schlange stehen, dann schütten sie einemtatsächlich Carlsberg ins Bier. Nie wieder Olympiastadion! schwörteich mir. Zumindest bis zum Pokalfinale. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Geschichte des Spiels ist schnellerzählt. Mal sitze ich, mal stehe ich, mal schreie ich, mal schüttelich den Kopf. Hummels wirkt angeknockt, Patrick Ebert, der alteRowdy, trifft das leere Tor nicht, was aber Kevin ein paar Minutenspäter gelingt. Ein zähes Ringen auf einem tiefen Acker. Trotzdemist da natürlich Erleichterung. Eingefahren. Wieder 3 Punkte gegenden Abstieg. Seit 16 Spielen schon fast immer 3 Punkte gegen denAbstieg. Langsam freundete ich mich mit dem Gedanken an, im nächstenJahr wieder Europa League-Spiele zu sehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Raus aus dem Stadion. Noch imSiegesrausch. Ein paar Brandenburger Bratzen brüllten mir das Liedvon den BVB Hurensöhnen direkt ins Gesicht. Moment, dachte ich anden Brandenburger Bratzen vorbeigehend, ich habe doch einenBildungsauftrag. Ich stoppte ab, drehte um und ging in meinerfreundlichen Art auf die Jungs zu. „Entschuldigung. Ich hörtegerade, dass ihr die Lieder nicht richtig beherrscht. Ich sing Euchdas mal richtig vor, Kids! BVB Null Neeeeeeun. Und nicht BVBHurensöhne. Klingt doch gleich viel besser. Und jetzt ihr, ihr könntdat auch.“ Für einen kurzen Moment schienen sie zu überlegen,doch dann kam es zu einer unschönen Szene. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wir singen dit so, wie dit jesungenwird, meen Kleener. Und Du kassiert jetz. Was haste hier auch blödzu stehen?“ Kassieren, dachte ich mir, dann haben die es alsoverstanden. Doch mitten in die Überlegung hinein, erwischte mich dererste Typ an der Schläfe. Irgendein Affe machte sich derweilen anmeinen Schienbeinen zu schaffen und ein wieder anderer Typ nahm sichmeine andere Schläfe vor. Mir dämmerte es ganz langsam, was sie mitKassieren wirklich gemeint hatten. Es war zu spät. Ich lag auf demBoden und die Jungs gingen jetzt über, mich mit ihren ungeputztenSchuhen zu bearbeiten. Immer in die Seite rein. Ich rollte michzusammen. Sie spuckten mir auf den Kopf und traten in meine Seite. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber aus der Ferne hörte ich dieerlösenden Worte „Halt! Lassen Sie vom Ermittler ab. Wir nehmenSie an dieser Stelle jetzt einfach mal mit“ Interessante Wortwahl,schoss es mir durch den Kopf. Team Green war zur Stelle undorganisierte dann auch einen perfekten Abtransport der Jungs. Jetztmussten sie kassieren, und ich konnte aufstehen. Ein wenig Blut ander Stirn, ein paar schmerzende Rippen. Sonst nichts. Ich musstedringend mal wieder auf ein Kommunikationsseminar. Da hatte ich dieLage falsch eingeschätzt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber nicht nur ich hatte einigeSituationen vielleicht falsch eingeschätzt, die Bayern machten dasnun auch in schöner Regelmäßigkeit. Noch während einer vonRiberys schlechteren Flugeinlagen, saß ich bereits wieder an meinemSchreibtisch und hämmerte in die Tasten:&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Die Serienstarter&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 19.02.2012)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; „Jetzt startenwir eine Serie!“ Wie oft haben wir diese Ansage in den letztenWochen gehört? Sie beginnen die Serie. Beenden sie beim nächstenAuswärtsspiel. Und starten wieder eine Serie. Mal ruft Gomez dieSerie aus, mal Kapitänchen Lahm. Zwischendurch klagen sie über dieSchiedsrichter, die schlechten Platzverhältnisse, dasVerletzungspech. Dann wieder machen sie die Borussia zum Meister vonBayerns Gnade. Was in der letzten Saison mit der größten Aufholjagdaller Zeiten begann, findet in 2011/2012 seine Fortsetzung in derlängsten Serie aller Zeiten. Ungeschlagen. Vier Spiele lang. Trotzdes Schweinsteiger-Ausfalls, trotz der schlechten Platzverhältnisse,trotz des allgemeinen Betrugs. Mit diesen Bayern ist auch in 2012 zurechnen! Wie der Engländer immer anschließt: Nicht! &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski /DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1231785505940857877?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1231785505940857877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/im-suden-die-serienstarter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1231785505940857877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1231785505940857877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/im-suden-die-serienstarter.html' title='im süden die serienstarter'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3510391800882338227</id><published>2012-02-17T08:46:00.001+01:00</published><updated>2012-02-17T15:14:09.906+01:00</updated><title type='text'>verlockendes angebot aus hoffenheim</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch als ich mich am folgenden Morgennoch einmal mit der Autobiographie einer Heizung beschäftigte,konnte ich hier zumindest ein paar warme Seiten abgewinnen. DieEreignislosigkeit im Leben einer Heizung kam der Ereignislosigkeit inmeinem Leben erschreckend nahe. Sie wurde geschaffen, von einemMonteur installiert, sie musste Wasser lassen und war manchmal gutund manchmal weniger gut gelaunt. Sie war mal kalt, und sie war malhalt. Und wenn sie nicht mehr der Norm entsprach, war sieVergangenheit. Heute Norm und bald bereits Vergangenheit. Wie derWinter. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Draußen die Sonne. Zog dieFrühlingslederjacke an, verstaute den Mantel ganz hinten im Schrank.Würde ich bis November nicht mehr anziehen. Einmal dieFrühlingslederjacke, bitte! Ohne Reiserücktrittversicherung? Gerne!Ich wollte mal wieder in der Samenhandlung vorbeischauen. Wenigstensdie Post durchgehen. Wenigstens mal wieder ins Büro. Seit der Sachezum Jahreswechsel hatte ich einen leichten Knacks bekommen. Ich liefdie Seestraße hoch, setzte mich an der 100 auf eine Bank, blickteauf die Speicheranlagen. Was tun? Was war in den nächsten Wochenwirklich wichtig? &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Erst einmal würde die Borussia nachBerlin kommen. Einfach so. Ohne Zusatzqualifikation. Vielleicht würdesogar Redermann auftauchen. Nach der vergangenen Woche war ich mir danicht so sicher. Ein unsicherer Kantonist. Amok hatte mir bereits inder vergangenen Woche abgesagt, mir  hatte man Freikarten zugestecktund so saß ich nun auf meinen Tickets rum. 3 Tickets in einemausverkauften Stadion, die niemand nur für einen Moment in die Handnehmen würde. Schade. Und überflüssig. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber die Samenhandlung war eine Idee.Das Spiel war ausverkauft. Und ich war dabei. Auch wenn es Shinjinicht schaffen würde. Jetzt hat der sich auch noch verletzt, sagteich mir und zuckte mit den Schultern. Bislang hatte der BVB alleverletzungsbedingten Ausfälle ignorieren können. Egal ob esSuper-Mario, Super-Bender oder eben jetzt Super-Shinji traf, siewürden zurückkommen und bis dahin perfekt ersetzt werden. Ichkonnte mich an keine Dortmunder Bank erinnern, die derart starkbesetzt war. Früher brachte man Tretschok und heute bringt manPerisic. Im Gegensatz zu Perisic aber, hielt ich inne, hatteTretschok damals gegen Manchester ein wichtiges Tor geschossen, warohnehin ein sympathischer Typ und würde am Samstag die Borussiaauseinandernehmen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Vorzeichen also standen aufTretschok vs Perisic. Das könnte das Schlüsselduell sein, dachteich. Doch dann erreichte mich der Anruf aus München. „Dembowski,wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir die Saison im Anschlußneu bewerten werden. Es gibt Anhaltspunkte einer großenVerschwörung, in dessen natürlicher Mitte sich ein gewisserDietfried Dembowski, wohnhaft in Berlin, und also Sie!, befindet.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was war passiert? Ich hatte keinAhnung, immerhin aber eine Idee. Amok hatte da in der letzten Wochewas angedeutet. Amok handelte immer noch in meinem Namen und hattevielleicht etwas zu dick aufgetragen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wasn los?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Sie habenSchiedsrichterentscheidungen maßgeblich beeinflußt. Jetzt rennt unsder Uli die Bude ein und Kalle droht mit nem weiteren Gedicht. Wirmüssen Maßnahmen ergreifen. Die Sache liegt jetzt beimDFB-Kontrollausschuss. Und verdammt! Die sind sauer auf Borussia.Haben die mit ihren Schmähgesängen für Überstunden gesorgt.Allein die Beantwortung der Mails. Allein die gewissenhaftenFormulierungen der Absagen. Und dann die Telefonate mit Hoffenheim,die wirklich auch andere Probleme haben. Dembowski! Ich würdebehaupten, Sie haben ein...“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Stop, mit wem sprech ich überhaupt?Wer sagt, dass ich ein ...“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Problem habe? Das sage ich. Und ichbin Ihre letzte Hoffnung. Da lässt sich bestimmt was drehen. Hab daauch bereits mit dem Mann in Hoffenheim gesprochen. Der bräuchteeinen Ermittler. Jemanden, der ihn in der Öffentlichkeit in eingutes Licht rückt, die Fans gegen sich und nicht den Mann ausHoffenheim aufbringt. Interesse?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Du verdammter Penner! Wer immer Dubist, was willst Du eigentlich sagen? Dass wir die Bayern von derSpitze gestoßen haben?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wer hat denn immerzu von derWachablösung geredet? Wer hat die Schiedsrichter unter massivenDruck gesetzt?“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Amok schien mit der Nummer nix zu tunhaben, ich aber auch nicht. Wo immer der Anrufer meine Nummer hatte,es sah mir alles nach einem geschickten Abwerbeversuch aus Hoffenheimaus. Sie wollten mir drohen, um mich zu gewinnen. Sie wollten michgewinnen, um anderen zu drohen. Ich musste eine Nerv getroffen haben.Und jetzt war dieser entzündet, vielleicht faulte auch etwas Fleischdahin. Aus dem Nerv entspringt ein Schmerz. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Getz hör ma zu. Danke. Für diesenAnruf. Danke. Für dieses Angebot. Danke. Für Deine Offenheit.Danke. Danke. Danke. Für Hoffenheim und Bayern. Danke. Für dieWachablöung!“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„You ain't no Kalle. Aber ich seheschon, Du siehst woher der Wind weht. Ich werde mich wieder melden.Und denk dran, Dembowski, Reiser hat Dich im Visier und Komaroff istkein Gespenst!“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich griff in die Schublade. Endlich dieWhiskeyflasche. Das Ermittlerwerkzeug. Auf dem Papier skizzierte ichdie Dortmunder Aufstellung ohne Shinji. Ich hatte Angst. VorTretschok und seinen Tricks. Aber auch eine Niederlage würde nichtdas Ende der Welt sein. Und überhaupt, niemand hatte die Absicht einpaar Punkte abzugeben. Ich machte mich noch schnell an die Fragen von&lt;a href="http://www.schwatzgelb.de/2012_02_17-warmlaufen_hertha_bsc_berlin_vs_borussia_dortmund.html"&gt;schwatzgelb.de&lt;/a&gt; und überließ den restlichen Tag meinem Alkoholismus.Scheiß auf Ermittler gegen Alkoholismus. Auf dem Kreuzzug gegen dieWelt blieb mir noch genug Zeit für Ernüchterung. Hoffenheim,Bayern, tststs...&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3510391800882338227?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3510391800882338227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/verlockendes-angebot-aus-hoffenheim.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3510391800882338227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3510391800882338227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/verlockendes-angebot-aus-hoffenheim.html' title='verlockendes angebot aus hoffenheim'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5206142647143746538</id><published>2012-02-16T10:27:00.002+01:00</published><updated>2012-02-16T10:27:52.345+01:00</updated><title type='text'>der bvg-streik von 2012</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Diese Stimme. Diese Verachtung in derStimme. Diese verachtende Arroganz in der Stimme. Diese arrogante,verachtende Weinerlichkeit in der Stimme: „Zu Verhandlungsdetails,da müssen Sie Verständnis haben, dürfen wir nichts sagen. Aber dieLaufzeit ist eindeutig zu lang. Die Fahrgäste sollen rechtzeitiginformiert werden und sich über alternative Reiserouteninformieren.“ Der Verdi-Sprecher hatte gesprochen. Kurz bevor dieGewerkschaft einen Streik ausrief. Einen BVG-Streik für den nächstenSamstag, den Tag, an dem 18.000 Borussen in die Hauptstadt einfallenwerden. Den Pokalfall im Ligaspiel proben. Schon einmal schauen, obdiese seltsame Kirche am Ku'damm noch steht. Schon einmal schauen, obBerlin wieder die schönsten Farben der Welt tragen will. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Hertha lag am Boden und  es mutetewie ein von langer Hand geplanter Akt der Stadt an. Wenn schon soviele Menschen in unsere Stadt kommen, um unseren Verein in die Nähedes Abgrunds zu schießen, so müssen wir alles dran setzen, ihnenden Aufenthalt so unangenehm wie nur möglich zu gestalten. EinBVG-Streik ist da sicher keine schlechte Idee, dachte ich. Ich hattedie endgültige Nachricht den U-Bahn-Nachrichten entnommen. Auf demWeg in die Stadt. Berlinalepeople schauen. Den roten Teppich begehen.Ausgerollt für die wichtigen Personen der Illusionsindustrie. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Reise war an dieser Stelle fürmich beendet. „Nie wieder BVG!“, schrie ich am Rosenthaler Platzdie Stufen zur Mittelebene herauf schreitend. Die Punks amGeldautomaten schauten mich verstört an. „Wieder einer weniger“,dachten sie und und betrachteten ihre gebunkerten Fahrausweise.  Feinsäuberlich in Einzelfahrt Richtung Norden, Einzelfahrt RichtungSüden, Tagesticket, Wochenticket aufgeteilt lagen diese in ihren mitAlkoholresten überzogenen Händen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ihr Schicksal war mir egal, vielmehrtrieb mich der Gedanke an den anstehenden Samstag umher. Es warwichtig, Ruhe zu bewahren. Es war wichtig, Fakten zu sammeln. Es waralso wichtig, die Schraudershaus zu kontaktieren. Seit unsererWeihnachtsfeier in der S-Bahn drückte ich mich im Treppenhaus an dieWand. Immer wenn ich sie hörte, versuchte ich irgendwo imTreppenhaus ein Versteck zu finden. Ihre Hoppenheim-Geschichte hattesie mir Anfang des Jahres noch andrehen können, sonst aber hielt siesich mit ihren Belästigungen zurück. Jetzt aber war sie meinwichtigster Zeuge. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Langsam spazierte ich die Brunnenstraßeentlang. Hinter dem Weinbergspark lagen die letzten Mitte-Cafés.Dort saßen die letzten Apple-Nutzer. An der Bernauer standen dieMauertouristen im Schneematsch. Und während linker Hand einzumindest okayer Gedenkrahmen geschaffen worden war, verschandeltenRichtung Prenzlauer Berg neugebaute Stadthausruinen mit ihrenGlasfassaden den Blick. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Top-Location, Top-Preise – unweit derSzenebezirke Mitte und Prenzlauer Berg. Vor der Haustür befindetsich der weltberühmte Mauerpark mit seinem noch weltberühmterenMauerparkflohmarkt. Stehen Sie sich sonntags für überteuertePlasteteller die Beine in den Bauch. Lassen Sie sich danach vomuniversumberühmten Mauerparkkaraoke belästigen. Seien Sie nicht nurGast in ihrem Traum. Leben Sie Ihren Traum. 19€ / m² – kalt.Leben Sie Ihren Traum. Seien Sie Teil der Kreativgesellschaft! &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Irgendwas lief in dieser Stadt verdammtschief. Es war nicht nur der BVG-Streik. Aber es war jetzt erst malnur der BVG-Streik. Zumindest für mich. Und nur die Schraudershauskonnte mir jetzt noch helfen. Ersatzfahrpläne mussten her.Alternative Anreiserouten. Und die Gewissheit, dass die S-Bahn nichteinfach wieder krank sein würde.  Die Fahrer der Bahn hatten eswahrlich nicht einfach. „Eingefahrene Bahn in Richtung Westkreuz.Zurückbleiben, bitte!“. Vor die Tür, in die Bahn. Warm. Kalt. Undimmer noch weniger Bahnen als vor der großen S-Bahn-Krise. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein zutiefst deutsches Thema, dachteich und dachte an den von deutschen Boulevardmedien ausgerufenen undvon Dortmunder Ballspielvereinen dankbar angenommenen Generalstreikin Griechenland rund um den peinlichen Champions-League-Auftritt desBallspielvereins am Athener Hafen. Die bürgerkriegsähnlichenZustände durften sich in der Bundeshauptstadt nicht wiederholen. Eslag nun ausschließlich an mir, die Borussia vor einer Niederlage zubewahren. Und mein Schicksal musste ich in die Hände derSchraudershaus legen. Keine einfache Situation für einen Ermittler.Aber ich hatte schon ganz andere Situationen bewältigt! &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mir in dieser beinahe ausweglosen Lagederart Mut zusprechend, war ich längst am Humboldthain angelangt. Anmir schnauften ein paar Jogger vorbei. Die meisten Läufer wareneinfach nur traurig anzuschauen. Sie arbeiteten in ihren Agenturenund kauften sich durch ein wenig Bewegung in ihren atmungsaktivenLaufanzügen ein Stück Freiheit. „Diese 30 Minuten gehören mir“,hörte ich sie schnaufen, „diese 30 Minuten kann mir keiner nehmen.Da bin ich bei mir. Und ich mach was für die Gesundheit.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So wie sie eben was mit Medien machten,machten sie auch irgendwie was für die Gesundheit. „Stell Dir vor,im Humboldthain sitzen sogar Türken und im Sommer kommen die Russen.Das ist ne ganz andere Welt da oben. Ein wenig strange. Aber sorichtig Angst musst Du gar nicht haben. Die schauen nur anders.Können die auch nichts für“, beruhigten sie vor und nach ihrenRunden ihre modebewußten Freundinnen. Da war sie wieder die Wut! Siehatte mich nur kurze Zeit im Stich gelassen. Ich hätte sie aucheinfach ignorieren können, meinen Blick auf den PrachtbauGesundbrunnen-Center richten können, tat ich aber nicht! Ichverachtete die Jogger, ihre atmungsaktiven Anzüge, ihre Jobs undihre Freundinnen. Alles an ihnen war mir zutiefst zuwider. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber auch der Humboldthain ging vorbei.Nach ein paar Minuten konnte ich von weiteren Joggern unbehelligt indie Koloniestraße einbiegen. Jetzt hatte ich nur noch ein Problem.Die Schraudershaus öffnete die Tür nicht. Kein Plan. KeinErsatzplan. Dembowski.  In der Küche blätterte ich ein wenig in derAutobiographie einer Heizung, dann in den lokalen Zeitungen. Beideswar von ähnlich bescheidenem Unterhaltungswert. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5206142647143746538?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5206142647143746538/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-bvg-streik-von-2012.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5206142647143746538'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5206142647143746538'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/der-bvg-streik-von-2012.html' title='der bvg-streik von 2012'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4059417194975588208</id><published>2012-02-15T11:47:00.000+01:00</published><updated>2012-02-15T14:59:25.694+01:00</updated><title type='text'>die ermittler-reality</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich war der 1.FC Köln unter denErmittlern. Errang ich nach langer Zeit mal wieder einen Sieg, wähnteich mich in der Champions League. Verlor ich jedoch, was mir meistund unter den größten Anstrengungen gelang, stand ich vor demScherbenhaufen. Dachte dies und dachte das. Machte andere Personen,andere Institutionen, und immer auch die Umstände für meinenNiedergang verantwortlich. Meinen letzten Titel hatte ich 2001errungen. Hin und wieder schaute ich mir die Plakette im Regal an.Ermittler des Jahres 2001. Eine metallene Nichtigkeit. Mit Bronzeüberzogen, to make me feel better. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Fantastisch, superfantastisch, ich essLachsfisch. Oder wie auch immer dieser damals noch frische FranzFerdinand-Song ging. Mir aber heute überhaupt nicht. Schwankend.Zwischen dem Verlust der Wut und dem Verlust der Kraft.Himmelhochjauzend zu Tode betrübt. Ein anderer Hit ein anderenvergessenen Band. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nieder mit den Umständen, waren auchdie ersten umstürzlerischen Gedanken, die mir an diesem Tag kamen.Draußen hatte Tauwetter eingesetzt und während ich am Fenster dieEisflächenausrutscher beobachtet, GUZ mit den Aeronautenzurückgekehrt war und sich Too Big To Fail auf die Fahnengeschrieben hatte - eine Idee wohlgemerkt, die ich bereits vorlängerer Zeit geäußert hatte – passierte in meinem Kopf malwieder nichts. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es liegt ein Grauschleier über dieserStadt. Ausgehend vom Kopf eines stadbekannten Ermittlers. UmfahrenSie das Gebiet des Soldiner Kiezes großflächig. Im Bereich derKoloniestraße ist mit Blitznebel zu rechnen. Bewahren Sie Ruhe.Fahren Sie weiter. Hier gibt es nichts zu sehen. Hier gab es nichtszu sehen. Es ist wie ein Autounfall, sagen Sie? Sie können nichtwegschauen? Schalten Sie doch einfach mal wieder Ihren Fernseher ein.Die Nordschleife des Lebens. Wird Scripted Reality genannt. Besserals jede Ermittler-Reality! Too Big To Fail. Stürmt das Schloß.Dort sitzen die Anderen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Etwas musste sich ändern. Mal wieder.Ich war es langsam leid. An einem Tag hatte sich die Welt verändertund nach dem Aufwachen war sie noch dunkler, noch drohender, nochgefährlicher geworden. Die Welt ist das Problem, nicht derErmittler, dachte ich, mich in den wenigen lichten Momenten in meinerSchwermut windend. This is how it feels to be lonely! In Wirklichkeitaber war ich das Problem. This is how it feels to be small. Die Weltkonnte ohne mich, ich jedoch nicht ohne sie.  This is how it feelswhen your word means nothing at all. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Borussia, denk an Borussia, sagte ichmir und blickte doch nur weiter auf den epischen Eisteppich vor derTür. Als die Wolken sich öffneten und diesen fiesen Tauwetterschneehinab fallen ließen, war ich der festen Überzeugung, dass ich inden vergangenen vier Nächten genau 2 Stunden geschlafen hatte.Einmal, so notierte ich, waren es 17 Minuten, dann in der folgendenNacht 67 Minuten, in der Nacht drauf war ich ohne Schlaf ausgekommen,und trotz der anhaltenden Erschöpfung, trotz der stetenSchweißausbrüche, trotz der großen Müdigkeit hatte ich es in dervergangenen Nacht nur 36 Minuten im Bett ausgehalten. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ordnung schaffen, das Lebenorganisieren. Leben oder sterben. In dieser Stadt, in dieser Welt.Mit dieser Last auf den Schultern. Ermittler-Reality! Too Tired ToDie! Made my day. Aber hey!  Ein Blick auf den Spielplan werfen. Nocheinmal. Mach es noch einmal, Ermittler! Und wenn Dich die Hunde zumFraß vorgeworfen bekommen, so bist Du immerhin über den Spielplaninformiert. So hast Du wenigstens den genauen Überblick. Du kannstihnen sagen, wann es passieren wird. Und wenn sie fragen „was“passieren wird, wirst Du ihnen „das“ antworten. Beachte dieRegeln aus dem Ermittler-Handbuch der verbindlichen Freundlichkeit. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Unter Punkt 3:&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;„Halten Sie sichbedeckt. Gut zu sein, bedeutet verbindlich freundlich zu sein.Antworten Sie auf „was“ mit „das“. Ein Reim lockert dieAtmosphäre. Legen Sie danach ihre Karten auf den Tisch. Und haltensich bedeckt! Was immer Sie auch tun: Halten Sie sich immer bedeckt!“&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Beruhigend. Ich blätterte durch dasHandbuch. Es hatte mir noch nie den Arsch gerettet, aber es hattemich auch noch nie enttäuscht. Sogar auf einen Punkt 4 hatten dieAutoren verzichtet. Sie wussten, was sich gehörte. Sie hatteneinfache Regeln formuliert, sie hatten eine ordnende Linie inzerstörte Lebensbereiche gebracht. Das Thema Moral hingegenbehandelte das Handbuch nur am Rande. Moral aber würde die Herthamindestens zeigen müssen, um den BVB zu schlagen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In der Stadt, die längst unter derLast meiner Schultern am Rande des Zusammenbruchs. My neighbourhood,my new typ of neighbourhood. Who lives in a HOUSE like this? Preetzraus! Gegendarstellung. Ermittler-Reality! Too Loud To Shout. Scripted Reality! Wenn in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand einerunbenannten Stadt der wehrlose Vater von der Lolita-Stieftochterverführt wird, während die Mutter mit dem Kumpel des mongloidenSohns in der Kiste landet und der so auch sexuell vernachlässigtezweite Sohn der Familie „Heil Hitler“ schreiend auf einerAntifa-Demo in den Mittelpunkt rückt, und keine 4 Kilometer weiterein Schmalspurganove in den Mittelpunkt staatsanwaltlicherErmittlungen gerät. Sein unbenanntes Vergehen, eines gegen dieVerhältnisse. Nieder mit den Umständen, die den Schmalspurganovenwenige Minuten später als friedliebenden Familienvater mit einergleichgeschlechtlichen Beziehung zum oben genannten wehrlosen Mannzeichnen. Moral von der Geschicht: Die Menschen lohnen einen Harungnicht! &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ermittler-Reality! Wenn der Ermittleram Fenster sitzt und über die baldige Abwahl der BezirksregierungKonstanz sinniert. Es hatte keine Vorteile. Doch wer das Gegenteilbehauptete, musste sich auf Zwangsmaßnahmen einstellen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4059417194975588208?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4059417194975588208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-ermittler-reality.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4059417194975588208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4059417194975588208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-ermittler-reality.html' title='die ermittler-reality'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8034520584065748750</id><published>2012-02-14T12:03:00.001+01:00</published><updated>2012-02-14T12:03:15.007+01:00</updated><title type='text'>bis 2016 passiert genau nichts</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was passiert eigentlich, wenn die Wutweg ist? Nichts! Die Wut war weg und ich fühlte nichts. KeineFreude, kein Schmerz, kein Gewinn und kein Verlust. Es war einfachpassiert. Und nichts hatte sich geändert. Ich war aufgewacht und dieWut war weg. Wie lange würde das anhalten? Ich hatte keine Ahnung.Wie auch? Es hatte sich nichts verändert.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Vielleicht war es einfach dieEntschleunigung. Vielleicht war es auch einfach totale Erschöpfung.Ich tippte auf die Entschleunigung. Ich nahm mir die Meinung andererMenschen nicht mehr zu Herzen. Ich ignorierte sie, indem ich mich ausallen sozialen Verpflichtungen raushielt und wenn ich in Kneipen saßund natürlich tat ich das noch und hatte vor, das in Kneipen sitzenauch nicht dran zu geben, so saß ich in der Kneipe und vielleichthörte ich den Gesprächen zu, und vielleicht warf ich hin und wiederauch ein Wort ein. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch wenn ich ein Wort einwarf, so warfich das Wort nur ein, um die Unterhaltung am Laufen zu halten. Ineinem anderen Leben hatte mir ein Musiker aus Portland davon erzählt,niemals hatte ich mir das vorstellen können. Doch jetzt war es auchmit mir passiert. Während der Musiker aus Portland in Kneipen saßund an seiner Musik arbeitete - Musik, die  zwar von tieferTraurigkeit durchdrungen stets lebensbejahend war - saß ich für dasGrundrauschen in Kneipen.  In der Tat konnte ich in Kneipen meineGedanken ordnen. Das Rauschen erzeugte in mir Ruhe. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In einem noch anderen Leben stand icheinmal in einem Gebirge. Um mich herum herrschte Stille. Doch derKopf war diese Stille nicht gewohnt. Er legte mir ein Rauschen aufdas Ohr. Im Gebirge stehend, an einem schneereichen Apriltagirgendwann in den späten 90ern, wurde mir klar, dass ich, so sehrich mich der Natur auch verbunden fühlte, ich nicht für sie gemachtwar. Für meine Existenz brauchte ich den Lärm und Schmutz derStadt, brauchte ich die Hektik, die Niedergeschlagenheit, dieverlorenen Seelen und hin und wieder brauchte ich ein gutes Buch,eine gute Platte. Aber niemals würde ich mich zurückziehen können,obwohl das es war, wonach ich strebte. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie oft hatte ich in letzter Zeit überEhre, Moral, Einstellung nachgedacht und wie wenig zielführend warin Wirklichkeit gewesen. Auch das war egal. Indem ich mich denMenschen näherte, sie jedoch weitestgehend ignorierte, war ichlangsam auf die Spur meines inneren Gleichgewichts gekommen. All dasSinnieren über Ehre, Moral und Einstellung hatte mich nicht vonmeiner Wut befreien können, ich hatte einfach aufgehört nach demUrsprung zu suchen. Und – zumindest für den Moment – die Lösunggefunden. Wie oft war der Nebel wieder aufgezogen und wie oft wurdeich dadurch im Innersten zutiefst erschüttert? Mit dem Nebel leben,ihn zu akzeptieren, das war mir bis dahin fremd. Jetzt nicht mehr. Erwürde kommen, so wie der nächste Morgen kommen würde, so wie dernächste Sieg der Borussia kommen würde. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Rolle der Borussia war mir hingegenimmer noch nicht ganz klar. Was hatte die Borussia für mich getan?Konnte ein Verein, ein Sportverein überhaupt etwas für mich tun?Ja! war ich mir sicher. Ein Sportverein konnte einem Ablenkung bietenund immer auch dieses Grundrauschen erzeugen. War der Nebel da, solichtete er sich beim Eintreten ins Stadion, beim Eintreten in dieKneipe. Der Außenseiter als Teil einer Gemeinschaft. Einerstaunlicher Gedanke. Aber so war es. Für 90 + 15 Minuten die Wutkanalisieren, den Nebel vertreiben, den aufgestauten Ärger in einigewenige Momente legen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Da konnte das Spiel noch so scheißelaufen, meist reichte mir eine einzige Ecke, um mich zu befreien.Einmal aufstehen, einmal „Hinein! Hinein! Hinein!“ schreien, mehrbrauchte es meist nicht. Einmal sehen, wie sich die Tribünenerheben, wie sich die Süd nach vorne beugt und der Ball sich alleindurch das „Hinein! Hinein! Hinein!“ gefährlich in Richtung Tordrehte. Das hatte damals sogar bei Micky Stevic funktioniert. Eshatte beim Stand von 0-3 im 2008er Heimderby funktioniert und estaugte jetzt immer noch. Es waren die Konstanten. Das hatte auch derVerein begriffen. Die Konstanten. Es waren nun mehr nicht nur wirFans, sondern es war auch die gesamte Vereinsführung. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Bis 2016 würde noch viel Nebel durchmeinen Kopf geistern. Bis 2016 würde die Wut kommen und gehen. Bis2016 würde ich noch etliche hundert Male in Kneipe sitzen und vielzu lange, viel zu viel Bier trinken. Bis 2016 würde es Mahner undSpinner geben. Bis 2016 würden Mahner und Spinner ihre Rollentauschen und zurücktauschen. Bis 2016 würden vielleicht noch vier,vielleicht noch fünf Spieler der Meistermannschaft das Trikot derSchwatzgelben tragen. Bis 2016 würden aus AllesfahrernFamilienväter, die mit Milde und manchmal auch Stolz auf ihreVergangenheit zurückblicken. Bis 2016 würden 14-jährige 18 sein.Sie würden aus Gelegenheitsfans Allesfahrer werden, die vollerVerachtung auf die heutigen Allesfahrer und baldigen Familenväterschauen. Bis 2016 würde Hoffenheim in der Versenkung verschwundensein und RB Leipzig im Profifußball mitmischen. Bis 2016 würde KeinZwanni immer noch für faire Eintrittspreise kämpfen, dannvielleicht schon mit professionelle Strukturen, die dann den Kämpfernvorgeworfen werden, die aber im Laufe des Kampfes notwendig waren, umsich mit dem Apparat zu messen. Bis 2016 würde es Kriege,Hungersnöte, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, Finanzkrisen,Attentate und Regierungswechsel geben. Bis 2016 aber würde sich ander Vereinsspitze der Borussia nichts tun. Das war fantastisch. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8034520584065748750?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8034520584065748750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/bis-2016-passiert-genau-nichts.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8034520584065748750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8034520584065748750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/bis-2016-passiert-genau-nichts.html' title='bis 2016 passiert genau nichts'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2811366269317644778</id><published>2012-02-13T14:05:00.001+01:00</published><updated>2012-02-13T15:05:34.303+01:00</updated><title type='text'>pflichtsiegsleere</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und so flogen erst die Vorstädte anmir vorbei und als es keine Vorstädte mehr gab, sah ich aus demFenster auf das sandige Brandenburg, bewunderte das Land derFrühaufsteher für seine Werbeagentur und sah am Mittellandkanalvoller Verachtung auf die Autostadt. Alles an ihr war mir zuwider.Alles an ihr stieß mich ab. Vor ein paar Jahren, wir hatten geradeeine Meisterschaft verspielt, war mir auf den Laufbändern über demMittellandkanal wiederholt schlecht geworden. Ich zog es daher vor,nicht weiter auf die Stadt zu schauen und blickte auch sonst nichtmehr zurück.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein Wochenende in Dortmund stand vormir. Redermann hatte gerufen und alle kamen. Sogar die Borussia. Dieam Samstag ordnungsgemäß ihre Tabellenführung verteidigte. DieseLeverkusener stellten überhaupt kein Problem mehr da. Sie hatten inder Hinrunde ihr Selbstvertrauen liegen lassen und trotz einer okayenVerteidigungsleistung war es nur eine Frage der Zeit bis die Borussiaeinmal zuschlagen konnte. Das tat Kagawa mit dem Pausenpfiff. In derzweiten Halbzeit schleppte ich mich noch einmal zurück auf dieTribüne. Ich war nach Dortmund gekommen und wenn ich auch keineKraft mehr hatte, wollte ich mir das Spiel anschauen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich trank Tee, sah auf das Spielfeldund blickte nun doch zurück. Wie oft hatte ich auf diesem Platzsitzend an Dörte gedacht. Wie oft hatte ich an diesem Platz sitzendund durch die Leistung der Borussia mein Leben für einen Moment inOrdnung gebracht. Ich lag am Boden und Borussia stand immer wiederfür mich auf. Jetzt lag ich nicht mehr am Boden und Borussia standimmer noch. Auf dem Weg zum Ziel. Nur noch 13 Spiele. Niemand würdesie halten, aber niemand bemerkte den schleichenden Verfall meinerLebensleidenschaft. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Für den Abend nach dem Spiel war ichin der Kneipe verabredet. Reus annoys. Noch eine Mannschaft musstedran glauben. Diesmal waren es die Blauen. Ich saß am Tisch undwartete auf die Truppe. Redermann und Amok und ein paar alte Freunde.Reus wollte nicht warten. Versenkte Unnnerstall bereits nach 2Minuten. Kleppo hatte sich zu mir gesellt und schwieg das Schweigender Besiegten. Ganz leise nur summte ich „ein Leben lang keineSchale in der Hand“, doch Kleppo schwieg und starrte weiter aufHanke, Arango und die Lächerlichkeit namens Gelsenkirchen. Jetztwaren 5 Punkte und 2 Mannschaften zwischen der besten Mannschaft und der furchtbarsten Mannschaft der Welt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;An den Flipper. An die Jukebox. Ichdrückte Alexandra mit Mein Freund der Baum. Das war noch zuertragen. Sonst hatte sich in der Kneipe wenig getan. Und sonst tatsich in der Kneipe wenig. Zwar traf Amok ein, doch von Redermannfehlte jede Spur. Vorher noch hatte er mir von dringendenErmittlungen am Reitstall erzählt, und dort würde er dann wohlimmer noch sein. Ich saß in der Kneipe, hörte Alexandra und JulianeWerding. Die Kneipe sang, ich schwieg, Kleppo ging. Der Ort war mirfremd. Einst nannte ich ihn mein Wohnzimmer. Seine Fenster warenmeine Wohnzimmerfenster und doch hatte ich mich entfremdet. MeinFreund der Baum. Er starb. Alles war weg. Nur die leise Erinnerung andas vergangene Jahr. Und die vielen Demütigungen, die ich hier vonReiser erfahren hatte. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Überhaupt Reiser. Es gab mittlerweilekaum einen Menschen, der mir weniger egal war. Reiser sollte seinenReiserjob machen. Es tangierte mich nicht mehr. Der Verein hatte sichlängst in Position gebracht und Reiser konnte schreiben und denkenwas er wollte, es interessierte einfach nicht mehr. Reiser warVergangenheit. Zumindest in der momentan Situation. DiePokalauslosung brachte außer mahnenden „denkt bloß nicht, wirhaben ein Freilos“- und „der schwerste Gegner aus demTopf“-Sprüchen in Wahrheit Greuther Fürth und somit mitSicherheit den leichtesten Gegner aus dem Topf. Berlin konnte langsamin Angriff genommen werden. Auch von denen, die die Stadt für ihreExistenz verachteten. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Berlin. Stand jetzt auch für michwieder auf dem Plan. Ich ging zum Bahnhof, kaufte mir ein paar Bierfür die Rückfahrt und trank mein erstes Bier erst als ich längstim Zug saß. In meiner ganzen Zeit in Dortmund hatte ich kein Biergetrunken. Ich war auf Entzug, Sauerland abgewählt und SkibbeVergangenheit. Ein befremdliches Wochenende. Ohne Ziel, ohne Plan,ohne Redermann. Einen Kommentar verkniff ich mir für die nächsteAusgabe. Mein Kopf war leer. Verdammt leer. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2811366269317644778?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2811366269317644778/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/pflichtsiegsleere.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2811366269317644778'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2811366269317644778'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/pflichtsiegsleere.html' title='pflichtsiegsleere'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4572046149154300178</id><published>2012-02-12T03:50:00.003+01:00</published><updated>2012-02-12T03:50:32.342+01:00</updated><title type='text'>go for gold</title><content type='html'>Und zwar stand ich auf und fiel zu Boden und Borussia blieb an der Spitze. Doch als ich gerade 11 Jahre war, sang sie die Seoul-Hymne. Ihren Moment hatte sie gehabt, jetzt war sie nur noch in der Erinnerung. Go for gold in South Korea, go for gold in 88, Whitney.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4572046149154300178?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4572046149154300178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/go-for-gold.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4572046149154300178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4572046149154300178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/go-for-gold.html' title='go for gold'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1053980459180624737</id><published>2012-02-10T11:40:00.002+01:00</published><updated>2012-02-10T12:01:46.250+01:00</updated><title type='text'>für immer typ</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Ehre des Ermittlers, dachte ichhöhnisch, steht sicher nicht auf dem Spiel. Ich hatte den ganzeMorgen im Bett verbracht. Über Ehre, über Wahrnehmung, über Sterneund Deutungen nachgedacht. Über die letzten Monate vielleicht auch.Sie hatten mich mitgenommen. Up and down! Immer mehr down als up.Talfahrt ins Glück. Ohne Hüttengaudi am Ende der Abfahrt. Wie michdie Lage der Dinge anwiderte. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gefangen in meinem Stolz. Verfangen imKreislauf aus Aufstehen, Rausgehen, Hinsehen. Nicht wegsehen. Können.Spazieren. Über die Stadt blicken. In der Stadt versumpfen. Malhier. Mal da. Oldie Eck. Komaroff. Finger. Kreuzberg. Koordinaten.Eines Bescheidenen. Leben. Immer. Nur ein. Gedanke. Dörte. Up anddown. Mehr down als up. Talfahrt. Kein Glück. Abgrund. Eine Beobachtung. Am Westhafen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Genug von der Welt, genug von dieserStadt, in der es nur noch um Sport und Trinksport ging. Ich war inden Sog der Großstadt geraten. Wenn es mir auch zwischenzeitlichaufgefallen war, so hatte ich nicht rechtzeitig gegengesteuert. EinSpaziergang gleicht noch lange nichts aus. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein Spaziergang konnte mich nichtretten. Hatte ich mir nicht noch in der letzten Woche geschworen,dass ich mich befreien würde. Unbemerkt wieder mitten drin.Unbemerkt wieder im DerSamstag!-Kommentar-Modus. Die Ehre desErmittlers lag auf einem Feld in der Uckermark begraben. Ich solltesie mal ausgraben fahren. Verschwinden. Für ein paar Wochen. Ruhigbleiben. Den Lauf der Borussia aus der Ferne betrachten. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber was würde passieren? Wer würdedie Bayern unter Druck setzen? Wer würde mit dem Finger auf dieAnderen zeigen? Wer würde diesen miesen Job für den Vereinübernehmen? It's a dirty job and Dembowski's gotta do it. Es wareinfach keine Option. Das Double hing nicht an mir. Doch die Unruheim Umfeld anderer Vereine schon. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mittlerweile war ich aufgestanden, saßam Küchentisch, schaute aus dem Fenster in Richtung Tegel. DieFlugzeuge starteten marginal nach Süden verschoben. Erst kurz bevorsie im Winterhimmel verschwanden, sah ich ihre Lichter. Dann schobsich ihre Schnauze übers Haus weg, wendete sich anderen Ländern zu.Über den Wolken wird die Freiheit nicht anders sein. Beengt in derMaschine. Nichts mehr zu sagen, aber eine Zigarette in der Hand. DerErmittler. Frei, vielleicht. Aber ohne Wert. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Du wirst immer nur der Typ bleiben“,hatte neulich jemand zu mir gesagt, ohne „Typ“ genauer zubeschreiben. Dann bleibe ich eben der Typ, aber immerhin bleib ichetwas. Sollten sie sich in ihrer Selbstzufriedenheit suhlen, solltensie sich für das Leben entscheiden. Sie wuchsen auf, ließen sichvor die Maschine spannen, ordneten sich unter, verteidigten das Rechtdes Stärkeren, verloren ihre Menschlichkeit und wurden zugleichgeschalteten Hüllen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In ihrem ausgeprägten Individualismus,in ihrem einzigartigen Humor, in ihrer Kleidung, in ihrer gesamtenGeisteshaltung spiegelten sich die Abgründe der Gesellschaft. Sieinformierten sich in ARD-Primetime-Dokus über das Unrecht und trugenstolz ihre Kleidung „made in China“. Sie waren der Schlüssel zurUnterdrückung. Sie waren die Informierten. Sie waren dieEntrüsteten. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In ihnen hatte der Funken deseigentlichen Widerstands nie gezündet. Sie fügten sich. Undbrachten als Entschuldigung für ihr Fügen ihre Entrüstung und ihreInformiertheit an. Sie wählten die Piraten. Sie hatten dereinst Grünoder Liberal gewählt. Aber auch Merkel war ganz ok, denn „hey, dieWirtschaft brummt“ und „jeder kann alles schaffen“. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Menschen in Kneipen hingegen sindirgendwie schon ok, dachte ich. Niemand erhebt sich. Niemand erhöhtsich. Sicher auch der Grund, warum es mich immer wieder in dieKneipen zog. Ich war Teil der Menschen in den Kneipen. Alles was ichwill, ist nichts mit Euch zu tun haben, hatte DvL vor langer Zeitgesungen, sich dann aber für „Euch“ entschieden. In mir kochtedie Wut hoch. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie sitzen da und schauenARD-Primetime-Dokus, dachte ich am Küchentisch sitzend. Sie sitzenda und schauen ARD-Primetime-Dokus und befreien sich damit von allenSünden. Sie teilen Videos und entrüsten sich. Sie lassen Ministerüber die Klinge springen und entwickeln daraus Geschäftsmodelle.Alles was sie tun, alles was sie sind, strebt in Richtung Geld. Habensie einmal Geld, klagen sie über das beschwerliche,entbehrungsreiche Leben. Haben sie einmal Geld, sagen sie „Geldallein macht auch nicht glücklich“ und scheffeln weiter Kohle.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es fiel mir schwer, meine Wut auf einNormalmaß zu reduzieren. Eventuell ist das auch ganz okay, eventuellwollen sie eigentlich auch nur an einem Bach sitzen und Staudämmebauen. Eventuell wollen sie auch nur schauen, welchen Weg das Wassernimmt, wenn man Staudämme baut. Eventuell wollten sie auch nur demPlätschern, dann dem leisen Grollen des Wassers lauschen. Eventuell?Mein Arsch! Sie wollten zerstören, sie wollten ihr Gewissenfreikaufen. Und wenn man sie kritisierte, blieb man eben für immerder Typ. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Typ mit Ehre! Der Ermittler! Und inmeinem Auftrag war ich unterwegs. Keine Rechenschaft ablegen! Raushier. Schnell raus hier,dachte ich, bevor es mit mir passiert. Ichrief Redermann an. Und klagte und klagte. Erzählte ihm, was mir aufdem Herzen lag. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Boah, Dembowski! Was fährst Du füreinen Film?“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Den Film meines Lebens“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Klingt übel genug. Komm mal nachDortmund. Ist ja auch Spiel am Samstag. Und die Wirtin erzählte mirneulich, was für Samstag alles in der Kneipe geplant ist. Hört sichsehr gut an. Wentraud lief mir erst vor ein paar Tagen über den Weg,die Trinkhalle ist ja zu, und sie wollte wohl auch mal in der Kneipevorbeischauen. Komm mal runter, das ist ja nicht mehr auszuhalten.Selbstverherrlichende Weinerlichkeit. Eine seltsame Kombination, dieDu da ausgegraben hast. Wie wär es mit The Roots. Lighthouse. Klingtdas gut? Das klingt gut. Dembowski, setz Dich in den Zug und geh malwieder ins Stadion. Komm mal runter, und auf andere Gedanken! DeineGedanken sind Brei. Jeder kann sie erraten.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und so entschied ich mich amKüchentisch sitzend für Bratwurst, Bier, Borussia. Redermann hattein allen Punkten Recht. Redermann war ein verdammt weiser Typ. Würdesicher für immer der Typ bleiben.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1053980459180624737?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1053980459180624737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/fur-immer-typ.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1053980459180624737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1053980459180624737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/fur-immer-typ.html' title='für immer typ'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7202469827083463504</id><published>2012-02-09T12:45:00.003+01:00</published><updated>2012-02-09T13:35:22.816+01:00</updated><title type='text'>pokaltage - die historische chance</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch was in den Gesichtern der Störchestand, wurde an diesem kalten Dienstag noch lange nicht zur Wahrheit.Wenn sie sich auch nicht wehrten, so gelang es ihnen doch derBorussia ein 0-4 ab zu trotzen. Immerhin, werden sie sich gedachthaben. Nach ein paar Minuten bereits war das Spiel durch und hätteKlopp nicht ausgerechnet Barrios eingewechselt, es wäre für immerbeim 2-0 geblieben. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So aber fielen gegen Ende des Spielsnoch zwei Tore. Nicht einmal unverdient, aber auch herzlich egal.Wichtig war an diesem Abend nicht die Höhe des Sieges, sondernüberhaupt der Sieg und  ein wenig natürlich auch die Art und Weise,wie dieser zustande gekommen war. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Die beiden Tore veränderten da nichts.Sie waren jedoch immer ein Ärgernis für die Redakteure, die ihreBerichte aus dem Stadion doch bereits nach 85 Minuten versenden undjetzt vor der Aufgabe standen, noch schnell 2 Tore – zum Glückaber nicht einen komplett auf den Kopf gestellten Spielverlauf – inihren Bericht einzufügen. Das gefiel mir +1. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In der Kreuzberger Kneipe hielt ich esnicht lange aus. Kaum hatte ich den Raum betreten, wedelten auch siemit dem Berliner Wochenblatt, Ausgabe Wedding. Bislang hatte ich dortmeine wahre Profession ausblenden können, war einfach nur als Fandort aufgetaucht und hatte mir so die Kronen hinter die Bindeschütten können, ohne größere Aufmerksamkeit zu erregen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das war jetzt natürlich dahin. Siewollten etwas erfahren. Der Beruf des Ermittlers und wie man wird,was man ist. Was hätte ich groß antworten sollen? Der ausgedachteTeil hatte den Weg ins Wochenblatt geschafft, der nicht ausgedachteTeil hätte nicht nur die Zuhörer zutiefst deprimiert. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein paar Kronen waren trotzdem drin undbeim 4-0, diesem Tor aus dem Lehrbuch, lagen wir uns alle in denArmen. Nicht oft kam es zu diesen Szenen im Strafraum und noch niehatte ich einen Torwart vor der Abwehrmauer gesehen. Dass zwei Kielerdann auch noch die Deckung der Eckfahne übernahmen, die große Lückefür Perisic ließen, machte die Sache noch absurder. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es roch beinahe nach Café King, dochauch wenn ich es hätte beweisen können, Borussia hatte an diesemAbend enttäuscht. 5 Tore hatte ich vorher auf dem Tippzettelnotiert, bei 4 Toren jedoch blieb der Zeiger stehen. Wieder 100€versenkt. Langsam wurde es mit der Kohle knapp. Die sichersten Tippssind immer die unsichersten Tipps. In Zukunft würde ich mich wenigerauf mein Bauchgefühl verlassen. Stück für Stück hatte ich michvom Leitmotiv der Konstrukteure verabschiedet. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Unsere Vergangenheit ist EureZukunft (ist unsere Gegenwart)“ - Was hatte Piotr mit der Ergänzungbezwecken wollen. Irgendwann würde ich mich bei ihm erkundigen, dochjetzt blieb dafür keine Zeit. Für den Mittwoch standen großeErledigungen auf dem Plan. Der Dienstag musste sich verabschieden.Beeindruckend dann, wie pünktlich er es schaffte. Der Dienstagendete und am Mittwoch war wieder Zeit für einen Kommentar. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Langsam gingen mir die Themen aus.Natürlich: Für die Fans der jüngeren Borussia-Generation war diesnun die erste Chance auf das Double. Das gab es bei allen Erfolgender letzten 23 Jahre noch nicht. Zwar blickten wir auf einenPokalsieg, einen Champions-League-Sieg, zwei UEFA-Pokalendspiele,fünf Meisterschaften und unzählige Supercups zurück, doch dieChance eines Doubles war in der Tat eine historische Chance. Mangelsanderer Ideen nahm ich mir vor, diese Chance in meinen Kommentareinfließen zu lassen. Danach stand ein Besuch im Olympiastadion aufdem Programm. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gladbach wollte gewinnen und Skibbeauch. Ich blätterte zur Einstimmung noch einmal ein wenig durch denkicker. Wenn ich ihn auch verachtete, manchmal hatte er seine lichtenMomente. So auch in der montäglichen Ausgabe. Das Treffen dreierWeltmeister. Bislang von mir ignoriert. Was interessierten michEckel, Hölzenbein und Brehme. Doch meine Augen verharrten auf derletzten Seite des Interviews. &lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;kicker:&lt;/b&gt; Wer ist für Sie der bestedeutsche Spieler aller Zeiten&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Eckel:&lt;/b&gt; Ganz klar, der Fritz wars. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Hölzenbein:&lt;/b&gt; Ja, der Fritz.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Brehme:&lt;/b&gt; Ich habe den Fritz leider niespielen sehen. Aus meiner Generation war es Diego Maradona. &lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein Brehme-Highlight, dessen Bilderheute noch in Mailänder Studenten-WGs hängen, dessen Karriere nachdem Ende seiner Laufbahn eine typische WM90-Karriere war. Einfachkein Glück gehabt, nicht einmal in Interviews. Sie druckten seineAntworten ab und entblößten ihn dabei. Musste man das tun?Wahrscheinlich schon. Aber in der Frage steckte ich nicht drin. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Von Brehme aber zurück an den Tisch,zurück an den halb angefangenen Kommentar über die historischeChance. Ich strich ein paar Sätze, nahm ein paar Füllwörter rausund las noch einmal drüber:&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Die historische Chance &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 09.02.2012) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;In den Augen von Mats Hummels konnteman es deutlich sehen. Die Borussia ist da und wird sich die Chancenicht nehmen lassen. Kein anderer Dortmunder Spieler verkörpert dieneue Philosophie der Borussia besser. Der Leader auf dem Platz gehtauch in den Interviews voran. Bis auf die Bayern gäbe es keineMannschaft, vor der sich Borussia fürchten müsse, so Hummels. Jetztalso wolle man auch ins Finale einziehen. Ähnliche Worte fand derInnenverteidiger bereits nach dem Düsseldorf-Sieg. Noch besser als2008 wolle man im Pokal abschneiden, hatte er da gesagt. Was Hummelsnicht weiß: Erstmals seit langer langer Zeit hat der Ballspielvereindie Chance das Double zu gewinnen. Sie marschieren in der Liga, 14Spiele in Folge ungeschlagen, und begreifen den Pokal als großeChance! Die Null-Gegentore-Abwehr um Pokaltorwart Langerak ist dabeidas Prunkstück, das Mittelfeld um Sahin-Nachfolger Leitner derTaktgeber und der Sturm mit Lewandowski und Barrios immer da. DieseBorussia wird die historische Chance nutzen. Das Double führt indiesem Jahr nur über die Borussia.&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;So richtig zufrieden war ich nicht,würdigte ich den wahren Triumphator der letzten Wochen mit keinemWort. Sebastian Kehl hatte bewiesen: Ein neuer Vertrag sollte nureine Frage der Zeit sein. In all den Jahren seiner Abwesenheit hatteer nie den Mut verloren und einmal zurück auf dem Platz, konnte manihm bislang nur seinen Fehlpass gegen Arsenal vorwerfen. Das tat ichaber nicht. Hatte ich in meiner kurzen Laufbahn doch auch so einigeFehlpässe gespielt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich telefonierte noch kurz mitRedermann. Wir beschlossen, in einer der nächsten Ausgaben einlanges Stück über Kehl zu bringen. Tat zwar momentan jeder und wirwürden dem Hype ein wenig nachhängen. Aber er hatte es sichverdient, wie es sich auch Kuba verdient hatte, den ich noch vor einpaar Monaten zum Teufel gewünscht hatte, der nun aber zum ersten Malin seiner Dortmunder Zeit seine Stärken ausspielte. War es nur derEM-Traum, der ihn befeuerte oder hatte er gesehen, dass es momentanin Europa keine bessere Mannschaft gab und dass er Teil eines großenTraums war. Ich wußte es nicht. Kuba wahrscheinlich auch nicht. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Im Olympiastadion fror ich, brülltehin und wieder aus guter alter Tradition „Skibbe raus“ undlangweilte mich gepflegt, bis Dr. Felix irgendwann genug vom Spielhatte und es kurzerhand entschied. So macht man es alsSchiedsrichter. Man entscheidet Spiele. Nicht die Spieler entscheidenSpiele, sondern die Schiedsrichter entscheiden Spiele. Dachten sichauch die Spreeborussen, die mich zu einem Getränk ins Spreeeckeinluden. Bei uns geht es auch immer um Party, hatte der Typ in derSchlange mir erklärt und mich direkt angeworben. Ich verschwandschnell aus seinem Sichtfeld. Langeweile? Ok! Aber Spreeborussen. Unddann noch die mit den falschen Farben und dann noch immer auch Party?Das war mir zu viel. Auch ein Ermittler hatte eine Ehre, wenn es aucheine zweifelhafte Ehre war. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7202469827083463504?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7202469827083463504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/pokaltage-die-historische-chance.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7202469827083463504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7202469827083463504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/pokaltage-die-historische-chance.html' title='pokaltage - die historische chance'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4072466368624245301</id><published>2012-02-07T12:29:00.001+01:00</published><updated>2012-02-07T12:29:00.806+01:00</updated><title type='text'>menschen in kneipen (borussia in kiel)</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es war hinlänglich bekannt, dass derErmittler Fan des Ballspielvereins war. Wo immer ich hinkam, stecktendie Menschen ihre Köpfe zusammen,  tuschelten und zeigten, wie siedachten, unbemerkt auf mich. Wenn es auch in der Stadt keinenwirklichen Verein gab - die Hertha war weiterhin ein Provinzverein,Union war für einen echten Stadtverein zu sehr im Vorort Köpenickverhaftet und alle Vereine im Herzen der Stadt waren einfach zuschlecht, zu wenig attraktiv, um seine Liebe nur mit einer Affäre zubetrügen – so war Fußball doch ein wichtiger Bestandteil derLeben hier. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Nun war ich als Ermittler und Fan desBallspielvereins natürlich eine Marke, doch an das Tuscheln, dasFingerzeigen konnte ich mich nicht gewöhnen. Nachdem mich in denletzten Wochen ein paar Journalisten begleitet hatten und vor einpaar Tagen ein größeres Portrait über den außergewöhnlichstenErmittler veröffentlicht hatten, war das Tuscheln &amp;amp; Fingerzeigennatürlich nicht weniger geworden. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In diesem Portrait stellten mich diebeiden Schreiber als einen trunksüchtigen, egozentrischen,manisch-depressiven  aber auch  in höchsten Maßen verletzlichen undübermäßig sensiblen Moralisten hin, der sich über seine Liebe zumBallspielverein definierte. „Sein schwerster Fall“, schrieben sie„ist jedoch nicht sein Kampf gegen Komaroff, sondern vielmehr dergegen seine eigenen Erinnerungen.“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie hatten, so hatten sie gedacht, michzum Plaudern gebracht. Nach einigen Gesprächen war mir aufgefallen,dass sie sich vornehmlich für meine Suche nach Dörteinteressierten. So hatte ich ihn die Geschichten erzählt, dieunauslöschlich in meiner Erinnerung eingebrannt waren. Ich hatte siezum Morski Oko in die Tatra mitgenommen, ihnen die Nacht auf demBalkon in allen Einzelheiten geschildert und war während meinerErzählung stets unvermittelt zu meinen Nordstadt-Anekdotengewechselt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich hatte ihnen die scheinbar intimstenDetails aus meinem Leben erzählt und sie auf eine lange Reise durchmeinen Kopf geschickt. Dass diese Reise jedoch aus den größtenUmwegen und den erstaunlichsten Ausschmückungen bestand, war denbeiden Schreibern nicht aufgefallen. Sie hatten investigativ gefragt,sie hatten mich erzählen lassen und ich hatte ihnen die Antwortengegeben, die sie hören wollten. Bevor sie sich an meine Fersengeheftet hatten, war ihre Sicht der Dinge klar gewesen. Und genaudiese Sicht der Dinge wollte ich ihnen bewahren. Wenn ich mich auchein wenig geschmeichelt fühlte, dass sie mich als Kiezgrößeporträtieren wollten, so wenig Lust hatte ich darauf, mein Leben zuoffenbaren.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich hatte dem Affen Zucker gegeben undder Affe hatte mir aus der Hand gefressen. Was ich aber nichtbedachte hatte, für sie zählte ich nichts, solange sie ihreGeschichte erzählen konnten, war ihnen der  Mensch DietfriedDembowski egal. Ich hätte es ahnen müssen. Aber Fakt war: Ich hattees nicht geahnt. Jetzt da die Geschichte draußen war, konnte ich sieauch nicht ändern. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wieder und wieder blickte ich auf dievier Spalten im Berliner Wochenblatt, Ausgabe Wedding. Okay, das Bildvon mir war okay. Es zeigte mich von meiner besten Seite, wenn es soin eine Seite gab. Auf dem Bild saß ich an meinem Küchentisch.Hinter mir der alte Ernte-Werbespruch,  auf dem Tisch eine BorussiaDortmund-Tasse und ein Aschenbecher mit einer halb gerauchten Ernte.Am Rande des Bildes sah man durch den Himmel das alte Doppelfenster,hinter dem Fenster, da draußen, startete ein Flugzeug. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Erst nachdem ich dieses Bild gesehenhatte, war ich auf die Flugzeugbeobachtungen im Winter gekommen. DerGedanke, dass dies mein erster und letzter Flugzeugbeobachtungswintersein würde, stimmte mich melancholisch. Im Radio hörte ich von denTestläufen in Schönefeld. Mit einem Schlag würde sich hier oben imBerliner Norden einiges ändern. Diese Überlegung machte mir einwenig Angst. Gerade erst hatte ich mich in meine Fernweh verliebt, dawar ihr Ende bereits absehbar. Der Bus, der durch die Koloniestraßein Richtung Buch vor, würde daran nichts ändern, so viel war klar. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Erst am Abend zuvor und nicht aus demKüchenfenster, sondern aus dem in Richtung Osten liegendenWohnzimmerfenster hatte ich ein Flugzeug beobachtet ,dass geradezu inden Mond flog. Erst hatte es so ausgesehen, als ob die Maschinenördlich am Mond vorbeifliegen würde, doch bevor sie das tat,drehte sie in Richtung Süden ab und für einen kurzen Moment sah ichetwas, was ich mein Wörterbuch als „Flugzeugfinsternis“ eintrug.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In diesem kürzesten Moment sah ich dasFlugzeug klarer als ich jemals ein Flugzeug im Nachthimmel gesehenhabe. Es wurde von Osten vom Mond beleuchtet und wenn ich genauschaute, sah ich an einem der mir zugewandten Flügelfenster geradeeine Person, die nicht nur in meine Richtung schaute, sondern michsogar zu beobachten schien. Die Flugzeugfinsternis lenkte mich fürein paar Minuten von meiner eigentlichen Arbeit ab. Die jedochbereitete mir an dem Abend große Freude. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Über einem guten Glas Hollerblüte undeiner Kanne Tee saß erneut vor dem Entschuldigungsvideo der KielerMannschaft. Sie hatten sich erst im Ton vergriffen und saßen nunvoller Demut zum Mannschaftsbild aufgereiht, sprachen unfassbar hohlklingende Entschuldigungsfloskeln in die Kamera. Am Morgen hattensich im kicker Sportmagazin zwei Spieler als Borussia-Dortmund-Fansgeoutet, vom Eklat stand dort jedoch wie immer keine Wortgeschrieben. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der kicker nahm sich als Leitmediumviel zu wichtig. Im kicker war alles stets in Butter. Wenn der Patroneinen Transfer tätigte, wurde dies verniedlicht und in selbigerAusgabe auch noch einmal ausführlich auf den wohltätigsten Menschender Welt hingewiesen. Das ehemalige Fachmagazin hatte sich vor denKarren spannen lassen und war in einem nicht mal mehrbemitleidenswerten Zustand. Es war schlichtweg nicht mehr vonRelevanz, es hatte sich längst von der Basis entfernt und war inmeinen Augen Teil des Problems. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch auch an anderen Orten hatte dasEntschuldigungsvideo kaum Reaktionen hervorgerufen. Ein Magazin fürFußballkultur hatte das Video analysiert. Bis auf einige schlechteKalauer jedoch war auch bei dieser Analyse nichts passiert. Der Resthatte das Video unter „nicht weiter bemerkenswert“ abgelegt. Daswar es für mich jedoch. Diese Mannschaft, die sich dort womöglichauf einer Turnhallengarnitur präsentierte, hatte sich längstaufgegeben. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich erinnerte mich an die Journalisten,die mich begleitet hatten. Denen hatte ich eine Geschichte erzählt,etwas anderes gedacht. Konnte das hier auch der Fall sein. Ich spultehin und her. Doch in ihren Augen sah ich weiterhin nur blankesEntsetzen. Den Spielern des Viertligisten war klar, dass sie unterden gegebenen Umständen mit einer vernichtenden Niederlagen rechnenmussten. Sie würden sich nicht weiter dagegen stemmen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Natürlich, in den ersten Minuten, undalso bis zum ersten Gegentreffer würden sie sich mit aller Machtgegen die drohende Niederlage stemmen. Ihnen war jedoch bewußt,dachte ich beim Betrachten der Bilder, dass mit dieser Borussia indieser Situation nicht zu spaßen war und sie genau das getan hatte.Ihr Trainer würde Statistiken bemühen, abgedroschene Floskelnraushauen. All das aber würde nach dem ersten Treffer obsolet seinund dass dieser Treffer fallen würde, das konnte ich in denGesichtern der Kieler Mannschaft ablesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie gaben sich bereits vor Anstoßgeschlagen und sie bettelten um Nachsicht und Milde. Doch dieBorussia würde ihren Lauf nicht aus reiner Menschenfreundlichkeitunterbrechen. Das wäre vielleicht vor ein paar Jahren und ausanderen Gründen als aus reiner Menschenfreundlichkeit der Fallgewesen, doch die Saison 2011/2012 war nicht die Saison, um mit derBorussia so umzuspringen, wie es die Nordlichter getan hatten. Daswar ihnen bewußt und davor hatten sie Angst. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als ich all das zu später Stunde imOldie Eck erzählte, warfen sie mir wieder Arroganz undÜberheblichkeit vor. Nach dem Portrait im Berliner Wochenblatt,Ausgabe Wedding meinten sie, mich zu kennen. Nach dem Portrait imBerliner Wochenblatt, Ausgabe Wedding war ich für sie offenes Buch.Sie sahen in mir den großspurigen, großkotzigen Ermittler aus derFußballhauptstadt. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Wat machense überhaupt hier, HerrErmittler?“, fragte mich der kleinwüchsige Typ neben mir, derjeden Tag in seiner Ledermonitur im Oldie Eck rumhing. „Sindse hieroder in Dortmund? Die Hertha ist dit wahre Gold. Gespenster hier,Gespenster da. Der Herr Ermittler. Ermittlungen im Auftrag derArroganz. Schon ma nen Fall jelöst? Dit mit Komaroff steht Ihnendoch ins Jesicht jeschrieben, dit nagt an Ihnen und dit mit Dörteist doch ne Tragödie. Kommse nur mit Saufen von weg, wa? Und dannimmer schön den Kenner raushängen lassen. Kenn mich mit dit aus,davon brauchense mir nüschts zu erzählen, davon habe ich dieAhnung. Hier sindse Gast, Herr Ermittler. Benehmen se sich jefälligstwie eener. Dit wird mir eine Freude sein, wenn de Störche deTrummertrüppe zerstört haben. Hertha ist dit wahre Gold!“ &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Menschen in Kneipen! Man konnte ihnennichts als Alkoholismus und Einsamkeit bescheinigen. In Berlin kamnoch diese Weinerlichkeit hinzu. Wenn sie die Laute auch im vorderenMundraum formten, und ihrer Sprache damit vielleicht ein wenigAggressivität verliehen, so machten sie es durch die Art und Weiseder Betonung und durch die abfallende Tonlage zum Satzende hinzunichte. Sie klagten über dit und klagten über dat. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Menschen in Kneipen mochten keineMenschen, die von ihren anstehenden Projekten erzählten. Menschen inKneipen mochten aber auch keine Menschen, die nicht von ihrenanstehenden Projekten erzählten und einfach auf ihre bisherigenLeistungen verwiesen. Sie suchten sich scheinbare Schwachstellen,bohrten in Wunden, hofften auf Eiter zu stoßen. Stießen sie nichtauf Eiter, bohrten sie stumpf weiter. In ihrem Alkoholwahnregistrierten sie nicht, dass Schmerzen nur zugefügt werden können,wenn es noch keine Wunden gab. Menschen in Kneipen mochte keineMenschen. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Menschen in Kneipen! Sie betranken sichund jammerten. War man mit ihnen in ihrer Kneipe, gehörte manentweder dazu oder, häufiger, war ihr größter Feind. Menschen inKneipen! Sie verstanden nicht, dass man sich betrinken konnte und amFolgetag trotzdem zu Höchstleistungen in der Lage war. Kam manMenschen in Kneipen dann noch mit einer Erfolgsgeschichte, wendetensie sich direkt gegen einen. Ich würde im Oldie Eck aufpassenmüssen. Das Oldie Eck war längst Feindesland. Sollte ich nocheinmal auf Komaroff treffen, dann Gott bewahre nicht im Oldie Eck.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Lange hielt ich es an diesem Abendnicht im Oldie Eck aus. Als ich mich vom Tresen entfernte undRichtung Tür schritt, tuschelten sie wieder, zeigten mit dem Fingerauf mich. Daran würde ich mich nie gewöhnen. Gerade hier im OldieEck. „Hier riecht es verbrannt“, sagte ich, während ich aus derTür trat. Das Pokalspiel, so viel war klar, würde ich lieber wiederin Kreuzberg schauen. Schnell platzierte ich noch eine Handicap-Wetteund träumte vom anstehenden 5-0 Erfolg der Borussia in Kiel. Sostand es in den Gesichtern der Kieler geschrieben, so würde esgeschehen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4072466368624245301?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4072466368624245301/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/menschen-in-kneipen-borussia-in-kiel.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4072466368624245301'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4072466368624245301'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/menschen-in-kneipen-borussia-in-kiel.html' title='menschen in kneipen (borussia in kiel)'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5807612548361142767</id><published>2012-02-06T15:08:00.003+01:00</published><updated>2012-02-06T15:33:42.347+01:00</updated><title type='text'>flugzeugbeobachtungen im winter</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Seit einiger Zeit hatte ich ein neues Hobby. Flugzeugbeobachtungen im Winter. Es war mir bis dahin überhaupt nicht aufgefallen. Setzte ich mich in meine Küche und öffnete tatsächlich einmal die Jalousien, konnte ich die startenden Flugzeuge vom Flughafen Tegel beobachten. Nicht mehr lange. Doch jetzt war es noch möglich. Die Maschinen durchstochen den blauen Himmel und ich hatte immerhin ein wenig das Gefühl, auch einmal vor die Tür zu gehen. Die Minusgrade der letzten Tage hatten mir doch ein wenig zu schaffen gemacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Viel hatte ich bisher von den sibirischen Wintern in Berlin gehört, doch dies eher für einen Witz, und keinen besonders gelungenen Witz gehalten. Doch es war wahr. Minus 25 Grad in der Nacht konnten auch dem trunkensten Ermittler zusetzen. Und jetzt, da ich ohnehin auf Entzug war oder zumindest sein wollte, wurde ich verrückt. Sibirien war definitiv nicht der Ort meiner Wahl. &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Der war bislang immer Dortmund gewesen, doch langsam und trotz der Kälte fühlte ich mich in der Stadt wohl. Ich hatte meinen Frieden mit Redermann gemacht und es war beruhigend, den Ballspielverein auch aus der Ferne siegen zu sehen. Ohnehin hatte ich das Gefühl, dass die Ferne meine Gedanken eine neue Klarheit und Struktur vermitteln konnte. Meine Kommentare waren in letzter Zeit messerscharf und immer hart an der Realität. Sie übten Druck aus, wenn Druck sein musste, sie kritisierten, wenn Kritik sein musste und sie lobten, wenn Lob notwendig war. Jetzt hatte ich noch die Flugzeuge, die mein Fernweh stillten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Es war keineswegs so, dass ich überhaupt Fernweh hatte, aber es wurde durch die startenden Flugzeuge gestillt. Sie flogen in Berlin los und landeten irgendwo auf der Welt. Das war beruhigend. Sie flogen. Und ich saß in der Küche und malte mir aus, wohin sie wohl flogen und wie es dort sein würde. Nie würde es so schön sein, wie eben gerade in meinem Kopf, der sich über die Borussia freute und der jetzt auch voller Entzückung über die waghalsige Flucht aus Dortmund war. Manchmal musste man einen Ort verlassen, um ihn zu schätzen. Und manchmal musste man an einem Ort sein, um voller Lebensfreude zu sein. Ich näherte mich meinem Idealzustand und Dörte, da war ich mir sicher, war eigentlich längst wieder bei mir. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5807612548361142767?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5807612548361142767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/flugzeugbeobachtungen-im-winter.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5807612548361142767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5807612548361142767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/flugzeugbeobachtungen-im-winter.html' title='flugzeugbeobachtungen im winter'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3879995960112239225</id><published>2012-02-05T08:39:00.003+01:00</published><updated>2012-02-05T08:39:49.171+01:00</updated><title type='text'>spitzenreiter, spitzenreiter! aber noch kein meister</title><content type='html'>"Jetzt komm ma wieder runter, und hör auf vonna Wachablösung zu labern!" "Deutscher Meister für imma BVB! Für imma BVB!" "Wat denkte eigentlich werde bist?" "Der Ermittla!!!" "Boah, Dembowski, hör auf mit das Bier!" "Hömma, ich hab dat schon am 23.11 gesacht. Am 23.11 hab ich dat gesacht und dat is jetzt so. Weisse noch Reus. Dat hab ich auch gesacht." "Und Barrios?" "Falsche Fährtä, falsche Fährtä. Die Bayern durften nix wissen. Und auch wegen dem Zidan"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam steigerte ich mich in einen leichten Rausch. Den Anschein bewahren, sagte ich mir immer wieder. Jetzt muss ich das Ding auch durchziehen, wiederholte ich. Wie mich meine eigenen Arroganz ankotzte, aber es war so gekommen, wie DerSamstag! es vorausgesehen hatte und es würde weiterhin so kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte mich nicht beruhigen. Wir waren an der Tabellenspitze. Die Verfolger hatten 3 Punkte geholt, wir hatten 3 Punkte geholt. Eigentlich also auch kein Boden gut gemacht. Wenn es nur ein Verfolger gewesen wäre, aber es waren 3 Punkte für 3 Verfolger. Also keine so gute Leistung gegen Mannschaften vom Kaliber "muss man gewinnen". Wir würden auch noch auf solche Mannschaften treffen und ein paar Punkte liegen lassen. Aber nicht jetzt, nicht heute. Beschwichtigend setzte ich mich schnell an meinen Kommentar. An diesem Wochenende blieb wenig Zeit:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;b&gt;Wachablösung anyone?&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 05.02.2012) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;An dieser Stelle war in den vergangenen Tagen und Wochen häufiger von der sogenannten Wachablösung die Rede, ist sie jetzt da? DerSamstag! beantwortet die wichtigsten Fragen. Wer wird Deutscher Meister? Die Mannschaft mit den meisten Punkten, nach 34 Spieltagen! Dürfen sich die Borussen jetzt freuen? Unbedingt! Diese Mannschaft ist der Wahnsinn. Wer sich da nicht freut, wird sich niemals mehr freuen. Stand der Zidan-Treffer im Vertrag? Nein, aber Zidan versprach den einen oder anderen Weltuntergang. Mainz spielt auch noch gegen Gladbach und die Blauen. Wird wieder auf der B1 gefeiert? Ja, wenn Borussia Meister wird. Das ist aber noch nicht klar. Wieso schreibt DerSamstag! dennoch von der Wachablösung? Weil die Bayern unter Druck nichts bringen. Apropos Bayern, war der Rasen schuld? Nein, der Rasen im Volksparkstadion wurde neu verlegt. Aber wieso spielen die da nur unentschieden? Weil sie vor Überheblichkeit nicht mehr laufen können! Besteht diese Gefahr auch bei der Borussia? Nein! Sie sind einfach fantastische Fußballer und eine noch fantastischere Mannschaft. &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3879995960112239225?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3879995960112239225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/spitzenreiter-spitzenreiter-aber-noch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3879995960112239225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3879995960112239225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/spitzenreiter-spitzenreiter-aber-noch.html' title='spitzenreiter, spitzenreiter! aber noch kein meister'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1633933423179002337</id><published>2012-02-04T10:56:00.000+01:00</published><updated>2012-02-04T10:56:09.898+01:00</updated><title type='text'>2-0 in nürnberg, das ende der bayern</title><content type='html'>Kam dann kaum noch raus aus dem Oldie Eck. Blickte hin und wieder auf die vorbeilaufenden Personen. Hier an der Ecke Soldiner/Kolonie waren das nicht die schönste Menschen der Stadt, aber die wahrhaftigsten Menschen der Stadt. Sie gefielen mir hier und wenn ich auch manchmal wieder an die Kneipe mit der fetten Qualle von Pankow dachte, so war das Oldie Eck sowas wie mein Zuhause geworden. Einmal machte ich unter den Passanten einen Typen aus, der Komaroff verdammt ähnlich sah. Doch er schritt am Eck vorbei und verschwand in der benachbarten Table Dance-Bar. Sicher nicht Komaroff, dachte ich und blickte auf die Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort stand "Wachablösung!". Also nicht in Worten, sondern einfach nur in der Zeit. Über den Umweg Wohnung schleppte ich meinen schon wieder gut angetrunkenen Körper in die Bahn nach Kreuzberg. Das Spiel in Nürnberg rief, es war bitter kalt. Meine Atem filterte ich durch meinen Schal. Und auch in der Bahn wurde es mir nicht wärmer. Ich kam mit dem Wechsel der Schichten nicht klar. Erst waren es die wahrhaftigsten Menschen der Welt, doch ab Voltastraße änderte sich das Publikum in der Bahn. Es wurde ungemütlich. Touristen, Ausgehuniformierte, Aufständische und Jungliberale turned Piraten eingepfercht in der 8.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Kotti raus und weiter immer weiter. Irgendwann ging das Spiel los, irgendwann bekamen wir das Spiel in den Griff und niemand hatte ein leichtes Spiel versprochen. Als die Partie in der zweiten Halbzeit zusehends abflachte und auch Schiri Meyer kaum noch Fehler begehen konnte, versenkte Skipper Kehl die erste Chance und ausgerechnet Barrios, der mich in dieser Woche durch halb Europa geführt hatte, erzielten den zweiten Treffer. Es war angerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spätestens als Kevin vor der Kamera die richtigen Worte fand, war mir klar, dass Amok mit seiner Vermutung richtig lag. Sie hatten alle verdammte Angst vor uns. Darauf nahm ich noch ein Kronen und noch ein Kronen. Als ich aus der Kneipe trat, fuhren keine Bahnen mehr oder aber ich fand die Bahn nicht mehr. Ich stieg in die 1, am Zoo um in die 9 und dann Leopold raus. Ein paar Meter wollte ich durch den Schnee gehen. Ein paar Minuten wollte ich mit mir sein. An diesem Abend, der das Ende der Bayern-Herrschaft war.&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1633933423179002337?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1633933423179002337/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/2-0-in-nurnberg-das-ende-der-bayern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1633933423179002337'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1633933423179002337'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/2-0-in-nurnberg-das-ende-der-bayern.html' title='2-0 in nürnberg, das ende der bayern'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3435527744609700097</id><published>2012-02-03T11:47:00.001+01:00</published><updated>2012-02-03T11:47:15.758+01:00</updated><title type='text'>die endgültige wachablösung</title><content type='html'>Für die Bayern musste es ein komisches Gefühl sein. Die Gewissheit, letztmalig als Tabellenführer in einen Spieltag zu gehen, zerrte an ihren Nerven. Amok trieb sich immer noch im Süden rum. Jetzt war er also in München gelandet. Er schickte mir folgende Nachricht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nerlinger? Deprimiert! Will sich jetzt mit Nürnberg und Köln messen. Sagt: Augenhöhe gibt es auch im Mittelfeld. Es ist an der Zeit zu gehen. Der jahrelange Druck war unmenschlich. Für mehr Menschlichkeit! Für mehr Wärme!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war also angerichtet und nicht einmal 12 Uhr. Weniger als 11 Stunden bis zur endgültigen Wachablösung. Ich konnte mein Glück nicht fassen und ging auf ein Herrengedeck ins Oldie Eck.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3435527744609700097?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3435527744609700097/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-endgultige-wachablosung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3435527744609700097'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3435527744609700097'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-endgultige-wachablosung.html' title='die endgültige wachablösung'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6011677861319398321</id><published>2012-02-03T08:46:00.002+01:00</published><updated>2012-02-03T08:46:54.833+01:00</updated><title type='text'>borussia, mein lebensretter</title><content type='html'>Die Finger beiseite schaffen, Komaroff verdrängen, Nobster zumindest für einen Tag Nobster sein lassen. Spieltag. Und über die Hauptstadt hatte sich Schnee gelegt. Draußen fühlte es sich an, wie der 19.12.2009. Der 100.Geburtstag. Der kälteste Tag der Welt. Der kälteste Tag mit den wärmsten Herzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Radio erzählten sie von den Ausschreitungen in Ägypten. Wendt war noch nicht zu Wort gekommen, gab es Hoffnung, oder aber war es nur eine Frage der Zeit, bis der Gewerkschaftssprecher sich Zeit für die wirklichen Zusammenhänge zwischen Racheaktionen und den sogenannten Fans in Deutschland herausarbeitete? Ich war voller Hoffnung. Es war kalt, ich war nicht mehr müde und meine Hoffnung zog ich aus der Erinnerung an den 19.12.2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;Ein Rückblick:&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-1M4Mnk1N-BI/TyuOJ3apvvI/AAAAAAAAA9U/mnf4CzdsEyE/s1600/13550_1100214726168_1850689738_200374_7467195_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-1M4Mnk1N-BI/TyuOJ3apvvI/AAAAAAAAA9U/mnf4CzdsEyE/s320/13550_1100214726168_1850689738_200374_7467195_n.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 19.12.2009 war ich früh morgens raus aus der Erdgeschosswohnung. Die Wentraud hatte den Laden geschlossen. Überhaupt war noch niemand wirklich wach. Doch mich zog es zum Borsigplatz. Es war kalt, der Boden war leicht mit Schnee überzogen, auf dem Borsigplatz lagen die Spuren der vergangenen Nacht. Sie hatten sich dort gegen Mitternacht getroffen und mit Pyrotechnik und Gesängen eine eindrucksvollen Start in den Geburtstag hingelegt. Die Verteilerkästen rund um den Borsigplatz hatten die Grundschüler der Umgebung bereits in den Monaten zuvor mit Glückwünschen versehen. Niemand konnte erahnen, dass dieser Geburtstag nur der Startschuss sein sollte. Kaum 18 Monate später dann saßen die Leute in den Bäumen und feierten den Deutschen Meister. Davon aber war am 19.12.2009 noch nichts bekannt, niemand verschwendete nur einen Gedanken an eine mögliche Meisterschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wochen zuvor war ich selten aus der Wohnung gegangen, es war eine Zeit voller Zweifel. Es war eine Zeit, die ich heute zwar lange hinter mir gelassen habe, die mir jedoch immer noch nachhängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erinnerung lässt sich nicht zerstören. Die Erinnerung an die Dunkelheit des Jahres 2009 wird mich ein Leben lang begleiten. Der Ermittlerjob lief nicht wirklich, noch viel mehr als heute kreisten meine Überlegungen um Dörte. Sie war weg, und die Wunde noch offen. Mit jedem gedachten Wort streute ich mir damals Salz in die klaffende Wunde, die immer mehr brannte und mich hin und wieder schmerzhaft aus meiner Umnachtung erwachen ließ. Ich wollte nur noch schlafen, die Welt war nicht mehr mein Zuhause. Die Welt war mein Feind. Aus der Erdgeschosswohnung hatte ich natürlich keine Fälle lösen können. Und in der Erdgeschosswohnung konnte ich keine anderen Gedanken denken. Schlafen, Dörte, Schmerz. Mein Körper, mein Geist - gelähmt!Um es kurz zu machen: Auf einer Skala von 1 bis "Entsetzlich" ging es mir "Entsetzlich".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch am Geburstag raffte ich mich auf, ging morgens auf den Borsigplatz und hielt inne. Dachte an die Zeiten, in denen es dem Verein sicher nicht anders gegangen war. Sie lagen noch nicht lange zurück, doch sie hatten sich befreit. Auf dem Borsigplatz innehaltend nahm ich mir damals vor, dass ich kämpfen werde. Kleine Schritte, kleine Erfolge. Und wenn ich zwischenzeitlich immer weiter in den Sog der Vernichtung geriet, so konnte ich mich immer wieder am 19.12.2009 aufrichten. Es war ein guter Tag. An dem ich mir die Zeit bis zum Anstoß in der Stadt vertrieb. Einen Kaffee trank, eine Waffel aß, den Leuten auf dem Markt zuschaute. Zum ersten Mal seit langer Zeit vor der Tür. Das Spiel gegen Freiburg war hingegen fast komplett ausgelöscht. Natürlich: Die wunderbare Choreo. Der Barrios-Treffer nach Flanke ausgerechnet nach 19 Minuten und 09 Sekunden. Das Drehbuch! Perfekt. Danach bittere Kälte. Warten auf die Lasershow. Die Lasershow. Die Geburtstagsfeier ohne Bierstände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber am 19.12.2009 nahm ich mir vor, wie der Ballspielverein zu kämpfen. Es war nicht mein schlechtestes Vorhaben. Und wenn es immer wieder Rückschläge gab, heute hatte ich immerhin keine Angst mehr vor der Welt da draußen, die Wunde war beinahe verheilt und der Nebel legte sich nur noch selten über mich. Borussia, Du bist Leidenschaft. Auch am 03.02.2012 in Nürnberg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6011677861319398321?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6011677861319398321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/borussia-mein-lebensretter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6011677861319398321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6011677861319398321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/borussia-mein-lebensretter.html' title='borussia, mein lebensretter'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-1M4Mnk1N-BI/TyuOJ3apvvI/AAAAAAAAA9U/mnf4CzdsEyE/s72-c/13550_1100214726168_1850689738_200374_7467195_n.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8225650175214734632</id><published>2012-02-02T11:52:00.001+01:00</published><updated>2012-02-02T11:52:25.240+01:00</updated><title type='text'>das muster</title><content type='html'>Als ich wieder im Soldiner Kiez eintraf, war die Kälte noch lange nicht verschwunden. Einen ganzen Winter wartet man auf die Kälte und kommt sie dann in ihrer kristallenen Schönheit, stört es den Großteil doch. Ich war bei bester Laune. Was immer irgendwas zu bedeuten hatte, an diesem Morgen konnte es mir nichts anhaben. Aus meinem Regal zog ich das 67er-Solodebüt von Derroll Adams. Der Mann, sein Banjo, seine Lieder. "Sent my children off to war, yes i did, yes i did. Murdered my children one two three, yes i did, yes did."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nobsters Worte hallten noch nach, als ich mich gegen Mittag wieder fertig machte. Ich war vorher die Post der vergangenen Tage durchgegangen, doch bis auf ein paar Rechnungen, Mahnungen und ein paar Flyer von Pizzadiensten war nichts dabei. Hatte ich in den letzten Jahren eigentlich andere Post erhalten. Ich öffnete den Briefkasten und mir flatterten Rechnungen, Mahnungen und Flyern entgegen. Immerhin eine Konstante. Konstanten waren mir wichtig. Viele waren mir nicht geblieben. Und wenn das hier sicher nicht die unterhaltsamste, nicht die erfreulichste Konstante war, ich konnte mich dran festklammern. Die Rechnungen, die Mahnungen, die Flyer waren der Beweis für meine Existenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch als ich wieder auf die Straße trat, dachte ich an Nobster. Was hatte er mir mit dem Finger sagen wollen und was genau wollte Komaroff organisieren? Ich war mir nicht mehr sicher, meine Erinnerung war brüchig, meine Gedanken waren nicht wirklich klar. Raus auf die Straße, raus aus der Stadt. Ich brauchte Klarheit. Ich brauchte Struktur. Wieder einmal stand ich oben auf dem Hügel. Dort, wo das alte Bahnwärterhäuschen die Grenzlinie markiert und an klaren Tagen, sich ein leichter Smognebel über den Berliner Kessel legt. Dort stand ich und überlegte. Wo sollte ich anfangen. Und wie viel Zeit würde das beanspruchen? Sollte ich die Zeitung drangeben? War sie wirklich nur Quatsch? Hatte ich mich in dem Kessel da unten schon nach ein paar Monaten verfranst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich machte kehrt, überschritt die Straße und lief durch die Obstplantagen in Richtung Köppchensee. Ich ließ mich an der Hütte nieder, breitete eine Karte von Berlin aus. Ich markierte die Orte, an denen sich in den letzten Monaten seltsame Zufälle gehäuft hatten und versuchte ein Muster zu finden. Und auch wenn es auf den ersten Blick nicht klar war, ein paar Stunden später hatte ich ein Muster gefunden. Ob es Sinn machte, war mir noch nicht klar. Die Karte wanderte in den Rucksack. Der Weg den Hügel hinab hatte es in sich. Der Wind blies mir direkt ins Gesicht, doch als ich den kleinen Wald bei Rosenthal erreicht hatte, war die Kälte längst meiner bester Freund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ein paar Tagen würde ich wieder bei der Borussia sein. In ein paar Tagen war der Spuk vielleicht schon vorbei. Ich war guter Dinge und in Nürnberg hatten wir in der letzten Zeit immer gut ausgehen. Deutlich positiver gestimmt, mit dem neu gewonnenen Wissen um das Muster und dem Wissen der Wachablösung, öffnete ich die Tür, legte die neue Cohen auf und betrachtete mein kleines Reich. Auf der Straße spielten sie Fußball. Sie wollten der Prince sein. Ich mochte sie. Es war kalt, ich war müde und doch voller Zuversicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8225650175214734632?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8225650175214734632/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/das-muster.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8225650175214734632'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8225650175214734632'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/das-muster.html' title='das muster'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1496029297525817313</id><published>2012-02-01T09:10:00.001+01:00</published><updated>2012-02-02T11:02:00.734+01:00</updated><title type='text'>die knieverletzung war ein rückschlag</title><content type='html'>Irgendwo auf der anderen Seite des Kanals landete der Hubschrauber. Niemand sprach ein Wort. Sie fuhren mich zum Bahnhof und drückten mir ein Ticket in die Hand. Abfahrt Dunkerque 16.39 Uhr, Ankunft Berlin Hbf 04:26. Ein Höllenritt über Lille, Brüssel, Düsseldorf und dann den City Night Liner. Wer immer mir das Ticket gekauft hatte, er meinte es nicht gut mit mir. Erst der Hubschrauber, dann der Zug. Wieso nicht das verdammte Flugzeug?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Zügen war ich abgeschnitten, in Brüssel trieb ich mich ein paar Minuten am Bahnhof rum. Eine hoffnungslose Stadt. Sie hatten sich für die Bürokraten kaum Mühe gegeben. Doch so richtig viel Zeit blieb mir nicht, wenn ich den Zug bekommen wollte. Es reichte gerade einmal für einen Kaffee und eine Kippe vor der Tür. Es war dreckig. Wie es an jedem Bahnhof der Welt einen falschen Ausgang gab, so gab es diesen Ausgang auch in Brüssel. Natürlich hatte ich ihn wieder erwischt. Ich spiegelte mich in den Lichtern des gegenüberliegenden Gebäudes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was war mit mir geworden? Wie war ich der geworden, der ich seit langer Zeit nun schon bin? Hätte Dörte mich davor (wovor, Dembowski?) bewahren können? Und hätte ich diese Hilfe angenommen. Ich war ein Streuner, ein einsamer Läufer. Einmal weg würde niemand meine Sicht der Dinge vermissen. Ich stand dort. Hatte meinen Anzug, den ich immer trug, an. Darunter ein T-Shirt mit der Aufschrift "Rettet die Wale!", darüber einen dunklen Mantel, meine Schuhe hatte bessere Zeiten gesehen, auf eine Mütze hatte ich noch nie wert gelegt, so dass meine seit 18 Monaten ungeschnittenen Haare bis weit an die Schulter langten. Von meinem Gesicht sah ich in der Spiegelung nur noch einen Bart. Ich hatte mich verhauen und war ich ehrlich zu mir, gab es keinen Ausweg mehr. Ich musste das Ding mit meinem Leben jetzt durchziehen. Ohne Aussicht auf Dörte, ohne Aussicht auf Besserung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Brüssel musste ich hinter mir lassen, kaum war ich angekommen. Am Eurostar-Terminal und den dreckigen Warteräumen vorbei ging ich zum Thalys/ICE-Terminal. Hinter mir waren die Mauern der England-Verbindung, vor mir lag eine weiterhin ungewisse Zukunft. Immerhin Düsseldorf. Immerhin zurück im Land. Leider würde mir keine Zeit für einen Abstecher in die Nordstadt bleiben, aus dem Liegewagen würde ich, wenn ich Glück hatte, die Lichter der Nordstadt sehen und dieses seltsame Gefühl, wenn man seine Heimat durchfährt und nicht aussteigen kann, würde in mir hochsteigen. Doch erst einmal musste ich nach Düsseldorf kommen. Im Zug hatte ich einen Fensterplatz und als die Ardennen an mir vorbeiflogen, ich manchmal durch die Dunkelheit auf alte Werkstätten sehen konnte, machte ich für einen kurzen Moment meinen Frieden mit mir. Reisen beruhigte mich. Ich reiste viel zu wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Düsseldorf, Ankunft 21.42 Uhr. Und gleich die Ansage: Der City Night Liner fällt aufgrund der Witterungsbedingungen aus. Jetzt stand ich in der Landeshauptstadt, wollte in die Bundeshauptstadt. Es flog kein Flugzeug mehr, es war kalt. Ich rief Redermann an, schilderte ihm meine Lage. Doch er war mit der Aufarbeitung des Le Tallec-Transfers beschäftigt. Le Tallec war mir herzlich egal, immer gewesen. Er wurde in Osnabrück eingewechselt und verletzte sich an der Schulter. Mehr war mir von ihm nicht in Erinnerung geblieben. Mir fiel das Ende der Transferperiode ein. Der Grund meiner Reise, hatte ich geglaubt. Redermann erwähnte noch den Zidan-Transfer. Barrios, erklärte er mir, hätte sich von den Fans überzeugen lassen. Seine weiteren Ausführungen gingen im Bahnhofslärm unter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setzte mich trotzdem in eine S-Bahn und fuhr durchs Ruhrgebiet. Jetzt hatte ich Zeit. Irgendwo die Nacht rumkriegen. In Bochum stieg ich aus, setzte mich in eine Bahnhofskneipe, bestellte mir ein Pils und stimmte in Gedanken den Zidan-Gesang an: "Zidan, Zidan! Euer Welteruntergang!" Die Knieverletzung war ein Rückschlag. Vor Dortmund hatte ich in in dieser Nacht Angst. Ich würde mit niemanden sprechen. Was hatte das alles zu bedeuten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1496029297525817313?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1496029297525817313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-knieverletzung-war-ein-ruckschlag.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1496029297525817313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1496029297525817313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/02/die-knieverletzung-war-ein-ruckschlag.html' title='die knieverletzung war ein rückschlag'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3225396141960379193</id><published>2012-01-31T09:58:00.001+01:00</published><updated>2012-01-31T10:25:10.510+01:00</updated><title type='text'>die grauen klippen von dover</title><content type='html'>Sie hatten mich reingelegt, aber immerhin war ich jetzt auf der Insel. Lange schon nichts mehr von Nobster G gehört. Das wollte ich ändern, und konnte es zum Glück auch. Als ich ihn anrief, war er gerade beim Training. Irgendeinen Mantel geben sie sich alle, sein Mantel bestand aus der Arbeit für die BBC. Immer war irgendwo Training, immer gab es irgendwas zu berichten und immer stand der Nobster bereits an der Seitenlinie und betrachtete das Geschehen. Diesmal war dies auf einem kleinen Platz an den ehemals weißen Klippen von Dover.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verein war nicht weiter der Rede wert. Die Whites, wie sie sich nannten, kickten in einer der unterklassigen Conferences. Manchmal zuckten sie, dann standen sie an der Schwelle zum Profitum und in der dritten FA-Cup-Runde, doch es blieb immer bei einem Zucken. Nobster war das schon immer egal gewesen, es war nichtsdestotroz sein Verein und es würde sein Verein bleiben. Einmal hatte er mir davon erzählt, in seinen Augen spiegelte sich diese Liebe wieder, die sich nur dort findet, wenn man von seinem Verein redet. Es war ok, dass er auf der Insel auch noch einen Verein hatte. Ging es um den Profifußball, so schlug sein Herz schwatzgelb, und das zählte am Ende des Tages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nobster stand an der Werbebande, die für einen längst verschwundenen Malerbetrieb warb. Er sah gut aus. Er trug einen Trainingsanzug, Sportschuhe und eine dicke Wollmütze. Eine Weile beobachtete ich ihn, wie er regungslos an der Bande verharrte und das Training der Whites beobachtete. Irgendwann machte ich die zwei Schritte und klopfte ihm auf die Schulter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ah, Dembauwski! Was machst Du hier?"&lt;br /&gt;"War in der Gegend. Die Sache mit Lucas schien heiß!"&lt;br /&gt;"Du bist nie in der Gegend. Wieso also heute? Lucas wird wechseln", erwähnte er in einem Nebensatz und fuhr dann fort "Aber Lucas interessiert Dich doch nicht wirklich? Hörte, Du steckst in Schwierigkeiten. Piotr ist besorgt. Zu viel Alkohol, zu wenig Erfolge. Und dann diese Kerle!"&lt;br /&gt;Wie hatte er von den Kerlen erfahren, fragte ich mich. Bis hierhin waren sie mir nur im Traum erschienen, oder hatten sie mir wirklich aufgelauert? Ich versuchte, meine Maske zu bewahren.&lt;br /&gt;"Welche Kerle?"&lt;br /&gt;"Die beiden Jungs aus dem Kiez. Die vor Deiner Tür stehen"&lt;br /&gt;"Nie gesehen! Wer soll das sein?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht hatte ich etwas zu schnell geantwortet. Nobster zögerte einen Moment, richtete seinen Blick wieder aufs Spielfeld und schwieg. Von der Küste drang das Möwengeschrei zu uns rüber, vom Trainingsplatz ein paar Anweisungen des Trainers. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembauwski, ich mochte Deine Melancholie. Du warst ein großer Melancholiker, keine Frage. Und Dich konnte man nicht kaufen. Du machtest nur Sachen, an die Du auch glaubtest. Das haben wir Dir immer hoch angerechnet. Du warst ein guter Ermittler, doch dann hat Dich der Alkohol geholt. Seitdem stolperst Du von Falle zu Falle. Hast keinen Antrieb mehr. Wir machen uns Sorgen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt war es an mir zu schweigen. Wieso sprach er von mir in der Vergangenheit? Wollten die Konstrukteure mich abberufen? Und wie war ich hier hergekommen? Hatte ich nicht einen Aufrag in London, sollte ich mich nicht um Barrios kümmern? Immerhin hatten wir den Transfer exklusiv. So hatte ich bis gerade eben noch gedacht. Doch war dem wirklich so? Wieso wußte Nobster von den Kerlen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jetzt bist Du ruhig!", fuhr er fort "Aber Dein Schweigen wird Dich nicht befreien. Und für Deine Ehre wirst Du Dir nichts kaufen können. Die Ehre ist der Strick der Gefallenen. Ihr richtet Euch an der Ehre auf und mit jeder Bewegung zieht sich die Schlinge ein Stück weiter zu. Vielleicht reicht der Zeh noch gerade an die Stuhlkante, doch lange haltet Ihr nicht durch. Ihr, die Ihr an Euer Ehre zugrunde geht. Ihr habt keinen Plan, was durchhalten überhaupt bedeutet."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam nahm das Gespräch eine unangenehme Wendung. Eigentlich war ich nur für einen kurzen Smalltalk an die Küste gekommen, doch offensichtlich steckte ein wenig mehr dahinter. Ich kramte in meiner Tasche nach Tabak, fand einen letzten Rest im Beutel und drehte mir eine Kippe. Langsam zündete ich sie an und ließ mir den Seewind um die Ohren blasen. Nicht schlecht, dachte ich, eigentlich ist es hier nicht schlecht. Hier lässt es sich aushalten. Doch Nobster holte mich aus meinen Gedanken zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wenn Du schlecht träumst - löst Du es mit Alkohol. Gewinnt die Borussia - freust Du Dich mit Alkohol. Ärgerst Du Dich über Menschen in der Bahn - ärgest Du Dich mit Alkohol. Dembauwski, Du musst runterkommen. Während Du trinkst, spazieren Leute neben Dir her. Während Du trinkst, beobachten Dich die Leute und machen sich so ihre Gedanken. Während Du trinkst, vergisst Du Deinen Auftrag. Du musst ihn finden. Der Typ ist irre! Das an sich ist nicht wirklich schlimm, doch der Typ will etwas umstürzen. Du bist nicht ohne Grund in Berlin. Wir haben Redermann instruiert. Es ist ihm nicht leichtgefallen. Aber was macht der Herr Ermittler? Stürzt sich kopfüber in den Medienalltag der Hauptstadt. Komm mal wieder runter, mach einen Spaziergang und mach noch einen Spaziergang. Und fahr endlich mal wieder aus der Stadt raus. Du merkst doch, wie die Luft Dich hier befreit. Komm zu Dir, Dembauwski! Deine Ehre ist für den Arsch. Versuche Dich nicht an Dingen, von denen Du nichts verstehst. Der Strick ist schon eng genug."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer noch fehlten mir die Worte. Ich war nach England gereist, um den nächsten PR-Coup für DerSamstag! ans Land zu ziehen und nun stand ich hier am Rande der Insel und der Nobster erklärte mir die Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gut gesprochen, Nobster! Aber was hat das mit mir zu tun? DerSamstag! brummt und die Leute fressen mir aus den Händen."&lt;br /&gt;"Denkst Du", unterbrach er mich schroff. Seinen Gesichtszügen war die Milde längst entglitten. Er wirkte jetzt grob und bestimmend. Er wußte, dass er mich hatte. Meine Ablenkmanöver zogen nicht mehr.&lt;br /&gt;"Was soll ich denn machen?", fragte ich.&lt;br /&gt;"Finde Komaroff und denk dran, der Finger war nur eine Warnung. Beim nächsten Mal könnte es dein Finger sein. Das wäre doch schade. Auch für den Brummer, entschuldige, Dein Quatschblatt. Finde Komaroff!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über unseren Köpfen schwebte bereits seit einiger Zeit ein Hubschrauber, jetzt gab der Nobster ihm ein Zeichen. Das Trainingsgelände hatte sich längst geleert. Binnen Sekunden war der Hubschrauber gelandet, ein paar Momente später saß ich schon drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Finde Komaroff!", er hätte mir wenigstens sagen können, warum das von größter Dringlichkeit war. Das Quatschblatt nahm ich ihm persönlich. Langsam verschwanden in meinem Rücken die grauen Klippen von Dover. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3225396141960379193?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3225396141960379193/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-grauen-klippen-von-dover.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3225396141960379193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3225396141960379193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-grauen-klippen-von-dover.html' title='die grauen klippen von dover'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-880199539844075102</id><published>2012-01-30T17:52:00.004+01:00</published><updated>2012-01-30T17:52:48.753+01:00</updated><title type='text'>klopp und zorc verlängern</title><content type='html'>Kaum hatte ich das Flugzeug in London-Stansted verlassen, und mein Handy wieder angeschaltet, erreichten mich die Nachrichten aus Dortmund. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele SMS es waren, aber die meisten stammten von Reiser. Nachdem er bemerkte hatte, dass ich unterwegs war, hatte er sich auf seine Dichtkunst verlassen. Ich nannte es zwar auch Dichtkunst, meinte jedoch eine gänzlich andere Sache. War aber auch egal. Ich auf Entzug und in den meisten Nachrichten stand dann in etwa dieser Text:&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;"Gleich PK! Gibt großartige Neuigkeiten. Viel Spaß bei den Touristen, Schnellmerker - reiser"&amp;nbsp;&lt;/blockquote&gt;Ich war wütend, verpasste den Bus in die Stadt und setzte mich in ein Flughafencafé. Zum Glück gab es WLAN. Zum Glück hatte ich meinen Laptop dabei. Man wusste nie, ob nicht doch ein Deal mit den Touristen zustande kommt. Die Aufregung war groß. Keine PK, aber! Reiser musste sich vertan haben. Das war nicht neu. Nicht neu waren mir dann auch die Marketingmaßnahmen des Vereins. Jetzt wollten sie auch dort ablösen. Wachablösung. Würde ich mir später, wenn die Zeit es zuließe, auch noch anschauen, dachte ich mir und klickte weiter. Als der Zeiger auf 11.30 Uhr sprang, verkündete der Verein die Verlängerung mit Zorc und Klopp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich saß im Flughafencafé in London und orderte ein Pint. Danach rief ich Reiser an. "Verdammt, steh auf der 45 im Stau. Komm nicht weiter, was war denn jetzt auf der PK?" "Gab überhaupt keine!" "Was? Neuigkeiten. Große Neuigkeiten, immer nur auf der PK" "Oder auf Facebook, wie bei den Bayern." "Klar. Was denn passiert?" "Klopp und Zorc haben verlängert." "Verdammt, verdammt...." Ich ließ ihn noch ein wenig fluchen, legte dann auf und spazierte in Richtung Bus. Ein verdammt guter Tag. Für den Verein, für die Fans, für die Stadt, und auch für mich. Nur nicht für Reiser. Das war auch nicht übel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-880199539844075102?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/880199539844075102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/klopp-und-zorc-verlangern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/880199539844075102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/880199539844075102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/klopp-und-zorc-verlangern.html' title='klopp und zorc verlängern'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1663788046778075672</id><published>2012-01-30T09:42:00.002+01:00</published><updated>2012-01-30T09:42:23.840+01:00</updated><title type='text'>der tourist club ruft</title><content type='html'>Als der Winter sich über die Stadt legte, und ich ohnehin auf Entzug war, kam der Anruf aus England gelegen. Über Tegel machte ich mich auf den Weg zum weltberühmten Tourist Club nach London. Von dort, so hatte mir mein Informant erklärt, sollte ich in den kommenden Tagen berichten. Natürlich wollte ich dem Informanten vertrauen und reiste gerne auf Kosten mir unbekannter Personen auf die Insel. Es war kalt, und auch wenn die Sonne schien, hatte sich der Grauschleier über mein Herz gelegt. Abschiede waren nicht mein Metier. Sie würden es auch niemals werden, dachte ich und blickte auf die in weiß gehüllte Hauptstadt. Vom Fenster konnte ich den Soldiner Kiez ausmachen. Die Kerle würden mich in Ruhe lassen. Ich war auf Entzug und auf dem Weg nach London.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1663788046778075672?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1663788046778075672/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-tourist-club-ruft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1663788046778075672'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1663788046778075672'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-tourist-club-ruft.html' title='der tourist club ruft'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3614912669543262023</id><published>2012-01-29T10:54:00.000+01:00</published><updated>2012-01-29T10:54:07.500+01:00</updated><title type='text'>nach sieg gegen software-giganten: barrios muss gehen - der kommentar</title><content type='html'>Kann man wirklich nichts sagen, dachte ich. Zum ersten Mal seit Tagen waren mir die Kerle egal und die Kneipe konnte auch was. Sie hatte jetzt endlich Kronen besorgt. Wie sollte die Borussia da noch verlieren? Ich hing an der Theke rum und als der Laden voll war, die Mannschaften einliefen und diesmal liefen die Hertha-Spieler ein, war ich doch etwas verwundert. Es muss nach dem vierten Kronen in der Kneipe gewesen sein, als es mir auffiel. Sie zeigten Hertha gegen Hamburg. Schlagartig wurde mir bewußt: Dembowski, Du bist in Berlin. Nicht einmal in Kiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während des Spiels schaute ich kopfschüttelnd, auf diese Sache dort im Netz. Die Borussia dominierte den Softwaregiganten nach Belieben und dieser verdammte Kuba war erneut in Bestform. Das Ding war durch und so sahen es wohl auch die Störche aus Kiel. Da setzten sich also Spieler hin und entschuldigten sich bei anderen Spielern, der Verein choreographierte und am Ende war da in den Augen der Spieler nichts als Furcht. Ihr schwaches "Sorry BVB" war nur Ausdruck der Angst vor der großen Borussia. Hatten die Konstrukteure da ihre Finger im Spiel. Ich würde Piotr fragen. Hatte ohnehin schon lange nichts mehr von ihm gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Auf der Leinwand stand es mittlerweile 3-1 und natürlich war das in dem Moment nicht genug, doch die Kerle waren aus meinen Gedanken verschwunden. Hatten sie mich in der Nacht noch auf der Glienicker Brücke überrollen wollen, so waren jetzt nicht mehr da. Noch aber war die Sache nicht ausgestanden. Natürlich würden sie mich erneut besuchen, um zu vollenden, was zu vollenden ihnen bislang nicht gelungen war. 3-1! Hopp zurückgeschlagen. Keine Hoffnung in den Herzen. Dafür war ich blau. Ich sollte meine Finger vom Alkohol lassen. Ich musste vier, fünf Tage durchgesoffen haben. Ich wußte es nicht mehr. Wenn da nur nicht diese Kerle wären. Diese verdammten Träume. Diese Kerle. Diese alles vernichtenden Träume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich aus der Kneipe kam, hatte sich ein Schneefilm über die Stadt gelegt. Es war dunkel und doch heller als in den letzten Wochen zu diesem Zeitpunkt. Natürlich hatte ich den Schnee nicht vermisst, aber jetzt da er da war, hatte ich zumindest ein Ziel für den Sonntag. Raus aus der Stadt. Schneespaziergang. Kopf klar bekommen. Nur vorher musste ich noch den Kommentar abliefern. DerSamstag! konnte nicht warten. Ich war mir nicht sicher, ob ich etwas niederschreiben konnte. Aber ich wollte es immerhin einmal probieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Nach Sieg gegen Software-Giganten: Barrios muss gehen! &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 29.01.2012)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Sie rollen! Von Spiel zu Spiel rollen sie. Wenn Götze ausfällt, ist Kuba bereit. Wenn Kagawa nicht will, zwingt ihn Großkreutz. Wenn Lewandowski nicht trifft, kommt Barrios. Es könnte alles so gut sein. Aber das Meisterteam bricht auseinander. Als Barrios frei vor Starke scheiterte, war dies die letzte Aktion des Welttorjägers. DerSamstag! hatte es bereits im Dezember verkündet, doch jetzt wird es auch der Rest der Fußballwelt wissen. Der Welttorjäger verlässt die Strobelallee und sucht sein Glück auf der Insel. Der Reus-Tausch ist gescheitert! Wie DerSamstag! berichtete wollte Gladbach Barrios, doch nicht sofort! Doch Barrios will sofort weg. Gnadenlos rasiert. So unmenschlich ist der Meisterverein. Wer seine Leistung nicht bringt, muss gehen! Sie rollen von Spiel zu Spiel. Und verlieren ihre Menschlichkeit.&amp;nbsp; &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich las noch ein wenig in den Kommentaren unter dem &lt;a href="https://www.facebook.com/video/video.php?v=347515321939024"&gt;Störche-Video &lt;/a&gt;und schämte mich mal wieder, meine Liebe mit diesen Menschen zu teilen. Das Internet machte mich noch verrückt, ich schlief ein. Lieber die Kerle. Lieber echte Kerle als diesen Internetheldentum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3614912669543262023?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3614912669543262023/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/nach-sieg-gegen-software-giganten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3614912669543262023'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3614912669543262023'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/nach-sieg-gegen-software-giganten.html' title='nach sieg gegen software-giganten: barrios muss gehen - der kommentar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1756896723212132910</id><published>2012-01-28T09:18:00.002+01:00</published><updated>2012-01-28T09:18:17.442+01:00</updated><title type='text'>walk on with hopp in your hearts</title><content type='html'>Der schwere Gang in die Kneipe stand an. Natürlich: Ich ging ständig in die Kneipe, das allein war keine Hexentechnik. Aber an Spieltagen ging ich in eine andere Kneipe. In die Kneipe mit dem Ballspielverein. Und wenn ich dort auch unter Fans war, so waren es höchstens 40 Fans. Im Stadion hätten sie nicht einmal eine Reihe ausgemacht, doch hier waren sie meine Tribüne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Redermann mich aus der Nordstadt vertrieb, war mir das nicht aufgefallen. Ich muss am Ende gewesen sein, dachte ich, noch in der Küche sitzend. Langsam drang die Morgensonne über den Balkon in die Wohnung, auf der Straße der Lieferverkehr. Vor einem halben Jahr hatte die Wentraud den Lieferverkehr hin und wieder gestoppt. Im Soldiner Kiez gab es keine Wentraud. Im Soldiner Kiez gab es Kneipen, aber nicht die Kneipe, in der ich mal eben auf Reiser treffen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal hatte ich eine üble Nacht hinter mir. Die Kerle waren wieder aufgetaucht. Tag für Tag näherten sie sich mir ein Stück. Ihr neuester Trick war die Türklingel. Sie standen unten, schellten und riefen dann meinen Namen. Sie standen unten, schellten und schrien meinen Namen. Wenn ich hochschreckte und an der Tür nachschaute, war da niemand. Wenn ich mich wieder ins Bett legte, versuchte erneute einzuschlafen, lag ich in einer Wasserlache. Doch nach einem großen Schluck Tee mit Rum landete ich dann wieder im Reich der beiden Kerle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nahmen mich vor der Tür in Empfang und während der Bärtige mich nach der Maschine fragte, setzte sich der Dünne hinter das Steuer und raste auf der Stadtautobahn in Richtung Avus. Während der Fahrt bearbeitete mich der Bärtige hin und wieder mit seiner Faust. Ich war gelähmt. Konnte mich nicht wehren, konnte meinen Mund nicht öffnen. Sie parkten den Wagen an der Glienicker Brücke, stießen mich raus, drehten um, kamen mit Anlauf wieder und hielten direkt auf meinen gelähmten Körper zu. Jetzt waren sie nur&amp;nbsp; noch wenige Meter von mir entfernt, die Scheinwerfer warfen ein Licht, auf das, was jetzt noch mein Körper war. Ich betrachtete es aus sicherer Distanz, über dem Körper schwebend. Der Wagen war jetzt direkt vor mir, er würde mich erwischen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Telefon klingelte. "Kommst Du jetzt eigentlich runter?", fragte Redermann am anderen Ende der Leitung. Ich zitterte am ganzen Körper, das Wasser stürzte in Bächen die Bettkante hinunter. Meine Füße badeten in meinem Schweiß. Mit der einen Hand hielt in den Hörer, mit der anderen Hand griff ich mir eine Ernte, legte dann mit den Kronenresten des Vorabends nach. Irgendwas stimmte nicht mit mir. Irgendwas war kaputt.&lt;br /&gt;"Redermann...", stockte ich "..ich glaube, ich habe keine Kraft. Mir geht es nicht gut!" &lt;br /&gt;"Alter! Stell Dich nicht so an. Spieltag. Komm zurück. Komm nach Hause, Dembowski!"&lt;br /&gt;"Es geht nicht. Es geht einfach nicht. Immer wenn ich vor die Tür gehe, sind da diese Kerle. Immer wenn ich aufstehe, lande ich im Wasser. Und dann das Auto...", ich konnte noch keinen klaren Gedanken fassen, was wollte Redermann überhaupt?&lt;br /&gt;"Was willst Du?", fragte ich ihn.&lt;br /&gt;"Habe ich Dir doch gerade gesagt. Komm nach Hause. Wir machen uns Sorgen. Du hast Dich verändert."&lt;br /&gt;War das nicht der Typ, der mich aus der Stadt verjagte hatte? Jetzt machte er sich Sorgen. Was ein Arsch, dachte ich. Ich stand metertief in meinem eigenen Schweiß und hatte mittlerweile bereits die zweite Kanne am Hals.&lt;br /&gt;"Redermann, mach Dir keine Sorgen mehr. Mit Dir habe ich abgeschlossen. Diese Kerle haben es mir gesteckt, wer ihr Auftraggeber ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Tagen hatte ich nichts gegessen, nur Kronen, Tee mit Rum, Kaffee mit Whiskey und Ernte. Ich war mit meinen Kräften am Ende. Und Redermann offensichtlich bei bester Laune.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was macht eigentlich die Wentraud?", versuchte ich das Thema zu wechseln.&lt;br /&gt;"Ach die, keine Ahnung. Kommst Du jetzt? Wir brauchen Dich!"&lt;br /&gt;Er hatte Geduld mit mir. Doch mir langte es. Ich legte auf, schaute an mir runter, hin zu meinen Füßen, die knöcheltief im Wasser waren. Etwas musste passieren. Erst einmal würde ich in die Kneipe gehen. Borussia schauen. Mich dann später an einen Kommentar setzen. Ablenkung. Wenn ich den Tage überstehe. Ablenkung! Auf dem Weg in die Küche summte ich: "Walk on, walk on, with Hopp in your hearts. And he never walks alone!" Die Kraichgaupiraten konnten mich noch viel mehr. Wir mussten endlich mal gewinnen. Ich ließ mich am Küchentisch nieder und dachte über die vergangene Nacht nach. Irgendwas war nicht in Ordnung. Aber zumindest die Borussia konnte die Sache auf dem Platz in Ordnung bringen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1756896723212132910?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1756896723212132910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/walk-on-with-hopp-in-your-hearts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1756896723212132910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1756896723212132910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/walk-on-with-hopp-in-your-hearts.html' title='walk on with hopp in your hearts'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4723110674742497948</id><published>2012-01-27T08:58:00.000+01:00</published><updated>2012-01-27T08:58:04.487+01:00</updated><title type='text'>amok und die schallattacken - wir sind hier nicht in dortmund, dembowski</title><content type='html'>Jemand wie Amok. Jemand wie dieser unscheinbarste Ermittler aller Konstrukteure. Jemand wie Amok eben. Er war der Mann für die Drecksarbeiter, er war der Sergej Gorlukovich in unserem Team. Gab es einen Fall für ihn, dann schnappte er sich diesen Fall und ließ ihn nicht mehr los. Und wenn der Fall längst vergessen war, wenn Redermann sich um seinen Soulvan sorgte und ich mich mit den Kerlen vor der Tür rumschlug, saß er irgendwo im Süden und nahm unendliche Anstrengungen und Demütigungen auf sich. Am Ende aber präsentierte er ein Resultat. Amok war unbezahlbar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann Anfang des Jahres oder zum Endes des vergangenen Jahres hatte er sich wieder auf den Weg in den Süden gemacht. Er wollte die unfassbare Vertuschung nicht auf sich nehmen. Wir hatten ihn nicht zügeln können, und jetzt, da ich mich erinnere, war er damals, wenn auch nicht ganz freiwillig, aus dem Trainingslager abgereist. Amok war überall wo Süden war. Plagte ich mich mit Traumgestalten, duellierte sich Amok mit echten Feinden.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Amok also war mal wieder für ein paar Wochen abgetaucht. Mittlerweile machte ich mir keine Sorgen mehr. Er würde sich melden, wenn er sich melden musste und vorher würde er schweigend ermitteln. Mach Dir keine Sorgen, Dembowski, ich habe einen Auftrag, war seine übliche Verabschiedung. Und auch diesmal meldete er sich nach langer Abwesenheit wieder zur Wort. Gerade noch hatte ich in der Küche gesessen, geraucht, Kronen in meinen verschwommenen Geist geschüttet und war weiter gen Mündung getrieben. Immer wieder hatte ich die Worte "verschwinden heißt, nicht mehr da sein" wiederholt und mich langsam mit dem Gedanken angefreundet. "Einfach verschwinden, einfach nicht mehr da sein", hatte ich gedacht und war immer weiter in Richtung Mündung getrieben. "Niemand würde sich daran stören", hatte ich gedacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch eine Mailbenachrichtigung erlöste mich gerade in dem hoffnungslosesten Moment. "Hömma, Dembowski. Lass ma telefonieren. Dinge sind vorgefallen. Sachen wurde vorangetrieben! Erwarte Deinen Anruf: Amok!" Die Erlösung schleicht sich manchmal über Umwege heran, diesmal also über Amok, den, das musste ich mir eingestehen, ich schlichtweg vergessen hatte. Ich griff zum Hörer, es klingelte ein paar Mal und dann nahm Amok ab. Im Hintergrund hörte ich das Rauschen der Bahn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembowski, erstmal das Budget war doch ein Witz. Jetzt fahr ich hier wieder mit Regionalzügen durch Deutschland. Die Rheinschiene ist furchtbar. Überall stehen Burgen, der Fluß will sich winden, ist eingesperrt und die Leute hängen am Fenster. Sie machen Fotos und reden und reden und reden. Ich will ruhen!"&lt;br /&gt;"Und jetzt? Was willst Du mir sagen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal musste man Amok an der langen Leine lassen, im direkten Gespräch führte das hin und wieder jedoch zu den längsten und langweiligsten Beschwerden. Beschwerte ich mich, war das gut. Beschwerten sich andere, verging es mir vor Langeweile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembo. Du kannst Dir nicht vorstellen, wo ich war. Drei Tage lang hatten sie mich. Wollten mir die Schallattacke anhängen. Was ja einfach ist. Weil ich das auch war. Hab gleich gestanden. Aber sie wollten irgendwas anderes. Haben mich dann mit Lachsschnitten vollgestopft. Sagte ich etwas, kam ein Assistent mit einem Lachschnittchentablett. Sagte ich nichts, kam ein Assistent mit einem Lachsschnittchentablett. 3 Tage wach, 3 Tage Lachsschnitten. Horror! Nicht einmal bin ich aus dem Raum raus, bis sie mich rausgelassen haben. Ohne weitere Nachfrage. Ohne Sinn, ohne Verstand!"&lt;br /&gt;"Du bist sicher, dass Du das nicht nur geträumt hast?"&lt;br /&gt;"Klar! Das war so. Ich habe das erlebt. Aber vorher hatte ich jemanden ausfindig gemacht. Der wollte reden und ich kann Dir sagen: Er wird reden!"&lt;br /&gt;"Was nützt das?"&lt;br /&gt;"Nichts. Aber willst Du immer nur Nutzen? Wir dürfen nicht vergessen."&lt;br /&gt;"Aber gibt es nicht ohnehin Gesprächsbereitschaft?"&lt;br /&gt;"Davon weiß ich nichts, davon will ich nichts wissen. Und wenn es so - wäre - es mir nicht zu Ohren gekommen. Und was würde es zeigen?"&lt;br /&gt;"Nichts"&lt;br /&gt;"Genau und deswegen müssen wir da dran bleiben. Jeder kann irgendwas sagen. Und jeder kann das Gesagte jederzeit zurückziehen."&lt;br /&gt;"Und was jetzt?"&lt;br /&gt;"Schau doch einfach mal ins Fernsehen. WDR"&lt;br /&gt;"Empfange ich nicht, und ohnehin, was soll das?"&lt;br /&gt;"Schau WDR, Dembowski. Und herzlichen Dank für Deine warmen Worte, Penner!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amok blieb ein Rätsel. Jetzt war er wieder weg. Würde sich wochenlang nicht melden. Das Kronen war verlockend, es stand im Kühlschrank, ich öffnete mir noch eins. "Was passiert, passiert immer", dachte ich. WDR aber ohne mich. Der Rest kann dann eben um 19.30 Uhr die Lokalzeit einschalten und die Sache auch im Radio verfolgen. Was nicht sein kann, wird niemals sein. Wir sind hier nicht in Dortmund, Dembowski. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4723110674742497948?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4723110674742497948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/amok-und-die-schallattacken-wir-sind.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4723110674742497948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4723110674742497948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/amok-und-die-schallattacken-wir-sind.html' title='amok und die schallattacken - wir sind hier nicht in dortmund, dembowski'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2764418255725632927</id><published>2012-01-26T09:32:00.000+01:00</published><updated>2012-01-26T10:12:51.800+01:00</updated><title type='text'>komaroff und die gruppe sport - aus der asche, aus dem staub</title><content type='html'>Sie waren immer noch da. Sie machten keine Anstalten, mich in der Nacht nur für einen Moment in Ruhe zu lassen. Doch wenn ich die Augen auf machte, waren sie nicht mehr da. Manchmal fühlte ich mich sogar jünger, wußte nicht, wonach ich suchte, wußte nicht, was diese Baustelle vor meiner Tür zu bedeuten hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie waren da. Der große, schwere, bärtige Mann und der kleinere, hagere Kerl. Sie starrten mich an. Wenn ich aufwachte, waren sie nicht da. Wenn ich schlief, starrten sie mich an, bewegten sich auf mich zu und fragten mich, wer mein Leben führt? Und ob es mir überhaupt nichts wert sei? So wie ich handelte, konnten sie damit durchaus richtig liegen. Aber wer diese Kerle waren, blieb mir auch diesmal ein Rätsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich damals mit Komaroff, wie sich also später herausstellte, genau der Typ, der mir den Finger zugesteckt hatte, &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/200x-nichts-gelernt-200x-nichts.html"&gt;im Oldie Eck saß&lt;/a&gt;, fand ich am nächsten Morgen eine CD in meiner Tasche. Bis heute war es mir zu peinlich, es mir einzugestehen. Aber diese CD hatte mich seit diesem Abend begleitet. Tag ein, Tag aus. Ein schwarzes Cover, nur eine dreckige Orchidee. Aus der Asche, aus dem Staub.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sänger erzählte lakonisch, er war ein Überlebender. Der Sänger war mir bekannt. Er hatte mich mit seinem Aufstieg und Fall damals für kurze Zeit in eine andere Welt katapultiert. Damals. Als ich noch nicht diese Träume hatte, dachte ich jetzt, während sie sich wieder und wieder aus der Asche und aus dem Staub erhoben. So stark und so groß, wie sollten wir vergehen? Ein Absage an die Menschheit. Die gegen Ende der Platte vom Tod eingeholt nur noch die Störsignale der Fernsehübertragungen wahrnimmt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten keine Chance. Ein lebenslanger Ritt auf der Rasierklingen. Wir nahmen Abschied, brachen in eine neue Welt auf, ließen die Dinge, die uns berührten zurück, ließen uns von der Ungewißheit von Ort zu Ort treiben, glaubten an die Zukunft und wenn wir zurückblickten, hatten sich die Verhältnisse umgekehrt. Aus den Kindern waren Erwachsene, aus Eltern waren Zurückgebliebene geworden. Langsam, ganz langsam ging es den Fluß hinab. Manchmal war das gut, manchmal war das vielleicht ok, aber meist war das eben einfach nur so. Was auch immer wir auf unserem Weg zurückließen, und auch wenn wir umkehrten, es war vergebens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gewissheit: Der Fluß endet immer im Meer der Störsignale. Der Fluß endet im Meer und, wenn wir Glück hatten, würde jemand am Ufer stehen und uns im letzten Moment verabschieden. In der Zwischenzeit mussten wir tun, was zu tun war, um nicht schon vorher, von der Wüste oder von dem Eis verschluckt werden. Es gab Verheißungen und manchmal hatten wir eine Zukunft, doch, wenn wir an die Zukunft glaubten, hatten wir sie bereits seit langer Zeit hinter uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hatte Komaroff mit dieser Platte bezwecken wollen? Sie traf meinen Geschmack und doch, so häufiger ich sie hörte, so tiefer zog sich mich hinab. Sie war ohne Hoffnung. Sie war schwarz, und wenn wir uns aus der Asche und aus dem Staub erhoben, war dies ein Kraftakt, der uns danach lähmte. Und dann waren da diese Kerle, dann waren da diese Schreckensnachrichten aus Dortmund und dann waren da diese Ungewissheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichtigkeiten! sagte ich mir und legte mich wieder zurück ins Bett. Ich würde nie mehr schlafen, ich würde nie mehr auf die Straße gehen. Ich war gelähmt. Aus den Unmöglichkeiten der Ermittlungen waren längst Lähmungserscheinungen geworden. Ich hatte keine Ahnung, wann ich den letzten Fall gelöst hatte. Ich hatte keine Ahnung, ob ich überhaupt jemals einen Fall gelöst hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte keine Ahnung, wo Dörte war. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mich in den nächsten Wochen überhaupt über Wasser halten würde. Vielleicht würde ich einbrechen und dann würde niemand am Ufer stehen, wenn ich ganz langsam in das Meer der Störsignale rüberglitt. Ich würde nicht mehr da sein. Ich würde verschwinden. Für immer. Und da wäre niemand, den es nur im Geringsten stören würde. Das war auch gut so. Aber es war verdammt deprimierend. Meine Rolle würde sich nicht umkehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowtransparency="true" frameborder="0" height="100" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=2299966933/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" style="display: block; height: 100px; position: relative; width: 400px;" width="400"&gt;&amp;amp;amp;lt;p&amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;p&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;p&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href="http://diegruppesport.bandcamp.com/album/aus-der-asche-aus-dem-staub"&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;AUS DER ASCHE, AUS DEM STAUB by Sport&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/p&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/p&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;&amp;amp;amp;lt;/p&amp;amp;amp;gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2764418255725632927?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2764418255725632927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/komaroff-und-die-gruppe-sport-aus-der.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2764418255725632927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2764418255725632927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/komaroff-und-die-gruppe-sport-aus-der.html' title='komaroff und die gruppe sport - aus der asche, aus dem staub'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6287918261501240388</id><published>2012-01-25T08:13:00.002+01:00</published><updated>2012-01-26T08:38:19.839+01:00</updated><title type='text'>diese verdammten träume</title><content type='html'>Diese verdammten Träume. Sie ließen mich nicht los. Wieder waren da diese Kerle vor der Tür. Wieder warteten sie nur auf meinen Auftritt. Es gab keinen Ausweg. Ich musste auf die Straße und immer wenn ich auf die Straße ging, waren diese Kerle schon da. Diesmal sah ich sie nur hinter ihren Masken, sie kamen schnellen Schrittes auf mich zu. Wenige Momente später, ich hatte mich gerade in eine andere Richtung gedreht, um den maskierten Kerlen zu entfliehen, stolperte ich, stürzte und lag auf dem Boden, der sich natürlich öffnete, mich verschluckte und in ein schwarzes Loch fallen ließ. Mein Beine waren gelähmt, mein Körper war gelähmt, meine Atmung setzte aus, nur mein Geist war noch da und sah mich in das Loch fallen. Ganz oben, dort am Rande des schwarzen Lochs standen die Kerle und blickten mir mit ihren schwarzen Masken nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt lag ich wach, doch meine Beine waren weiterhin gelähmt und meine Atmung setzte ganz langsam wieder ein. Mit letzter Kraft kam ich zu mir. Es war 5.23 Uhr. Auch wenn die Tage nun stets früher begannen, waren es sicher noch über 2 Stunden bis zum ersten schwachen Tageslicht. Ich zitterte am ganzen Körper, stand auf, trottete in die Küche. Den Schock spülte ich mit den letzten Bierresten des Vortags runter. Reichte mir nicht. Neue Flasche. Dazu einen Kaffee. Dazu einen Kaffee mit Schuß. Das Ernteschild hing über dem Balkonausgang. "Wer Tabak sät, will Ernte rauchen!" Ich war mir da nicht mehr sicher, testete jedoch, wie viel Wahrheit in diesem alten, längst vergessenen Werbespruch steckte. Zumindest verstärkte sich das Unwohlsein. Zumindest war ich wieder da. Wenn auch leicht benebelt. Aber sowas von da. Diese verdammten Träumen. Ich hatte Angst, mich schlafen zu legen. Ich hatte Angst, und schraubte mir daher jeden Abend einen rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Arbeit hatte zwangsläufig gelitten. Tagsüber befasste ich mich jetzt primär mit den Wurzeln meiner Schlaflosigkeit. Ich war gereizt. Nicht nur einmal war ich in den letzten Tagen übers Ziel hinausgeschossen. Die Situation schien mir jetzt aussichtlos. Aus dem Regal kramte ich das Byrds-Debüt. Vielleicht konnte es mich auf andere Gedanken bringen. Sicher war das nicht! Aber was war schon sicher? Immerhin entrieß mich "I'll Feel A Whole Lot Better" meiner Schmerzen. Nur für den Moment. Aber für diesen Moment hätte ich töten können. Ich war am Arsch und mir war das durchaus bewußt. Die Nachrichten aus Dortmund konnte meine Stimmung nicht erhellen. Götze verletzt. Es war klar, was jetzt kommen würde. Es war klar, wer sich jetzt am Telefon melden würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reiser. Seine Geschichten vom Götze-Schock ekelten mich jetzt schon. Sie hatten sich in den letzten Tagen bereits einen anderen Skandal gestrickt, der in seiner Verachtenswürdigkeit noch lange nicht am Ende gekommen war, doch mit Götze würde er jetzt auch wieder ins Tagesgeschäft eingreifen können.&amp;nbsp; Reiser, das musste man ihm lassen, konnte aus Nichtigkeiten, und nichts anderes war der Götze-Ausfall zu diesem frühen Zeitpunkt der Rückrunde, die größten Rückschläge machen. Er wusste wie er sein Blatt verkaufen konnte. Die Leute würden es ihm aus den Händen reißen. Momentan waren mir die Hände gebunden. Wer waren diese Kerle? Diese verdammten Träume machten mich fertig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6287918261501240388?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6287918261501240388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/diese-verdammten-traume.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6287918261501240388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6287918261501240388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/diese-verdammten-traume.html' title='diese verdammten träume'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8281044647889471306</id><published>2012-01-24T09:12:00.001+01:00</published><updated>2012-01-24T09:38:54.731+01:00</updated><title type='text'>von ängsten, vom kopfschütteln, von besseren fans</title><content type='html'>Alles angerichtet für den Meisterkampf. Obwohl die große Chance verpasst wurde. Zeit also, sich selbst zu zerfleischen. Wer führt Deinen Kampf, wer führt Dein Leben? Das Thema dieser Woche. Es wird sich am Ende aus der Asche, aus dem Staub erheben. Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit, dachte ich und blickte wieder und wieder auf den &lt;a href="http://www.schwatzgelb.de/2012-01-22-spielbericht-profis_bundesliga_hsv-bvb_man-hatte-es-sich-ja-schlimm-vorgestellt.html"&gt;Spielbericht&lt;/a&gt; meines Teilzeitoutlets schwatzgelb.de. War doch eigentlich alles perfekt am Sonntag. Eigentlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn sie gingen ins Stadion und schimpften über die, die ins Stadion gingen. Sie kritisierten die, die ins Stadion gingen, saßen im Stadion und erhoben sich über die im Stadion sitzenden. Sie soldiarisierten sich mit den vor dem Stadionstehern und saßen auf ihren warmen, ihren kostenlosen Plätzen. Erstaunlich, dachte ich mir. Und auch wenn ich später &lt;a href="http://www.bvb-fanabteilung.de/images/phocagallery/11-12/hsv-bvb/hsv-bvb057.jpg"&gt;Bilder&lt;/a&gt; sah, die zumindest einen Teil der Wut rechtfertigten, wobei ich bezweifelte, dass diese Bilder in ihrem Kopf bereits vorher existierten, war dieser Text dort höchst befremdlich. Sie hätten über viele Sachen schreiben können, doch sie erhoben sich von ihren kostenlosen Sitzplätzen und vergassen dabei leider, die Stadiongeher abzuholen und mit auf die lange, beschwerliche Reise zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie waren, dachte ich, mit diesem Text auf einer Ebene mit Thurn und Taxis, dessen Verständnislosigkeit immerhin Tradition hatte. Aber so war es jetzt geschehen und außer Kopfschütteln blieb mir nicht viel. Was wollten sie damit bezwecken? Ich hatte keine Zeit, die &lt;a href="http://bvb-forum.de/index.php?id=367624"&gt;seitenlangen Antworten im Forum&lt;/a&gt; zu lesen. Ich hatte keine Zeit und keine Lust. Ein Text ist ein Text und steht erst einmal für sich. Maßlose Fehleinschätzungen von in &lt;a href="http://duerrundgoldmund.wordpress.com/2012/01/23/von-hamburg-nach-kroatien/"&gt;Starbucks-Café sitzenden Schreibern&lt;/a&gt;. Schade. Aber was nicht meine Meinung war, musste meine Meinung auch nicht sein. "Wir gegen die" funktionierte vielleicht beim Kampf gegen Reiser, dessen Namen ich in den letzten Wochen immer seltener wahrgenommen hatte, "wir gegen die" funktionierte aber nicht bei einem langen Kampf für gemeinsame Ziele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, sagte ich mir, schaltete den Computer aus und ging wieder auf die Straße. Wieder da draußen, immer mit der Grundgefahr, dass irgendwer mir auflauern würde. In letzter Zeit hatte ich schlecht geschlafen, die Träume kamen immer häufiger, in immer kürzeren Abständen. Wenn mich die Träume auch nicht belasteten, es war erschreckend. Morgens wachte ich schweißgebadet auf. Kurz vorher hatten sie noch neben mir gestanden. In der kurzen Zeit zwischen Traum und Aufwachen gelang es mir selten, meine Ängste zu jusitieren. Was war real? Was war der Traum? Ich ging auf die Straße runter und vor der Tür standen diese Kerle. Sie waren beileibe nicht nur darauf aus, mir eine Maschine zu verkaufen. Ihr Blick war grau, ihre Augen lagen weit weg, ihre Gesichter von einem Schmerz gezeichnet, der keine Ausreden zuließ. Diesen Schmerz würden sie auch mir zufügen. Doch ich musste raus, so sehr ich mich auch vor diesem Schritt fürchtete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Tag trieb es mich nach Schöneberg. An der U2 entlang, an einer dieser Stellen, an der die U2 wieder Hochbahn ist und über der Straße zu schweben scheint. Es war eine fremde Welt. In meiner bisherigen Berliner Zeit gab es bislang noch keinen Grund, nach Schöneberg zu fahren. Doch nach den letzten Tagen und Wochen fühlte ich mich im Norden nicht mehr sicher. Über kurz oder lang würde es dort zu einem großen Unglück kommen. Zumindest hatte ich das aus meinen Träumen gelernt. Und immer schon ging ich, wenn es mir nicht gut ging und ich voller Ängste - diese verdammten, rohen Ängsten, die mir den Schlaf raubten, die mir die Kraft nahmen, die mich zur Bewegungs- und Besinnungslosigkeit verdammten - war. Diesmal ging ich nach Schöneberg, doch da war es auch nicht besser. Als ich auf die Potsdamer Straße einbog, musste ich Pause machen. Ich ließ mich in einem der Dönerläden nieder und sah das Elend des Großstadtnachtlebens. Sie saßen dort aufgereiht, vertickten untereinander gezockte Mäntel, diskutierten die neuesten Strategien am Spielautomaten und die Prostituierten der Potsdamer hätte ich auch gerne niemals aus der Nähe gesehen. Schlußendlich waren mir die Kleinstadtganoven im Soldiner Kiez doch näher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8281044647889471306?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8281044647889471306/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/von-angsten-vom-kopfschutteln-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8281044647889471306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8281044647889471306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/von-angsten-vom-kopfschutteln-von.html' title='von ängsten, vom kopfschütteln, von besseren fans'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4958484486887736704</id><published>2012-01-23T11:53:00.002+01:00</published><updated>2012-01-23T11:53:34.784+01:00</updated><title type='text'>chance verpasst - dortmund weiter nur verfolger - der kommentar</title><content type='html'>Während ich mich also irgendwie von der Vorstellung einer ruhigen Rückrunde verabschiedete hatte, war es dann am Ende Redermann, der mir am Telefon ordentlich Bescheid gab. Ich kümmere mich da schon drum, sagte er und ergänzte "aber jetzt schauen wir doch erst einmal Bundesliga-Fußball! Jetzt schauen wir erst einmal und zwar noch 17x einmal die Borussia. Schauen wir die Borussia und freuen wir uns über die Titelverteidigung." "Wieso?" "Es wird so kommen, das steht außer Frage". Gerne wollte ich ihm glauben, doch natürlich gab es da einfach zu viele Unsicherheitsfaktoren. Alleine das Spiel in Hamburg war bereits einer dieser Unsicherheitsfaktoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hamburg hatte in der Winterpause mächtig aufgefahren. Natürlich nur verbal. Dafür aber sah der neue Hamburger Trainer Fink die Rauten bereits wieder in der Champions League. Und ich konnte mich nicht daran erinnern, dass ein alter Lütgendortmunder Junge wie Fink jemals die Unwahrheit ausgesprochen hatte. Also standen sich an diesem Sonntag zwei Mannschaften mit durchaus berechtigten Chancen auf den Einzug in die Champions League gegenüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Bestätigung blickte ich noch einmal auf die Tabelle. Für den Meister war ein Sieg Pflicht, wenn es nicht bereits nach dem ersten Spiel der Rückrunde zu einer Mega-Krise kommen sollte. Die Hamburger, auf der anderen Seite, hatten mit einem Sieg alle Chancen auf eine Serie. Gerade nach den Niederlagen der Bremer und Stuttgart war also der Weg frei für den Bundesliga-Dino. Dortmund nur lästiges Pflichtprogramm. Dann noch ohne Götze. Ohne Weidenfeller. Wo immer Redermann seine Zuversicht her hatte, von mir sicher nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf in die Kneipe. Spiel schauen. Erst lief da wieder diese Klopp-Doku. Es schien beinahe so, also ob es in Dortmund nur noch Klopp gab. Ich wurde wütend, meine Laune und auch meine Zuversicht waren unten. Ganz tief unten. Zu allem Überfluß stupste mich einer der besoffenen Gäste minutenlang in die Seite. Zur Rede gestellt, hatte er keine Erklärung für sein Verhalten. Ich konnte mich nicht wehren. Die Laune war im Keller, die Mannschaften auf dem Platz. Und siehe da: Fink verzichtete zu Beginn des Spiels auf den in zahlreichen Champions-League-Spielen gestählten Mladen Petric. Mein Pessimismus schlug schlagartig in größte Zuversicht um. Auch Kacar, der mir bereits vom Hinspiel sehr positiv aufgefallen war, durfte ran. Es entwickelte sich das typische Dortmunder Spiel. Und mit jedem Tor sprang ich höher, und mit jeder ausgelassene Chance sank ich wieder in mich zusammen. Die Borussia verpasste gegen den Abstiegskandidaten HSV die Tabellenführung. Nicht nur, dass mich Fink belogen hatte, die Schwatzgelben hatten zahlreiche Borussen, die teils vor dem Stadion in Regen das Spiel übers Radio verfolgten, um die Tabellenspitze betrogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Kommentar würde dementsprechen ausfallen, nahm ich mir auf dem kurzen Weg zurück in die Wohnung vor. Als Redermann anrief, ließ ich das Telefon einfach klingeln. Das hier würde er mir nicht ausreden. Ich war stinksauer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Chance verpasst - Dortmund weiter nur Verfolger&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 23.01.2012)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Diese Chance bekommt Borussia nie wieder! Gegen desolate Hamburger gelang dem Titelverteidiger am Sonntag zwar ein 5-1 Erfolg, doch nicht der Sprung an die Tabellenspitze. Auch in der Winterpause konnte die Klopp-Elf ihre größte Schwäche nicht abstellen. Lewandowski bleibt Lewandoofski! Ein Weltklassestürmer macht aus fünf Chancen auch fünf Treffer. Doch der Pole (23) verballerte Chance um Chance. Nur gegen Stümperverteidiger Aogo gelang ihm ein Lupfer! Ohne Götze ist Dortmund nur ein dunkler Schatten auf den Meisterträumen der Bayern. Sie reden von Wachablösung! Und verpassen weiter ihre Chancen. DerSamstag! sprach exklusiv mit dem Welttorhüter: "Wer solche Verfolger hat, auch keine Sorgen mehr!" Dortmund, das war nichts! Die Bayern ziehen weiter einsam ihre 4-Tore-Kreise an der Tabellenspitze und Deutschland langweilt sich! &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4958484486887736704?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4958484486887736704/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/chance-verpasst-dortmud-weiter-nur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4958484486887736704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4958484486887736704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/chance-verpasst-dortmud-weiter-nur.html' title='chance verpasst - dortmund weiter nur verfolger - der kommentar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-97631712787330595</id><published>2012-01-22T12:28:00.001+01:00</published><updated>2012-01-22T12:37:50.826+01:00</updated><title type='text'>die rechte szene ist eliminiert</title><content type='html'>Der Tag vor dem ersten Borussia-Spiel im Jahre 2012. Ich hatte es mir mit ein paar Kronen gemütlich gemacht und klickte mich jetzt erstmal einfach nur durchs Netz. Immer weiter in den braunen Sumpf. Ich erschrak, was der Ballspielverein auch für Fans hatte. Doch als ich zum Telefon griff und mich in Dortmund einmal umhören wollte,&amp;nbsp; gab es kein Nazi-Problem in Dortmund. Und wenn es eins gab, dann war es früher ohnehin schlimmer gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich jedoch wirklich erschrak, waren diese öffentliche Profile in den sozialen Netzwerken. Da kommentierte der Bundesvorsitzende beim Kreisvorsitzenden und sicherte ihm jede Unterstützung zu. Der Kreisvorsitzende verbannte Achmed aus dem Kader, der sonst natürlich von echten Deutschen geprägt war. Nur der Owoirgendwas war ihnen noch ein Dorn im Auge. Beim Kreisvorsitzenden feierten sich dann Leute für ihre Fahne im Garten und endeten ihre Postings mit s.h.. Ganz klar, diese Leute gab es eigentlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembowski, das ist eine Nummer zu hoch für Dich!" "Dembowski, lass die Finger davon!" "Das ist nicht Dein Problem, Ermittler!". Mit wem auch immer ich sprach, niemand riet mir, mich damit zu beschäftigen. "Dann doch lieber Pyro" oder "wieso kümmerst Du Dich nicht um die ungerechten Stadionverbote?", hielten sie mir entgegen und mir war klar, dass hier etwas nicht stimmte. Auch der Präsident kannte das Problem nicht. Die Borussenfront, &lt;a href="http://www.derwesten.de/region/westfalen/der-praesident-und-die-letzte-reihe-id6267062.html"&gt;hatte er erst am Freitag auf einer Veranstaltung der Ruhr Universität erklärt&lt;/a&gt;, sei komplett eliminiert. Das sich anschließende schallende Gelächter hatte er sicher nicht erwartet. Und tatsächlich war ich auf meinen Streifzügen durch die nationalen Netzwerke immer wieder über ausgestreckte Arme mit BF-Schals gestolpert. Sie waren untereinander befreundet, sie standen dem Verein zumindest nahe. Das ließ sich bereits nach wenigen Minuten sagen. Diese Zeit aber hatte ein Präsident natürlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich mir aber den letzten Tag vor dem ersten Spiel des Jahres 2012 komplett verderben ließ, schlenderte ich auf ein paar Absacker ins Oldie Eck. Sie hatten Helene Fischer aufgelegt, auch so eine Dame, die mir tagsüber immer wieder begegnet war. Sie hörten Helene Fischer und fühlten sich in ihrem Deutschsein wohl. Ich hörte Helene Fischer und musste kotzen. Sie schmissen mich aus dem Oldie-Eck. Borussia war auf dem Weg nach Hamburg, die Fans auch. Sie würden vor dem Stadion stehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-97631712787330595?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/97631712787330595/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-rechte-szene-ist-eliminiert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/97631712787330595'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/97631712787330595'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-rechte-szene-ist-eliminiert.html' title='die rechte szene ist eliminiert'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3587910460998889559</id><published>2012-01-21T13:04:00.004+01:00</published><updated>2012-01-21T13:04:47.408+01:00</updated><title type='text'>nicht mit manu - ein schwacher kommentar</title><content type='html'>Ja, ja - das Wurstbrot! Wäre mir doch fast im Hals stecken geblieben. 200g von der besten Schlackwurst waren genug. Denn natürlich war die beste Schlackwurst des Weddings nicht die beste Schlackwurst der Welt und ehrlich gesagt auch vollkommen unerheblich. Doch steht der Ligaauftakt ins Haus, werde ich schon einmal nervös und steht dann auch noch die Aufgabe der Titelverteidigung an, wende ich mich den Nebensächlichkeiten zu. Ablenkung regelt das Leben in geordnete Bahnen. Natürlich: Ich hätte auch spazieren können, so wie ich oft und gerne einfach durch die Stadt spaziere. Danach war mir nicht und am Ende des Tages stand das erste Spiel des 18.Spieltags, das erste Spiel der Rückrunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand konnte erahnen, was in diesem Spiel passieren würde. Die unfairen Ponys präsentierten den Bayern, die immerhin aus dem besten Trainingslager aller Zeiten mit großen Testspielerfolgen gegen sämtliche Nationalmannschaften der asiatischen Welt und einen Amateurverein an die niederländische Grenze gereist waren, einen zerklüften Platz, der keinen internationalen Flair, sondern vielmehr den Flair eines Kreisligaascheplatzes, ausstrahlte. Kein Wunder, dass sich die Hochbegabeten auf diesem Acker nicht zurecht fanden. Der Spieleröffner dann mit dem Fehlpass, der Rest war überall in der Nachberichterstattung abgedeckt. Einen entscheidenden Punkt hatten sie jedoch alle vergessen und mir fehlte noch ein Kommentar für die anstehende DerSamstag!-Ausgabe. Natürlich, der Kommentar zum HSV-Spiel, zum Boykott und all den Dingen stand noch an, aber das Spiel war im Gegensatz zum 70er-Klassiker eben noch nicht ausgetragen. Ich legte das Potato-Fritz-Schlachtschiff auf und hämmerte, mit frischer Kronen-Unterstützung, besinnungslos auf die Tastatur ein. Das kam dabei raus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Nicht mit Manu&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 21.01.2012)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Manuel Neuer ist der kommende Welttorhüter. Daran ändert seine Leistung nichts. Ein Spieler von internationalem Format, ein Spieler mit Klasse und Übersicht. Nur wenn es auf den Platz geht, hat er seine Probleme. Aber daran kann er noch arbeiten. Was anderen Torhütern abgeht, hat Manu schon lange: Auge, Sinn, Verstand! Doch die Winterpause war ein Rückschlag. Der Welttorhüter hat die falschen Zeitungen gelesen. Nein, Reus spielt noch nicht für Bayern und wird vorerst auch nicht an die Isar wechseln. Aber der Pass kam und Reus dankte es ihm mit einem Tor. Jetzt drischt ganz Deutschland auf Manu ein, doch DerSamstag! enthüllt exklusiv: Der Ball war schuld. Wie Zeitlupenbilder belegen schlägt der Ball von Neuers Fuß nach der Ballberührung Kapriolen. Und dann noch Kleppo. Die Nachwirkungen der Backpfeife. Manuel Neuer ist der kommende Welttorhüter!&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt; (dembowski / DerSamstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben: Der Kommentar zählte nicht zu meinen stärksten Kommentaren, aber die Seiten wollten gefüllt werden. Danach stöberte ich noch ein wenig im Internet. Die Borussenfront zeigte sich wieder von ihrer besten Seite. Ausgestreckte Arme in Oberhausen. Ich würde Redermann drauf ansetzen. Fußball: Leider manchmal auch der Ort, an dem sich wirklich alle soziale Schichten begegnen. Diese eine Schicht, oder besser, diese eine Strömung störte mich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3587910460998889559?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3587910460998889559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/nicht-mit-manu-ein-schwacher-kommentar.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3587910460998889559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3587910460998889559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/nicht-mit-manu-ein-schwacher-kommentar.html' title='nicht mit manu - ein schwacher kommentar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2648352595425610207</id><published>2012-01-20T10:53:00.001+01:00</published><updated>2012-01-20T10:53:12.011+01:00</updated><title type='text'>freitag, der 20.01.2012</title><content type='html'>Darf es ein bißchen mehr sein, fragte die Verkäuferin des schäbigen Wurststandes im U-Bahnhof Osloer Straße. Und nein: Es durfte nicht ein bißchen mehr sein. Schon gar nicht von dieser Wurst. Ich wusste überhaupt nicht, wieso ich an diesem Stand gelandet war. Da gehe ich wochenlang, ohne nur im entferntesten an einen Wurstkauf im U-Bahnhof Osloer Straße zu denken, an dem in Treppenlage platzierten Verkaufsstand vorbei, weil ich eben daran vorbeigehen muss, wenn ich mich aus dem U-Bahnhof Osloer Straße in Richtung Tageslicht machen will und auf einmal das. Mit - natürlich .- der beschissensten und ewig gleichen Frage aller Wurstfachverkäufer. Was blieb mir übrig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende beharrte ich auf 200g vom Schlackwurstaufschnitt und ließ mir nicht - weil ich doch ohnehin bereits über 100g geordet hatte - 220g andrehen. Ohnehin wollte ich keine Schlackwurst essen. Aber es hatte mich zu dem Stand gezogen und es wäre einfach unhöflich gewesen, schweigend und ohne Bestellung den Betrieb aufzuhalten. Und so stand ich da, bestellte Schlackwurst, hörte mir den dummen Spruch an, geriet in eine Diskussion über den Unterschied zwischen 10% und "ein bißchen" und fragte mich immer wieder, ob das jetzt alles sei. Ich sah mich bis in alle Ewigkeit mit der Wurstfachverkäuferin diskutieren. Stillstand. Verharren. Nur die Schlange hinter mir würde immer länger, und die Polizisten sich wundern. Niemand würde nur ein Wort sagen, doch mit der Zeit würde die Schlange einmal durch die Bahnsteige der U9 und U8 reichen, von dort auf die Straße am White Wedding vorbei, zurück in den Bahnhof und dort würden sie stehen und warten. Alle Bewohner der Stadt, dachte ich, würden sich irgendwann in die Schlange einreihen, der Verkehr einen Infarkt erleiden und nichts mehr würde in der Stadt funktionieren. Jeder Mensch braucht Wurst, wenn er nicht gerade einer Spielart des Vegetarismus verfallen ist, und jeder Mensch, der sich in dieser Stadt bewegt, landet am Ende seiner Reise am U-Bahnhof Osloer Straße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie packte mir die Wurst ein, ich stieg die Treppen hoch, ging in die Seitenstraße, stieg die Stufen zu meiner Wohnung hoch, packte die Wurst wieder auf, schnitt mir eine Scheibe Brot ab, verfeinerte sie mit ein wenig Butter, legte die Schlackwurst auf das Brot und aß genüßlich. Es war Freitag, der 20.01.2012.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2648352595425610207?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2648352595425610207/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/freitag-der-20012012.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2648352595425610207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2648352595425610207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/freitag-der-20012012.html' title='freitag, der 20.01.2012'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3871868865976181577</id><published>2012-01-19T09:02:00.000+01:00</published><updated>2012-01-19T09:04:14.477+01:00</updated><title type='text'>noch 17 spieltage für die nächste strophe</title><content type='html'>Die Maschine würde ich schnell vergessen müssen. Zum Glück war die Winterpausenzeit abgelaufen und langsam breitete sich erneut die alte Unruhe in mir aus. Was wird passieren, welche Geschichten werden an den nächsten 17 Spieltagen geschrieben, können Amok, Redermann und ich maßgeblich an der Aufklärung der Schallattacke mitwirken? Welchem Gesetz der Serie wird die Liga folgen? Dem Gesetz der Dortmunder Doppelmeisterschaften oder dem Gesetz der geraden Jahre? Das waren nur ein paar der offenen Fragen, die ich mir an diesem späten Mittwoch in eine Datei notierte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber all die Fragen, all die Notizen verstärkten meine Unruhe nur. Wir überleben die Winterpause, wir lenken uns ab und schaffen uns eine Ersatzbefriedigung, doch unsere Sucht verlangt nach Spielen, nach den 90 Minuten dort unten auf dem Platz. Während wir auf der Tribüne stehen, die Mannschaft nach vorne peitschen und während wir auf der Tribüne sitzen, uns mit unserem Sitznachbarn unterhalten. Fans! Da macht man keinen Unterschied. Alle gleich. Manch einer natürlich betrunken. Aber auch da. Durch alle Schichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt: Schichten! Früher sind sie eingefahren. Runter. Kamen hoch, haben ihren Lohn in der Pinte am Werkstor abgeholt, den Großteil dann dort gelassen und wenn noch was übrig blieb, ging es mit der Tochter in die Wettbude. Wenn die Pferde richtig liefen, war der Lohn gestreckt, wenn die Mistgäule mal wieder kläglich vor der Ziellinie stolperten, dann war der Lohn für die Woche eben weg. Passierte. Und manchmal, wenn ich mal wieder meine Kohle im Oldie Eck eingetauscht habe oder neuerdings der fetten Qualle von Pankow bei ihren graziösen Flipper-Bewegungen zugeschaut habe, dann fühlte ich mich wie meine Ahnen aus dem Pott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die lange Lebenslinie. Die, die uns nahe stehen, sind meist schon nicht mehr da, wenn wir das Licht der Welt erblicken und die, die uns nahe stehen werden, noch nicht geboren. Und in all der Zeit hier schaffen wir es nicht, bleibende Dinge zu schaffen. Wir nehmen uns wichtig, weil wir uns wichtig nehmen müssen. Niemand sonst macht das. Und wenn ich ermittle, dann ermittle ich, um etwas zu tun zu haben. Aufstehen, arbeiten, TV, schlafen. Der Beat des Lebens. Nicht für den Ermittler. Immerhin. Da war ich raus. Jetzt mit meiner Maschine, die mich an fremde Orte führen sollte, war ich ohnehin raus. Sie hatte nicht einmal eine Gebrauchsanleitung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder und wieder zogen die Bilder der vergangenen Saison an mir vorbei. Verdammt! Das war die beste Saison unseres Lebens, wir hatten das Lied um eine Strophe ergänzt, und es war der klarste, der hellste und vor allen Dingen wunderschönste Gesang, der sich dort langsam in ein ohnehin schon wahrhaft prächtiges Lied schob. Es war in uns. Egal, an welchen Orten der Welt wir waren. Egal, welche Probleme uns wirklich plagten. Und jetzt, so kurz vor Rückrundenstart, war klar, wir konnten diese Strophe vielleicht noch ein Stück weiterschreiben. Die Romantik! Die Schmerzen! Die Auflösungserscheinungen! Mündeten sie alle in die große Befreiung, in das allumfassende Thema &lt;i&gt;Wachablösung&lt;/i&gt;?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie ich hin- und hersprang, so wie ich einen Gedanken dachte und eine andere Handlung ausführte, spürte ich es. Es würde so kommen, und DerSamstag! würde ein entscheidendes Wort zu dieser Strophe hinzufügen. Irgendwann, in einem noch in ferner Zukunft liegenden Moment. Ein Kommentar vielleicht? Oder doch eine Aktion? Und was zum Teufel hatte diese Maschine aus Marzahn damit zu tun? Vieles blieb unklar, und doch verzog sich der Nebel langsam. So sage ich, sangen die Shins. (Ende März würde ich sie im Kesselhaus sehen) Noch wenige Stunden bis zum wirklichen Ende der Winterpause. Ich konnte es nicht mehr abwarten, sah mir noch einmal die Highlights der Champions-League-Kampagne an, es waren nicht viele. Erst in der nächsten Saison, dachte ich, wird es neue Highlights geben. Noch 17 Spieltage.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3871868865976181577?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3871868865976181577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/noch-17-spieltage-fur-die-nachste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3871868865976181577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3871868865976181577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/noch-17-spieltage-fur-die-nachste.html' title='noch 17 spieltage für die nächste strophe'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8173926956545658657</id><published>2012-01-18T07:57:00.003+01:00</published><updated>2012-01-18T10:04:42.213+01:00</updated><title type='text'>das ende der winterpause</title><content type='html'>Manchmal verstand ich die Menschen nicht. Wie jetzt eben die Typen. Ihre Maschinenvorstellung war eine Art Werbeverkaufsveranstaltung in Marzahn. Zwar nicht legal. Aber Verkauf. Diese Maschine, erklärten sie mir im Klub Renner Marzahn, ermögliche mir das unbeschwerte Reisen durch ferne Länder. Sie redeten dann viel und wahnsinng wirres Zeug. Erklärten mir die Zusammenhänge. Milliardenbeträge in Osteuropa, im Rest der Welt, aber eben in erster Linie in Osteuropa. Die Aufgabe der Maschine. Ihr Nutzen für seltene Stoffe. Die Funktionsweise. Der Preis, ein Schnäppchen. Selten, wahrscheinlich nie hatte ich solch zusammenhangloses, wirres Zeug gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso die Veranstaltung, zu der ich allein und ohne Aussicht auf Flucht geladen war, im Klub Renner Marzahn stattfand, erschloß sich mir nicht. Mir erschloß sich gar nichts. Als sie dann noch von alten Fürsten, ihren geheimen Schätzen, ihren Wegen in die heutigen Regierungen erzählten, war mein Widerstand längst gebrochen. Ich taxierte den Wert der koffergroßen Maschine, bat um ein Telefonat mit Piotr (man gewährte es mir!) und war wenige Momente später zurück im alten Golf. So höflich waren sie dann schon. Wieder gab es die Inspiral Carpets, die Happy Monday, Oasis, die Stone Roses und sogar The Jam. Mittlerweile dämmerte es. Sie ließen mich vor der Tür raus. Ich schleppte den Maschinenkoffer hoch, stellte ihn in die Kammer. Dort würde er jetzt stehen. Piotr hatte einen einstelligen Millionenbetrag an der Backe, würde sich drum kümmern. Irgendwie. Der Tag war verloren. Vor Schreck verschlief ich den Dienstag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich aufwachte, waren es nur noch zwei Tage bis zum Ligastart. Endlich wieder Fußball. Wie auch immer es die Winterpause in den Kalender geschafft hatte, sie hatte mir in diesem Jahr ordentlich zugesetzt. Lasst die verdammten Spiele endlich weitergehen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8173926956545658657?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8173926956545658657/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/das-ende-der-winterpause.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8173926956545658657'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8173926956545658657'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/das-ende-der-winterpause.html' title='das ende der winterpause'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5417944190144055411</id><published>2012-01-17T09:29:00.002+01:00</published><updated>2012-01-17T11:21:00.883+01:00</updated><title type='text'>die allee der kosmonauten</title><content type='html'>Sie kamen mit einem alten Golf, sie passten mich an der Ecke ab und versperrten mir den Weg. Einsteigen. Ich hatte keine Wahl. Gerade noch hatte ich über Götzes Liebe zu Justin Bieber gegrübelt und was das nun wieder bedeutet und was Fußballer überhaupt außer Fußball können. Mit Geschmack können. Mit Verstand. Liest einer von ihnen mal ein Buch und hört Klassik, ist er gleich der Mittelfeld-Mozart und muss in der Folge nach Australien auswandern. Verschmäht von den Mitspielern, verachtet von der Presse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Werden Profi-Fußballer nach den bedeutendsten Deutschen gefragt, sind das meist &lt;span class="st"&gt;Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg (früher und bald wieder), Dieter Bohlen (sein Humor!), Helmut Kohl (seine Lebensleistung!). Werden Profi-Fußballer nach ihren Musikvorlieben gefragt, ist die Antwort Andrea Berg, Helene Fischer nicht überraschend und jetzt folgt mit der Generation Götze eben auch Justin Bieber. Sagt einer der Spieler einmal Kanye West, vermerke ich das bereits unter "außergewöhnlicher Musikgeschmack". Fußballer, hatte ich gedacht, bevor an der Ecke vor mir der Golf stoppte und mir den Weg versperrte, konzentrieren sich auf den Fußball und bekommen von der restlichen Welt zumindest andere Ausschnitte als der Rest der Menschheit mit. Dabei, hatte ich gedacht und die Typen hatten mich abgepasst, hätten sie alle Zeit der Welt, sich mit dem Leben zu beschäftigen. Vielleicht taten sie das auch, aber vielleicht taten sie es einfach auf eine andere Art und Weise. Vielleicht glaubten sie tiefer, vielleicht glaubte ich tiefer. Und wie war ich auf Glaube gekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt;Auf Glaube? Kurios! Aber wahrscheinlich meine letzte Hoffnung. Die Typen wollten nicht spaßen, umklammerten mich und zogen mich in ihren Wagen. Schon wieder gefangen? Mein Januar-Schicksal? Bleibt mir wenigstens die Modemesse erspart, dachte ich und erinnerte mich an die alte Frau in der Abendschau. Sie interessiere sich sehr für Mode, aber mit ihrer Figur. Dabei, so schien es mir, war sie noch lange nicht so fett wie die fette Qualle von Pankow. Die Typen hatten immer noch nicht mir gesprochen, wir fuhren die Allee der Kosmonauten entlang. Die Nacht hatte sich über diesen Teil der Stadt gelegt. Während wir die Märkische Allee passierten, dröhnte ein Klassiker durch die Boxen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt;&lt;i&gt;So this is how it feels to be lonely / this is how it feels to be small / this is how it feels when your word means nothing at all&lt;/i&gt;. Immer noch hatten sie kein Wort geredet. Ich schaute auf die Platte und hörte &lt;i&gt;dance if you wanna dance / please brother take a chance / you know they're gonna go / which way they wanna go&lt;/i&gt;. Ich war offensichtlich im Auto der Vergangenheitsverhafteten gelandet, die mich jetzt nach Marzahn fuhren. Damals als ich mit meinen Ermittlungen begonnen hatte, gab es einmal einen Marzahn. Aber dieses Marzahn war nicht der Marzahn oder doch. Wir stiegen aus. Vor uns die Ruine des Klub Renner Marzahns. Immer noch kein Wort. Sie baten mich in den Klub Renner, setzten mich auf die letzten Bühnenteile und holten eine Maschine raus. "Diese Maschine, Dembowski, ermöglicht Dir Reisen an unbekannte Orte!" Ich musste hier schnellstmöglich verschwinden, doch sie hatten mich fest im Griff. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt; &lt;i&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5417944190144055411?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5417944190144055411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-allee-der-kosmonauten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5417944190144055411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5417944190144055411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-allee-der-kosmonauten.html' title='die allee der kosmonauten'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5631155081750762756</id><published>2012-01-16T09:44:00.000+01:00</published><updated>2012-01-16T09:44:24.840+01:00</updated><title type='text'>gottseidank nicht in england - auf dem fankongress</title><content type='html'>Sonntag. Als ich das Haus verließ, war es noch früh. In den Straßen der Stadt begegneten mir die Zurückgebliebenen der letzten Nacht. Mein Neid war ihnen sicher. Mein Samstag hatte aus solider Unterhaltung bestanden. Während die Zurückgebliebenen der Nacht noch frisch waren, hatte ich mich mit Rocko Schamoni unterhalten. Auf der Anlage lief Showtime aus 1999, ich war der Diskoteer und niemand sah mir zu. Die Hüllen hatte ich verdrängen können. Die Zeit stand für einen Moment still.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wenn die Zeit still stand und das Leben um mich herum zum endgültigen Erliegen kam, versuchte ich mir vorzustellen, was passiert, wenn, wie damals bei den Absoluten Giganten, die Platte springt und immer Musik da ist. Immer. Für immer ein Moment. Würde ich nach ein paar Tagen, die ich nicht bemerken würde, vor Langeweile umkommen, was würde ich denken? Nur einen Gedanken und diesen Gedanken immer wieder. Was wäre dieser Gedanke?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war der Diskoteer in der Werbeuniform und die Zeit stand still, doch in den Klubs der Stadt drehte sich die Zeit weiter. Erbarmungslos in Richtung Sonnenaufgang und Kater, davon würde ich verschont bleiben, dachte ich mir. Und hatte einen Gedanken weitergedacht, die Zeit stand, das wurde mir schlagartig bewußt, nicht still. Es war nicht mehr 1999, sondern 2012 und 1986 lag 1999 genau so lang zurück, wie jetzt 1999 zurück lag. Eine Zeitspanne von 26 Jahren. In einer Nacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag. Als ich das Haus verließ, war es noch früh. Ab Alexanderplatz mischten sich in der U5 die Genossen unter die Zurückgebliebenen. Der Wagen stimmte die Internationale an, die roten Fahnen wehten im Zugwind der geöffneten Türen am Strausberger Platz. Die Genossen waren aus Hessen, Bayern, Cottbus und Kiel angereist. Und sicher noch aus vielen anderen Städten. Waren es mehr als noch in den vergangenen Jahren. Waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht die letzte Ausfahrt der Kapitalismusgegner? An der Weberwiese raus. Auf beiden Seiten lag die Karl-Marx-Allee. Keine Wiese. Nirgends.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Blick reichte zu den Balkonetagen der Stalinbauten. Der Himmel war klar, die Sonne stach von Lichtenberg kommend auf den Alexanderplatz in meinem Rücken. Die oberen Etagen der Stalinbauten waren erleuchtet, nicht von der Sonne, sondern von den Signalwesten der Polizei, die diesen Straßenstrich heute hier kontrollierte. Als ich genauer hinschaute, sah ich nicht nur die Signalwesten der Polizei. Sie hatten es sich auf den Balkonen der Stalinbauten (was würden nur die Bewohner sagen?) und auf den Dächern der Stalinbauten bequem gemacht, ihre Präzisionswaffen funkelten in der Morgensonne. Irgendwas war hier los. Ich drückte mich an die Häuserwände, suchte Schutz. Waren sie hinter mir her? Hatten sie Komaroff ausgemacht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die sind wegen uns hier", sagte ein Typ im Commodore-Trikot, der sich hinter mir klein machte "die sind wegen dem Kongress hier. Erst war es nur Pfefferspray, doch dann haben sie sich auf den Balkons und den Dächern der Stalinbauten ausgebreitet. Keine Sorge. Das ist zum Schutz der Allgemeinheit." Finger weg von meiner Paranoia oder war das keine Paranoia mehr und waren sie überhaupt zum Schutz hier? Rein ins Kosmos. Vor ein paar Tagen hatte ich eine Einladung erhalten. Der Ermittler sollte moderieren. Okay, hatte ich mir gedacht, wenn ich mein "DerSamstag!"-Banner aufhängen darf, wird das schon gut sein. Und so spazierte ich in das ehemalige Kinogebäuden, den "DerSamstag!"-Banner in meiner Tasche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Minuten später bereits war der Banner über die Leinwand, auf der bis dahin Bilder aus der vergangenen italienischen Ultraepoche wechselten, gespannt. Neben mir nahm Michael Brunskill von der FSF Platz. Er erzählte mir vom zerstörten englischen Fußball. Er berichtete von den unterschiedlichsten Werbekonzepten der EPL-Vereine. Da waren die Boutique Clubs und da waren die Tourist Clubs und in all der Zeit waren die eigentlichen Fans längst in die Pubs abgewandert und hatten sich dort ihre eigene Fanwelt geschaffen. Sie ließen ihr Geld im Pub, sparten sich den Eintritt. Vertranken ihr Eintrittsgeld und schauten auf arabische Übertragungen ihres Heimatvereins, der ein paar Meter weiter vor nicht ausverkauftem Haus, dafür aber vor etlichen Tourists und Boutiquebesitzern, wenn ich das, denn Michael sprach im breitesten Geordie, alles richtig verstanden hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunt hakte ich nach und lenkte das Gespräch in Richtung Alkohol im Stadion. Ob das denn immer noch verpöhnt und verboten sei. "Natürlich nicht", entgegnete mir der schlackisge Wirbelkopf "aber schon: Man kann Bier kaufen, man kann Bier trinken, aber sobald sie das Gras sehen, dürfen sie kein Bier mehr trinken, werden sonst aus dem Stadion geschmissen. Sehen sie Gras und trinken sie Bier, müssen sie raus. Dabei macht Gras doch überhaupt nicht agressiv." Der Saal lachte, ich hatte meine Antwort. Bier trinken war also nur im Rahmen erlaubt. Jetzt ließ ich es laufen und träumte mich in die Touristenstadien in England. Es musste eine fantastische Welt sein. Ich würde mich an die Aufgänge stellen und denunzieren und mir anschauen, wie die Touristen, die eben gerade noch ein halbes Vermögen für ein echtes Spiel bezahlten hatten, das Stadion durch die Hintertür und in den zärtlichen Händen der Stewards verlassen müssten. Als ich da so saß und träumte, wischte ich mich der Hand da Mikrofon beiseite. Es war genug gesagt. Kein Zwanni, das brachte ich noch in Erfahrung, wird in England zur Score Campaign. Michael wünschte ich noch viel Glück und als ich aus der Tür trat, waren dort keine Polizisten in Signalwesten mehr. Die Zurückgebliebenen der Nacht lagen längst im Bett, die Touristen hatten in der Stadt längst das Ruder übernommen und ich hatte keine Möglichkeit, sie zu denunzieren. Gottseidank nicht in England!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5631155081750762756?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5631155081750762756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/gottseidank-inicht-in-england-auf-dem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5631155081750762756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5631155081750762756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/gottseidank-inicht-in-england-auf-dem.html' title='gottseidank nicht in england - auf dem fankongress'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1181367294303130584</id><published>2012-01-14T20:37:00.001+01:00</published><updated>2012-01-14T20:37:09.954+01:00</updated><title type='text'>der kongress</title><content type='html'>Überall die Hüllen. Ich hatte meine Ehrlichkeit satt, an den Arkaden sprang ich aus der Bahn und rannte so schnell ich konnte in Richtung Norden. Immer weiter rannte ich, nahm die Tramlinie, die vorbeifahrenden Radfahrer, die einsetzende Dämmerung nicht mehr wahr. Als ich stoppte stand ich auf einem Hügel, von dem ich ins Berliner Tal blicken konnte. Auf der westlichen Seite sah ich die kümmerlichen Überreste des Märkischen Viertels und im Osten erstreckten sich die letzten Kopfsteinpflasterdörfer der Hauptstadt. Ich war hier noch nie gewesen. So kam es mir vor. Ich ließ mich auf einer Bank nieder und wiederholte das Wort "Ehrlichkeit!" einige Male. Es hatte einen seltsamen Klang und ich war mir nicht schlüssig, ob es der Klang oder das Wort war oder ob es der Ärger über meine Selbstentblössung war. Das Telefon klingelte. Auf dem Kongress in der Stadt hält sich Dein Namensvetter auf, Dembowski. Wer immer mir diese Worte ins Ohr legte, ich würde herausfinden müssen, was es damit auf sich hat. Am Sonntag, das nahm ich mir vor, würde ich mich auf dem Kongress auf die Suche machen. Und wenn ich schon einmal da war, würde ich auf die Bühne gehen und den Leuten von dem Unglück der Fans in fernen Ländern erzählen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1181367294303130584?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1181367294303130584/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-kongress.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1181367294303130584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1181367294303130584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-kongress.html' title='der kongress'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7758507052752952219</id><published>2012-01-13T19:55:00.001+01:00</published><updated>2012-01-13T19:55:29.524+01:00</updated><title type='text'>überall die hüllen</title><content type='html'>Einmal war ich ehrlich, auch mir gegenüber. Was ergab das alles nur für einen Sinn, wenn es doch niemanden störte und wenn von uns am Ende nichts übrigblieb. Ich stieg in die S-Bahn und sah überall nur noch Hüllen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7758507052752952219?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7758507052752952219/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/uberall-die-hullen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7758507052752952219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7758507052752952219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/uberall-die-hullen.html' title='überall die hüllen'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3999139215889542987</id><published>2012-01-13T08:49:00.001+01:00</published><updated>2012-01-13T11:14:58.934+01:00</updated><title type='text'>wieder da draußen</title><content type='html'>Als mir die &lt;a href="http://www.berliner-zeitung.de/magazin/fussballmutter-will-nicht-mehr--justin--hau-ihn-weg--,10809156,11397614.html"&gt;Magazin-Beilage der Berliner Zeitung&lt;/a&gt; in die Hände fiel, war mein Ärger noch lange nicht verschwunden. Ein Artikel über die Leiden der Berliner Spielermütter. Eine Erregung über den Verlust des Wochenendschlafs und geriffelte, beige Kaffeebecher. Ist halt kein Latte mit&amp;nbsp; Biomilch, auch wenn Dein Sohn für einen netten Berlin-Mitte-Verein spielt. Es gibt immer einen Gegner, und der Gegner wird immer besser sein, solange die Eltern die Verweichlichung ihrer Kinder derart befeuern. Fußball ist verdammte Leidenschaft und kein Kaffeeklatsch, liebes Bürgertum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn Ihr mit 40 noch Probleme habt, Samstags nicht zu saufen, liebe Berliner, dann solltet Ihr vielleicht mal drüber nachdenken, ob das mit den Kindern so eine gute Idee war. Aber vielleicht kommt Euch bei einem Bubble-Tea irgendwann einmal die Erleuchtung und Eure Kinder lernen fortan Mandarin. Das mit dem Mannschaftssport ist vielleicht einfach nichts für Euch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber irgendwann hing mir der Ärger auch zum Hals raus. Auf dem Balkon zündete ich die Beilage an, warf sie in meine Feuertonne und wärmte mich an ihr. Endlich einmal peitschte der Wind von Westen kommend in mein Gesicht und vermittelte mir so etwas wie Kälte. Wenn die Leute über das Wetter sprachen, und wann taten sie es nicht, sehnten sie endlich den Winter herbei und erinnerten sich an die legendären Winter vor einigen Jahren. Ich verachtete sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das waren alles erwachsene Menschen, denen mit zunehmender Lebenszeit irgendwann einmal auffallen musste, dass sie zumindest darauf keinen Einfluß haben würden. Nie! Aber versuchte ich das in einem Gespräch, das immer eher ein Anschreien meinerseits war, anzubringen, hielten sie mir ihre Occupy-Schilder entgegen und zeigten auf das beigelegte Flugblatt. Die Erderwärmung. Ihr Totschlagargument gegen alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie arbeiteten tagsüber in der Unternehmensberatung und protestierten am Wochenende vor dem Schloß. Sie verflogen ihre berufliche Bonusmeilen für eine Urlaubsreise und gingen den Präsidenten wegen ähnlicher Vergehen an. Sie entschuldigten ihre Abwesenheit von Moral mit der totalen Abwesenheit von Moral. Sie kotzten mich an. Berater! Und dann mit 40 nicht mehr saufen, sondern auch noch den blöden Kindern eine Freizeitbeschäftigung bieten. Das Leben konnte hart sein, das Leben konnte aber auch eine einzige Lüge sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Schrank holte ich mein letztes halbwegs sauberes schwarzes Hemd, irgendwo fand sich eine zerschlissene schwarze Hose, ich band mir meine Krawatte, zog die Lederjacke über und war in wenigen Minuten wieder auf der Straße. Ich wollte endlich wieder unter normale Menschen. Die paar Stufen zur U9 hinunter sprang ich. Der Wagen in Richtung Zoo stand bereit. Ich ließ mich ganz vorne auf den Klappsitzen nieder und beobachtete die einsteigenden Menschen. Hier unten gab es keine Unternehmensberater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/justizministerin-zypries-mit-bild-in-der-u-bahn-einmal-dschungel-und-zurueck-1.289800"&gt;Seit Straus sich mit einer längst vergessenen Ministerin einmal in die Hölle getraut hat&lt;/a&gt;, zitterten die Unternehmensberater vor einer Fahrt durch die Hölle. Auch wenn seitdem die Polizei die Bahnhöfe in festem Griff hatte, gab es einfach zu viele Schreckensmeldungen. Die Fußballleidenschaft des Nachwuchses war bereits schlimm genug, da wurde am Wochenende - und natürlich auch in der Woche - das Krisengebiet mit dem SUV großräumig umfahren. Wenn es am Ende doch zu Streitigkeiten mit dem Prekariat kam, schnappte die Verriegelung zu und das Gaspedal wurde durchgetreten. Weg. So schnell wie möglich. Nur am Wochenende standen sie dann wieder zwischen Autobahnkreuzen und Müllverbrennungen und mussten sich vom Pöbel demütigen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier unten also war ich frei. Auf dem Klappsitz sitzend beobachtete ich die zugestiegenen Fahrgäste, die Monitoren waren wieder ausgefallen, sie hätten ohnehin nur von anstehenden Kriegen und geschassten Trainern berichtet. Das war kein Verlust. Der Klappsitz neben mir blieb bis zum Leopoldplatz frei, im hinteren Bereich prollten ein paar Jugendliche rum, auf einem der 4er saß eine Lederleiche, die zwischendurch ihre Bereitschaft zur Messerstecherei signalisierte. Niemand nahm ihn wahr. Wahrscheinlich war er in diesem Zug geboren und gehörte einfach dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Leopoldplatz stieg ein Rocker hinzu und setzte sich auf den Klappsitz. Er hatte ein Pulle Bier in der Hand, hinter seinem linken Ohr steckte eine halbgerauchte Kippe. Sein Shirt war blutig, seine Hände waren blutig. Aus einer Wunde am Kopf, die mir abgewandte Seite, pluckerten ein paar Blutstropfen, sonst aber war die Wunde nahezu verkrustet. Am Hals hatte er ein schlecht gestochenes Tattoo. "Berlin-City. MG 1981!". An der nächsten Haltestelle stieg ich aus, ging von der Amrumer in Richtung Ufer, fand eine Bank. Im Kanal schipperte die Heiterkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3999139215889542987?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3999139215889542987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/wieder-da-drauen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3999139215889542987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3999139215889542987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/wieder-da-drauen.html' title='wieder da draußen'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7242609702194809303</id><published>2012-01-12T07:17:00.000+01:00</published><updated>2012-01-12T07:20:43.153+01:00</updated><title type='text'>die menschen - ein ärgernis!</title><content type='html'>Wenn Dir das Video mit den lustigen Gitarren nicht gefällt, gehörst Du nicht dazu. Menschen, Eure Probleme möchte ich nicht haben. Ihr postet entführte Kinder, die nie überhaupt nur geboren sind. Eure Japan ist viel schlimmer als Amy-Vergleiche, hängen mir zum Hals raus. Ihr zieht von Katastrophe zu Katastrophe und fühlt Euch dabei besser. Erreicht Euch die Katastrophe irgendwann, habt ihr es schon immer gewußt, und fügt Euch Eurem Schicksal. Kämpfen? Davon habt ihr noch nie gehört. Alles Schicksal! Aber da Ihr nichts zu verbergen habt, kann Euch nichts passieren. Nur wenn ihr was zu verbergen hättet, würdet Ihr Eure Angst eingestehen. Euer Leben zieht dahin. Ihr sitzt in Euren Vorstadtreihenhäusern und lebt, wenn Ihr überhaupt noch lebt, für das Wochenende. Da, das teilt Ihr jedem mit, lasst Ihr in den Großraumdiskos mal so richtig die Sau raus. Da, auch das teilt Ihr jedem mit, rebelliert Ihr gegen das Schweinesystem. Aber nur am Freitag, nur am Samstag. Denn wenn Ihr die Kredit bedient, die Euch an das Vorstadtreihenhaus, an Eure Altbauwohnung im Szenebezirk und den neuesten Wagen binden, seid ihr glücklich. Wenn Ihr auf der Straße Fremdkörper seht, sagt Ihr: Wir können alles schaffen, wir müssen nur wollen! Im Fernsehen läuft nur noch ein Programm, Cortal Consors-Werbung 24 Stunden lang. Aber Magath verachtet ihr, und SAP ist böse, solange Ihr die Programme nicht nutzen müsst. Und am Wochenende darf es auch mal der Bulle sein. Wenn Ihr aber im Stadion steht, vereint Ihr Euch gegen den Kommerz. Habt Ihr eigentlich schon einmal echten Schmerz gefühlt? Habt Ihr eigentlich schon einmal drüber nachgedacht, dass wenn Ihr Euch vor die Konsole setzt, Ihr später ergrauter, fahler und älter ins Bett geht. Dass sich die Zeit nicht anhalten lässt und dass Eure Kredite nur notdürftig Eure Angst vor dem Vergessenwerden übermalen. Dass Ihr in einem Holzsarg (oder als Asche) einfahren werdet. Lebenslänglich. Und niemand Euch je vermissen wird. Und niemand Euch je vergeben wird. Dass was Ihr nicht getan habt, habt Ihr halt nicht getan. Und dass worüber Ihr Euch beschwert habt, wird nie gewesen sein. Die Menschen sind das größte Ärgernis!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7242609702194809303?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7242609702194809303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-menschen-ein-argernis.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7242609702194809303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7242609702194809303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-menschen-ein-argernis.html' title='die menschen - ein ärgernis!'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2104147225764016100</id><published>2012-01-11T11:31:00.000+01:00</published><updated>2012-01-11T11:45:32.149+01:00</updated><title type='text'>frühjahrsmüde im januar</title><content type='html'>Irgendwann war Amok dann zurück. Er wollte sich den Fall nicht entgehen lassen. Während Amok sich also auf den Weg in den Süden machte, um an ein paar Stimmen zu kommen, zog ich mich zurück. Eigentlich hätte ich mit der Schraudershaus über Leon reden wollen, doch fiel ich, bevor ich überhaupt ans vor die Tür gehen gedacht hatte, in ein dunkles Loch. In letzter Zeit häuften sich diese Abstürze, und ich war voller Sorge. Dachte ich noch vor einigen Woche, Dörte endgültig aus meinem Leben gedrängt zu haben, so war sie in den vergangenen Tagen präsenter als in den letzten vier Jahren zuvor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="81" width="100%"&gt; &lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28353367"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28353367" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"&gt;&lt;/embed&gt; &lt;/object&gt;  &lt;a href="http://soundcloud.com/leonardcohen/show-me"&gt;Show Me The Place&lt;/a&gt; by &lt;a href="http://soundcloud.com/leonardcohen"&gt;leonardcohen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Dass ich im Netz immer wieder auf Songs vom neuen Cohen-Album stieß, half mir nicht wirklich. Cohen, der Mann, der ich sein wollte, wenn ich jemals dieses beinahe biblische Alter erreicht hatte, sah ich vor einigen Jahren einmal auf einer Bühne stehen und fortan berührten mich seine Worte mit einer ungeheuren Wucht. Die Weisheit des Alters in den Gesichtszügen. Wie jung Dörte war, wie jung wir waren, bevor alles verschwand, was ich jemals hatte. Was war ich jetzt? Und wieso war ich jetzt ohne Dörte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="81" width="100%"&gt; &lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F32974013"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F32974013" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"&gt;&lt;/embed&gt; &lt;/object&gt;  &lt;a href="http://soundcloud.com/leonardcohen/leonard-cohen-darkness"&gt;Leonard Cohen - Darkness&lt;/a&gt; by &lt;a href="http://soundcloud.com/leonardcohen"&gt;leonardcohen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Mir war nicht ganz klar, woher diese Gedankenwucht auf einmal wieder in mir auftauchte. War es der Anblick der fetten Qualle von Pankow, war es die in diesem Jahr bereits im Januar einsetzende Frühjahrsmüdigkeit? So sehr ich mir auch konzentrierte, so sehr ich die kleinen Lichtstrahlen in der Dunkelheit auch suchte, es wollte mir nicht gelingen. Wie egal mir der Russe auf einmal erschien und wie unwichtig der Leon-Transfer in den Süden. Über Reus, die Wachablösung und die Bayern war ich verzweifelt, über meine Anstrengungen, den Menschen zu gefallen, war ich gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste, das wurde mir an diesem Morgen klar, mich noch intensiver in die Ermittlungen stürzen. Wenn ich nur diesen Komaroff in die Finger bekäme, überlegte ich, könnte sich die Dunkelheit verziehen. Oder aber waren es gerade die Verzweigungen der Ermittlungen, die mich verrückt machten? Auch diese dunklen Tage würde wieder vorüber gehen, vielleicht, so nahm ich mir vor, würde ich einfach dagegen anlaufen. Irgendwo hatte ich noch ein paar alte Laufschuhe, ungenutzt seit Erwerb. Aber wenn ich dem Alkohol, dem Nikotin abschwören könnte, hätte ich Zeit für diese Dinge. Aufwand und Ertrag. Wenn nur der Gedanke an Dörte sich nicht immer wieder einbrennen würde. Wo war sie? Und wieso hatte sich mich damals in der Tatra stehen lassen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2104147225764016100?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2104147225764016100/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/fruhjahrsmude-im-januar.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2104147225764016100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2104147225764016100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/fruhjahrsmude-im-januar.html' title='frühjahrsmüde im januar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2011261046253911685</id><published>2012-01-10T09:11:00.001+01:00</published><updated>2012-01-10T09:11:27.894+01:00</updated><title type='text'>der kleine leon wechselt in den süden</title><content type='html'>Es war nicht leicht, Amok aus dem Trainingslager zu kommandieren. Er wehrte sich mit Händen und Füßen - und Worten! Gerade jetzt, da die ersten Auseinandersetzungen zwischen den, zweifelsohne in den weiteren Planungen des Vereins eine gewichtige Rolle spielenden, Spielern da Silva und Zidan an die Öffentlichkeit gelangt waren, sei eine Gegenöffentlichkeit von größter Wichtigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur mit Mühe gelang es mir, Amok auf seine vielfältigen Denkfehler aufmerksam zu machen. "Das interessiert nicht einmal die Spieler selbst. Und wenn Reiser sich da jetzt in einen Wahn schreibt, schreibt er sich in einen Wahn. Amok, Du kannst nicht immer mit dem Strom schwimmen und, ganz ehrlich, ich dachte auch, du hättest das längst verstanden!" "Ja, aber...." "Nix aber. Warst Du nicht auf die Hoppenheim-Geschichte scharf?" "Ja, aber..." "...mein Arsch. Beweg Deinen jetzt zurück. Ich spiele Dir ein paar Unterlagen zu. Sind ein paar interessante Neuigkeiten dabei." "Aber die Sonne" Ich konnte Amok nicht länger ertragen, legte auf und öffnete mein Postfach. Entweder Amok kommt zurück oder Amok lässt sich diese Chance entgehen. Aber diese Chance wird er sich nicht entgehen lassen, wusste ich, durch meine Mails stöbernd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch lange konnte ich mich auf den Inhalt der Mails nicht konzentrieren. Immer wieder fragte ich mich, wie Amok eigentlich zu seinem Namen gekommen war und wie Amok im wirklichen Leben eigentlich hieß? Die paar Mal, die ich ihn gesehen hatte, endeten nie damit, dass ich ihn nach seinem Namen fragen musste. Er war Amok und bis heute hatte ich das noch nie in Frage gestellt oder auch nur hinterfragt. Jetzt aber notierte ich mir: "Amok fragen, warum er sich Amok nennt." Ich legte die Dando / Hatfield-DVD ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenngleich Dando mir immer mehr glich, und also seine Haare wieder lang waren und der Bart mal wieder gestutzt werden musste, zählte ihr Konzert vom 24.1.2011 zu meinen liebsten Konzerten der letzten Jahre. So allein. Und doch nach all den Jahren hatte diese Freundschaft so viel überlebt, schien, sah man die beiden Freunde auf der Bühne stehen, über die Jahre, über die up and downs sogar gewachsen zu sein. Es hatte etwas beruhigendes, &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=fSLznJy2xD0&amp;amp;feature=related"&gt;Hatfield und Dando im Jahr 2011 gemeinsam auf der Bühne zu sehen&lt;/a&gt;, etwas sehr beruhigendes. Derart beruhigt konnte ich mich wieder den Mails widmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau genommen waren es erst keine Mails, sondern nur gesprochene Worte der Schraudershaus. Wie sich herausgestellt hatte, war sie Mutter von 3 Kindern, alleinerziehend. Bei unserem ersten Treffen im Dezember hatte sie mir es noch verschwiegen, aber, nun gut, wir waren Nachbarn und die Schraudershaus rechnete sich scheinbar immer noch Chancen aus, bei mir zu landen. Und auch wenn dem nicht so war, so war ich sehr interessiert an den Neuigkeiten, die sie mir im Hausflur übermittelte. "Mein Leon geht jetzt in den Süden. Der kann ja zocken. So richtig zocken. Und die da unten zahlen gut Kohle." &lt;a href="http://web.de/magazine/sport/fussball/1liga/14485238-hoffenheim-rechtfertigt-transfer-von-13-jaehrigem.html"&gt;Die da unten, das hatte sich herausgestellt, waren unsere Freunde aus Hoppenheim&lt;/a&gt;. Daraus, das war mir sofort klar, konnte man was machen. Leon war gerade erst 12 oder 13. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2011261046253911685?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2011261046253911685/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-kleine-leon-wechselt-in-den-suden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2011261046253911685'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2011261046253911685'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-kleine-leon-wechselt-in-den-suden.html' title='der kleine leon wechselt in den süden'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1633127391306999722</id><published>2012-01-09T11:09:00.000+01:00</published><updated>2012-01-09T11:09:19.470+01:00</updated><title type='text'>die wachablösung langweilt</title><content type='html'>Langsam wurde es für Redermann Zeit. Als er sich mit seinem Rolls Reus in Richtung Stadtautobahn verabschiedete, nahm ich die Tram und folgte dem Wagen bis zum Plötzensee. Vor einiger Zeit hatte man mir etwas von einem alten Gasthaus direkt am Westhafen erzählt. Dort gäbe es noch einen legendären Hackepeter, den wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich musste ohnehin die ersten Tage des Jahres bilanzieren. Viel war passiert, mein Leben wieder ordentlich in Bewegung. Während Deutschland sich den Jahresstart mit kleinbürgerlichen Moralfragen beschäftigte, war mir in nur 10 Tagen ein Befreiungsschlag gelungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn der Russe irgendwie noch über mir schwebte, sein mysteriöser Auftrag würde mich nicht weiter stören, dachte ich, in dem alten Gasthaus angekommen. Es war nicht sonderlich ruhig hier, vom Hafen hörte man die Schiffe, die ihre Ladung Schrott löschten und auf der anderen Seite rauschte die Stadtautobahn vorbei. Der Hackepeter hingegen konnte was. Mit einem Glas Charlottenburger in der Hand überlegte ich, wie ich im Falle einer erneuten Kontaktaufnahme vorgehen würde. Wahrscheinlich werde ich, dachte ich, den Fall zum Schein zumindest annehmen. Schon alleine aus dem Grund, mir weitere Unannehmlichkeiten in Moabiter Absteigen zu ersparen. Meine Kraft wollte ich mir lieber für die kommenden Herausforderungen rund um den Ballspielverein aufsparen. Jetzt, da es die Wachablösung auch in den Mainstream geschafft hatte, war es einfach nicht mehr auszuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich gibt es dieser Tage nur zwei Themen, dachte ich. Reden wir von Politik, hat immer jemand gerade den Rubikon überschritten und ist für einen Krieg gerüstet. Dabei, dachte ich, gibt es diesen Rubikon überhautp nicht, und wenn es keinen Rubikon gibt, kann man ihn auch nicht überschreiten. Aber auf diesem Ohr war ich längst übermüdet. Sie nehmen sich ein Thema, kauen es durch, speien es wieder aus, kauen es erneut durch, speien aus und kauen es erneut durch. Bis es irgendwann ein ganz und gar unverdaulicher Brei ist, der nicht mehr durchgekaut (aber auch nicht: Ausgespeit!) werden kann. Sie hielten hinreißende Anklage- und Verteidigungsreden und rückten sich in genehmes Licht. Es war so furchtbar egal, so furchtbar egal wie die sogenannte Wachablösung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was niemand verstanden hatte: Unsere Schlagzeilen waren dem Konstrukteurs-Leitmotiv von Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart geschuldet. Jetzt da der Rest die Zukunft erreicht hatte, interessierte mich die Wachablösung nicht mehr. DerSamstag! musste weiter Themen setzen und sie dann eben nicht weiterdrehen. Überhaupt: Weiterdrehen! Ein verachtenswertes Wort, welches damals aus Reisers Mund noch verachtenswerter geklungen hat. Weiterdreher und Wiederkäuer! Langweiler. Und diese aufgeregten Diskussion, die am eigentlich Spiel überhaupt nichts ändern. Es widerte mich an. Niemand aber legte den Finger weiter in die Hopp-Wunde. Das, so nahm ich mir am Gasthaustisch sitzend vor, würde das Samstag-Thema in den nächsten Tagen sein. Ich griff zum Telefon und beorderte Amok aus dem Trainingslager zurück.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1633127391306999722?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1633127391306999722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-wachablosung-langweilt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1633127391306999722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1633127391306999722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-wachablosung-langweilt.html' title='die wachablösung langweilt'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3639186692559394683</id><published>2012-01-08T09:03:00.000+01:00</published><updated>2012-01-08T09:03:01.433+01:00</updated><title type='text'>kleppo und das testspiel</title><content type='html'>Als Amok anrief, war sowieso schon klar, dass irgendwas passiert sein musste. Redermann hatte von seinem Trip ins Trainingslager erzählt. Was Redermann nicht wusste: Auch Kleppo hatte sich in Richtung Süden aufgemacht. Seine Anrufe gehörte immer noch zu den seltsamsten Anrufen, die ich erhielt. Er rief an, erzählte mir von seinen Plänen und legte, bevor ich überhaupt etwas antworten konnte und ohne sich zu verabschieden, einfach auf. Hatte er auch vor ein paar Tagen gemacht: "Dembo, ich fahre nach Spanien. Trainigslager!" "Aber..." Da hatte er bereits aufgelegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt also Amok. Wir waren gerade bei Nordbowling, ein paar Kugeln gegen den Kater schieben. Über die Anlage dröhnten uns 90er Dancesounds entgegen und bei The KLF hatte ich meinen ersten Strike geworfen und Redermann somit im siebten Spiel ordentlich unter Zugzwang gesetzt. Doch dann der Anruf von Amok. "Jungs, hier stimmt irgendwas überhaupt nicht. Kleppo tanzt um das Spielfeld rum und hat eine Zaunfahne dabei. Hab ihn noch auf Dubai hingewiesen. Doch er wollte sich nicht davon abbringen lassen. Hat etwas von "das hier ist mein Trainingslager" erzählt, lässt sich nicht stoppen. Das eskaliert hier gerade. Dembowski, mach was" "Alter! Ich hab hier gerade..." &lt;i&gt;point to the fact that everything is eternal&lt;/i&gt; "...nen Strike geworfen und mache Ernst platt" "Kannst Du später machen. Hier ..." &lt;i&gt;KLF is gonna rock you&lt;/i&gt; "spielt die Musik und wenn Kleppo nicht aufpasst, spielt die Musik bald komplett ohne ihn. Der Mob steht bereit, die nehmen den auseinander. Und ich habe nicht wenig Lust, Teil des Mobs zu werden. Was ein verdammter Irrgänger!" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Redermann zeigte auf die Bowlingbahn. Ihm war es nicht gelungen, meinen Vorsprung zu minimieren. Wahrscheinlich war ich wieder dran, aber Amok ließ mir keine Ruhe und auch wenn ich das Gespräch längst beendete hatte, würde mich diese Geschichte verfolgen. In der Nordstadt, und somit in ganz Dortmund, wußten sie von meiner Bekanntschaft mit Kleppo. Und natürlich würden sie jetzt wieder 1 und 1 zusammenzählen, mir im Anschluß die größten Vorwürfe machen. DerSamtag!, würden sie sagen, sei ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Die Schlagzeilen wären uns wichtiger als die erneute Meisterschaft der Borussia und Störfeuer gehörten zum Tagesgeschäft dieser verachtenswürdigen, und ich hörte hier genau ihre Betonung, Zeitung. Dabei drehte Kleppo ohne unsere Anweisung hohl. Dabei hatte Kleppo sich scheinbar einfach vertan. Anstatt nach Dubai hatte ihn es nach Spanien gezogen und jetzt wollte er eben seine Zaunfahne aufhängen. Ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Angst vor Schlägen. Aber wie sollte ich das Amok erklären und wie sollte Amok das in der Folge dem Mob erklären. Kleppo war in diesem Moment für eine Weile nicht mehr zu retten. Er hatte es übertrieben. Ich griff mir die Kugel und warf den Ball in Richtung Pins. Er verfehlte sein Ziel. Redermann holte sich das siebte Spiel und am Ende auch den Sieg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3639186692559394683?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3639186692559394683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/kleppo-und-das-testspiel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3639186692559394683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3639186692559394683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/kleppo-und-das-testspiel.html' title='kleppo und das testspiel'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5815209072580922359</id><published>2012-01-07T14:50:00.002+01:00</published><updated>2012-01-07T14:50:22.878+01:00</updated><title type='text'>der trötenverleih</title><content type='html'>Als wir den Trötenverleih sahen, hatten wir seit unser Rückkehr aus Potsdam seit ein paar Stunden nicht mehr gesprochen. Jeder für sich. Alleine leben, alleine trinken. Wir waren in der Kneipe an der Grenzbrücke versackt. Ich hatte nur Augen für die fette Qualle von Pankow, die den Flipperautomaten seit meinem letzten Besuch sicher nicht aus den Augen verloren hatte. Sie stand dort, Regencape über nackter Haut und drückte die Knöpfe, hin und wieder hatte sie einen Fluch ausgestoßen und war dann wieder in ihren Flippertrancezustand verfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Redermann schien das alles zu viel, irgendwann hatte er sich meinen Schlüssel geschnappt und war schon einmal vor. Ein paar Stunden später war ich zurück in der Wohnung, Redermann lag auf meinem Bett und hatte Coltrane bis zum Anschlag aufgedreht. Ich hatte mir einen Stuhl genommen, Coltrane gelauscht, Redermann beobachtet und still eine Zigarette geraucht. "Jazz, Jazz, Jazz!", hatte ich laut gedacht und weiter Coltrane gehört. Immer wieder hatte ich die Worte "Jazz, Jazz, Jazz!" wiederholt. Sie hatten so vertraut geklungen, doch konnte ich mich nicht erinnern, die Worte "Jazz, Jazz, Jazz!" schon einmal in diesem Zusammenhang gehört zu haben. Irgendwann war ich über die ewige Wiederholung der Worte "Jazz, Jazz, Jazz!" eingeschlafen. Redermann weckte mich in der Früh. Wir schwiegen weiter. In den Tiefen meiner Sammlung hatte Redermann Bessie Smith gefunden. Jetzt also "A Good Man Is Hard To Find".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch "A Good Man Is Easy To Kill". Wie Kurosky mir damals am Bahnhof zurief: "You better make us big, fucking big or else...". Da war die Tür schon lange zu und der Thalys auf dem Weg nach Paris. Von Beulah hatte ich danach nur noch gelesen. Sie hatten sich aufgelöst und Kurosky sich mit den Sorgen des Lebens rumgestritten. Aber das war früher und ein anderes Leben. Jetzt war Frühstück mit Redermann. Jetzt hatten wir gerade den Coup der Saison gelandet und hatten jeden Grund, voller Zuversicht auf die anstehende Rückrunde zu schauen. Am Ende des Tages, das hatte sich in den letzten Wochen wieder gezeigt, waren wir einfach nur ein paar Fans des besten Vereins der Welt, die sich mit ihrer Zeitung eine kleine Existenz aufbauen wollten. Die Ermittlungen gaben nicht viel her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir den Trötenverleih sahen, hatten wir also schon ein paar Stunden nicht mehr gesprochen und waren trotzdem die glücklichsten Menschen der Stadt. Und dann der Trötenverleih. Hier standen sie alle: Die Klangapparaturen in einem fast schon musealen Umfeld. Die Tröte und ihre Entwicklung. Die Tröte für jeden Zweck. Hätten wir das doch damals nur gewußt, oder hatten wir es gewußt. Mit der Zeit schwindet die Erinnerung, aber nicht die Begeisterung für Klangapparaturen. "Sauber! Schau mal hier, dat Ding mit dem Walkman dran. Das hat sicher schon ein paar Jahre auf dem Buckel", sagte Redermann. "Lass ma ausprobieren", antwortete ich und drückte auf Play. Irgendwer hatte da Wagner eingelegt, Bayreuth flog uns um die Ohren. Voller Ehrfurcht verbeugten wir uns vor der irrsinnigsten Tröte des Ladens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Monsterteil. Da fällt mir ein, Ernst. Neulich haben mich die Vögel von schwatzgelb&amp;nbsp; angerufen. Ich sollte mal wieder für die ermitteln. Ging um Reus. Und die Ausmusterung. Wie Piotr. Was denken die sich eigentlich? Haben sie dann im Glauben gelassen, dass ich mich drum kümmern. Saß aber da gerade in der Samenhandlung, der Stumpfe von vorne wollte Salbeisamen für die neue Saison zählen. Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf. Hab Zahlen dazwischen geworfen und er hat immer wieder von vorne angefangen. Den ganzen Tag habe ich mit Zahlen verbracht. Den ganzen Tag hat er mir zählen verbracht. Nicht gemerkt, dass es meine Zahlen waren, die sein zählen unmöglich machten. Es gibt wirklich ne ganze Menge Leute auf dieser Welt und viele dieser ganze Menge Leute sind wirklich nicht ganz wasserdicht, den Salbeisamenzähler rechne ich da auf jeden Fall mit rein." Redermann schaute mich gelangweilt an. "Dembo, ich kann schon verstehen, dass Du keine Freunde hast. Und dass Du Dich jetzt in die fette Qualle von Pankow verguckt hast, macht die Sache nicht besser." Ich fragte mich, ob ich ihm gegenüber die fette Qualle von Pankow als solche bezeichnet hatte und wie er das alles überhaupt bemerkt hatte. Vielleicht würde ich ihn das mal fragen, irgendwann. Die Tage. Wir gingen zurück in die Kneipe, die fette Qualle von Pankow war nicht mehr da. Noch 2 Wochen war Winterpause.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5815209072580922359?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5815209072580922359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-trotenverleih.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5815209072580922359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5815209072580922359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-trotenverleih.html' title='der trötenverleih'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6115302179544927900</id><published>2012-01-06T08:18:00.002+01:00</published><updated>2012-01-06T20:40:00.179+01:00</updated><title type='text'>wer war damals verantwortlich?</title><content type='html'>Wieder vereint. Redermann steuerte den Rolls Reus durch die Stadt. Wir schwiegen. Uns war gerade der größte Coup gelungen und im Radio redeten sie doch über die moralische Verkommenheit des Landes. "Das sind keine Neuigkeiten", entwich es Redermann und zimmerte mit der Faust gegen das Radio. "Ey, lass dat Radio in Ruhe. Was kann das Radio für den Zustand dieses Landes?" "Alles! Ohne Radio kein Zustand, ohne Zeitung kein Zustand und ohne Fernsehen überhaupt kein Zustand. Da bekommste halt auch Zustände." Redermann war in seinem Element. Er steuerte den Wagen in Richtung Potsdam. Mal was schönes sehen, hatte er gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Tristesse der Hauptstadt deprimiere ihn zutiefst und schränke ihn in seinen Gedanken ein, erklärte er mir. Mir war bislang nie bewußt gewesen, dass Ernst so sensibel auf seine Umwelt reagierte. Aber so schien es nun einmal zu sein. Gegen Potsdam, gegen den Park konnte ich ohnehin nie etwas einwenden. Ich liebte die langen, im Winter meist menschenleeren Alleen dort. Die Vorstellung mit dem Rolls Reus über die Maulbeerallee zu fahren, versetze mich beinahe in Euphorie. Und so ging es weiter. Wir überquerten die Agentenbrücke und schwiegen weiter. Mir war nicht nach einer Geschichtsstunde. Entweder Redermann hatte davon gehört oder er hatte eben nicht davon gehört. Das machte ihn nicht zu einem besseren und auch nicht zu einem schlechteren Menschen. Immerhin, und das zählte in diesem Moment, war er ein begnadeter Autofahrer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leute blickten auf den Wagen, hin und wieder zückten sie eine Kamera und als wir den Wagen am Neuen Palais parkten, sprachen uns einige der Touristen drauf an. Redermann war nicht gesprächig, ich schwieg. Wir gingen in Richtung Palais und überlegten, ob wir den jetzt die Führung machen sollten oder nicht. Die dortige Dekadenz, erklärte ich Redermann, beruht noch auf echtem Blut. "Wenigstens waren sie ehrlich, wenigstens wußten sie von ihren Fehlern und nutzen sie gnadenlos aus. Sie mussten sich nicht rechtfertigen!" "Sag ich doch: Kriegste ja Zustände in diesem Land! Alles wird en Detail ausdiskutiert. Lass die alle mal machen. Mir ist nur mein Rolls Reus wichtig."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Handy klingelte. Piotr war an der Leitung. Eigentlich habe er Redermann sprechen wollen, der aber sei nicht erreichbar, sagte er. Ich legte ihm die Situation dar. Er war erfreut, dass wir wieder zusammengefunden hatten. "Gut, dass ihr beide wieder vereint seid. Folgendes: Ständig rufen hier Leute an und fragen nach dem Verantwortlichen. Am Anfang wußte ich nicht, wovon sie reden. Dann aber nannten sie Namen oder keine Namen. Sie wollten Namen. Und zwar vom Jugendtrainer, der Reus damals vom Hof gejagt hat. Könnt ihr mir den Namen liefern?" Ich überlegte nicht lang. "Piotr. Du machst mich wütend. Es ist egal, wer früher irgendwo Trainer war. Wir denunzieren hier niemanden. Reus ist zurück. Und, wenn ich das richtig überblicke, wird er nicht der letzte Heimkehrer sein. Aber Namen aus der Vergangenheit werden wir nicht liefern. Wir machen bei der Geschichte nicht mit." Wutschnaubend legte ich auf. "Piotr?", fragte Redermann. Ich nickte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6115302179544927900?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6115302179544927900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/wer-war-damals-verantwortlich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6115302179544927900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6115302179544927900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/wer-war-damals-verantwortlich.html' title='wer war damals verantwortlich?'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5244863245936779585</id><published>2012-01-05T08:31:00.002+01:00</published><updated>2012-01-05T11:53:38.877+01:00</updated><title type='text'>aus götzinho wird götzeus - der kommentar</title><content type='html'>Irgendwann um 16 Uhr platzte die Bombe. Reus wechselt nach Dortmund. Ich rief Redermann an, konnte ihn nicht erreichen, schrie "in yer face, Ernst!" auf seine Mailbox. &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-transfersensation-barrios-geht-reus.html"&gt;Nachdem wir den Transfer bereits Ende Dezember verkündet hatten&lt;/a&gt;, war er es, der mir kein Glauben schenken wollte und mir gravierende Vorwürfe machte. Dabei hatte ich mich nur auf meinen Informanten verlassen. &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/kein-reusbarrios-tausch-in-lubars-stand.html"&gt;Seine wüsten Beschimpfungen&lt;/a&gt; gingen mir noch einmal durch den Kopf. Das hier formulierte "Spinner" war noch die freundlichste Beleidigung gewesen, er hatte kurz vor dem Jahreswechsel seinen Kopf verloren und jetzt ging er nicht mehr ans Telefon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstmal in die Küche, an den Tisch, einen Tee trinken. Für das neue Jahr hatte ich mir weniger Bier am Nachmittag verordnet. Heute war der erste Tag, an dem ich dieses Vorhaben auch durchziehen konnte. Siegestrunken malte ich mir in meinem Kopf die neue Auflage aus. Vielleicht, dachte ich, müssen wir uns jetzt auf die Suche nach einer neuen Druckerei begeben. Was immer uns auch durch das Jahr bringt, es wird allright sein. Mit Reus nahmen wir jetzt erst einmal Fahrt auf, Redermann wollte davon sicher nichts wissen und verweigerte daher meine Anrufe. Vielleicht aber war seine Sorge auch einfach purer Euphorie gewichen. Bei ihm wusste man es nie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Schlag aber waren die letzten Tage wie ausgelöscht. Was interessierte mich der Russe, der mich planlos eingesperrt hatte und was interessierte mich die fette Qualle von Pankow? Okay, die Qualle konnte was und ich würde ihren Weg verfolgen. Schon allein aus dem Grund, dass die Kneipe an der Grenze wirklichen Charme besaß. Und eben die weißweintrinkende Qualle. Sowas hatte ich noch nie gesehen, sowas war aber eben nichts gegen den Coup, den wir als erstes Fachmagazin schon vor dem Jahreswechsel öffentlich gemacht hatten. Zeit für ein wenig Carter. You win some and you lose some, but I've lost the will to lose. My part time job, my faith in god. Falling on a bruise! Nicht mit dem Ermittler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen war es dunkel geworden, der Präsident sprach wirre, aber bedeutungsschwangere Sätze in die Kamera. "&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807232,00.html"&gt;Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem sich ein Mensch kein Geld von Freunden leihen kann!&lt;/a&gt;", sprach er als moralische Verteidigung. "Kommt halt auch immer drauf, was man für Freunde hat, Herr Präsident", murmelte ich in meinen mittlerweile mächtigen Ermittler-Bart. Aber auch Wulff konnte mir meine gute Laune nicht verderben. Schnell nachlegen, dachte ich. Schnell einen Kommentar nachfeuern. &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/wachablosung-im-deutschen-fuball.html"&gt;Die Wachablösung&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://miasanmia.wordpress.com/2011/11/24/dummbowski-ermittelt/"&gt;dessen Ausrufung bereits einige Verstörte zur Verzweiflung getrieben hatte&lt;/a&gt;, war in vollem Gange. Wir mussten den Finger genüßlich in der Wunde drehen. Irgendwann würde der Manager-Kandidaten im Süden einen Fehler begehen, er musste nur richtig provoziert werden. &lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;Woanders ist auch scheiße - Reus in den Pott&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 04.01.2012)&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;Es waren sicher nicht nur die Worte des Heimatautors Frank Goosen, die Reus' Entscheidung beeinflußten. Aber es waren auch die Worte Frank Goossens, die Reus' Entscheidung beeinflußten. Der Transfer-Hammer (DerSamstag! berichtete exklusiv) ist perfekt! Marco Reus wechselt zur neuen Saison nach Dortmund. Und Uli explodiert. Ausgerechnet am 60.Geburtstag des ewigen Bayern-Managers gab das Jahrhundertalent seine Entscheidung pro Curry- und contra Weißwurst bekannt. "Woanders ist eben auch scheiße, da kann Marco auch gleich nach Hause kommen", hieß es aus dem Umfeld des 17 Millionen-Manns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aus Götzinho wird Götzeus!&lt;/b&gt; Das spannendste Mittelfeld der Liga spielt im kommenden Jahr in der Ruhr-Metropole. Götze, Großkreutz, Bittencourt, Bender, Gündogan, Kehl, Leitner, Kagawa, Reus, Amini. Nur Kuba will nicht mehr. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft wird nach Informationen dieser Zeitung den Verein verlassen. Die Wachablösung schreitet voran und in München sind sie alle rot! "Der war halt nicht bereit für uns", erklärt Toni Kroos. Nur eine Frage der Zeit bis sich auch Nerlinger äußern wird. Jetzt muss Dortmund Ruhe bewahren! Dann klappt es mit Götzeus auch in der Champions League! Und immer wieder gegen den Nachbarn! &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / Der Samstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich hatte den Kommentar gerade fertiggestellt und mir doch ein erstes Kronen gegönnt, da klingelte es an der Tür. Bisher wußte nur die Schraudershaus und der Russe, wo genau ich wohnte, und wie ich mich an der Türklingel nannte. Mir rutschte das Herz in die Hose, doch was sollte ich machen. Ich musste die Tür öffnen. Es war Redermann! "Komm, wir drehen ne Runde im Rolls Reus!", forderte er mich auf. Ich nahm meinen Mantel, ging auf die Straße und da stand er. Ein Traum in schwatzgelb. Der Rolls Reus! "Wie geil, Redermann!" "Wie geil, Dembowski!" Er umarmte mich. Den Tränen nahe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5244863245936779585?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5244863245936779585/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/aus-gotzinho-wird-gotzeus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5244863245936779585'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5244863245936779585'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/aus-gotzinho-wird-gotzeus.html' title='aus götzinho wird götzeus - der kommentar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4850972383623627783</id><published>2012-01-04T11:11:00.003+01:00</published><updated>2012-01-04T12:39:02.219+01:00</updated><title type='text'>die fette qualle von pankow</title><content type='html'>Trainingsauftakt in Dortmund, Boykott organisieren in Dortmund. Alles Sachen, die aus der Ferne immer unwirklicher erscheinen. Ich spinne mir meine Geschichte zusammen, schraube mir die Kronen rein und lasse mich zu allem Überfluss auch noch - und das über den Jahreswechsel! - von einem Russen einsperren, dachte ich, während ich die Prinzenallee hochlief. Raus aus dem Kiez. Die üblichen Grenzbauten erstaunten mich nicht. Hier waren früher die Agententunnel, den musste man ein freundliches Zuhause bieten und den sozialistischen Feind mit Häusern von ungeahnter Häßlichkeit seine Unterlegenheit beweisen. Ein perfider Plan, an jedem ehemaligen Grenzübergang der Stadt vollzogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter dem S-Bahnhof Wollankstraße wurde es grüner, ich bog in Richtung Bürgerpark ab. Immer noch in Dortmund. Bei Redermann, der mir seit einiger Zeit die neuesten Informationen ins Ohr brüllte. Owo mit Gips, Leitner ganz fresh und alle Manni an Bord. Seit einiger Zeit pflegte Redermann eine Bender-Leidenschaft, die mir vollkommen abging. Ich hielt es seit 2007 mit dem großen Melancholiker Kuba, der nach seinen Aussetzern in der Hinrunde kurzzeitig für eine Glaubenskrise gesorgt hatte, sich aber mit Willen zurückgekämpft hatte. Natürlich, so hielt mir Redermann vor, natürlich kämpfte er sich jetzt zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gehe um Kubas Platz bei der EM. Nichts anderes habe Kuba im Sinn und wenn ich Redermann nicht wirklich widersprechen konnte, so genügte mir das Aufblitzen seines unendlichen Potentials, um meine Liebe neu zu entfachen. Einer liebt den Zerstörer, ein Anderer liebt den Melancholiker. Das war nicht verwerflich. Und natürlich war ich nicht nur für Redermann froh, dass endlich alle Manni an Bord waren. Aber noch waren es ein paar Tage bis zum Boykott in Hamburg, der zur Stunde meines Spaziergangs im Conference-Center des Westfalenstadions diskutiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne hätte ich berichtet, gerne wäre ich vor Ort gewesen, doch der Russe, die Ermittlungen, die Pause und Pankow waren für mich nun einmal das Hier und Jetzt. Immerhin Pankow. Nicht der Soldiner Kiez, nicht die Samenhandlung. Ich brauchte eine Auszeit und die nahm ich mir. Immer wieder schweiften meine Gedanken in Richtung Beusselstraße, was hatte der Russe von mir gewollt? Wozu der Aufwand, wenn er mich dann einfach so hatte verschwinden lassen. Keine Gegenwehr. Er hatte mich im Blick, und sein Auge würde auf mir ruhen. Das alles bereitete mir keine großen Sorgen. Scheinbar wollte er nur Kontakt aufnehmen. Eine seltsame Art. Aber eine Art, die vielleicht nur der Natur seines Auftraggebers entsprang?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile hatte ich mich in einer Eckkneipe niedergelassen, war wieder im Westen, wieder im Kiez. Gedankenverloren war ich an anderer Stelle wieder unter der Bahn hindurch in den Westen gegangen. Ich wollte mich vom Kiez befreien und schlenderte doch direkt in die erste, wenn auch grenznahe, Kneipe im Kiez. An der Wand hingen ein paar Geldspielautomaten, in der Ecke stand ein Flipper, über die Anlage lief "Am Fenster". Der Wirt setzte sich zu mir und erzählte mir ungefragt von früher, als die Mauer noch stand und er auf der anderen, also der Pankower Seite, voller Sehnsucht auf den Westen geschaut hatte. "Und schau Dir an, wie weit ich jetzt gekommen bin! Ein paar Meter. Die S-Bahn unterquert. Dann der Laden hier. Das hatte ich mir anders vorgestellt." Seine wehmütigen, schmerzvollen Erinnerungen begannen mich alsbald zu langweilen. Sie erzählen von vergangenen Tagen und vergessen die Gegenwart. Andere hatten es schlechter getroffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Blick schweifte durch den Laden, City hingen immer noch in der Vergangenheit fest und als nächstes würden mit Sicherheit die Puhdys kommen, mit ein wenig Glück vielleicht Karat. Ostrocknostalgie am ehemaligen Grenzstreifen. Hier ließ es sich aushalten. Mir war die Kneipe vorher noch nicht aufgefallen. Genau genommen war ich vorher auch nie hier gewesen. Immer hatte ich mich in Richtung Stadt orientiert, und als ich den Blick weiter durch den Laden schweifen ließ, blieb er am Flipper hängen. Eine unfassbar fette Person stand dort am Flipper und drückte die Knöpfe. Die Person faszinierte mich. "Wer ist das?", fragte ich den Wirt. "Wer?" Mit einem Kopfnicken zeigte ich auf die unfassbar fette Person am Flipper. "Ach die! Das ist die fette Qualle von Pankow. Kommt jeden Tag hier rüber, trinkt einen Weißwein und spielt am Flipper. Hält sie fit, sagt sie."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4850972383623627783?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4850972383623627783/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-fette-qualle-von-pankow.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4850972383623627783'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4850972383623627783'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/die-fette-qualle-von-pankow.html' title='die fette qualle von pankow'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1009893863709042537</id><published>2012-01-03T08:38:00.000+01:00</published><updated>2012-01-03T08:38:14.983+01:00</updated><title type='text'>monologe in moabit</title><content type='html'>"Der Auftrag wird ihre ganze Aufmerksamkeit erfordern. Mit Sicherheit bis weit in die EM Zeit, Dembowski!", jetzt hatte es den Russen wirklich erwischt. Natürlich würde ich den Auftrag nicht annehmen. Was wollte er von mir? Er deutete auf die Sitzgruppe vor dem Fernseher. "Setzen wir uns für einen Moment, das Traumschiff!" "Setzen wir uns für einen Moment, das Raumschiff", äffte ich ihnen nach. Doch mir blieb keine andere Wahl und langsam gefiel es mir, meine Zeit mit diesem offenkundig debilen Russen zu verbringen. Das neue Jahr konnte was, wenn es so weitergehen würde. "Klar. Hol mir mal eines dieser legendären Astras! Is ja da oben bei Euch im Kiez voll im Trend!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Russe bot mir eine Bionade an. Mein Alkoholproblem, so hätten seine Recherchen ergeben, würde mir die Durchführung des Auftrags nicht ermöglichen. Mit Bionade und Ingwertee habe er da aber bereits wunderbare Ersatzgetränke, erklärte er mir. Mir wurde es zu viel. Mittlerweile war die Besatzung des Traumschiffs vollzählig, der Dampfer schipperte in Richtung Bali. Kolonialismus lag weiterhin voll im Trend, und die Moral von der Geschichte war: Geld kauft Kinder, die Wege des Herzen sind verschlungen. Ich wurde seekrank, begann einen längeren Monolog über die Unmöglichkeit der Ermittlungen unter diesen Umständen. Dem Dummkopf geben, wonach er verlangte. Über den Monolog fiel ich in den Schlaf. Ich träumte von russischen Panzerkreuzern, von irren Italienern in Manchester, von einer Meisterfeier im Mai und von einem frischen Kronen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag wachte ich früh auf. Der Russe hatte sich in der Nacht wohl noch einen reingestellt, aus seinem Zimmer vernahm ich komatöses schnarchen. Die Wohnungstür war nicht abgeschlossen, es war an der Zeit zurück in den Soldiner Kiez zu fahren. Die Gedanken sortieren. Was wollte der Russe? Er würde mich ohnehin finden. Auf einem Zettel bedankte ich mich kurz für den unterhaltsamen Abend und bat ihn, mich auf dem Laufenden zu halten. Sein Auftraggeber würde von anderem Kaliber sein, aber sein Auftraggeber hatte auch den Russen gewählt, der mich zwar mit einem feinen Trick in seine Wohnung gelockt hatte, dann jedoch ein seltsames, ein bedauerliches Bild abgegeben hatte. Wer immer mich kontaktieren wollte, ich würde ihm den Russen bei Gelegenheit ausreden. Schmalspurgangster der trunkenen Gestalt. Im Osten ging die Sonne auf, ich schlenderte den Kanal entlang bis zu&amp;nbsp; den alten Scheringwerken und schlug mich von dort durch den Wedding. Das Jahr hatte begonnen. Nicht mit einem Paukenschlag. Aber immerhin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1009893863709042537?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1009893863709042537/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/monologe-in-moabit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1009893863709042537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1009893863709042537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/monologe-in-moabit.html' title='monologe in moabit'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-606429386555347032</id><published>2012-01-02T10:15:00.004+01:00</published><updated>2012-01-02T10:42:33.826+01:00</updated><title type='text'>der russe</title><content type='html'>Der Russe hatte sie nicht mehr alle. Sperrte mich nicht weg. Irgendwann am Neujahrtag wachte ich auf. Genauer: Vom Sound der Türklingel auf. Irgendwer stand vor der Wohnung, brüllte. Ich wollte mich bewegen, doch nichts ging. Griff zu meinem Handy. Ich lebte. Irgendwer sollte das wissen. Wahllos schrieb ich Nachrichten. "Ich lebe!". Wenig hilfreich, klar. Niemand wußte, dass ich vielleicht nicht mehr lebe. Und wenn: Es war ihnen ohnehin egal. Das Jahr konnte nicht häßlicher beginnen. Meine Einsamkeit. Vorgeführt von einem Russen. Erbärmlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Russe stand in der Tür. Wurde lauter. Wollte niemanden informieren. Wiederholte immer wieder, dass es nicht sein Problem sei. Dass die Stichwunden nicht sein verdammtes Problem sein. Langsam floß Blut in die Wohnung. &lt;a href="http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/364452/index.html"&gt;Irgendwas musste passiert sein&lt;/a&gt;. Hatte der Russe im Blutrausch nicht nur mich ausgeknockt, sondern, während meines Schlafs, noch ein paar andere Menschen mit seiner Wut konfrontiert. Was anderes konnte es nicht sein. Ich fiel zurück in einen Dämmerzustand, wurde dann von Martinshörnern und Sirenen geweckt, schleppte mich zum Fenster, schleppte mich zum Balkon. Der war verschlossen. Schaute aus dem Fenster. Sah die Einsatzwagen, sah die Sanitäter, sah einen Menschen auf einer Trage. Sah wie die Einsatzwagen, wie die Krankenwagen mit Blaulicht in Richtung Brücke fuhren. Sie waren nicht wegen mir gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das war ich nicht, keine Sorge, Dembowski", hörte ich den Russen hinter mir sagen. Alles sei ganz anders, er hätte einen Auftrag für mich, und wußte keinen anderen Weg, um meiner habhaft zu werden. So habe er sich die Sache mit der Fahne ausgedacht, in der Gewissheit, dass ich anbeissen würde. Ich habe es auch getan. Wieso er sich sicher gewesen sei, wollte ich wissen. "Schwachstelle. Jeder Mensch hat eine Schwachstelle. Und das ist Deine, Dembowski. Komm mit, ich will Dir was zeigen!" Er führte mich vom Fenster weg, in einen zweiten Raum. Überall waren Totenköpfe, überall ging es um das Gegenestablishment der niedlichen Hamburger Kiezkicker. Der Russe war Pauli-Fan. "Das ist mein Verein", erklärte er mir und deutete auf eine kleine Kiste im Plattenregal "und hier sind all meine Dauerkarte. Wirklich ein toller Verein. Und so gegen alles. Die sind echt Kult!" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erbärmlich. Auf St.Pauli folgte das Neujahrsprogramm im Fernsehen. Neujahrsspringen und immer wieder die Ankündiung des Traumschiffs. "Boah, heute sind die auf Bali! Genial" Der Russe hatte wirklich nicht mehr alle beisammen, aber er wollte mir einen Auftrag verschaffen. Würde ich sicher nicht ablehnen können und würde mir sicher auch genau mit diesen Worten erteilt werden. Grausam. Erbärmlich. Meine Gedanken wiederholten sich. Ein Verbrecher aus dem Spießbürgerbuch. Und jetzt saß er da, ohne großen Plan, verschickte Nachrichten und erhielt Nachrichten. Worum es bei dem Auftragen gehen sollte, konnte er mir nicht erklären. Und wenn er nicht auf sein Handy schaute, erklärte er mir die Vorzüge des Traumschiffs. Der Russe hatte einen Knall. Und ich war ihm ausgeliefert. Dachte ich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-606429386555347032?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/606429386555347032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-russe.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/606429386555347032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/606429386555347032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/der-russe.html' title='der russe'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6111745073776138527</id><published>2012-01-01T12:10:00.000+01:00</published><updated>2012-01-01T12:10:10.604+01:00</updated><title type='text'>beusselstraße, 1.januar 2012 - 12.09 uhr</title><content type='html'>Nur kurz: Ich lebe. Der Russe setzt mir....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6111745073776138527?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6111745073776138527/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/beusselstrae-1januar-2012-1209-uhr.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6111745073776138527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6111745073776138527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2012/01/beusselstrae-1januar-2012-1209-uhr.html' title='beusselstraße, 1.januar 2012 - 12.09 uhr'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4727819956553952133</id><published>2011-12-31T17:33:00.001+01:00</published><updated>2011-12-31T17:33:27.057+01:00</updated><title type='text'>manchmal in adelaide</title><content type='html'>S-Bahnhof Beusselstraße. Ich stand auf der Brücke. Richtung Osten sah ich bis zum Fernsehturm, im Nordosten lag der Hafen mit dem alten Speicher, über dem Speicher die Flugzeuge im Landenanflug auf Tegel, die Currywurst am Kutschi konnte man bis hier hin riechen. Im Süden eröffnete die Beusselstraße den Weg in Richtung Moabit. Hinter mir donnerten die letzten Justiztransporte des Jahres in Richtung Alt-Moabit, unter mir fuhr die Ringbahn ihre Runden. Die letzten Gäste der großen Sylvestersause stürzten sich mitsamt ihrer Reisekoffer die Treppen hinunter. Ich stand auf der Brücke. Ein Kronen in meiner Hand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Richtung Westen verabschiedeten sich die letzten Sonnenstrahlen des Jahres, sie verfärbten den Himmel blutrot. Aus Moabit die Böller. Mein Kronen in der Hand bewegte ich mich die Beusselstraße runter. Nur noch die paar Stunden durchstehen, dachte ich mir. Mitternacht im Oldie Eck. Alles was ich will. Zurück in den Wedding. Doch da war noch etwas zu erledigen. Bei meinen Spaziergängen hatte ich die einsame BVB-Fahne ganz am Anfang der Beusselstraße gesehen. Ich hatte Redermann davon erzählt. Er hatte sich nicht lumpen lassen. Mit dem Kurier hatte er mir einen Kasten Kronen (Für Dich, Dembowski! Dein Redermann!) sowie ein signiertes Buch von Klopp (Für den mit der Fahne) zukommen lassen. Jetzt ging ich zu dem mit der Fahne. Ich hatte auch eine. Der Kasten würde kaum mehr für den Abend ausreichen. Zum Glück konnte ich den Rucksack nicht ganz befüllen. Für eine Weile blieb ich am Sex-Shop stehen. Niemand ging rein, niemand ging raus. Der Tegel-Bus fuhr menschenleer an mir vorbei. Niemand wollte aus der Stadt. Alle wollten in die Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Straße. Die freundliche Bäckerei schloß ihre Türen. Die Spielcasinos schimmerten neonfarben im Abendlicht, im Laternchen saßen die ersten Neujahrstrinker. Manchmal in Adelaide. Ist praktischer. Das Jahr beginnt früher. Ich war noch nie in Adelaide, dachte ich und wenn alles normal läuft, werde ich da auch nicht mehr hinkommen. Es war dunkel, ich war blau, die Beusselstraße blickte dem Jahreswechsel mit neonfarbenen Leuchtschriften entgegen. Vor der Tankstelle machte ich halt, klingelte. Unten links. Die Totenkopffahne, die BVB-Fahne. Niemand öffnete. Ich nahm einen neuen Anlauf. Erst ein Kronen, dann die Kippen, dann ein Kronen und dann die Klingel. Die Tür gab nach. "Wer da?" "Ein Freund!" "Komm hoch, ich warne Dich!" "Ballspielverein Borussia aus Dortmund!" "Ein Freund! Warnung? Gab es nie. Komm hoch. Bier steht kalt!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großer, schwerer Russe öffnete mir die Tür. Man hörte es. Er kam nicht von hier. Ich überreichte ihm das Geschenk. Er nahm es, packte es aus. Er lachte. "Danke! Woher weißt..." "Die Fahne!" "Klar!" Draußen wurde bereits fleißig das neue Jahr begrüßt. Wir standen auf dem Balkon. Ich hielt mich am Geländer fest. Ein Wicküler in der anderen Hand. Der Russe hat es mir in die Hand gegeben. Er hatte Ähnlichkeiten mit dem Typen vom Rummel. Doch auch auf Nachfrage wollte er noch nie auf dem Rummel - und schon gar nicht zu Weihnachten am Alexa! - gewesen sein. Ich kaufte es ihm nicht ab, sah jedoch keine andere Möglichkeit als das Gespräch auf das Jahr der Borussia zu lenken. Wie ich diese Rückschauen hasste, wie sehr sie aber jedem Gespräch um den Jahreswechsel herum förderlich waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen bedankten sich für ein Jahr. Die Menschen verfluchten ihr Jahr. Den Menschen war das Jahr gleichgültig. Doch bei einem Thema blickten wir alle mit Stolz und Freude zurück. 2011 würde unauslöschlich in der kollektiven Erinnerung der Dortmund-Fans eingebrannt sein. 2011 war das Jahr der Borussia. Als die Romantik für einen kurzen Moment den modernen Fußball besiegte und ein alienhafter Kevin Großkreutz vor der Südtribüne das Tempo angab. Wir würden den Traum nicht ewig träumen, das war uns allen mehr als klar. Aber wir hatten den Traum gelebt. Und er würde bei uns bleiben. Für immer. Sagte auch der Russe. Ich hatte die ganze Zeit nichts gesagt. Stand am Geländer, hielt mich fest. Und hörten seinen Worten zu, die genauso gut auch meine Worte hätten sein können. Miteinmal wußte ich nicht mehr, wo ich war. Von der Straße drang der Motorenlärm, in der Luft lag Schwefel, und ganz langsam schwanden mir die Kräfte. Der Russe blickte mich an. Er lachte. "Schlaf gut, Ermittler!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4727819956553952133?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4727819956553952133/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/manchmal-in-adelaide.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4727819956553952133'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4727819956553952133'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/manchmal-in-adelaide.html' title='manchmal in adelaide'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2374465428525131950</id><published>2011-12-30T11:00:00.002+01:00</published><updated>2011-12-30T15:44:03.299+01:00</updated><title type='text'>in eigener sache - 2011</title><content type='html'>"&lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/04/die-bratwurstigkeit.html"&gt;Aufwachen&lt;/a&gt;", war das erste Wort in diesem Blog. Und tatsächlich bin ich an diesem Morgen aufgewacht und wollte den Ermittler von schwatzgelb rüberholen und ihm ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken. Daraus wurde in den folgenden Monaten dann der Ermittler, wie er heute durch den Wedding streift und immer noch nichts gelernt hat. Aber auch wenn man dem Ermittler Hochmut, Trunksucht und ein paar andere negative Eigenschaften andichten kann, so bleibt er auch nach beinahe 250 Episoden ein feiner Kerl mit nem recht ordentlichen Musikgeschmack.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir war nicht klar, was der Ermittler in 9 Monaten alles erleben kann. Manchmal regierte der Stumpfsinn, aber hin und wieder brach er aus. Als ich die Zeit nach der Meisterschaft füllen musste, stand Dembowski eigentlich bereits wieder vor dem Aus. Was sollte nach der Meisterschaft schon kommen? Ich schickte den Ermittler in ein Unterwasseraquarim in den Masuren, dort wurde er Teil der Konstrukteure. Es eröffneten sich neue Möglichkeiten und spätestens mit Redermanns Soul Van hatte sich der elegante Trinker in eine neue Welt verabschiedet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist immer noch keine Glitzerwelt, von der Nordstadt ging es irgendwann in den Wedding. Nur dort kann er leben. Nur dort ist es laut und dreckig, nur dort spielt das wirkliche Leben. Aus der Kneipe wurde das Oldie-Eck und aus dem großen Boss, der für kurze Zeit Teil der Geschichte war, wurde die Samenhandlung. Der Ermittler hat sich in seiner neuen Welt eingelebt, manchmal hängt er noch Dörte nach, aber am Ende des Jahres kann er auf ein wunderbares Jahr zurückblicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mir ist das möglich. Meister 2011 - die beste Mannschaft aller Zeiten. Und hin und wieder macht Dembowski mir ordentlich Freude. Dann, wenn - von einem fiktiven Trunkenbold - die Wachablösung herbeigeschrieben wird und die Freunde im Süden sich in ihrer Ehre verletzt fühlen, dann ist mein Tag gerettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor der Ermittler sich am Sylvestertag in sein letztes - sein 250! das hätte ich nie gedacht - Abenteuer 2011 stürzen wird, wollte ich mich bei den Lesern dieses Blogs bedanken. Kommt gut rüber, dort erwartet Euch dann ein neues Dembowski-Universum und endlich auch das "Ermittler-Handbuch der verbindlichen Freundlichkeit", welches längst in Arbeit sein sollte und irgendwann sein wird. Denkt immer dran: "Unsere Vergangenheit ist Eure Zukunft ist unsere Gegenwart!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2374465428525131950?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2374465428525131950/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-eigener-sache-2011.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2374465428525131950'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2374465428525131950'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-eigener-sache-2011.html' title='in eigener sache - 2011'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3641241745338415068</id><published>2011-12-30T09:15:00.000+01:00</published><updated>2011-12-30T09:15:10.468+01:00</updated><title type='text'>kein reus/barrios-tausch - in lübars stand nie eine schlangenfarm</title><content type='html'>Die Aufregung? Umsonst? Ich wollte es nicht glauben. Hatte mich da jemand aufs Glatteis geführt? Waren die Unterlagen gefälscht? Ich konnte es mir nicht vorstellen, doch nachdem sich nicht einmal Michael Zorc zu einem Dementi bemüßigt fühlte, und auch Reiser mich am Telefon maximal verhöhnte, musste ich mein Scheitern eingestehen. War also kurz vor dem Jahreswechsel das Projekt DerSamstag! endgültig vor die Wand gefahren? Nein! Es durfte nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es gab durchaus kritische Nachfragen. "Immerhin haben wir uns jetzt einen Namen gemacht, Redermann," erklärte ich Ernst am Telefon. Er hatte mich ein paar Stunden nach Bekanntwerden des sogenanntenTransfercoups angerufen. Redermann war nicht glücklich. Das war er aber in letzter Zeit ohnehin selten. Die Erdgeschosswohnung versprühte ihren alten Charme. Blickte ich zurück, war ich froh, sie hinter mir gelassen zu haben. Redermann verschwieg ich diese Überlegungen und versuchte ihn zu beschwichtigen. "Die Unterlagen waren wasserdicht. Der Typ, keine Ahnung, wie der heißt, den Namen hat er nie genannt und die Mail war auch anonym. Der Typ klang echt seriös. Und Redermann. Soll ich jetzt alle Fakten auch noch gegenchecken?" "Spinner. Das ist ne Zeitung. Wir haben einen Ruf..." "...zu verlieren? Hör auf. Wir haben keinen Ruf. Und wenn wir die News Of The World unter den deutschen Fußballzeitungen werden, dann sind wir immer noch was!" "Dembowski? Hallo? Ist da noch jemand? Wolltest Du nicht die beste Zeitung aller Zeiten machen?" "Und wenn schon? Dann ist sie es eben nicht. Jede Zeitung gerät irgendwann mal ins Schlingern. Dieser Druck. Online, Print. Überall der Beste, überall der Erste sein. Unmenschlich. Und dann Piotr! Hast Du überhaupt eine Idee, was der verlangt?" "Ne gute Zeitung. An mehr ist der nicht interessiert"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Redermann konnte mich zur Weissglut treiben. Er hatte für alles eine Erklärung, er hatte für jedes Argument ein Gegenargument. Er konnte nicht verlieren. Er konnte aber auch, wohlgemerkt: seitdem er in die Erdgeschosswohnung gezogen war, kaum ein vernünftiges Wort zur Papier bringen. Was aber auch nicht weiter schlimm war. Dafür war er die Redaktion Dortmund. Dafür war er nah dran. Und so mehr ich über Redermann nachdachte, so sehr wurde mir klar, was ich ihm alles zu verdanken hatte. Er war es, der mich aus dem Unterwasseraquarium aus den Masuren geholt hatte und er war es, der mir irgendwann die Augen geöffnet hatte. In der Stadt war kein Platz für Redermann und Dembowski. Mich hatte es dann in den Wedding verschlagen. Wahrlich keine falsche Entscheidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während ich sprach, blickte ich auf das Jahr 2011 zurück. Die Bilder des Jahres zogen an mir vorbei. In der Osterhölle als Teil der Meisterschalmafia, verschwitzt und ohne Hoffnung. Das Aufwachen. Der erste Traum. Dörte auf der Meisterfeier. Der Besuch bei Piotr. Der Besuch, der sich ins Unendliche ausdehnte. Der Bombenanschlag auf das Westfalenstadion. Der lange Weg zum Duisburger Hafen. Hoppenheim. Die Meisterredaktion. Die am Ende gescheiterten Rubbeldikatz-Rettungsversuche. Der Spaziergang mit Redermann, der uns zum großen Boss führte. Die Amok-Entführung, die nur ein Ausflug war. Die Weidenfeller-PK zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Finger. Komaroff. Die Wentraud. Der Überfall, und der Abschied von ihr und von der geliebten Nordstadt. All die, die 2011 gegangen sind. Maria und Wolfgang. Es hatte mich nachdenklich gemacht.&amp;nbsp; Mein Übersiedeln zu den Berliner Konstrukteuren. Überhaupt: Die Konstrukteure und ihre irrwitzige Finnenhymne. Enon Disco. Enon. Enon. Vergangenheit war Zukunft und Gegenwart. Ich hatte mich durch das Jahr gekämpft und jetzt hatte ich jeden Grund, die Sinatra-Platte aus dem Regal zu ziehen. Es war in der Tat ein sehr gutes Jahr. Ein Jahr, das ich mir so nicht erträumte hatte. Ich setzte die Nadel auf. "When I was 35, it was a very good year!" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembowski! Du hörst jetzt nicht wirklich Sinatra", schrie Redermann durchs Telefon. "Danke für alles, Ernst!", antwortete ich und beendete das Gespräch. Wir hatten nicht klären können, ob Reus nun wirklich im Tausch für Barrios wechseln würde und ob wir DerSamstag! mit dem bislang unbestätigten Gerücht - wie sehr hatte ich an die Bestätigung gedacht! - gegen die Wand gefahren hatte und was, wenn es so war, das überhaupt für Konsequenzen hatte. Wir waren aber am Ende des Jahres angekommen. Und während sich also die letzten Stunden des Jahres, in dem Samoa noch an uns vorbeispringen würde, um sich neuen Wirtschaftsfelder zu öffnen, in die kollektive Erinnerung verabschiedeten, öffnete ich die Tür und trat nach kurzem Zögern im Treppenhaus auf die Straße. Im Soldiner Kiez war der Krieg ausgebrochen. Durch den Böller- und Raketenhagel kämpfte ich mich in Richtung Bornholmer. In die S-Bahn. Waidmannslust raus. Hart am Märkischen Viertel vorbei. So wie einst Harder. Endstation Lübars! Nur die Schlangenfarm stand hier nicht mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3641241745338415068?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3641241745338415068/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/kein-reusbarrios-tausch-in-lubars-stand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3641241745338415068'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3641241745338415068'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/kein-reusbarrios-tausch-in-lubars-stand.html' title='kein reus/barrios-tausch - in lübars stand nie eine schlangenfarm'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-69196002866468823</id><published>2011-12-29T09:30:00.002+01:00</published><updated>2011-12-30T08:19:41.565+01:00</updated><title type='text'>die transfersensation: barrios geht - reus kommt. dortmund explodiert!</title><content type='html'>Auf einmal ging es alles ganz schnell. Hatte ich mich kürzlich noch über die unsäglichen Transfergerüchte während der Winterpause beschwert, so war ich nur wenige Stunden zwar nicht Gegenstand irgendwelcher Gerüchte, aber Der Samstag! hatte auf einmal die dicke Geschichte an der Angel. Marco Reus wechselt zur Borussia. Und Der Samstag! durfte es exklusiv vermelden. Verrückte Sache, kam so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Tag hatte ich in Gedanken in Tucson, Arizona. Im Radio lief &lt;a href="http://www.kslx.com/"&gt;KSLX-FM&lt;/a&gt;, ich sah mich wieder mit meinem Mustang durch die Wüste fahren. Über Green Valley über den Interstate 19 hin zur Grenze. In Nogales würde ich halten, bei Jack In The Box Burger essen und die Grenzgänger beobachten. Irgendwann würde ich kehrt machen und über die Old Tucson Road zurück fahren. Noch ein paar leichte Biere hinterher. Die einbrechende Kälte mit einem Besuch bei meinem alten Freund Steve vertreiben. Dort gab es Cosmic Metal und Horrorfilme auf DVD. Es war, wenn auch nur in Gedanken, ein friedvoller Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie immer, wenn ich mich an andere Orte träumte, störte mich das Telefon. "Dembowski?" "Ja!" "Gut!" "Klar. Guter Mann, bin ja ich!" "Ist klar. Können wir vertraulich reden?" "Dem, mein unbekannter Freund, steht nix im Wege!" "Gut, gut! Ich rufe aus der Goebbels-Geburtsstadt an!" "Und?" "Ich hätte da einen Transfer!" "Propaganda, nichts als Propaganda. Mein lieber, mir immer noch unbekannter Freund." "Neben Goebbels aber auch Sielman, Heinz. Der Tierfilmer. Aber alles was ich bislang gesagt habe, wird von meiner Nachricht, die ich Dir, Dembowski, meinem geliebten Ermittler, gleich übermitteln werde, zur Nebensächlickeit verdammt!" "Ach jetzt hör auf, Du schmeichelst mir!" "Das muss ich auch, es ist die Wahrheit. So wie die gleich folgende Nachricht nur der unbedingten Wahrheit verpflichtet ist. Es geht seit Tagen ein Gerücht um. Ich bestätige es. Ich das ist Dein unbekannter Freund, Dembowski! Reus wechselt zur Borussia. Zum Preis von 7 Millionen. Im Tausch wird Lucas Barrios bei uns unterschreiben. Ich habe es gesehen. Ich habe es geh...." "Hör auf! Wahnsinn!" "Doch. Doch." "Wahnsinn. Darauf hätte man kommen können. Das ist Gewinn-Gewinn für alle. Und das stimmt?" "Wenn ich es doch sage!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Herz stockte. Diese Nachricht würde den endgültigen Durchbruch bedeuten. Der Samstag! war endlich angekommen. Nach dieser Nachricht. Jetzt musste ich mir nur einen Namen geben lassen müssen. "Wen darf ich zitieren?" "Ich spiele Dir gleich die Unterlagen zu. Ich bin ein Kenner der Szene" "Cool. Schickse an die Dembo-Adresse. Ich muss weg. Danke!" Ich legte auf. War wieder ganz da. Nicht mehr in Tucson, wenngleich die Eagles Take It Easy sangen. Reus im Tausch mit Barrios. Darauf hätte man wirklich kommen können. Die Unterlagen bestätigten die Aussage. Bereits in der Winterpause würde der Tausch vorgenommen werden. Besinnungslos haute ich die Nachricht raus. Jetzt kam es auf jede Minute an.&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Barrios geht - Reus kommt. Dortmund explodiert!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(berlin / 29.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;Vorsicht! Hier kommt der Dortmund-Böller! Nach Informationen dieser Zeitung ist die Transfer-Sensation dieser Spielzeit perfekt. Dortmund explodiert! Der verlorene Sohn kehrt heim und Uli platzt vor Wut. Marco Reus, der Spieler der Saison, unterzeichnet in den kommenden Tagen einen bis 2019 datierten Vertrag an der Strobelallee. Im Gegenzug wechselt der Weltnixjäger Lucas Barrios mit sofortiger Wirkung zur Borussia nach Gladbach. Dortmund legt noch 7 Millionen drauf und hat die Traum-Offensive beisammen. Reus, Großkreutz, Kuba, Kagawa, Götze, Lewandowski, Perisic. Die Qual der Wahl. Die Offensive aus der Meister sind. Und Bayern schaut in die Röhre. Watzke, Zorc und Klopp treiben die Wachablösung voran. &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-69196002866468823?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/69196002866468823/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-transfersensation-barrios-geht-reus.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/69196002866468823'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/69196002866468823'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-transfersensation-barrios-geht-reus.html' title='die transfersensation: barrios geht - reus kommt. dortmund explodiert!'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-282682708120802574</id><published>2011-12-28T08:15:00.000+01:00</published><updated>2011-12-28T08:21:57.055+01:00</updated><title type='text'>die winterpause</title><content type='html'>Das Eingeständnis war nicht einmal hart. Ich musste es akzeptieren. Ich hatte es ja gelesen. Meine Notizen, insbesondere meine Versuche, diese mit Lyrik zu befüllen, waren, so ich sie nach all der Zeit überhaupt noch entziffern konnte, nicht nur nutz- und wertlos. Sie waren nicht einmal das Papier wert, dass ich mit meinen Notizen belästigt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie jedoch würde ich die Winterpause einfach so akzeptieren. Sie kam einfach und die Fußballwelt nahm für ein paar Wochen Tempo auf. Für die Reisermenschen war die Winterpause besser als die eigentliche Spielzeit. In den letzten Jahren hatten sie sich europaweit vernetzt und spannen seit dem ein feines, höchst durchsichtliches Netz aus Transfergerüchten. Brachten die Spanier Mario Götze ins Spiel, reagierten die Deutschen mit neuerlichen Götze-Gerüchten und garnierten diese mit wirren Gedanken zu Marco Reus, der, noch im Versöhnungskampf mit Bad Boy Jermaine Jones verstrickt, auch in England für Wirbel sorgte und wahrhaftig die vakante Stelle Podolskis im Emirates ausfüllen konnte. Die unzufriedenen Spieler aller Vereine, die Freigestellten und Abgeschobenen waren selten nur eine Notiz werden. Der Flügelspieler könne jetzt gehen, hieß es, das Angebot sei zurückgezogen. Und auch der wandernde Stürmer wäre bei einer entsprechenden Anfrage natürlich nicht unverkäuflich, schrieben sie und wussten doch, dass es sich mit diesen Worten bereits erledigte hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wechselten unzufriedene Spieler einmal, waren sie für den Markt uninteressant. Hin und wieder würden sie dann, wenn sie gut waren und die meisten der unzufriedenen Spieler waren nicht einmal das, in späteren Erzählungen auftauchen. Meist aber verfolgte man ihren spektakulären Absturz mit einem beiläufigen Kopfnicken. Trafen sie es gut, lass man über ihre Strapazen im russischen Ligaalltag. Niemals aber kamen sie aus diesem strapziösem Ligaalltag zurück in die Wahrnehmung der Reisermenschen. Nicht einmal in meine Wahrnehmung kehrten sie zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Platz war lange besetzt von dem nächsten jüngsten und besten Torwart der Liga, der komentengleich die Rangliste des deutschen Fußballs stürmte und wiederum auf der Insel neidvolle Anerkennung auslöste. Sogar die auf der Insel gewesenen Torhüter zog es nicht zurück. War ein Spieler irgendwann nach Spanien gewechselt, so blieb ihm bei seiner Rückkehr nur Schottland, Freiburg oder Aachen. War ein Spieler einmal ausgemustert, so blieb ihm nur Aachen, Leipzig oder der Neuanfang bei Superfund Pasching. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Recht unterhaltsam schien mir der Wirbel um die sogenannten Berater- und Scoutspieler. Sie wurden von ihrem Berater zu den großen Vereinen geschrieben. Eine Äußerung in der lokalen Presse genügte meist, irgendwer würde diese Äußerung schon über den Newsalert finden und sie für den heimischen Markt aufbereiten. Der Segen der modernen Kommunikation. Die Beraterspieler waren meist nur aus FIFA 2012 bekannte Namen, die in den Foren fortan von den Fans aufgrund ihrer Skills in die Mannschaft geschrieben wurden. Natürlich würde der äthiopische Abwehrstar des Tabellenvierzehnten der französischen Liga nicht nur als Rechtsverteidger eine bessere Rolle spielen als der abgehalferte Meisterverteidiger aus dem Vorjahr, er konnte auch als Backup für den mit der Schubkarre gen England gefahrenen, schon immer überschätzten Innenverteidiger aufgestellt werden. Der äthiopische Abwehrstar, so viel schien immer klar, war der nächste wichtige Baustein und - newsalert sei Dank - hatte man ihn vor allen anderen entdeckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Scoutspieler hingegen war ein wenig komplizierter, aber im weitesten Sinne konnte man oben genannte Vorgehensweise auch für ihn bestätigen. Hinzu kam aber das fundierte, nachgewiesene Interesse des Vereins. Sie hatten nicht umsonst einen Scout geschickt. Das also war längst kein Gerücht mehr, sonst hätte der Klub doch bereits nach der Ansicht der youtube-Highlights aufgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Berater- und Scoutspieler wurden, neben den offensichtlichen Superstars, die es immer zu den größten Klubs, und jeder eigene Verein war für den Fan immer der größte Klub, manchmal eben aktuell seit 52 Jahren in der Krise, trieb, in den Foren am intensivsten diskutiert. Hier konnte jeder sein Fachwissen beweisen, mit Worten und Beleidigungen und Bloßstellungen - "ich interessiere mich schon seit 12 Jahren für die Jugendarbeit Äthiopiens, Du mit Sicherheit nicht! Und der hier stammt aus der Fußballschule von Harrar Beer Bottling FC, die in den letzten Jahren gerade im Abwehrbereich Riesenschritte gemacht haben. Aber das kannst Du nicht wissen, Spinner!" - den Gegenüber kaltstellen und mit ein wenig Glück so auch den Sprung in die Reisermedien schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Winterpause war, so mehr ich drüber nachdachte, nicht mehr als meine Notizen. Ich würde - wie im jeden Jahr - das Geschriebene lesen und dann kopfschüttelnd zur Anlage schreiten, Beulah auflegen und bis zum 18.Spieltag warten. Das also war mein Plan. Und wenn ich genauer drüber nachdachte, wollte ich den Jahreswechsel mit einem lauten Bang im Oldie Eck begehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-282682708120802574?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/282682708120802574/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-winterpause.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/282682708120802574'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/282682708120802574'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-winterpause.html' title='die winterpause'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1293673956633517375</id><published>2011-12-27T12:43:00.005+01:00</published><updated>2011-12-27T12:43:58.620+01:00</updated><title type='text'>in lanstrop, am 29.4.2011</title><content type='html'>Noch einmal schaute ich auf meine Notizen, die ich mir gemacht hatte. Vieles davon konnte ich nicht mehr entziffern. Mir war nicht klar, ob es an der späten Stunde, an meiner Schrift oder am Bier lag. Manches aber konnte ich noch lesen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Dörte verlor ich am Morski Oko.&amp;nbsp;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Ich kletterte die linke Wand hoch&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Das Bergpanorama der Tatra&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Ließ mich sie vergessen&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&amp;nbsp;Ihre Spur verlor sich an der Berghütte&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Nachdem der See beschritten war&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Verschwand sie ohne Worte&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Wurde zur dunklen Erinnerung&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Meiner verlorenen Zukunft&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Die Erlösung im Tod&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;Ich werde sie nie wieder verlieren können&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Das Geschriebene stammte vom 29.4, ich musste es da oben am Wasserturm geschrieben haben - nur wenige Stunden später waren wir Meister und jetzt war ich hier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1293673956633517375?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1293673956633517375/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-lanstrop-am-2942011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1293673956633517375'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1293673956633517375'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-lanstrop-am-2942011.html' title='in lanstrop, am 29.4.2011'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8716106729454083961</id><published>2011-12-27T09:33:00.002+01:00</published><updated>2011-12-27T09:33:45.240+01:00</updated><title type='text'>der weihnachtsspaziergang</title><content type='html'>Und so spazierte ich nach meiner Rückkehr aus der Nordstadt durch die menschenleere Stadt. Hier würde ich in den nächsten Tagen niemanden finden. Mittlerweile war der Frühling zurückgekehrt. Langsamen Schrittes schlenderte ich durch meinen Bezirk. Direkt hinter der Soldiner lagen die Dönerfabriken und dahinter gab es Gärten, Sportplätze und die Bahnlinie, die dereinst die Grenze markierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal schritt ich durch den ehemaligen Osten, dann wieder zog es mich zurück in den Westen. Auf meiner rechten Seite erhob sich das Sowjetische Ehrenmal zu Schönholz. Sie hatten Bauzäune um das Gelände gezogen, doch den Obelisken konnte ich von meiner Position gut ausmachen. Ein paar Meter hatten sie eine geflochtene Bank vergessen, ich ließ mich nieder, hörte den vom Frühling erweckten Vögeln zu, über mir konnte ich bereits die erste Kraniche ausmache. Sie zog es wieder in den Norden. Waren sie nicht erst vor einigen Wochen in den Süden geflogen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter der S-Bahn-Station Wilhelmsruh ging es in eine dunkle, matschige Gasse. Nach guten 350 Metern öffnete sich der Bahndamm in Richtung Westen. Dort lagen die Lauben der Reinickendorfer, mich aber zog es weiter an den Fertigungsstätten auf der Ostseite vorbei. Zwischen den Baulücken eröffnete sich das Panorama&amp;nbsp; des Märkischen Viertels. Die Westplatte, als Symbol des Wohlstands direkt an die damalige Zonengrenze gesetzt. Im Berliner Stadtbild nun verzweifelt als letzter Rückzugsort beworben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spätestens im Berliner Wahlkampf, damals im September, als ich noch Gast und kein Bewohner war, sah man, was aus diesem Bezirk geworden war. Schon weit vorher hatte das MV zweifelhaften Ruhm erlangt, doch entlang der beschnittenen, vom Grünflächenamt zerstörten Plantanen, die im spätsommerlichen Licht verloren und mit kahlen Ästen zwischen den Laternen am Wilhemsruher Damm standen, hatte die NPD plakatiert. Deutsche Frauen wehrten sich, Parteivorsitzende gaben Gas und den heimkehrenden Fremden wurde freudig hinterhergewunken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal hatte ich mir das Treiben am Knotenpunkt Wittenau angeschaut und wenn es auch nicht der NPD-Realität entsprach, so war es einigermaßen verstörend. Frauen, die mit Kinderwagen an der Bushaltestelle stehen. Mit Kindern, denen man wünscht, niemals nur einen Tag älter zu werden. Sie waren ohne Chance auf diese Welt gekommen und mussten nun ein ganzes Leben durchhalten. Einige der Kinder würde es in die Scripted Reality ziehen, andere Kinder würden die Platte nur für einen Urlaub im Süden verlassen, sie würden mit 15 Vater und Mutter und dann mit Kinderwagen an der Bushaltestelle stehen. Diese Trost- und Perspektivlosigkeit hatte mich damals fasziniert. Sie bauen Hochhäuser, eröffnen ein Einkaufszentrum, setzen den Menschen Ämter vor die Tür und wollen nicht, dass überhaupt jemand aus dieser Welt ausbricht. Sie sperren die Menschen weg und niemand bemerkt es, hatte ich damals gedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wendete mein Blick vom Märkischen Viertel und bog in Richtung Nordgraben ab. Hin und wieder passierte mich ein Auto, schnell aber versteckte ich mich hinter dem Abwasserkanal und spazierte entlang des sogenannten Grünstreifens, der nicht mehr als ein Kackstreifen für die Hundehalter Reinickendorfs war. Nachdem ich einige Querstraßen überschritten hatte, eröffnete sich auf meiner rechten Seite ein kleiner Platz. Das Rathaus Reinickendorf. Ein funktionaler Bau, der einen kleinen Park überblickt. Ein paar Lichterketten zeigten die Jahreszeit an. Wenn es auch nach Frühling roch, so war es doch der 26. Dezember 2011.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Rathaus stieg ich in die U-Bahn, fuhr bis zur Seestraße und ging von dort zurück in den Soldiner Kiez. Aus den Dönerläden flimmerte N-TV. Manchmal saß dort ein Gast über einen Döner,&amp;nbsp; manchmal saß dort ein Gast Ayran trinkend. Auf der Koloniestraße spielten die Jugendlichen Fußball. Kevin-Prince Boateng hatte hier vor 10 Weihnachten Fußball gespielt, er war ihr großes Vorbild. Er war ihre Fluchtmöglichkeit. Im Fernsehen lief das Traumschiff. Die Kolonialserie zum Ausklang des Weihnachtsfests. Im Kühlschrank stand ein frischer Kasten Kronen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8716106729454083961?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8716106729454083961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-weihnachtsspaziergang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8716106729454083961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8716106729454083961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-weihnachtsspaziergang.html' title='der weihnachtsspaziergang'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7265807629084126235</id><published>2011-12-24T14:48:00.001+01:00</published><updated>2011-12-24T14:48:27.738+01:00</updated><title type='text'>frohe weihnachten</title><content type='html'>Ich blickte mich um. Hinter mir lag eine lange Strecke. Ich war wieder zurück im Soldiner Kiez. Zurück in meiner neuen Heimat. Ich wußte, dass es gut war. Alles geschah aus einem Grund und deswegen ging alles immer weiter. Ich würde Weihnachten alleine verbringen. Mir die DVDs aus dem Meisterjahr anschauen und zurückblicken. Alles ergab auf einmal einen Sinn. So stand es geschrieben, und so würde es geschehen. Als mich jemand auf der Straße fragte, wie ich das Weihnachtsfest verbringe, antwortete ich: "Als glücklicher Mann!" Es war nicht gelogen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7265807629084126235?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7265807629084126235/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/frohe-weihnachten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7265807629084126235'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7265807629084126235'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/frohe-weihnachten.html' title='frohe weihnachten'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7875454333178587877</id><published>2011-12-23T10:55:00.001+01:00</published><updated>2011-12-23T10:55:22.466+01:00</updated><title type='text'>die enden des fadens</title><content type='html'>Ich stand auf. Der Tag hatte gerade erst begonnen. Noch einmal die Kneipe, noch einmal der Suicide, den ich der Wirtin irgendwann einmal rangeschafft hatte. Ich hatte in der Ecke gesessen und zugehört. Noch einmal war ich das Jahr durchgegangen. Wo war ich? Wer war ich? Am Anfang? Am Ende? Werde ich je irgendwo ankommen? Mir war nicht bewußt, was der Ermittler tatsächlich geschafft hatte. Das Ende des Fadens sieht immer gleich aus. Und die Rettung gibt es nicht in 2 Minuten. Ich stand auf. Es würde mir in Zukunft noch leichter fallen. Ich werde nie mehr alleine sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7875454333178587877?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7875454333178587877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-enden-des-fadens.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7875454333178587877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7875454333178587877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-enden-des-fadens.html' title='die enden des fadens'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-7270389022959335652</id><published>2011-12-22T08:55:00.001+01:00</published><updated>2011-12-22T08:55:03.709+01:00</updated><title type='text'>der kürzeste tag des jahres</title><content type='html'>Mittwoch, später Abend. Donnerstag, früher Morgen. Was war ? Ich konnte es nicht sagen. Ich hatte gerade noch Zeit, die Tür zu schließen.&amp;nbsp; Rechtzeitig? Ich wusste nicht einmal, ob ich die Tür hätte schließen sollen, ob ich Tür hatte schließen wollen und wovor ich die Tür eigentlich geschlossen hatte. Sie war zu. Ich war in der Wohnung in meinem neuen Kiez. Die Samenhandlung hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Nur noch sporadisch zog es mich an meinen sogenannten Ermittlerstandort. Vielleicht würde ich ihn aufgeben. In der Nordstadt hatte ich so etwas auch nicht benötigt. In Dortmund hatte es die Erdgschosswohnung, die Kneipe, und am Ende natürlich auch den großen Boss gegeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein dekadenter Ansatz in meiner neuen Heimat fand vielleicht Anklang bei den Vermietern, er machte aber meinen finanziellen Reserven zu schaffen. Die Konstrukteure waren kurz davor, mir das Geld abzudrehen. Mit meinen Ermittlungen hatte ich schon lange nichts mehr verdient, immer nur draufgezahlt. Meine Spesen rechnete ich mit mir ab. Es gab niemand mehr, der nur einen Cent auf den Ermittler setzen wollte. Dabei war es Winter, richtig fieser grauer, guter Winter. Meine Lieblingsjahreszeit. Dabei war es der 21.12 - der kürzeste Tag des Jahres, mein Lieblingstag in&amp;nbsp; meiner Lieblingsjahreszeit. Welch wunderbares Gespür die Welt doch hatte. Waren die Tage am kürzesten, hatte ich die beste Laune. Waren die Tage lang, ging meine Laune meist gen Null. Obwohl, das musste ich mir eingestehen, nicht die längsten Tage des Jahres waren das eigentliche Problem. Nein, die mittellängsten Tage des Jahres, und genauer die mittellängsten Tage des Jahres, die sich auf den längsten Tag des Jahres hinzu- und nicht hinfortbewegen, sind mein größter Feind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts hasste ich mehr als den Frühling. Nichts hasste ich mehr als die Wiedergeburt der Lebensfreude. Nichts hasste ich mehr als die sogenannten ersten warmen Tag des Jahres. Befreiten sich die Menschen ihrer Fesseln, strömten wieder auf die Straßen, saßen wieder in den Cafés, trugen ihren Winterspeck zu den Farben und Designs der neuen Saison, sperrte ich mich wochenlang in meine Wohnung ein. Streunerte ich im Winter auf der Suche nach meinen Geschichten, nach neuen Aufträgen durch die Stadt, so versteckte ich mich im Frühjahr und naturgemäß gerade an den ersten sogenannten warmen Frühlingstagen in meiner Wohnung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon ab Januar überkam mich langsam das Entsetzen. Die Tage wurden wieder länger und an manchen Tagen drohte die Sonne mir mit ihrer neu gewonnenen Stärke. Sie war mein natürlicher Feind. War sie das Licht, war ich der Schatten. War sie die Gefahr, war ich die Rettung. Doch ab Januar war an Rettung meist nicht mehr zu denken, wie der Zweiklang Dembowski und Rettung&amp;nbsp; ohnehin sogar in meinen Ohren einen einigermaßen absurden Klang hatte. Wie würde es dann erst bei meinen Freunden, von denen ich ohnehin keine hatte und diese Überlegung somit obsolet war und aber dann erst bei meinen Feinden sein? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo immer ich war, wie immer ich mich bewegte, mit wem ich auch sprach, ich gab mich der Lächerlichkeit preis und es machte mir nichts mehr aus. Zu viel Lächerlichkeiten hatten mein Leben bestimmt. Zu viel Lächerlichkeiten hatten mich auf meinen dreckigen Weg geführt. Nur mit noch mehr Lächerlichkeiten konnte ich die Zukunft vielleicht noch einmal umkehren. Die Vergangenheit, die Zukunft, das ganze Konstrukteure-Gewäsch. Es hing mir zum Hals raus. Ich lebte es vor und glaubte doch nicht dran. Ich prahle von Wachablösungen, sagte ich still zu mir und ich bin nicht einmal in der Lage, hinter meinem Verein zu stehen. Ich will das Tempo vorgeben und bin schon froh, wenn ich nach 20 Metern nicht bereits ohne Chance hinter den Anderen liege, murmelte ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie würde ich an dieser Tatsache was ändern können. Sprach ich mit Yilmaz und war fast Besitzer eines eigenen Fernsehers, nahm ich trotzdem einen Anruf von Reiser an. Ich nahm einen Anruf von Reiser an und wußte ,dass er meinen Tag zerstören würde. Ich gab mich nach außen gelassen, um meine innere Ruhe zu finden. Doch gab es kein Außen, dass mein Gelassenheit hätte registireren können. Es gab kein Außen und ob es ein Innen gab, stand mit Sicherheit ebenso in den Sternen, dachte ich auf die Uhr schauend. 14.20 Uhr. Der kürzeste Tag des Jahres würde nur noch 10 Stunden mein Begleiter sein und Punkt Mitternacht würde der nächste kürzeste Tag meines Lebens abgelaufen sein. Wenn ich so weiter lebte, würden mir nicht mehr viele kürzeste Tag meines Lebens bleiben. An meinem letzten kürzesten Tag meines Lebens würde ich die Sonne mit höchster Wahrscheinlichkeit nur noch verschwommen sehen. Wieder mal ein Jahr verbracht, Dembowski, sagte ich mir, während ich die Wohnung auf der Suche nach ein paar Schlücken Bier durchschritt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war erschrocken, ich war gelähmt. Der kürzeste Tag des Jahres kam und ging und mir blieb nur das Warten auf die nun anstehenden schaudervollen Wochen und Monate. Ich war schockiert. Allein der Gedanken an das Erblühen des Lebens, raubte mir alle Kraft. Mein größter Feind heißt Sonne, dachte ich. Und erst mit meinem letzten Atemzug würde ich meinen größten Feind besiegen können. Es gab keine andere Lösung. Da nützte mir die Vergangenheit, die Zukunft, die Gegenwart überhaupt nichts. Da waren die Konstrukteure machtlos, sogar Despoten und Diktatoren waren da machtlos. Der größte Feind war die Sonne. Und wir würden unseren Lebensfeind erst mit unserem Tod besiegen können. Es war ausweglos. Jetzt aber erst einmal der kürzeste Tag des Jahres. Und bald Januar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne wird mich besiegen, dachte ich dann in solchen Momenten und legte langsam Vorräte an. Schon ab Januar also strebte meine Planung immer voller Grauen auf diesen ersten warmen Frühlingstag zu. Saßen die Menschen in den Cafés und teilten sich via Twitter, Mobiltelefonen, Blogs -&amp;nbsp; und was auch immer diese neue Zeit so mit sich brachte – mit, lag ich in meinem Bett, hatte vielleicht noch die Kraft meine Plattensammlung zu ordnen und mich hinter meinen Kopfhörern, eine alte Codeine auf den Ohren, zu verschanzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War es für die Anderen also endlich Frühling, war für die Anderen also die deprimierenden Wintermonate endlich abgeschlossen, war es für die Anderen also endlich wieder möglich frei zu atmen, so saß ich wie gelähmt mit Kopfhörern auf dem Fußboden und hörte eine alte Codeine, und wenn es ganz übel kam, legte ich danach noch das Spätwerk von Talk Talk auf.&amp;nbsp; Der Frühling, da war ich mir sicher, würde nie etwas für mich sein. Nicht in meinem Leben, hatte ich mir bereits so oft gesagt. Niemals wirst Du Dich mit dem Frühling und schon gar nicht mit den ersten warmen Frühlingstagen anfreunden können, hatte ich mir gesagt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Anderen sitzen in der Sonne und Du liegst in Deinem Bett, Dietfried, hatte ich mich schon so oft zu mir sagen gehört. Während die Anderen in der Sonne sitzen und befreit sind, hast Du, Dembowski,&amp;nbsp; immer nur tiefen Hass für die ersten warmen Tagen verspürt, hatte ich mir so oft schon gesagt. Und jetzt, ich blickte auf den Kalender in meiner Küche, hatten wir den kürzesten Tag des Jahres. Und wenn ich nicht langsam mal etwas unternehmen würden, wäre der kürzeste Tag des Jahres bald auch wieder vorbei und dann hätte ich einen weiteren kürzesten Tag meines Lebens in beiläufiger Schwere verloren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatten die Anderen diesen Tag herbeigesehnt, so hatte ich diesen Tag gefürchtet. Er brach also mit der Gewissheit des Pokalsiegs über Düsseldorf hinein und er war, wie es sich für den kürzesten Tag des Jahres gehört, formidabel trist gewesen. Bereits gegen 13 Uhr gingen die Lichter der Stadt an und ob sie vorher überhaupt aus waren, konnte ich nicht sagen. Ich war gerade erst aufgestanden. Nach dem Sieg hatte ich mir beim Zauberer noch ein paar Biere aufs Haus reingeschraubt, war dann in aller Ruhe über den Mauerweg zurück in den Soldiner Kiez geschlendert, hatte, so aufgeregt war ich dann doch, erst spät und reichlich angetrunken nur ein wenig Schlaf gefunden. Ich hatte mich vor Freude betrunken, doch irgendwann wurde mir bewußt, was da gerade mit mir passierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der kürzeste Tag des Jahres. Nicht im Bett verbringen!, hatte ich mir noch vor dem Einschlafen notiert.&amp;nbsp; Schmerzen ja! Selbstmitleid nein! Stand alles auf einem Zettel. Diesen fand ich gegen 13 Uhr wieder, ich war gerade aufgewacht. Der kürzeste Tag des Jahres ist bald vorbei, hatte ich gedacht und war darüber in Depressionen verfallen. Bis ich wieder las „Schmerzen ja! Selbstmitleid nein!“ Aber halft nichts. Der kürzeste Tag des Jahres brachte ja nur die Gewissheit meines baldigen Ablebens. Der kürzeste Tage des Jahres&amp;nbsp; würde jetzt einmal weniger wiederkommen. Und wenn sie mir da draußen Sachen nachsagten, so würden sie jetzt einen kürzesten Tag weniger Zeit haben, mir hinter meinem Rücken Sachen nachzusagen. Vielleicht was das sogar gut? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meiner Schwermut fiel ich ihnen auf die Nerven, mit meinen Ermittlungen langweilte ich sie, mit meinem Musikgeschmack fremdelten sie, mit meinen Worten wurden sie nie warm. Um die Ecke gebracht, hätten sie mich&amp;nbsp; gerne. Daran hatte ich kein Interesse. Ich hätte sie auch gerne um die Ecke gebracht, aber so ganz allein wäre mir am Ende aller Tage vielleicht noch langweiliger. Meine aus der Einsamkeit meiner Plattensammlung hervorschauende Langweile erfüllte mich mit Furcht. Mehr Furcht als die Menschen da draußen. Ihnen war ich&amp;nbsp; fremd, und dieser Fremdling in ihr Leben eingedrungen. Und auch wenn sich dieser Fremdling nicht aufgedrängt hatte, so mussten sie zwangsläufig von seiner Existenz Notiz nehmen. Und hatten sie einmal von ihm Notiz genommen, verachteten sie sich dafür. Sie hatten&amp;nbsp; den Ermittler meiden wollen und war er dann einmal in ihr Leben eingedrungen, verachteten sie sich für ihre Unfähigkeit. Allein der Gedanke an ihren Selbsthass erfüllte mein Herz mit dunkler Freude. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber in der Nacht dann, nachdem ich den Nachmittag des kürzesten Tags des Jahres mit meinen Überlegungen hinsichtlich der irgendwann anstehenden Frühlingstage verschwendet hatte und es mir sogar die Laune ordentlich verhagelte hatte, obgleich doch genau dieser Tag der für mich idealste Tag des Jahre war,&amp;nbsp; öffnete ich irgendwann in der Nacht die Tür. Es hatte geklingelt. Eien Horde Trunkener bat um Einlaß und Rat. Ich sah ihre Gesichter, ich hörte ihre schleppenden Worten. Da sei was passiert, mein Rat gefragt. Noch weniger als Geld brauchte ich in meiner Lage diese Bande hier als Auftraggeber irgendwelcher mit Sicherheit wenig zielführenden Ermittlungen. Ich schloß die Tür wieder. Vor ihnen. Hinter mir. Für immer? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was es auch war, das mich hinderte, weitere Aufträge anzunehmen, es hatte mir in den letzten Wochen doch mehr zugesetzt, als ich es mir eingestand. Ich hatte die Kronen-Vorräte binnen weniger Monate aufgebraucht, ein paar Vermögen im Oldie-Eck gelassen und war kein Stück weitergekommen. Das Treffen mit der Schraudershaus war die bescheidene Krönung dieser erbärmlichen Vorweihnachtszeit. Ich hatte die Nordstadt fluchtartig verlassen, fortan war der Kontakt mit Amok und Redermann, positiv ausgedrückt, freundlich. Von der Wentraud hatte ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört, mir war nicht einmal klar, ob sie noch in ihrem Kiosk stand und ob sie sich ihre heißgeliebten Duelle mit dem Bäcker lieferte. Mir war in den letzten Wochen wenig klar gewesen, stellte ich ernüchtert fest. Ich hatte mich in Abenteuer gestürzt, die zu durchleben, sogar mich langweilten. Ich hatte einen Finger in der Tasche gefunden, mich mit Feuereifer auf die Suche nach dem Hintergrund gemacht und war, kannte ich den Täter einmal, nicht mehr in der Lage&amp;nbsp; und - das beunruhigte mich vielleicht sogar noch ein wenig mehr – Willens gewesen, dieser Spur noch einen Tag länger nachzugehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waren Lösungen offensichtlich, verabschiedete ich mich von den Ansätzen und vergaß zuweilen, in letzter Zeit war das häufiger vorgekommen, darüber hinaus auch gleich das ganze Probleme. Irgendwann holte es mich dann mit epochaler Wucht ein, so war es gewesen, und so würde es immer wieder sein. Du hast nicht gerade einen langen Atem, Dembowski, hatte ich gedacht und war dann in einen komatösen, gelangweilten Schlaf gefallen. Der Tag nach dem Pokalerfolg, der in der Rückschau entweder nur ein kleiner Anhang an eine weitere erfolglose Pokalsaison&amp;nbsp; sein würde oder aber als der große Befreiungsschlag in einem Wettbewerb, der in den letzten 15 Jahren von nur drei Clubs und den Clubberen gewonnen worden war, gesehen werden würde. Immerhin hatte sich Mats Hummels, der Kopf und Erfinder der 1-Mann-Abwehrkette im Überschwang des Sieges zu der Aussage „wir wollen besser als 2008 abschneiden“ hinreißen lassen und somit, soweit mir nichts entgangen war, zum ersten Mal seit langer langer Zeit ein Ziel vor Erreichen des Ziels nach außen dringen lassen. An diesem eigentlich historischen Tag nach dem vielleicht historischen Pokalerfolg in Düsseldorf, schloß ich in der Nacht die Tür, versperrte sie vor neuen Auftraggebern und war v oller Sorge, vor den kommenden Monaten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-7270389022959335652?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/7270389022959335652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kurzeste-tag-des-jahres.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7270389022959335652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/7270389022959335652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kurzeste-tag-des-jahres.html' title='der kürzeste tag des jahres'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8932976526789296239</id><published>2011-12-21T09:54:00.001+01:00</published><updated>2011-12-21T09:57:36.877+01:00</updated><title type='text'>doch noch ein versöhnlicher ausklang</title><content type='html'>"Wie schütze ich mich vor dem Weltuntergang, Dembowski?", fragte mich der türkische Gemüsehändler in der Koloniestraße. Ich hatte keine Antwort. Empfahl ihm vorsorglich, endlich mal auf den Fernseher zu verzichten. Ich war eigentlich nur mal kurz bei ihm, um ein paar Paprika und ein wenig Knoblauchwurst zu kaufen. Immer bei Yilmaz. Er war mit Abstand der unterhaltsamste Gemüsehändler, der mir je untergekommen war. Entweder Yilmaz oder seine Frau Irem. Gab immer was auf die Hand, gab immer Fragen zu den Ermittlungen, Fragen zum Weltuntergang. Feine Kerle. Hatten mich auch zur Linsensuppe eingeladen. Ich die Einladung bislang immer ausgeschlagen. So auch heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schau einfach weniger Fernsehen, Yilmaz. Dann passiert Dir nix!""Ehrlich, Dembowski?" "Wenn ich es Dir sage" "Ok!" "Passt gut. Könnte ich mal..." "Hier, die Orangen. Super!" Mir war weniger nach Orangen, ich brauchte dringend einen neuen Fernseher. Zumindest für den Abend. Leihweise. In den Kneipen hielt ich es nicht mehr aus, und mein alter Kasten hatte den Umzug eher nicht überlebt. Klar, das Pokalspiel gab es auch als Stream. Ich aber wollte es endlich mal wieder daheim auf meinem Fernseher sehen. Jetzt standen nur noch Yilmaz, die Orangen und meine Überzeugungskraft zwischen mir und dem Fernseher. Und Reiser! Das Telefon klingelte inmitten meiner geschickten Verhandlungen. Redermann hatte sowas bereits angedeutet. Es musste was vorgefallen sein. Reiser würde sich nie einfach nur so melden. Für ihn war ich Treibgut in der langen Liste seiner ehemaligen Trinkgefährten. Jetzt aber Reiser. Am Telefon. Während es mir nur um einen Fernseher ging. Und Yilmaz diesen schon fast rausgerückt hatte. Ich muss nur noch kurz von den Orangen kosten, was sagen, und schon gehe ich mit nem Fernseher nach Hause, dachte ich kurz bevor das Telefon klingelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembowski. Wir müssen was gegen Klopp unternehmen! Kannst Dir nicht vorstellen, was passiert ist" "Will ich mir auch nicht, Reiser! Ich teste gerade die besten Orangen der Stadt", erwiderte ich mit Blick auf Yilmaz. Ich bedeute Yilmaz kurz, dass ich hier gerade ein wichtiges Gespräch in der Leitung hatte. "Ermittlungen, Yilmaz! Bin gleich wieder da". Dann zog ich mit meinen Orangen vor die Tür. Saulecker. Würde ich mitnehmen. Beim Pizza-Flitzer hatte sich mal wieder die Polizei vorgestellt. Nach den Schüssen im Jahr 2001 waren sie immer mal wieder hier, und schauten nach den Löchern in der Decke, erzählte man sich auf der Kolo, dieser so unscheinbaren Straße im Soldiner Kiez. Das hier war jetzt meine Heimat, dachte ich und nahm Reiser mit auf einen Spaziergang zur Panke. Der Himmel war klar, den Fernseher hatte ich so gut wie sicher, die Orangen toppten alles und wenn ich erst einmal Sucuk in der Tüte hatte, brauchte ich nur noch Bier. Der Kronen-Vorrat war leider bereits aufgebraucht. You win some and you drink some and I won my will to drink, dachte ich, und hörte Reiser weiter zu. Irgendwas war auf der PK passiert und jetzt, erklärte er mir, würde Klopp büssen müssen. Er habe bereits mit dem Typen vom Sender gesprochen. Der würde heute Sensation schreien und diese Sensation wäre der letzte Sargnagel für Klopp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"´Das musst Du Dir mal vorstellen, Dembowski. Benutzt er Kriegsvokabular. Geht überhaupt nicht." Manchmal war die Stimme von Reiser nahe, manchmal legte ich das Telefon auf die Bank und schaut den in der Panke treibenden Einkaufswagen auf ihrem Weg in die Spree nach. Beides ist ähnlich spektakulär, beides ist bereits 100x passiert und wird sicher noch weitere 100x passieren. Irgendwann komme ich hinter Reisers Aufregung. Klopp hatte ihm wohl die Begrifflichkeiten erklärt. Manndeckung und Manndecker, habe er zu Reiser gesagt, gäbe es nicht mehr und dann habe Klopp auch noch auf die Innenläufer hingewiesen. Damals nach dem Krieg. Daraus, so Reiser, würde er sicher einen Naziskandal stricken können. Ein wenig Unterstützung von "Der Samstag!" wäre da gut, hatte er eingefordert und mir mit irgendwelchen Dingen gedroht, die er gegen mich in der Hand habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aber Reiser, das ist mir doch egal, was Du in Dortmund gegen mich in der Hand hast. Nicht einmal Bundespräsidenten stürzen, wenn irgendwer was gegen ihn in der Hand hat, wieso sollte ich dann stürzen, wenn ich ohnehin bereits am Boden lag. Aber das musste ich Reiser ja nicht unbedingt auf die Nase binden. Und so trieben die Einkaufswagen weiter die Panke runter, ich rauchte, blickte den Einkaufswagen nach, hörte das Geschrei vom Bolzer an der Soldiner, das Geschrei von Reiser am Telefon. Ich aß ein paar von Yilmaz' besten Orangen, öffnete irgendwann ein Bier, rauchte ein paar Kippen und hörte Reisers ewigem Monolog zu. Der Mann hatte Ausdauer, keine Frage. Aber immer noch keine Ahnung. Ich war froh, ihm im Sommer entkommen zu sein. Redermann interessierte sich nicht für sein Gewäsch und so rief er in Notlagen halt bei mir an. Wir hatten noch nie zusammengearbeitet und würden es nie tun. Reiser konnte das nicht verstehen. Es geht nicht in seinen Kopf rein, dachte ich, den Einkaufswagen nachschauend. Es wird nie in seinen Kopf reingehen, für ihn sind wir immer noch Ansprechpartner und das wird sich nicht ändern. Ach, Reiser! dachte ich, während ich seinem Monolog aus der Ferne immer mal wieder ein wenig Aufmerksamkeit schenkte, was tust Du Dir nur an?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam wurde es mir kalt und die Dämmerung brach mit einem leichten Schneeschauer herein. Ich ging in Richtung Osloer, setzte mich in die Tram, hinter die Brücke. Von dort auf den Sonnenuntergang schauen. Hinter der Brücke, auf der Bornholmer gibt es den schönsten Sonnenuntergang der Großstadtwelt, dachte ich. Wie sich die Sonne langsam genau hinter der Erhebung senkt und wie im Norden die letzten Flugzeuge in Richtung Tegel die Sonne scheinbar durchstechen. Reiser redete noch. Mein Akku neigte sich dem Ende entgegen. Ich legte auf. Sollte er seinen Innenläuferskandal anderen Leuten andrehen, bei uns war er definitiv an der falschen Adresse. Der Sack hatte mir jetzt aber mein Geschäft mit Yilmaz verdorben. Auf zum Zauberer. Auf ins Berliner Hauptquartier der Konstrukteure. Lange schon war ich nicht mehr dort gewesen. Jetzt wieder. Es gab eine Standleitung zu Piotr. Er sagte nur: Achte auf Gräfe! Das tat ich. Doch es änderte nichts. Der erste Sieg im Elferschießen seit Lehmanns später Vorarbeit vor fast exakt 12 Jahren. Besser hätte das Fußballjahr nicht zu Ende gehen können. Oder um es mit den Worten von Wark zu sagen: "So findet das Dortmunder Fußballjahr doch noch einen versöhnlichen Ausklang!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8932976526789296239?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8932976526789296239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/doch-noch-ein-versohnlicher-ausklang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8932976526789296239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8932976526789296239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/doch-noch-ein-versohnlicher-ausklang.html' title='doch noch ein versöhnlicher ausklang'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-2761579057639805126</id><published>2011-12-20T09:48:00.000+01:00</published><updated>2011-12-20T09:48:06.992+01:00</updated><title type='text'>lachleute</title><content type='html'>Es ist einfach ungeheuerlich, wer einem im Weihnachtsrausch auf der Osloer Straße alles über den Weg läuft. Da kommen sie aus der U-Bahn, geleitet vom Wachdienst, sie schleppen ihre Einkäufe in die hübsch weihnachtlich dekorierten Wohnungen, schalten die Lichter an und legen los. "Is wie Halloween", erzählen sie mir. Und ich verschwinde im Oldie-Eck. Ah-i-ah-i-mein-esel-ist-kaputt. In der Ecke stehen Peter und Jojo, spielen sich durch ihre Hits aus 3 Jahrzehnten. Zurück zur Natur. Zum Beton. Sie wissen es nicht. Die Lachleute. Die Nettmenschen. Es ist Montag, der 19.12.2011. Borussia wird 100.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-2761579057639805126?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/2761579057639805126/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/lachleute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2761579057639805126'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/2761579057639805126'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/lachleute.html' title='lachleute'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3709596438571014705</id><published>2011-12-19T10:13:00.003+01:00</published><updated>2011-12-19T10:13:48.214+01:00</updated><title type='text'>die planungen schreiten voran</title><content type='html'>Der Verband für das deutsche Hundewesen hat mächtig schlechte Laune. Es war ein einziger Anruf am Wochenende, der ihre Planungen über den Haufen geworfen hat. Eine kleine Anfrage von Der Samstag! Was wäre eigentlich, wenn das Denkbare erneut passiert und der Ballspielverein, dieser verdammt gut aussehende 102 Jahre alte Herr am 5.Mai 2012 erneut den Titel gewinnen muss? Was wäre dann eigentlich mit dem Verband für das deutsche Hundewesen und der Ausstellung zu Hund &amp;amp; Heimtier an dem besagten Wochenende? Sollen Hund &amp;amp; Heimtier sich dann unter die Fans mischen? Und mitfeiern? Ich drohte mit dem Tierschutzbund. Sie verstanden. Alle.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3709596438571014705?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3709596438571014705/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-planungen-schreiten-voran.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3709596438571014705'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3709596438571014705'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/die-planungen-schreiten-voran.html' title='die planungen schreiten voran'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1444645186651455860</id><published>2011-12-18T10:27:00.001+01:00</published><updated>2011-12-18T10:53:46.933+01:00</updated><title type='text'>auf augenhöhe mit den bayern - der kommentar</title><content type='html'>Ein fürchterlich anstrengender Tag gestern. Träumte früh vom Saufen, war ziemlich schnell blau. Noch vor 15.30 Uhr. Auf jeden Fall. Das Kronen floß und die Spieler kombinierten sich in Richtung Tor. Der polnische Chancentod zeichnete sich durch zahlreiche Abseitsstellungen aus. Das war wieder nix, Robert! Klar: Den Ball zum 1-0 versenkt er, und auch das 3-1 und das 4-1 gehen irgendwie auf seine Kappe. Doch es ist wie immer, gegen die kleinen Mannschaft glänzt er, gegen die großen Mannschaft&amp;nbsp; versteckt er sich. Ich sitze in der Wohnung. Schaue meinen Stream. Ich habe es also gesehen, Robert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich gegen 16.15 Uhr bereits alle Hoffnungen aufgegeben hatte, spielte auch noch der Stream verrückt. In Freiburg waren da 42.56 Minuten gespielt und der Linienrichter hob gerade seine Fahne. Dann: Standbild! Ich sprang auf, schmieß die halbleere Kronen-Pulle auf den Boden und schrie: "Niemals! Niemals! Verdammt: Der Ball kommt vom Gegner!" Aber ganz deutlich sah ich die Fahne des Linienrichters - niemals würde ich Schiedsrichter-Assitent sagen - und somit war klar: Abseits! Radio an. Das dauert bei mir immer. So auch gestern. Offensichtlich war in Freiburg in der Zwischenzeit etwas passiert. An der Außenlinie, erklärte der Kommentator, sei die Aufregung gerade groß. Sicher wieder nen übles Foul von einem unser Treter, war mir sofort klar. Diese Mannschaft hatte ihren Drive irgendwo zwischen Marseille und Kaiserslautern verloren. Gurkentruppe. Nicht einmal gegen Abstiegskandidaten konnten sie dreifach punkten. Sorg also war wohl im Zentrum des Geschehens und regte sich über eine Ungerechtigkeit auf. Vielleicht gab es ein brutales Foul, vielleicht hatte er ein Tor nicht gewertet, einen Elfer nicht gegeben. Nur mit Schiriglück zum 1-1 Pausenstand. Mir wurde schlecht. Und dann: "Hier ist noch eine Minute Nachspielzeit. Dortmund führt durch den umstrittenen Gündogan-Treffer 2-1. Zurück ins Funkhaus!" Hä? Tor? Ich hatte die Fahne gesehen. Er hatte Abseits gegeben. Ich war mir sicher. Aber so? Kann mir bitte mal einer erklären, was wir für eine geile Truppe haben? Legen die kurz vor Pause nach und machen das 2-1! Unfassbar. Auf dem Weg zum Ziel, keiner kann uns halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kehrte den Scherbenhaufen zusammen, machte mir ein Bier auf und setzte mich schon einmal an den Kommentar. Das Ding war durch, und so blieb es dann auch. Der Chancentod war gegen diese Freiburger in guter Gesellschaft. Immer durch die Mitte, immer zum Erfolg. Langweilig. Kein Gegner auf dem Platz, da macht sogar der Pole ein gutes Spiel. Ich hatte ihn bereits nach seiner Verpflichtung im letzten Sommer gefressen. Sein 12. Ligator, sein 6. Assist - nicht einmal in dieser Wertung reichte es für ihn bis in die Ligaspitze. Robert Lewandoofski für immer. Da hatte Reiser einfach mal ins Schwarze getroffen. Ich schrieb und schrieb. Irgendwas mit Wachablösung würde ich schreiben, das war mir klar. Der Kommentar war damals auf großen Anklang gestoßen. Auch wenn ich es nicht so sah, diese Nummer würde ich jetzt weiterdrehen. Weiterdrehen? Das Wort hatte ich vor der Reiserschulung nie gehört. Jetzt liebte ich es. Man muss immer weiterdrehen. Der Ermittler auf dem Egoexpress. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Borussia geht den nächsten Schritt - Auf Augenhöhe!&amp;nbsp; &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 18.12.11) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;Was zu bleiernen Doll-Zeiten undenkbar schien, ist längst Realität. Der Ballspielverein aus Dortmund befindet sich auf Augenhöhe mit den Bayern aus München. Erst rauschte der Porsche-Fahrer aus der Tiefgarage, dann der Alleinherrschaftstraum der Bayern gegen die Wand. In den letzten 2 Kalenderjahren holten sie 139 Punkte. Der BVB jedoch 136. Danach folgt die große Leere. Was in den 90ern als ungleicher Machtkampf began, findet nun in den 10ern seine Fortsetzung. Während der Süden mit Geld um sich schmeißt, beruht die westfälische Politik auf den Säulen: Vertrauen, Geschick, Klugheit. In nicht einmal fünf Jahren spazierte die Großmacht vom Abgrund zum Olymp. Sie verlor auf dem Weg Spieler wie Valdez, Petric und Frei. Sie wird auf ihrem Weg weitere Spieler verlieren und weitere Talente formen. Diese Borussia wird über kurz oder lang um jeden Titel dieser Welt mitspielen. Das unterscheidet sie von den stets ein wenig arrogant wirkenden Bayern. Von Doll zu Klopp. Ein kleiner Schritt für den Verein, ein großer Schritt für die Menschheit. Das beweist auch der gestrige 4-1 Triumph gegen den starken Abstiegskandidaten SC Freiburg. &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / der samstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1444645186651455860?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1444645186651455860/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/auf-augenhohe-mit-den-bayern-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1444645186651455860'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1444645186651455860'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/auf-augenhohe-mit-den-bayern-der.html' title='auf augenhöhe mit den bayern - der kommentar'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1558141321310853882</id><published>2011-12-17T10:00:00.001+01:00</published><updated>2011-12-17T14:33:58.669+01:00</updated><title type='text'>wohin führt dein weg, dembowski?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: left;"&gt;Letzter Auswärtsspieltag im Meisterjahr 2011. Redermann hing in den Seilen. Die Amas spielten nicht. Amok schwieg. Mit der Schraudershaus hatte ich jetzt ne unangenehme Bekanntschaft mitten in meinem Rückzugsgebiet. Es hätte bis auf die Meisterschaft ja kaum seltsamer kommen können. Aufgeregt! Die letzte Woche hatte meine Nerven zerstört, die letzten 90 Minuten würden sie kaum schonen. Wenn da nur nicht Komaroff wäre. Der Rothaarige machte mir mächtig Sorgen. Viel zu lange hatte ich nur immer mal wieder an den Finger gedacht. Für die Winterpause versprach ich mir die Aufklärung oder zumindest eine Annäherung an die Aufklärung. Mindestens eine Rechnung war noch zu begleichen. Wohin führt Dein Weg, Dembowski?, schrieb ich in mein Notizbuch und hörte die &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=h9Kc43sunds"&gt;King's Daughters and Sons&lt;/a&gt;. Es war Winter. Und all die Straßen waren leer. Savoy Grand, aufgewachsen im weiten Land, nicht in der Enge des Vereinigten Königreichs. Mir ist nichts entgangen, flehte ich und machte das erste Kronen des Tages auf. Ich war mir sicher: Es würden noch einige folgen. Ich legte Savoy Grand auf. Dirty Pillows. Der Start. Vielleicht der beste Song aller Zeiten, dachte ich mir, das leere Bier in meiner Hand. Die Kissen mussten mal gewaschen werden. Irgendwann, wenn Zeit dafür war.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/TvLIm2rh2K8" width="560"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1558141321310853882?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1558141321310853882/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/wohin-fuhrt-dein-weg-dembowski.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1558141321310853882'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1558141321310853882'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/wohin-fuhrt-dein-weg-dembowski.html' title='wohin führt dein weg, dembowski?'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/TvLIm2rh2K8/default.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8980031417327833717</id><published>2011-12-16T09:53:00.001+01:00</published><updated>2011-12-16T09:53:43.661+01:00</updated><title type='text'>adventstrinken in der s-bahn</title><content type='html'>Das Hämmern! Das stete Pochen im Kopf! Ich werde es nicht mehr los. Nicht heute. Nicht nach einem Tag wie Donnerstag, dem 15.12.2011. Dabei wollte ich doch nur kurz vor die Tür. Niemand hatte mir bislang erzählt, wer diese Beate Schraudershaus ist, die sich in die Wohnung neben mir eingemietet hat. Klar, ich hatte auch nicht gefragt. Nachbarn. Interessieren mich nicht. Solange sie nicht wentraudlike einen Kiosk betreiben. Doch das konnte ich mir hier ohnehin abschminken. Es gibt einfach keinen Kiosk, der heißt dann Späti und ist einfach nicht mein Ding. Verdammt miese Auswahl an Erfrischungsgetränken, aber immer mit dem Lieblingsgetränke der Piraten. Denkt denn niemand an die Trinker?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es ist nicht alles Späti und an diesem Mittag traf ich die Schraudershaus im Flur. Sie, top angezogen, im prächtigen Ostlook - was sie im Wedding macht, ist ein weiteres Rätsel - mit den üblichen Zeichnungen am Steißbein, die durch die Winterjacke hervorstechen, mit der Bräune der Sonneneckquartiere. Ich, okay angezogen, mit meinem Müll in der Hand, ner Kippe hinter den Ohren. "Herr Ermittler! Man hört ja einiges" "Aha! Angenehm, Dembowski!" "Weeß ick doch. Is doch Hausgespräch" "Aha" "Wat man sich so erzählt. Man hört ja einijes. Sindse neu, wat?" "Kann die Musik auch leiser drehen!" Ich war in den letzten Tagen im Sport-Fieber, keine Frage. Aber wirklich so laut? Mein Gehirnerschütterung, Gehirnerschütterung? Oder was wollte sie? Und wer war sie? "Wer sind sie?" "Schraudershaus Beate. Und ick will se einladen. Adventstrinken. Ma raus. Ma unter Leute!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Wort Trinken, das muss ich zugeben, vergesse ich mich häufig und das Wort Trinken ließ mich gestern auch wieder vergessen. Was schert mich der Hopp, wenn mich jemand zum Adventstrinken einlädt. Und vielleicht konnte sie mir über Komaroff Auskunft geben? Und so schlecht sah sie jetzt nicht aus. Also früher. Vor den Zeichnungen, vor der Alterung, vor der Braunwerdung. Aber was war das für ein Trinken? Noch bevor ich fragen konnte, antwortete sie mir. "Dat sieht ja nach Intereresse aus. Wunderbar, der Ermittler! Bin von der Bahn. Presse. Fällt kein Schnee, kommt kein Eis, trinken wir halt. Geht raus. Nach Bernau." War ich überhaupt schon einmal außerhalb der Stadt? Und Presse. Da konnte ich mitreden. Sachen in den Müll, Kippe an, den Schraudershaus-Zeichnungen hinterher. Auf dem Weg erklärte sie mir die Mitarbeiterstruktur ihrer Abteilung. Wer mit wem und wieso dann doch nicht und wer jetzt auf dem Adventstrinken mit wem könnte. Mir fiel Dörte ein. Hatte ich danach überhaupt jemals wieder Sex gehabt? Ich wußte es nicht. Und nahm sie mich jetzt mit, um ihr Wermitwemspiel einfach um eine weitere Position zu ergänzen? Bernau würde es zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorerst beschränkte ich mich auf die Ausführungen der Schraudershaus. Sie war besorgt. Sie höre ja eher so Zombie und diese starke Frau, die sich dereinst für den NME auszog. Ob mir das passe? Mir war es egal. Solange es beim Adventstrinken blieb, war es mir egal. Musik? Überschätzt. Versuchte ich ihr zu erklären. Sie nahm es mir ab. Und mir wurde ganz anders. Gossip! Zombie! Sonnenbank! Der Dreiklang der Hölle! Aber für nen ordentlichen Abschuss? Ich konnte ohnehin nicht mehr raus. War jetzt drin. In irgendeiner S-Bahn in Richtung Bernau. Wir kippten uns schon einmal ein paar Schnäpse hinter die Binde. Standen jetzt irgendwo zwischen Bornholmer und Pankow. Seit bestimmt schon 30 Minuten. Aber die Presseabteilung beschwichtigte zwischen zwei Schnäpsen und Händen an meiner Brust. "Jar keen Problem. Dit passiert manchmal" Wenn die das sagt. Noch ein Schnaps. Und Zombie gröllen. "With your guns and your guns and your guns ZOOOOOOMBIEEEIIIIHIIIHIIIIHIIIIH!" Einfach mitsingen, nicht drüber nachdenken. Weiter, immer weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schraudershaus, direkt auf meine Schulter. Flüsternd. "Anrufe in Abwesenheit! Siehste hier: Tagesspiegel. Morgenpost. RBB. Wat die nur wieder wollen? Nochn Schnaps, Dembo?" Schnell war sie beim Kosenamen angekommen. Und schnell war ich blau. Irgendwo zwischen Bornholmer und Pankow. Da musste wat passiert sein. Zum Glück hatten wir Pfeffi in rauhen Mengen. "New York City just wants to see you naked!", raunte ich der Schraudershaus zu und trank weiter.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8980031417327833717?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8980031417327833717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/adventstrinken-in-der-s-bahn.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8980031417327833717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8980031417327833717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/adventstrinken-in-der-s-bahn.html' title='adventstrinken in der s-bahn'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3354392153891604965</id><published>2011-12-15T09:01:00.000+01:00</published><updated>2011-12-15T10:43:54.889+01:00</updated><title type='text'>von lausbuben- und altherren-streichen</title><content type='html'>Es würde also weitergehen.  Und es sah nicht so aus, als ob die Welle vorschnell abebben würden. Trotz der besinnlichen Vorweihnachtszeit, trotz der offensichtlichen Genugtuung, trotz der knirschenden Sportgerichtsräder. Wir würden keine Ruhe geben und wir waren nicht weniger geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genüßlich zog ich an der Ernte, im Hintergrund hämmerten sich Felix Müllers Alltagsbeobachtungen in meinen Tag. Die Gruppe Sport hatte ich erst in den letzten Wochen entdeckt, sie war zum Soundtrack des ausgehenden Jahrs geworden. "Aus der Asche, aus dem Staub", war ich gekommen und sie hatten es vertont. Da konnte der Tod noch so oft den Blues singen, er klagte doch nur. Seine Beteuuerungen wollte ich ihm noch nie abnehmen, Müller war da ganz bei mir. Und Sommer bleibt Sommer, sang er. Und Unrecht bleibt Unrecht, ergänzte ich. Wer führt Dein Leben, Hausmeister? Hast Du es wirklich in die Hände Hopps gegeben oder leiten Dich die Konstrukteure?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Vergangenheit ist Deine Zukunft, rief ich ihm in Gedanken zu. Er würde sie nicht lesen können, er würde es aber sehen. Wir waren niemals da. Und doch waren wir präsent. Wenn sie nur wüssten, wiederholte ich immer wieder. Wenn sie nur wüssten, was wir uns da ausgedacht hatten. Es war langsam an der Zeit, mit einem wirren Kommentar nachzulegen. Die Fakten hatten die 11 Freunde zusammengetragen. Der Samstag blieb bei seiner Verwirrungstaktik und verstieg sich in unbewiesenen und doch so wahren Andeutungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;Von Lausbuben- und Altherren-Streichen&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 15.12.2011)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Ist der Hausmeister am Ende ein Fuchs? Sein Alt-Herren-Streich am Ende viel mehr, nicht nur ein Streich? War es nicht nur Krach, um das Sommerloch zu füllen? Nach "Der Samstag!"-Informationen wurde die Schallanlage nachträglich manipuliert. Zwischen dem Bekanntwerden des Vorfalls und der Sicherstellung des Beweismaterials lagen drei Tage. Drei Tage, die der Hausmeister zur nachträglichen Manipulation genutzt haben könnte! Nach unserem Erkenntnisstand war nicht der Hausmeister, sondern eine Untergrund-Gruppierung der Auslöser der Schallattacken. Der Hausmeister ein Bauernopfern. Schnell vorgeschoben.  Bevor die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Schaffen sich erst Untergrund-Gruppierung Zugang zum Sinsheimer Friedhof, sind Terror-Attacken nicht mehr ausgeschlossen. Nebelkerzen statt Aufklärung! Der Verein ist im Chaos versunken! Die Manipulateure waren am Werk. Sie haben ihren Job gemacht. Jetzt stellt sich die Frage: Macht der DFB seinen Job? Und was bezweckt der Verein mit seinen neuerlichen Attacken? Niemand hat von Guantanamo geredet. Sogenannten Fans mit angeblichen Folgeschäden. Schöne neue Welt. Holt das Klatschvieh raus! Beschallt es mit 90 debilen Dezibel! Und kämpft gegen den Lausbuben-Streich. Dieser nennt sich Schmähgesang! &lt;b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(dembowski / Der Samstag!)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;"Meinst Du, sie haben Angst, Dembo?", hatte mich jemand gefragt. Und ich hatte "eher nicht" geantwortet. Aber es ging hier nicht um die Angst. Es ging hier um Druck. Es ging um eine vertuschte Lüge. Genugtuung ist ein Ausgleich für Sünden. Doch sie hatten nicht gesündigt, sie hatten sich übertölpeln lassen. Dafür gab es keinen Ausgleich, schon gar nicht mit neuerlichen Attacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;Update: &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/holt-die-hupen-raus/5960702.html"&gt;Der Tagesspiegel&lt;/a&gt; lässt sich wirklich nicht lumpen und macht gleich mal Vorschläge für ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3354392153891604965?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3354392153891604965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/von-lausbuben-und-altherren-streichen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3354392153891604965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3354392153891604965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/von-lausbuben-und-altherren-streichen.html' title='von lausbuben- und altherren-streichen'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5336198399429499574</id><published>2011-12-14T09:25:00.002+01:00</published><updated>2011-12-14T10:55:27.778+01:00</updated><title type='text'>jetzt geht es in hoppenheim erst richtig los</title><content type='html'>Lange hatte ich nichts mehr von Amok gehört. Er war nicht gerade abgetaucht, aber mein &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/stumpfer-ermittler-alltag.html"&gt;trister Alltag&lt;/a&gt; hatte mich aus der Spur geworfen. Zwischen Ermittlungen und Suff blieb mir wenig Zeit für Kontaktpflege. Doch während ich gestern wieder die gnadenlose Presse (Klopp muss gehen, damit alles besser wird) durchging, fand ich eine &lt;a href="http://www.rnz.de/zusammenregionalmeldungen/00_20111213162200_Hoffenheimer_quotSchallaffaerequot_Verfahren_e.html"&gt;kleine Notiz&lt;/a&gt; in einem lokalen Kraichgauer-Blatt. Die Ermittlungen in Sachen Hoppenheim seien eingestellt, war dort zu lesen. Aufatmen! Sie würden uns somit nicht verfolgen. Niemals hatten wir die Absicht, Menschen ihrer Ohren zu berauben. Es sollte ein kleiner Spaß, &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/08/hinterlistiger-plan-um-hoffenheim-den.html"&gt;eine kleine Attacke&lt;/a&gt; auf die scheinheilige Welt dort unten sein. Dies war uns gelungen, doch hatten wir zu keinem Zeitpunkt mit Strafverfolgung gerechnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich: Sie hatten aus Unwissenheit einen &lt;a href="http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/08/der-patron-spricht-hoffenheim-scheint.html"&gt;Hausmeister&lt;/a&gt; vorgeschoben. Dieser, so hatte es damals geheißen, würde schon sehen, was er davon habe. Einen feinen Urlaub, dachte ich mir. Und vielleicht war es auch so. Es war aber auch egal. Der Imageschaden war bislang nicht unerheblich und erst vor einigen Wochen hatte sogar &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/lange-nichts-gehoert/5866520.html"&gt;Der Tagesspiegel&lt;/a&gt; nachgelegt. Immerhin. Eine Tageszeitung, die nicht "Der Samstag!" hieß und somit vielleicht sogar gelesen wurde. Sie standen unter Druck und Amok hatte längst einen Zeugen beigebracht, auch einen Informanten, der uns aus erster Hand über die Ermittlungsergebnisse der Staatsanswaltschaft informierte. Da würde nichts kommen. Schuld sind immer die Geschädigten, hatte Amok bereits bei unserem letzten Zusammentreffen in der Kneipe geraunt. Er würde Recht behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst wollte Amok seine Informationen einem TV-Sender zuspielen, doch Rederman hatte ihm mit Fäusten und ich mit Worten davon abgeraten. "Amok, es geht nicht darum, was die Justiz sagt! Es geht um den DFB. Dieser Fall muss abgeschlossen werden und wenn wir erst einmal aus der Schußlinie sind, dann können wir loslegen. Du hast saubere Arbeit geleistet und Du wirst weiter saubere Arbeit liefern. Keine Frage! Wir bekommen Hopp! Und wenn wir ihn nur auf seine Worte festlegen. Das wird reichen!", hatte ich ihm erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt also, einige Monate nach der ersten losen Anfrage beim DFB, die am 26.September mit "Die Ermittlungen sind sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch beim DFB-Kontrollausschuss anhängig, das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen" abgetan wurde, stand der DFB-Kontrollausschuss nach dieser kleinen Notiz im Kraichgauer Piratenblatt nun also unter Druck. Er würde sich nicht mehr rauswinden können und er würde gemeinsam mit dem Patron handeln müssen. Dieser hatte auf der der &lt;a href="http://www.1899aktuell.de/top-meldungen/2676-hopp-freut-sich-ueber-gespraechsangebot-der-bvb-fans"&gt;Vereinshomepage angeschlossenen Tageszeitung&lt;/a&gt; bereits am 23.August folgendes verlauten lassen:&amp;nbsp; „Ich will mich noch nicht festlegen, ob ich die Einladung annehme“, sagte Dietmar Hopp dem „Kicker“, aber ganz abgeneigt scheint der Sportmäzen nicht zu sein. […] Hopp sagte im „Kicker“-Gespräch, „erst einmal habe ich mich gefreut, dass man von Fan-Seite des BVB Interesse zeigt, einen Dialog zu führen“. &lt;a class="urlextern" href="http://www.blogger.com/goog_1694989953" rel="nofollow" title="http://www.schwatzgelb.de"&gt;Den Brief von www.schwatzgelb.de&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.schwatzgelb.de/news/reviersport/Montagsausgabe-34-2011-Klein.pdf"&gt; &lt;/a&gt;werde er beantworten, allerdings erst nach Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse in der Schall-Affäre"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war begeistert. Endlich würde was passieren. Mit großer Freude blickte ich in die nahe Zukunft. Es war klar: Der DFB würde eine kleine Spende erwarten. Mehr sicher nicht. Und trotzdem stand der Patron weiterhin mit dem Rücken zur Wand. Längst, und das musste auch ihm klar sein, war sein Plan gescheitert: Der Wind hatte sich in den vergangenen Monaten gedreht. Das beschauliche Kraichgau galt nicht länger als der kleine Gegenentwurf zum großen Geschäft, sondern er wurde vielmehr von der Allgemeinheit als scheinheiliger Entwurf eines Großkonzerns gesehen. Ein Glück, musste er sich wohl in den letzten Monaten immer wieder gesagt haben, ist nich auch der Felix bei mir. Sonst wäre alles vorbei. Wenn aber Felix die letzte Hoffnung ist, kann man sich gleich einen Strick nehmen, hatte ich in Gedanken erwidert. Vielleicht hatte er meine Gedanken lesen können, die ich jeden Mittag bei meinem Spaziergang mit den Farbbeuteln gegen die SAP-Zentrale in Berlin-Mitte geschleudert hatte. Vielleicht hatte er den Ermittler bereits gesehen, doch wegen meiner Unscheinbarkeit wieder vergessen. Der größte Feind ist immer der unscheinbarste, lieber Hopp. Und Amok, da bin ich mir sicher, haben Sie noch nie gesehen. Hoppenheim geht jetzt erst richtig los!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5336198399429499574?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5336198399429499574/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/jetzt-geht-es-in-hoppenheim-erst.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5336198399429499574'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5336198399429499574'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/jetzt-geht-es-in-hoppenheim-erst.html' title='jetzt geht es in hoppenheim erst richtig los'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1322013607442340083</id><published>2011-12-13T09:56:00.002+01:00</published><updated>2011-12-13T09:58:40.348+01:00</updated><title type='text'>stumpfer ermittler-alltag</title><content type='html'>Aufstehen! Ermitteln! Trinken! Schlafen! Die Tage bleiben alle gleich. Ob noch vor ein paar Monaten die Wentraud vor der Tür saß oder jetzt die Jungs aussem Soldiner große Fresse riskieren, am Tagesgeschäft ändert das nichts. Das besteht aus Aufstehen! Ermitteln! Trinken! Schlafen! und über die neue gewonnenen Probleme des Ballspielvereins nachdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gehe die tägliche Flut der Wechselgerüchte durch, erinnere mich meist an meinen Auftritt auf der letztjährigen Weihnachtsfeier, frage mich, warum Reiser mich in diesem Jahr verschont, erinnere mich Reiser, gehe die Meisterschalmafiatage durch - was für eine Zeit wir hatten! - und bin dann wieder bei den täglichen Wechselgerüchten. Bei den Spielern, die sich beschweren und bei den Spielern, die umworben werden, später bei den Spielern, die beobachtet werden und bei den Spielern, die zurückommen werden. Wenn mir noch Zeit bleibt, widme ich mich den Spielern, die nicht kommen wollen und das öffentlich auch so sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meist bin ich dann bereits aus dem Soldiner Kiez raus, habe mir an der U-Bahn Osloer mit ein paar Jungs Wortduelle geliefert und den Weg zur Samenhandlung gefunden. Gegen Mittags raus aus der Samenhandlung, raus aus der Welt der Gerüchte, rein in die Welt der Berliner Mitte. Mein Gang führt mich an SAP und Hugo Boss vorbei. An manchen Tagen fokusiert sich mein Hass auf die unfassbar häßliche Boss-Schaufensterdeko, doch meist spucke ich meinen Auswurf voller Verachtung gegen die Fensterscheiben der SAP-Kantine. Mein Auswurf ändert nichts, bis auf Kopfschütteln und den wütendenen Schreien der Security-Schergen gibt es keine Reaktion. Doch die Jungs an der Osloer sagen: "Ermittler: Verachtung demonstrierst Du mit Deinem Auswurf!" Haben sie Recht? Ich glaube nicht, mache es trotzdem. Kann nicht schaden. Meist notiere ich dann noch schnell: Amok! ins Notizbuch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Weihnachtsmärkten schaue ich nach Komaroff. Ob er hinter den Anschlägen steckt? Ist mir schon lange nicht mehr über den Weg gelaufen. Der Finger in meiner Tasche. Die Rechung im Oldie Eck. Mehr blieb mir nicht von ihm. His name is Komaroff and he is different. So sehr dann aber auch nicht. Seine Uniform hatte nichts besonders. Wenn Komaroff auftauchen würde. In der Winterpause. Wenn Sahin wieder auftauchen würde? In der Winterpause.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann enden die Tage irgendwann. Das Leben des Ermittlers ist nicht sonderlich aufregend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1322013607442340083?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1322013607442340083/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/stumpfer-ermittler-alltag.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1322013607442340083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1322013607442340083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/stumpfer-ermittler-alltag.html' title='stumpfer ermittler-alltag'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6241920360101621905</id><published>2011-12-12T09:15:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T09:40:02.132+01:00</updated><title type='text'>der kommentar - der traum von belize</title><content type='html'>Oh, wie schön ist Belize. Das mittelamerikanische Land schmiegt sich an Mexiko und Guatemala. Ein Land ohne Pazifik-Zugang. In Mittelamerika ein Alleinstellungsmerkmal. Ein Land ohne Tageszeitung, um der täglichen Hast zu entfliehen. Ein Land mit 300.000 Einwohnern und ebenso vielen Korallenriffs. Vor langer Zeit träumte ich mich in dieses Paradies. Ich habe es nie gesehen, doch durch seine Radiosender bin ich immer da. In meiner schäbigen Holzhütte. Vielleicht habe ich zwei Herdplatten, einen Wasserkocher, einen alten Kühlschrank. Vor der Hütte sitzt &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=QZ01Kcx8k6c"&gt;Andy Palacio&lt;/a&gt;. Er spielt mir seine Lieder. Hin und wieder sehe ich in der Ferne einen Tukan. Belize. Land meiner Träume! Belize. Land ohne Tageszeitung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch ein Teil meines Jobs arbeitet gegen meine Träume. Das wird sich nie ändern. Der Kommentar. Zum Spiel gegen die niedlichen Teufel aus der Pfalz. &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Immer mitten in die Fresse&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 12.12.11) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;Erst waren es die Ellbogen, dann die Füße und jetzt die Fans. Der Meister kassiert. Nicht nur Wirkungstreffer. Nach dem Titel und mit Klopp wuchs eine Generation der Besserfans ran. Mit dem Erfolg kommt der Druck. Von den Tribünen. Es ist wieder soweit. Im ausverkauften Stadion sitzen die Trainer. Auf der Bank die arme Sau. &lt;b&gt;Noch so ein Spruch - Mittelgesichtsbruch!&lt;/b&gt; hört man da auf den Tribünen. Die Unzufriedenheit der Masse, die Verzweiflung der Betäubten. Bei einer 7-3-0 Bilanz aus den letzten 10 Spielen. Mit den letzten Doppelsechs-Spielern des Kaders. Fehlt da die Tiefe? Der Samstag! meint: Nein! Es fehlt nur die Geduld. Der Dortmunder Weg beinhaltet Rückschläge. &lt;b&gt;Der Dortmunder Weg übt sich in Verzicht.&lt;/b&gt; Kein Podolski, kein Ballack, keine Champions-League-Ikone wird ihn mitgehen können. Wenn junge Spieler leuchten, muss man Signalschwäche einkalkulieren. Das Alu-Pech, die Sonntagsschüsse, die Sonnenkinder. &lt;b&gt;Doch bis sie verlgühen fliegen Motten zum Licht&lt;/b&gt;.&amp;nbsp; Der Meister wird seinen Weg gehen. Ob die Fans mitkommen, liegt an ihren Erwartungen. Niemand hatte ihnen einen Rosengarten versprochen. Nur die Wachablösung! Bewahrt die Ruhe und wenn alles nicht hilft: Jeder Mensch träumt von einer Holzhütte in Belize. Doch nur wenige besitzen sie. &lt;b&gt;(dembowski)&lt;/b&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6241920360101621905?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6241920360101621905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kommentar-der-traum-von-belize.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6241920360101621905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6241920360101621905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kommentar-der-traum-von-belize.html' title='der kommentar - der traum von belize'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6182096263486103921</id><published>2011-12-11T18:50:00.001+01:00</published><updated>2011-12-11T18:50:58.405+01:00</updated><title type='text'>immer mitten in die fresse rein</title><content type='html'>Arbeite gerade an dem Kommentar. Immer mitten in die Fresse rein. Gang Starr halten mich auf Abstand von der Realität.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6182096263486103921?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6182096263486103921/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/immer-mitten-in-die-fresse-rein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6182096263486103921'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6182096263486103921'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/immer-mitten-in-die-fresse-rein.html' title='immer mitten in die fresse rein'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6365595635800560286</id><published>2011-12-10T15:35:00.001+01:00</published><updated>2011-12-10T15:38:48.061+01:00</updated><title type='text'>nieder mit den umständen</title><content type='html'>"Und wenn Dich das Gewicht runterzieht, werde es los und lass Dich ganz langsam an die Oberfläche treiben. Und wenn es die Wolken sind, steige über sie und schaue auf das schwebende Grau!" Diese Kalendersprüche machten mich noch verrückt. Reden ohne Taten geht nicht, sage ich mir. Ich gehe auf die Straße und trete gegen die erstbeste Mülltonne. Sie kippt um. Ich bleibe stehen. Auf ins Oldie Eck. Hilft nix. Ein paar Bier zischen. Dann verschwinden die Wolken. Dann werde ich die Gewichte los. Letzter Ausweg: Oldie Eck. Sie hören Elvis. Von Komaroff nichts zu sehen. Von der Bundesliga nichts zu hören. Es sind die Umstände! Nieder mit den Umständen. Und nieder mit Felix Magath!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6365595635800560286?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6365595635800560286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/nieder-mit-den-umstanden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6365595635800560286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6365595635800560286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/nieder-mit-den-umstanden.html' title='nieder mit den umständen'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6713280904506451325</id><published>2011-12-09T08:30:00.001+01:00</published><updated>2011-12-09T09:12:09.921+01:00</updated><title type='text'>das bewerbungsschreiben</title><content type='html'>Und wie ich da so sitze, verkatert, mit geschundenem Körper fällt mir einfach kein Gegenmittel ein. Ich gehe meine Plattensammlung durch. Doch Zevon will nicht zünden, Songs:Ohia werfe ich mit den Worten "hör auf zu leiden, Weichei" gegen die Wand und schäme mich im nächsten Moment, Weezers Insel in der Sonne kämpft vergebens gegen die dunklen Wolken der durchzechten Nacht, Tony Joe White war noch nie was für die Morgenstunden, Kristofferson zählt nur am Sonntag, auf Ramblin Jack Elliott zu hoffen, wäre in meiner Situation fatal und von Santigold habe ich schon lange nichts mehr hören wollen. Mies! Mindestens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachschauen, was der Computer zu bieten hat. Ein paar Nachfragen zum Ausflug ins Café King, ein paar Bitten um Tipps für den kommenden Spieltag, die natürlich direkt mit meinem Abstecher zusammenhängen. Nichts bleibt verborgen. Nichts aber erregt meine Aufmerksamkeit. Konterbier? Vielleicht die rettende Idee? Nicht wirklich. Das Kronen verliert sich im Spülbecken. Vermischt sich da mit den letzten glimmenden Sekunden der zwanzigsten Ernte des Morgens. Auf in die Samenhandlung. Das Straßengrau der Menschen an der Osloer Straße. Hallo Tristesse! Der Gemüsehändler verscherbelt grüne Paprika im Sturm. Die Biertrinker reihen sich am U-Bahn-Abgang auf, vertrieben von den schwerbewaffneten Security-Burschen auf der Mittelebene. Am vietnamesischen Blumenhändler (Adventskränze! Alle müssen raus! 3€!) vorbei, den Burgerstand rechts liegen lassen, wieder hoch. Doch ein Konterbier? Zurück in die Wohnung. Es gibt nichts mehr zu ermitteln. Alles hat seine Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Wohnung. Das Chaos. Der Gestank kalter Zigaretten und halb ausgetrunkener Kronen. Die speckige Ledercouch, auf der ich die Nächte verbringe, wenn ich es wieder nicht ins Bett schaffe. Der süße Duft der Liebe, den ich schon so lange nicht mehr gerochen habe. Dörte! Ich bin jetzt okay reich! War es das, was Du brauchtest? Meine Vergangenheit ist Deine Zukunft! Dich werde ich nicht sehen. Trotz meiner langen Suche. Doch aufgeben werde ich nie. Du bist meine Vergangenheit, Du bist meine Zukunft! Nichts wird so sein, wie es war. Diese verdammten Kopfschmerzen! Dieser Wegwerfkörper, in dem mein Restgeist die Schmerzen der Einsamkeit erträgt. Die Hoffungslosigkeit, die allein meine Plattensammlung ausstrahlt. Schmerzen! Wie ich mich auch bewege, was ich auch trinke, was ich auch gewinne, wieviel Kippen ich auch rauche. Der Rauschzustand. Mein Feind am nächsten Morgen. Diese niemals endenden Schmerzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist da noch was auf dem Computer. Vielleicht habe ich eine Mail übersehen. Vielleicht, vielleicht. Wie der Marienkäferknubbel im Winter, warte ich auf den nächsten Frühling. Irgendwann wird er kommen. My Latest Novel. All in all in all is all. Endlich. Ein Hoffnungsschimmer. Die Mail. Von einem Redakteur eines bekannten Sportmagazins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dembowski! Du kennst mich nicht, ich verehre Dich! Dein Stil. Unerreicht! Der Boulevard? Gegen "Der Samstag!" eine Lachnummer. Wie Du die Bayern in die Wahnsinn treibt. Akzeptiere mein &lt;a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/vereine/561832/artikel_so-schadet-der-bvb-dem-deutschen-fussball.html"&gt;Bewerbungsschreiben&lt;/a&gt;. Du wirst es verstehen. Ich bin mir sicher. Dein: Hahnke" Das sogenannte Bewerbungsschreiben von Hahnke ist dann aber der größte Rotz. Ohne Sinn und Verstand. Runtergeschrieben. Mit dem Wissen, dass es mit dem Süden nichts mehr wird. Kein Glamour, Hallo Tristesse. Der Junge muss noch viel lernen, ich sage ihm ab! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6713280904506451325?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6713280904506451325/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/das-bewerbungsschreiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6713280904506451325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6713280904506451325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/das-bewerbungsschreiben.html' title='das bewerbungsschreiben'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5738330734937389821</id><published>2011-12-08T07:46:00.001+01:00</published><updated>2011-12-08T09:26:13.067+01:00</updated><title type='text'>ein fröhlicher abend im café king</title><content type='html'>Das Problem am Café King: Auf der Getränkekarte steht kein Kronen. Nicht einmal Export. Ansonsten lässt es sich in dieser Lokalität in der Nähe des Kudamms jedoch prima aushalten. Gerade an Champions-League-Abenden. Da hängen sie alle dort rum und starren auf ihre Tippzettel. Teils wirklich abstruse Ergebnisse sind dort zu lesen. Da hänge ich mich dran. "Alter, kein Problem. Mach Zagreb Halbzeit 0 und kombiniere mit Weiterkommen Lyon. Verstehste?" Zwar nicht. Fülle trotzdem nen Schein aus. Man führt mich ins Hinterzimmer. Mit 100€ wäre ich dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aber wie soll das gehen. Das sind doch einige Tore. Sagen wir 6 Tore Vorsprung. Und Ajax muss erst einmal verlieren. Das klappt doch nie?" Sie klären mich auf, dass manche Sachen klappen und manche Sachen nicht klappen. Man müsse aber immer wenigstens mit 100€ dran glauben. Und vom Gewinn dann wieder 20% abführen oder spenden, wie sie sich genauer ausdrücken. Wofür die Spende ist, wollen sie mir nicht sagen. Es werden wohltätige Zwecke sein. Vor Weihnachten. Obwohl ich blank bin, kratze ich meine letzte Kohle zusammen, die Quote auf dem Schein kann ich kaum noch lesen. Sie sieht, so viel ist mir aber klar, nach okayem Reichtum aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Tischen liegen ein paar ausgedruckte &lt;a href="http://tourdejose.wordpress.com/2011/12/07/kolobnev-now-erase-that-email-or-theyll-get-me-by-the-balls/"&gt;Mails&lt;/a&gt;. An den Seiten sehe ich handschriftliche Vermerke. "Beweis vernichtet!" "Vino. Go Vino!". Eigentlich war ich hier nur reingestolpert, auf der Suche nach ein wenig Ablenkung vom Frust. In der U9 hatte ich über den Dortmunder Weg nachgedacht. Das Ausscheiden, das Aufgeben. War das richtig. Mussten sie es komplett herschenken? Am Ende des Tages aber waren sie nur frustrierte junge Menschen unten auf dem Platz. Ohne Wunder. Mit Wunden. Sie würden verheilen. Und so ist der Fußball. Auch für Piräus. Jetzt sitze ich im Hinterzimmer im Café King und schaue auf die Monitore. Fantastische Ausstattung. Und gute Drinks. Sogar Kronen schaffen sie mir ran. Die 100€ haben eine Tür geöffnet. "Kein Problem. Freunde bekommen alles", erklären sie mir. "Feine Kerle", denke ich mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht viel passiert. Zagreb verliert einen Spieler, zur Halbzeit steht da wirklich die 0. In Amsterdam lässt sich der Schiri nicht lumpen, erkennt zwei blitzsaubere Ajax-Tore nicht an. Sie liegen zur Halbzeit 0-2 hinten. Aber da fehlen immer noch ein paar Tore. 5 an der Zahl. Ich werde nervös. Sie vergewissern mir, dass da noch was passiert. Und überhaupt, ich solle mich jetzt nicht so anstellen. Ein 0 zur Pause bedingt ein Unentschieden zur Pause. Das müsse mir doch klar sein. Das wäre das Fußball 1x1. Sie haben Recht. Zum Glück aber kein Mißtrauen. Wüssten sie, wer ich bin, hätte ich vielleicht ein Problem. Am Ende des Tages war mir jedoch ziemlich egal, womit ich mein okayen Reichtum erzielte. Hauptsache Geld! Dann geht es schnell. Ich schaue jetzt nur noch auf den Zagreb-Monitor. Dort fallen die Tore jetzt im Minutentakt und wenn man ganz genau hinschaut, wie ich das so gerne mache, sieht man hin und wieder ein paar Zagreber Spieler beim &lt;a href="http://www.telegraaf.nl/jsp/foto_window.jsp?id=http://images2-telegraaf.nl/multimedia/archive/00932/knipoog_932382d.jpg&amp;amp;caption=De%20knipoog%20&amp;amp;copyright=Tv-beeld%20&amp;amp;artid=11080230&amp;amp;artsec=buitenlands&amp;amp;artparsec=Telesport&amp;amp;arttit=Knipoog%20Zagreb-verdediger%20lokt%20reacties%20uit"&gt;Augenzwinkern&lt;/a&gt;. Die Nummer läuft. Und vorsorglich sogar noch besser. Nach 90 Minuten steht es 7-1 für Lyon, in Amsterdam passiert nichts mehr. Wir tanzen und singen bis spät in die Nacht. Endlich neue Freunde. Wer weiß, wofür sie noch gut sein werden. Endlich Reichtum, wer weiß, wofür der noch gut sein wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5738330734937389821?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5738330734937389821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/ein-frohlicher-abend-im-cafe-king.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5738330734937389821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5738330734937389821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/ein-frohlicher-abend-im-cafe-king.html' title='ein fröhlicher abend im café king'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-1808964418889593099</id><published>2011-12-07T08:06:00.000+01:00</published><updated>2011-12-07T08:06:09.925+01:00</updated><title type='text'>die hoffnung starb mit dem kopftritt</title><content type='html'>Ich saß dann noch lange am Westhafen. Ich schaute den Schiffen nach, die beladen in Richtung Osten und unbeladen in Richtung Westen fuhren. Hin und wieder grüßte ich einen Kapitän und manchmal grüßten sie mich zurück. Sie kannten mich mittlerweile und ich sie. In meinem Kopf sah ich Schmidt auf Ricken, Ricken unter die Latte in Endlosschleife. Der 6. Dezember, genug war über den Tag geschrieben worden, jetzt musste er sich beweisen. Über die Föhrer Brücke zur S-Bahn, auf der rechten Seite erhob sich der alte BeHaLa-Speicher, auf der anderen Seite in weiter Ferne sah ich den Hauptbahnhof. Noch 30 Minuten. Auf nach Kreuzberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unten in der Bar tummelten sie sich wieder, aus allen Stadteilen waren sie gekommen. Manch einer rechnete laut, andere wollten nur den Sieg und auf den Treppenstufen philosophierte jemand über vergangene Europapokalschlachten. Wie sich Menschen finden, abseits des Lebens eine Familie gründen, nicht mehr loslassen können. Ich hatte mit diesen Menschen jetzt bereits mehr Zeit verbracht, als ich mir jemals hätte erträumen können. Sie kannten meine Geschichte, raunten "der Ermittler ist wieder da", begrüßten mich mit Respekt. Auch sie hatten den Weg in mein Herz gefunden, doch ihre Geschichte war mir unbekannt, sie war nicht wichtig. Sie waren jetzt Teil meines Lebens, mehr musste ich nicht wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Redermann meldete sich: "Werde sie zum Sieg schreiben. Ernst". Wenn das sein Plan war, Respekt! Ich fand einen Platz, machte mir gleich zwei Kronen auf und sah innerhalb der ersten halben Stunde dann auch gleich zwei Tore. Wie jeder. Doch noch vor dem 2-0 flogen alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen mit den Stollen von Mbia direkt in unsere Fresse. Wie in den vergangenen CL-Spielen hatten wir wieder einen wichtigen Spieler verloren, und wieder war es nach genau einer halben Stunde. Als wenig später Götzes Rückpass nicht an Mandanda vorbei ins Tornetz gehen wollte, hatte ich bereits sämtliche Hoffnung verloren. In yer face, Kehl! In yer face, Borussia! Und Howard Webb stand da und schaute und war hinterher wahrscheinlich noch überrascht darüber, dass er hier hatte Gelb geben müssen. An der Seitenlinie diskutierte Klopp mit seinem alten Bekannten Mike Dean. Der Sevilla-Mann erklärte Klopp noch einmal den Unterschied zwischen einer Schwalbe im Mittelfeld und einem Tritt ins Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange würde ich das nicht mehr aushalten. Egal, wie es in Griechenland stand und egal, dass Marseille vor der Pause noch den Anschluß herstellte. Mir war alles egal. In yer face! Ich hatte es satt. Löwe, Gündogan, da Silva. Schlüsselpositionen ohne Erfahrung. Mit Ballverlangsamungsgarantie. Und während wir also das Spiel aus der Hand gaben, die Gesichter immer länger, der Hass mal gege Arsenal, mal gegen Webb und somit eigentlich immer auf die Engländer gerichtet war, geriet ich langsam außer Kontrolle. Beim 2-2, nach dem vierten oder fünften Frustkronen, flogen die ersten Stühle in Richtung Leinwand. Das 3-2 sollte in der Bar niemand mehr zu sehen bekommen. Wir lieferten uns draußen mittlerweile eine wilde Schlägerei mit einer vorbeiziehende englischen Touristengruppe. Mit Sicherheit keine Ruhmesblatt. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzwagen saß ich wieder in der Bahn. In der Nacht saß ich dann noch lange am Westhafen. Schiffe fuhren jetzt nicht mehr. Hin und wieder fuhren ein paar Autos am Ufer entlangen, ansonsten vernahm ich nur das Geräusch der ins Wasser eintauchenden Kronenflaschen und das Verglühen der Ernte. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-1808964418889593099?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/1808964418889593099/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/ich-sa-dann-noch-lange-am-westhafen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1808964418889593099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/1808964418889593099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/ich-sa-dann-noch-lange-am-westhafen.html' title='die hoffnung starb mit dem kopftritt'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5201400551518695017</id><published>2011-12-06T18:11:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T18:12:49.536+01:00</updated><title type='text'>150 minuten sind zu lang</title><content type='html'>Jetzt kann es wirklich mal losgehen! Wie soll ich 150 Minuten verbringen, wenn ich doch nur an das Stadion meiner Träume denke? Und wenn nach 90 Minuten Spielzeit das Ding bereits im Sack sein wird. Bester Laune: Der Ermittler&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5201400551518695017?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5201400551518695017/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/150-minuten-sind-zu-lang.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5201400551518695017'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5201400551518695017'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/150-minuten-sind-zu-lang.html' title='150 minuten sind zu lang'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-254311606928805301</id><published>2011-12-06T09:02:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T09:05:48.522+01:00</updated><title type='text'>der 6. dezember</title><content type='html'>Remember, remember the 6th of December. Das hier schaue ich seit Stunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;object height="480" width="640"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qEItYBqHWuc?version=3&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/qEItYBqHWuc?version=3&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="480" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Als dieses Tor fiel, war ich noch lange nicht Ermittler, lag ich auf den Stufen. Über mir die schweren alten Säcke der Süd. Gefühlte 20 Minuten. Nobby, falls Du das hier liest, und ich weiß, der Ermittler ist Dein Mann!, spiel einfach das Vereinslied. Während des Spiels. Die Strafe geht aufs Haus!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-254311606928805301?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/254311606928805301/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-6-dezember.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/254311606928805301'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/254311606928805301'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-6-dezember.html' title='der 6. dezember'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-636929626952300344</id><published>2011-12-05T11:46:00.001+01:00</published><updated>2011-12-05T11:58:01.948+01:00</updated><title type='text'>redermann hat einen plan</title><content type='html'>Redermann blätterte in seiner Brinker-Sammlung. Immer noch fehlte ihm der Panther. So langsam wurde er wütend. Hatte er nicht genau diesen vom Ermittler versprochen bekommen? Hatte der Ermittler nicht längst den Versand der Blauen Mauritius zugesichert? Er resignierte. In dieser Saison hatte er die Reise auf die Wiese antreten müssen. Auch dort war nichts zu holen. Noch am Telefon hatte er Dembowski berichtet, versucht den Kommentar in eine ihm günstige Richtung zu lenken, aber half nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt musste er, während er seine Brinker-Sammlung durchblätterte und in der abgeranzten Erdgeschosswohnung in der Nordstadt saß, die Anrufe annehmen. Er hatte keine andere Wahl. Vor einiger Zeit hatten sie einmal über eine Rufumleitung nachgedacht, doch der Ermittler hatte sich dagegen gewehrt. "Ich bin meist unterwegs, auf der Straße und diese Sache mit Komaroff....", hatte er gesagt. Doch Komaroff interessierte Redermann nicht. Noch einmal erinnerte er sich, wie alles wurde, wie es jetzt war. Die Soulvanfahrt, dann, als er dachte, er wäre jetzt allein, die Schrottung, die vielen Kämpfe, die überstürzte Abreise, die unerfüllten Versprechen. Es reichte ihm langsam. Der Panther war nur die Krönung einer langen Verfehlungsliste. Es reichte ihm. Er musste den ganzen Mist erledigen. Der Ermittler trieb sich in Berlin rum, auf der Suche nach einem imaginären Finger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Redermann legte Gil Scott-Heron auf. Die Revolution würde diesmal wirklich nicht ausgestrahlt. Er hatte einen Plan. Und diesen Plan würde er vollenden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-636929626952300344?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/636929626952300344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/redermann-hat-einen-plan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/636929626952300344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/636929626952300344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/redermann-hat-einen-plan.html' title='redermann hat einen plan'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4845981677966910689</id><published>2011-12-04T12:18:00.001+01:00</published><updated>2011-12-04T12:26:15.847+01:00</updated><title type='text'>der kommentar - der meister ist satt</title><content type='html'>An dieser Stelle wie immer der Kommentar. Exklusiv im Netz aus der Print-Ausgabe "Der Samstag!"&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;b&gt;Der Meister ist satt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin / 4.12.2011)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nur 1 Punkt in Gladbach. Das ist zu wenig. Der Meister muss seine Ansprüche nach unten korrigieren. Droht jetzt sogar der Super-Gau? Das Aus in Europa, das Ende aller Meisterträume, noch vor der Winterpause! Sie spielten nach vorne, doch sie waren chancenlos. In einem "Spitzenspiel" muss die Klopp-Elf anders auftreten. Aber ein Götzinho macht noch keinen Meister. Das ehemalige Supertalent vergeigte die Riesenchance. Der Leitner-Ersatz Gündogan verschleppte das Spiel und Roman Weidenfeller wurde zu Roman Fliegenfänger. Wie man es richtig macht, zeigten ausgerechnet die bereits abgeschriebenen Bayern. Der ewige Meister aus dem Süden zerlegte das Spitzenteam der Liga fachgerecht. 4-1 gegen den Meisterkandidaten von der Weser. Die Heynckes-Elf zieht der Konkurrenz davon. Und in Dortmund droht der große Aderlass. Götze auf den Weg nach London, Hummels zurück zu den Bayern. Und was macht Klopp? Nach der Euro-Auslosung könnte er noch vor der EM den Nationaltrainerposten übernehmen. Susi Zorc flüchtet sich in Ausreden, Aki Watzke schweigt. Am 6.Dezember droht das Aus in Europa. Der Meister ist satt. Der Meister ist der Euro-Versager! &lt;b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(dembowski)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4845981677966910689?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4845981677966910689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kommentar-der-meister-ist-satt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4845981677966910689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4845981677966910689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/der-kommentar-der-meister-ist-satt.html' title='der kommentar - der meister ist satt'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6657219617428742431</id><published>2011-12-04T10:57:00.001+01:00</published><updated>2011-12-04T11:13:51.453+01:00</updated><title type='text'>wachablösung gescheitert</title><content type='html'>Ist das die Krise? So wie wir sie uns vorgestellt haben? Zumindest glaube ich das. Sitze hier an einem Sonntag, es ist der zweite Adventssonntag. Es fühlt sich keineswegs so an. Wir haben die Punkte verloren. 1+1 = 2. 3 bleibt 3. Steht auf meinen Notizen. Zu mehr fühlte ich mich nicht in der Lage. Liegen gelassen. Fallen gelassen. Und alles nur weil Leitner &amp;amp; Bender fehlten. Unser Spiel bleibt da schwunglos. Das Metronom schlägt nicht mehr im Takt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein besorgter Mann, ein besorgtes Lied. Vom Ende der Wachablösung. Wie sie mit den Elfmetern gespielt haben. Im Topspiel. Über den Fluß, besorgter Schlaf. Aber nicht zu lang. 2x werden wir noch wach. Als Tabellenführer. Am Montag. Danach , die Winterpause, in der wir mit 36 Punkten auf Kurs sein werden. Doch wirklich, ganz wirklich: An manchen Tagen ist der Fußball nur die halbe Miete. Er ist die Seifenblase in unserem Leben. Während ich am Tisch sitze, die Notizen durchgehe, die Carter Family höre und es der zweite Adventssonntag 2011 ist, blicke ich noch einmal auf das vergangene Jahr zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schulze &amp;amp; Koslowski hatten mich gereizt und mein Mutismus brach ganz langsam auf. Am Anfang war es mir schwer gefallen, die Worte zu finden, die mir Kommunikation ermöglichten. Ich hatte mich an der Stimme abgearbeitet, war in der Reiser-Falle und eben da in Gladbach erlebte ich den schlimmsten Tag in meinem Leben. Ostern 2011. Und wo war ich jetzt? In einer fremden Stadt, Teil der Konstrukteure. Überhaupt: Piotr! Was ein Mann. Wie er dort unten im Unterwasseraquarium in den Masuren die Geschicke der Welt steuerte. Es waren nicht die großen Krisen, die er lösen wollte. Er wollte die Welt zu einem anderen Ort machen. Seine Vergangenheit war Eure Zukunft und seine Gegenwart. Welch herrlicher Spinner Piotr doch ist. Er hatte sich die Welt erdacht und Instrumente gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam verstummt die Carter Family. Die Hot Snakes sollen in Berlin sein. Ich werde nicht hingehen. Lege aber die Suicide Invoice auf. Teile von mir erinnern sich an Oslo. Teile von mir erinnern sich an den hageren Typen aus Alabama, der dereinst kein "Raw Meat" verspeisen wollte. Ich werde mich unter die Leute begeben. Vielleicht wird mir der Rothaarige über den Weg laufen, vielleicht werden sie mich ansprechen, vielleicht aber bleibe ich gänzlich unerkannt. Wie meist. Der Ermittler ist unscheinbar, notiere ich, schließe mein Buch und verschwinde in Richtung Stadt. Am Westhafen pausiere ich und schaue den Kohleschiffen nach. Wohin sie wohl fahren mögen? Haben sie jemals den Petroleumhafen in Dortmund gesehen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6657219617428742431?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6657219617428742431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/wachablosung-gescheitert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6657219617428742431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6657219617428742431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/wachablosung-gescheitert.html' title='wachablösung gescheitert'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4677720471716564261</id><published>2011-12-02T08:06:00.001+01:00</published><updated>2011-12-02T09:33:54.396+01:00</updated><title type='text'>in brechten grüßen die rechten</title><content type='html'>Als Ermittler hat man es echt nicht einfach. Immer diese in die Leere laufenden Ermittlungen. Lange halte ich das nicht mehr aus. Wie lange war das mit dem Finger jetzt her? Und wie lange war ich schon nicht mehr in der Erdgeschosswohnung? Und wozu das alles? Um Wissen zu mehren, Dembo! schreit mir jemand zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe an der Osloer Straße. Aus vier Richtung fahren Busse an mir vorbei, die Lastwagen donnern in Richtung Stadtautobahn, bevor sie hinter der nächsten Kurve im ewigen Stau warten werden. Radfahrer bremsen nicht, fahren Schlangenlinien um mich herum. In der Mitte wechseln sich die Trams in Richtung Warschauer Straße &amp;amp; Virchow Klinikum im Sekundentakt ab. Die U-Bahn Zugänge spucken die Pendler und Penner aus. Es ist grau. Es regnet. Obwohl es im Rest der Stadt seit Wochen kaum geregnet hat. An der Bushaltestelle sammeln sich die Flüchtenden. Ein paar Monate noch werden sie von hier zum Flughafen Tegel gebracht. Dann wird niemand mehr in diese Gegend kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Gemüsehändler an der Ecke wird es kaum stören, die Dönerfabriken des Soldiner Kiez werden weiter Döner und der Kiez weiter Schlagzeilen produzieren. Ob Komaroff in einer dieser Schlagzeilen eine Hauptrolle spielen und ob jemand vom Ermittler Notiz nehmen wird, steht noch in den Sternen. Es ist nicht einfach. Es ist, wenn ich es genau überlege, verdammt kompliziert. Redermann stellt mich seit Tagen bereits in Boulevardnähe, die Borussia schreitet voran, die Jungs bei der Kripo Dortmund sind aufgeschmissen und jagen bereits wieder Fahndungsplakaten hinterher. Eine Tradition, die mich dereinst hat aufleben lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stehe ich an der Ecke. An der Osloer Straße. Überlege, ob ich mir jetzt bereits einen Döner reinhaue und bleibe dann doch beim Schultheiss. In dem Moment großer Zweifel klingelt das Telefon. Eine Hamburger Nummer. "Dembowski? Dietfried Dembowski?" "Ja. Was kann ich gegen Sie tun?" "Ich bin da an was dran, mein Name ist egal. Nennen sich mich den Afrikaner. Es geht noch einmal um das Flammenspiel gegen Dresden. Große Sache. Wollen Sie mir helfen?" "Welche Flammen? Welches Spiel? Wie soll ich da helfen?" "Ich muss mich in Netzwerke einhacken!" "Klar.&amp;nbsp; Wofür?" "Recherche! Es geht um die große Verschwörung. Stichwort: In Brechten grüßen die Rechten!" "Aber da steht doch: 'Brechten gehört den Rechten!'" Der Typ ging mir jetzt bereits auf den Sack. Dem würde ich liefern. Brandheiße Fehlinformation aus Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ah, spannend! Super. Super. Sie sind doch in der Nordstadt?" "Klar. Dembowski, Ermittler aus Leidenschaft, wohnhaft in der Nordstadt. Erdgeschosswohnung, neben der Wentraud", rattere ich runter. "Gut, das ist verdammt gut!" "Sicher. Stell Dir vor, die Wentraud ist mal vom Affenmaskenmann überfallen worden. Den Fall habe ich quasi im Spaziergang gelöst." "Hörte ich von. Sie sollen ein fantastischer Ermittler sein. Belassen wir es beim Sie? Das ist besser. Keine Nähe!" "Klar, Du!" Und so geht es dann hin und her. Ich steige in die Tram und fahre in Richtung Plötzensee. Hin und wieder wird der Typ aus Hamburg stutzig. "Ist das nicht Berlin, Seestraße?", fragt er dann. Aber ich erkläre ihm, dass ich mich gerade inmitten einer Ermittlerschulung befinde, diese naturgermäß nicht unterbrechen könne. "Hab ich von gehört, hab ich von gehört!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende des Gesprächs habe ich mich in nicht vorhandene Netzwerke eingehackt und bin nur ganz knapp an der großen Dresden/Dortmund/Zwickau-Verschwörung vorbeigerauscht. Die Stimme aus Hamburg bedankt sich. &lt;a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,800706,00.html"&gt;Ich würde dann von ihm lesen&lt;/a&gt;, verspricht er mir zum Abschluß. Da sitze ich bereits am Westhafen, mache mein viertes Schultheiss auf. Ich schaue den Kohleschiffen nach. Wohin sie wohl reisen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4677720471716564261?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4677720471716564261/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-brechten-gruen-die-rechten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4677720471716564261'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4677720471716564261'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/in-brechten-gruen-die-rechten.html' title='in brechten grüßen die rechten'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3485258180782789437</id><published>2011-12-01T09:15:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T09:51:46.042+01:00</updated><title type='text'>auf dem rummel</title><content type='html'>Ob ich ihn unter all den Lichtern finden werde? Aber wenn Rummel ist, muss der Ermittler wenigstens vorbeischauen. Schon am Eingang stoße ich auf ein paar Hinweise. Neben dem mir vom Derby bekannten Glasflaschenverbot setzt der Veranstalter hier auch auf ein Waffenverbot. Die Kontrollen sind zwar lasch, aber das kann hier durchaus der Ort sein, an dem ich Komaroff finde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den Buden knallen mir die Schlager um die Ohren. Der alte Holzmichel, Piloten wie wir, die Fischer. Das komplette Programm. Von den Fahrgeschäften stürzen sich die Menschen in die Tiefe. Die Lichter flackern. Das Riesenrad dreht sich. Die 1/2 Meter Bratwürste kämpfen einen ausichtslosen Kampf mit rotweingetränkten Mündern. Auf in die hinterste Ecke. Einen Glühwein. Die Gedanken sammeln. Mir gegenüber liegt eine Büchsenwurfbude. Für einen Moment beobachte ich die Werfenden. Meine Blicke schweifen und landen wieder an der Büchsenwurfbude. Ein 2 Meter-Typ, bärtig, schwarze Haare, mit mächtigem Kreuz steht dort. Seine Würfe erreichen nicht einmal das Ziel. Sie erreichen nicht einmal die hintere Wand. Wem will der Typ was beweisen, frage ich mich. Was hat das mit Komaroff zu tun? Es beginnt zu kribbeln. So schlecht kann man nicht werfen. Der Typ hat was zu verbergen. Mit einer Plastiktröte trollt er sich nach ein paar Minuten und etlichen weiteren Fehlversuchen. Ich bestelle mir noch einen Glühwein, und beginne eine Unterhaltung mit einem der Typen an den Greifarmen. Aus dem Hammer fliegen mir Schlüssel, Münzen und Handys entgegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen hier kommen aus der Vorstadt, sie trinken Glühwein, Bier, sie kiffen, sie rauchen und sie amüsieren sich auf den Fahrgeschäften der Großstadt. Irgendwo hier muss er sein, das fühle ich. Und irgendwas hat dieser Typ damit zu tun. So schlecht kann man nicht werfen, was war sein Plan? wiederhole ich immer und immer wieder. So schlecht, sein Plan? Hat er mich erkannt, mich ablenken wollen? Was hat diese Plastiktröte zu bedeuten? Vielleicht sollte ich einfach bei Reiser &amp;amp; Co bleiben. Die sind einfach. In den Himmel jubeln, fallenlassen. In den Himmel jubeln, fallenlasse. Damit kann ich umgehen, das kann ich steuern. Das ist die Spezialität der Konstrukteure. Keine Frage. Ich werde wehmütig. Sehe Dörte jetzt vor mir. Wie sie dort steht. Mit Zuckerwatte in der Hand. Bilder schießt. Vom Riesenrad, vom stärksten Mann der Welt. Dembowski, das war früher. Die ist weg, die kommt nicht wieder. Nie wieder. Wie alt mag sie jetzt nur sein? Ich müsste es wissen. Noch ein Glühwein. Wieder der Typ. Jetzt angelt er, schubst die Kinder beiseite. Zieht nur Nieten. Wo ist Dörte? Was macht Komaroff? Was haben die Lichter zu bedeuten? Über den Wachtürmen des Kapitalismus hängt der Halbmond. Zurück zur Bahn. Zurück in den Wedding. Hier geht es nicht weiter. Ja, er lebt vielleicht noch.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3485258180782789437?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3485258180782789437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/auf-dem-rummel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3485258180782789437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3485258180782789437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/12/auf-dem-rummel.html' title='auf dem rummel'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-184482090683716875</id><published>2011-11-30T08:15:00.001+01:00</published><updated>2011-11-30T08:41:35.248+01:00</updated><title type='text'>gewalt fängt im kopf an und endet auf einer insel im olsofjord</title><content type='html'>Zurück in der Stadt. Zurück im Wedding. Zurück im Stau. So zumindest verkündet es mir der Radiosender an einem jeden Morgen. Jetzt nicht mehr auf die Seestraße und nicht auf den Kaiserdamm. Wohin dann eigentlich? Die Probleme der Autofahrer. Nicht mein Verein. Im Gegensatz natürlich zum Ballspielverein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber: Ich muss mich mal wieder um diesen gottverdammten Finger kümmern. Lag irgendwo in Formaldehyd. Irgendwo im Plattenschrank. Den Ring hatte ich abgenommen. Und dieser Komaroff, der musste es gewesen sein, würde schon irgendwann wieder in meinem Sichtfeld auftauchen. War jetzt genug Fußball. Was für eine Woche, Wachablösung inklusive. Erstmal Zevon auflegen. Excitable Boy, Werewolves Of London. Irgendwer schreit: "Mach den dreckigen Kid Rock aus!" Kid Rock? Was auch immer. Ahhuuuuuuu! Zurück zur Natur. Zurück zum Beton. Zurück zum Finger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorher noch einmal in den Foren die Woche Revue passieren lassen. Doch dort zerfleischen sie sich. Gewalt fängt im Kopf an. Und endet schuldunfähig auf einer Insel im Oslofjord, will ich ergänzen. Wird mir jedoch zu blöd. Echte Fälle von Gewalt, denke ich. Grausame Fälle der Verstümmelung. Wie dieser Finger hier im Marmeladenglas. Immer noch ist keine Leiche aufgetaucht. Der Polizeiticker hat zwar in den letzten Woche immer mal wieder vom Verschwinden berichtet, doch die meisten Personen sind wieder aufgetaucht. Die, die nicht aufgetaucht sind, aber liegen meist in ihrer Wohnung. Leblos. Das natürliche Ableben. Danach bin ich nicht auf der Suche. Es geht um den Rothaarigen. Es geht um den Finger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung werde ich nicht in der Samenhandlung finden. Nicht im Stau auf der Seestraße. Ich werde mich bewgen müssen. Raus aus dem Kiez. Im Oldie-Eck schauen sie mich nur an. "Was für ein Rothaariger? Du warst immer nur alleine hier, Dembowski!" Langsam mach ich mir Sorgen. Habe ich mir das nur eingebildet, um mich vom Fußball zu lösen? Um in der Stadt anzukommen? Um Ermittler zu sein? Ich wußte es nicht. Mit der nächsten Bahn fahre ich raus nach Waidmannslust. Von dort mit dem Bus nach Lübars. Vielleicht würde ich die Schlangenfarm finden, vielleicht würde es da Hinweise geben. Hart am Märkischen Viertel vorbei, auf der linken Seite das Tegeler Fließ, dahinter die alten Wachtürme der untergegangen Stadt. Ich stelle mich auf den Hügel am alten Bahnwärterhäuschen und blicke über Berlin. "Wo bist Du, Komaroff? Und was hat Dich dazu getrieben?"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-184482090683716875?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/184482090683716875/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/gewalt-fangt-im-kopf-und-endet-auf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/184482090683716875'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/184482090683716875'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/gewalt-fangt-im-kopf-und-endet-auf.html' title='gewalt fängt im kopf an und endet auf einer insel im olsofjord'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-4671724170684599106</id><published>2011-11-29T08:02:00.001+01:00</published><updated>2011-11-29T08:29:49.449+01:00</updated><title type='text'>der 2 tage lottogewinner, der 4 minuten meister</title><content type='html'>Wenn ich dann mal wieder unten bin, wir sogar das Derby gewinnen, muss mein Weg mich natürlich auch zu Kleppo führen. "Der kann ja nix dafür", denke ich also an diesem Samstag, es ist bereits spät. Erst einmal haben wir den Sieg gefeiert, sind dann durch die Straßen gezogen, haben gesungen, getanzt, getrunken und uns immer wieder in den Armen gelegen. Sachen, die man nach einem Derbysieg macht. So viele, und gerade so viele im Westfalenstadion, gab es in letzter Zeit nicht. Fühlt sich gut an. Keine Frage. Aber wenn ich dann mal wieder unten bin, wir sogar das Derby gewinnen, muss mein Weg mich natürlich auch zu Kleppo führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du hast doch einen Knall", haut mir Redermann entgegen, als ich ihm meinen Plan erläuter. Aber ich ziehe das Ding durch und Redermann ist dabei. Amok nicht. Er bleibt oberhalb der Möllerbrücke. In einer der Kneipen. "Is näher in den Osten", sagt er und näher in den Osten ist es. Nur wenn der Osten nicht so weit weg ist, wie der Osten in dem ich mich jetzt meist bewege. Die Erklärung behalte ich jedoch für mich. Keine unnötigen Verwirrungen am Tag des Derbysiegs. Gab schon genug um The Night They Drove Old Dixie Down. "Wie lahm", hat gesagt. Und mal wieder nichts verstanden. "Der Robertson hat das geschrieben, für Dich, für mich. Für alle Menschen. Ein gutes Lied wird immer ein gutes Lied bleiben. Und ein gutes Lied wird natürlich besser, wenn man es voller Inbrunst gegen seinen größten Feind wenden kann. Aber Feindschaft, Redermann, Feindschaft pflege ich nicht mit Kleppo!" Er versteht. Wir gehen runter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht 23.30 Uhr. Vielleicht was früher. Kleppo fällt uns in die Arme. "Redermann, Dembowski! Lass uns saufen! Ich will feiern!" "Du? Verloren habt ihr. In Euer Gesicht!" "Ach, Fußball" "Ey, Derbysieg, Spitzenreiter!" "Ach, Derbysieg! Ach, Spitzenreiter!" Kleppo zeigt uns seinen Schein. 3 - 13 - 23 - 33 - 38 - 49. "Das sind die Zahlen! Das sind meine verdammten Zahlen. Da könnt ihr noch so oft Derbysieger, Spitzenreiter! singen. Lottogewinner, Lottogewinner! Hey, hey!" "Respekt, Kleppo! Respekt!" "Hab ersma den Boss angerufen. Auch sone Zecken wie ihr!" "Und?" "Ihn beschimpft und gekündigt! Ich mach jetzt in Privatier. Ist ne gutes Leben. Wir fahren jetzt zur Syburg!" "Ach, Kleppo. Lass ma gut sein. Wir trinken jetzt noch wat in der Kneipe und dann gut ist. Isja nen Glückstag für uns alle dann. Schlafen we aus!" "Nein. Ich fahr zur Syburg. Hau ersma nen bißchen wat auffen Kopp. So 30.000€ ist dat Limit. Den Rest lege ich dann an."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Redermann und ich lassen Kleppo ziehen und verschwinden noch auf ein paar Bier in die Kneipe. Die englischen Konstrukteure sind auch da. Hätte mir mal jemand sagen können. Nobster G fällt mir in die Arme. Singt den alten Chesney Hawkes. "I am the one and only". "My fucking first derby win, ever!" Hat er sicher Recht, der Modefan. Wo warst Du in Bielefeld, denke ich? Und frage mich dann, wo war ich eigentlich in Bielefeld? Egal. Ich bin Fan, er ist Modefan. Und wir sind alle Derbysieger. Die Nacht wird lang. Um 5.40 nehm ich den Zug nach Berlin. Den Sonntag verschlafe ich. Am Montag schau ich mir die &lt;a href="http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/lotto-sechser-bringt-gewinnern-nur-knapp-30-000-euro-id6116919.html"&gt;Quoten&lt;/a&gt; an. Hat Kleppo wohl Schulden gemacht. Einmal Blauer, immer Blauer, denke ich. Der 2-Tage-Lottogewinner. Der 4-Minuten-Meister&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-4671724170684599106?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/4671724170684599106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/der-2-tage-lottogewinner-der-4-minuten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4671724170684599106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/4671724170684599106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/der-2-tage-lottogewinner-der-4-minuten.html' title='der 2 tage lottogewinner, der 4 minuten meister'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-6539051365882441833</id><published>2011-11-28T10:57:00.001+01:00</published><updated>2011-11-28T12:49:05.740+01:00</updated><title type='text'>derbysieger</title><content type='html'>So ein Derbysieg legt auch den Ermittler lahm. Habe den Weg an den Friedshofmauern genommen, gegen das Glaschflaschenverbot gesungen und mich im Stadion mitnehmen lassen. Ein prächtiger Tag. Derbysieger, Spitzenreiter, Wachablöser!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-6539051365882441833?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/6539051365882441833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbysieger.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6539051365882441833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/6539051365882441833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbysieger.html' title='derbysieger'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-5021401933081603696</id><published>2011-11-26T11:10:00.001+01:00</published><updated>2011-11-26T11:20:35.938+01:00</updated><title type='text'>derbytag</title><content type='html'>Immer wieder. Immer. Das Derby. Aufstehen, sehen, wie die Stadt erwacht, den Bewohnern der Stadt in ihrer Derbyausgehuniform nachschauen. Wenn die Zeit es zulässt, noch einen Kaffee auf dem Markt nehmen und sich ganz langsam choreographiert in Richtung Stadion machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Einige der Bewohner der Stadt, der Fans, die obwohl angereist, die Stadt für immer in ihren Herzen tragen, würden über die Hohe Straße und durch den Tunnel laufen. Von dort an der Westfalenhalle und dem Eisstadion durch den Rosengarten runter zu Strobelallee. Ein anderer Teil würde die U-Bahn oder die S-Bahn an der Möllerbrücke verlassen. Von dort die Lindemann hoch, an der Ecke Kreuzstraße spätestens, dort, wo Neven seit einigen Monaten seinen Parkplatz hatte, würden sich die Wege wieder trennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manch einer würde den Weg über die Brücke nehmen, zwischen den Westfalenhallen durch, runter zur Strobelallee, die in der Mitte der Wege, die von Norden auf sie führen, die Ankommenden mit dem Eingang der Roten Erde grüßt. Ein anderer Teil der Menge würde sich an der Ecke Kreuzstraße noch für ein Bier, für ein Gespräch, für eine Zigarette, für einen Gesang zur U-Bahn-Station begeben. Der Weg an den Friedshofsmauern vorbei, über den B1-Zubringer, durch den Tunnel, runter zur Strobelallee, Seite Reitstall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An normalen Spieltagen würden sie dort stehen bleiben, für ein Bier, die letzten Informationen, sie würden ihre Freunde besuchen, lange vergessene Menschen treffen, sie würden sich vorbereiten und irgendwann zum Anstoß hin, über Schleichwege vorbei an den sich aufstauenden Massen ins Stadion hinein. So wie immer. Am Südeingang würden sich die Menschen stauen, früher bereits, hier gehen sie rein, um zu stehen. Hier gehen sie auf die Tribüne, wenn sie aus dem Süden anreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und manchmal stellt sich die Frage, ob die Menschen, die aus dem Süden anreisen, nicht ganz andere Rituale pflegten. Ob sie nicht bereits an der Haltestelle Westfalenstadion für einen Moment auf der Bolmke-Brücke verweilen, um im Gegenlicht ein Blick auf das schönste Stadion der Welt zu werfen. Was war der Unterschied zwischen den Menschen aus dem Norden der Stadt und den Menschen aus dem Süden der Stadt? Die aus dem Süden sahen das Stadion im Gegenlicht, die aus dem Norden sahen das Stadion und erkannten im Hintergrund die waldigen Hügel des Südens und wenn sie ihren Blick ein wenig schweifen ließen, erblickten sie aus dem Augenwinkel den Florian, der Teil ihrer Stadt war, seitdem sie geboren waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Florian, der wie das U auf der Halle, wie das U in der Stadt, wie der Reinoldikirchenvorplatz, der Friedensplatz, der Alte Markt und der Markt auf dem Hansaplatz für immer Teil ihrer Heimat war. Mit der Zeit hatten die Menschen aus dem Süden und aus dem Norden die Erinnerung verloren. Zumindest waren sie verschwommen. Die letzte Zeche, der Tag an dem die Chinesen kamen. Der Tag, an dem die alte Bibliothek nach langem Kampf einem Shopping-Komplex wich. Der Tag, an dem Samtlebe sein Denkmal zu Lebzeiten vollendete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Denkmal vor dem sich in nicht allzu ferner Zukunft unglaubliche Szenen abspielen sollten. 1992 noch die Szenen der Trauer, die innerhalb weniger Minuten in Vorfreude auf die sich ausbreitende Zukunft umschlug, die voller Anerkennung für das Geleistete war. 1992, als sich die Namen Wück und Buchwald für immer einbrannten. 1992, als die Kunde des späten Treffers der Stuttgarter sich durch fliegende Transitorradios verbreitete. Diese Mannschaft hatte ihnen etwas besonderes geschenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war die Rückkehr im zweiten Versuch. Nach 1989 stand die Zukunft noch einmal für einen launigen Moment auf der Kippe. In den kommenden Jahren folgte der vielbesungene Aufstieg, zu nahe der Sonne. Gerade als der Verein an der Spitze der Welt angekommen war und sich die Stadt langsam wandelte. Als niemand mehr unter Tage fuhr und kurz bevor es gelang, wenigstens nicht noch den Borsigplatz zu verscherbeln. Der Wandel in der Stadt war unübersehbar. Mit der letzten Straßenbahn verschwand auf der Lindemannstraße die Hoffnung. Am ehemaligen Wendekreis der Straßenbahn entstanden Büroräume, reihten sich nunmehr Hotel an Hotel und an der B1 entstanden in Zeiten des Größenwahns nahe des Stadions riesige Geschäftsräume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der lange Weg hinab. Die Menschen aus dem Süden der Stadt, die Menschen aus dem Norden der Stadt. Die Menschen aus der Mitte der Stadt. Die Menschen aus dem Osten, die Menschen aus dem Westen. All die Menschen aus den umliegenden Städten und Landstrichen, all die Menschen im Land, die die Stadt und den Verein für immer in ihren Herzen trugen, stemmten sich mit letzter Kraft gegen das Verglühen. Im Moment der größten Ohnmacht, als alles nur mehr ein Spielball der Investoren war, erhob sich die Mannschaft und bewies, was zu beweisen war. Nicht nur die Menschen in dieser Stadt brauchten den Verein, auch die Spieler brauchten diesen Verein, doch bis sie dafür belohnt werden sollten, war es noch ein langer Weg. Immerhin gewannen sie das Derby, das erste gewonnene Derby in diesem Jahrtausend. Die Schlüsselfiguren dieses Sieges blieben dem Verein bis heute verbunden, der Verein blieb ihnen bis heute dankbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während aus dem Vorzimmer der Pathologie langsam wieder optimistischere Klänge kamen, gaben die Spieler fast alles her. Ein verzweifeltes Jahr. Und doch lagen zwischen Bielefeld und dem 12.Mai keine 2 Monate. Derbytag. Am Ende der Saison. Ein Derby mit noch mehr Dringlichkeit. In einer der sich an der B1 aufreihenden Nobelherbergen war ein Trainer eingezogen, der die Borussia erst zum Derbysieg, dann nach 19 Jahren wieder nach Berlin führte und dessen fluchtartiges Verlassen der Tiefgarage der Nobelherberge im Mai 2008 der größte Glücksfall der jüngeren Geschichte war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derbytag. Ich werde aufstehen und den äußeren Weg wählen. Und wenn wer mich trifft, grüsst mir den Ermittler.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-5021401933081603696?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/5021401933081603696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbytag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5021401933081603696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/5021401933081603696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbytag.html' title='derbytag'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-8768657898951308636</id><published>2011-11-25T08:06:00.001+01:00</published><updated>2011-11-25T08:07:08.293+01:00</updated><title type='text'>derbyfieber</title><content type='html'>auf auf auf! flieg, dembowski!, flieg! nach dortmund, zum derby, zum nächsten teil.&lt;br /&gt;auf auf auf! flieg, dembowski!, flieg! nach dortmund, zum derby, und lass den reiser reiser sein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;derbyfieber! wenn ich morgen auf der strobelallee stehe und den finger richtung mannschaftsbus richte, ist die welt in ordnung. gepflegter hass. um mich herum: sogenannte fans!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-8768657898951308636?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/8768657898951308636/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbyfieber.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8768657898951308636'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/8768657898951308636'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/derbyfieber.html' title='derbyfieber'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-3836805106066001825</id><published>2011-11-24T12:17:00.001+01:00</published><updated>2011-11-24T12:17:46.875+01:00</updated><title type='text'>in eigener sache</title><content type='html'>Mal wieder für schwatzgelb.de ermittelt. Wie man da die Seiten wechseln und alles erklären muss! So sieht das dann am Ende aus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.schwatzgelb.de/2011_11_23-serien_dembowski_und_die_wachabloesung.html"&gt;schwatzgelb - die wachablösung 2.0 &lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-3836805106066001825?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/3836805106066001825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/in-eigener-sache.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3836805106066001825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5451904182348016345/posts/default/3836805106066001825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/in-eigener-sache.html' title='in eigener sache'/><author><name>dembowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17335937261265254876</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://3.bp.blogspot.com/-ZOI_yOijvHk/TaK_MqAAb8I/AAAAAAAAA00/W71VfK0_Sik/s220/dembowski-klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5451904182348016345.post-9099702523773594837</id><published>2011-11-24T08:51:00.001+01:00</published><updated>2011-11-24T09:43:20.301+01:00</updated><title type='text'>wachablösung im deutschen fußball</title><content type='html'>Ah. Tut das weh! Schon beim Hinsehen. Wie der Fuß im Flug den Kiefer bricht. Unfassbar weh! Aber Bender wäre nicht Bender, wenn er nicht direkt aus dem OP-Saal eine "Alles halb so schlimm"-Nachricht übermittelt. Guter Mann. Könnte auch Konstrukteur sein, denke ich. Vielleicht ist er es? Niemand weiß es. Nur Piotr. Nur Bender!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mir das Spiel im Hinterzimmer angeschaut. Alleine. Danach auf die Straßen der Stadt. Aus dem Hinterzimmer zurück in die Wohnung. Platten aufgelegt. Erst wollte ich Leary auflegen. Life's Gonna Suck When You Grow Up. Aber es entsprach nicht meiner Stimmung. Das Leben saugte nicht. Nicht jetzt. Und nicht in Zukunft. Das hatte ich mir vorgenommen. Das hielt ich jetzt auch durch. Ziehe Woody Guthrie vor. Die Library Of Congress Recordings. So Long It's Been Good To Know Yuh! Es ist nicht das Ende der Welt, und als ich noch einmal die Tabellen durchging, nicht einmal das Ende der Champions League-Kampagne. Setzte mich dann trotz alledem an einen Kommentar.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Reifs Kritik - ein verzweifelter Rettungsversuch &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(berlin)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Was war eigentlich? Was ist an diesem 23.11.2011 eigentlich passiert? Drüben in Britanien, wo die Fans an einem Strang zogen? Neben der beeindruckenden Invasion der knapp 10.000 Schwatzgelben, haben wir eine erstaunlich abgeklärte Borussia gesehen. Von der Anfangsnaivität war im Emirates nichts mehr zu sehen.Dann die Verletzungen. Der Verlust der Ordnung. Doch auf dem Weg der Borussia wird nicht geklagt. Trotz Bender, trotz Götze. Die Qualität kommt von der Bank. Auch wenn die Umstellung während des Spiels nicht gelang. Der Deutsche Meister hat Qualität. Der Deutsche Meister wird, da lege ich mich fest, in dieser Form wieder Deutscher Meister. Während im Süden der Ausfall eines Spielers beklagt wird, macht der Ballspielverein nach zwei wichtigen Ausfällen einfach weiter. Die zürnende Kritik Marcel Reifs verhallt da als verzweifelter Rettungsversuch einer untergehenden Großmacht. So absurd es klingt. Der 23.11.2011 war die endgültige Wachablösung im deutschen Fußball. &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;b&gt;(dembowski / Der Samstag!)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5451904182348016345-9099702523773594837?l=dembowskiermittelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/feeds/9099702523773594837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dembowskiermittelt.blogspot.com/2011/11/wachablosung-im-deutschen-fuball.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/
